WB-06-2015

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 06. KW 2015 (31.01. bis 06.02.)
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In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Lantmännen Unibake: schließt das Werk Suhl
02. Stauffenberg: Großbäckerei wird abgewickelt
03. Stauffenberg: Was der Insolvenzverwalter zu sagen hat
04. Stauffenberg: «Die Kreppel-Party ist vorbei»
05. Mestemacher: erzielt deutliches Umsatzplus
06. Hueber Feinbäckerei: muss sich massiv verkleinern
07. Bäcker Bischof: Landgericht eröffnet Konkursverfahren
08. Bäcker Lang: Filialist ist zahlungsunfähig
09. Burger King: Kolobov probt Rolle rückwärts
10. Burger King GmbH: Warum macht Kolobov das?

TERMINE + EVENTS:
11. ISM: schließt mit erfreulichem Besucherwachstum
12. Weshalb «Deutschlands beste Bäcker» gern die iba besuchen
13. Bio-Kongress: der BÖLW und seine Themen

MANAGEMENT + BETRIEB:
14. Gehrke Econ Preisvergleich 2015: letzte Chance zur Teilnahme!
15. ADB Lochham: Weiterbildung für Kontrolleure kam gut an
16. Winter ohne Schrecken: Darauf müssen Sie jetzt achten
17. Grundsätze der Prävention: Was sich für Betriebe ändert
18. Konstruktive und gestalterische Elemente im Gewerbebau

MARKETING + VERKAUF:
19. FiliaFox 2.0: detailliertes Controlling für den Verkauf
20. Smartphone: der ideale Assistent beim Lebensmitteleinkauf?
21. Gastronomie: stabil bei schwächeren Rahmenbedingungen
22. Schlauer als Sie denken: Marvin Bestellprofi für Filialen

PERSONEN + EHRUNGEN:
23. BFS Hannover: freut sich über 100-prozentige Erfolgsquote

BOOKMARKS + BOOKS:
24. Richemont-Fachbuch: «Das ideale Produkt – Bäckerei»
25. Global Industry: Bakery China 2015 expects 80’000 visitors

REZEPTE + IDEEN:
26. Schnelle Küche: Gebackener Brie mit Curry-Walnüssen


MARKT + UNTERNEHMEN


Lantmännen Unibake: schließt das Werk Suhl

Bremen / Suhl. (06.02. / lug / eb) Lantmännen Unibake Germany (LUG) hat einen Restrukturierungsplan für Deutschland angekündigt, der die Schließung der Produktionsstätte in Suhl beinhaltet. Die Großbäcker des schwedischen Lantmännen Konzerns planen eine Restrukturierung und Anpassung der Unternehmensstrategie und stellen die Produktion der gefüllten Tiefkühl-Baguettes ein. In Folge dessen hat die Geschäftsleitung die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die Schließung der Bäckerei in Suhl aufgenommen. «Wir bedauern sehr, die Produktion in Suhl stilllegen zu müssen. Die Gründe hierfür liegen in einem rückläufigen Markt für TK-Baguettes, der in den letzten Jahren zu hohen Verlusten für das Unternehmen geführt hat. Die schlechten baulichen Rahmenbedingungen lassen weder einen wettbewerbsfähigen Betrieb noch eine Investition in eine Umstrukturierung des Werkes zu», erklärt LUG-Geschäftsführer Christian Sommer die Situation. Der Betriebsrat und die gesamte Belegschaft wurden über die Hintergründe des Beschlusses in Kenntnis gesetzt. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats begann LUG im Januar, zeitnah mit diesem einen Interessenausgleich und Sozialplan für die betroffenen 70 Mitarbeiter auszuarbeiten. Mit dem mehr als 4.000 Produkte umfassenden Sortiment von der Lantmännen Unibake Gruppe werde sich das Unternehmen sowohl in Deutschland als auch international zukunftsorientierter ausrichten, heißt es aus Bremen. Lantmännen Unibake Germany verantwortet alle Geschäftsaktivitäten der Gruppe in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Ein genauer Termin zur Schließung des Werks Suhl stehe noch nicht fest. 2012 hatte Lantmännen Unibake Germany das Werk Verden/Aller stillgelegt, bei dem ebenfalls um die 70 Mitarbeitende gehen mussten. Mitte 2014 verlegte LUG den Verwaltungssitz von Verden/Aller nach Bremen. Nach der Schließung des Werks Verden in 2012 und der Schließung des Werks Suhl voraussichtlich in diesem Jahr verbleibt allein das Werk Harrislee in der Verantwortung von Lantmännen Unibake Germany. Das Werk Suhl ist übrigens eine ehemalige Bäckerei der ehemaligen Gramss Gruppe im Süden Thüringens, deren Gesellschaften im vierten Quartal 2011 Insolvenz angemeldet hatten.

