Freitag, 23. Februar 2024
20160307-BUNDESBANK

Viel Lärm um Nichts: Studie untersucht Folgen einer Rundungsregel im Handel

Frankfurt / Main. (dbb) Diese Studie der Deutschen Bundesbank in Zusammenarbeit mit dem EHI Retail Institute untersucht die Folgen einer Rundung von Kassenbons respektive von Einzelpreisen im Einzelhandel auf die Konsumentenpreise. Die empirische Analyse auf Basis von etwa 70.000 Kassenbons zeigt, dass im Fall einer kaufmännischen Rundungsregel auf volle Fünf-Euro-Cent-Beträge für Bonsummen nahezu keine Auswirkungen auf das Preisniveau zu erwarten sind. Sollten dagegen Einzelpreise einer kaufmännischen Rundung oder generellen Aufrundung unterliegen, ist mit geringfügigen einmaligen Preisniveauerhöhungen zu rechnen. Durch die Einführung einer Rundungsregel für Ein- und Zwei-Euro-Cent-Münzen ergeben sich keine nennenswerten Einsparungen für den Einzelhandel. Befragungen im Rahmen dieser Arbeit zeigen zudem, dass der Handel eine Rundungsregel nicht eigeninitiativ umsetzen wird. Die Gesamtkosten für die Münzgeldversorgung sind deutlich geringer gestiegen als die Rollenpreise, weil letztere nur einen Anteil von zehn bis 20 Prozent ausmachen. Die Münzgeldstudie von Mai 2015 gibt es auf dem Server der Deutschen Bundesbank im Format PDF zum kostenfreien Download (Bild: Bundesbank).

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