Stauffenberg: Großbäckerei wird abgewickelt

Essen / Ruhr. (03.02. / eb) Die Stauffenberg GmbH + Co. KG steht vor dem vollständigen Aus: Über das Vermögen der Großbäckerei, gesetzlich vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die Stauffenberg Verwaltungs I GmbH aus Gelsenkirchen, diese vertreten durch die Geschäftsführer Sebastian Papst und Rene Verdcheval, hat das Amtsgericht Essen am 01. Februar 2015 wegen Zahlungsunfähigkeit das Insolvenzverfahren eröffnet. Das erfolgte aufgrund des am 02. Dezember 2014 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin (siehe WebBaecker 49/2014). Zum Insolvenzverwalter ernannte das Gericht den Rechtsanwalt Rolf Weidmann aus Essen. Ein Investor sei nicht in Sicht, heißt es aus dem Umfeld der Großbäckerei, die in Gelsenkirchen 140 bis 160 Mitarbeitende und bei Bär Brot in der Eifel 80 bis 100 Beschäftigte zählt. Erstmals hatte die Stauffenberg Gruppe im Oktober 2013 Insolvenz angemeldet. Zwei Monate nach Eröffnung der Insolvenzverfahren über die Albert Stauffenberg Nachfolger GmbH + Co. KG, die Bär Brot GmbH und die Frost Backwaren GmbH konnten die Produktionsstandorte Gelsenkirchen und Daun/Eifel wieder eigenständig am Markt agieren, sodass der damalige Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering im Februar 2014 durchaus die Rettung verkünden durfte. Alles in allem verliefen Sanierung und Restrukturierung der Gruppe jedoch «schwierig» – die bis dato Aldi Nord und Aldi Süd, Lidl und die Edeka/Netto-Gruppe zu ihren Kunden zählte. Wenig zuträglich für das Image war sicher die Meldung, dass drei Manager der Gruppe im Dezember zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden (siehe WebBaecker 50/2014). Beinahe zeitgleich verkündete Rechtsanwalt Weidmann aus Essen die vorläufige Sicherung des Geschäftsbetriebs der Großbäckerei (siehe WebBaecker 51+52/2014). Der Zweckoptimismus hat nicht geholfen: Nach der ersten Insolvenz konnte die Großbäckerei ehemalige Großkunden nur teilweise wiedergewinnen. Die zweite Insolvenz erfolgte, nachdem auch Aldi die Zusammenarbeit endgültig beendete. Neue Kunden sind nicht in Sicht, und wo keine Arbeit ist, ist auch kein Geld.

Stauffenberg: Was der Insolvenzverwalter zu sagen hat

Essen / Ruhr. (03.02. / sg) Kaum hatte der WebBaecker obige Meldung verfasst, erreichte die Redaktion eine Mitteilung der Sozietät Görg, in der der Insolvenzverwalter seine Sicht der Dinge darlegt wie folgt: «Das Amtsgericht Essen hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Stauffenberg GmbH + Co. KG zum 01. Februar 2015 eröffnet und Rechtsanwalt Rolf Weidmann von der Sozietät Görg zum Insolvenzverwalter bestellt. Weidmann informierte die Belegschaften an den beiden Standorten Gelsenkirchen und Daun über den aktuellen Stand des Verfahrens und über die Abwicklung des Unternehmens. «Wir verfügen in diesem Verfahren weder unmittelbar über die Grundstücke noch über die Maschinen», erklärt Weidmann. «Zwei ernsthafte Interessenten, die sich im Bieterverfahren durchgesetzt hatten, können sich entweder mit dem Besitzer der Grundstücke oder mit dem wirtschaftlichen Eigentümer der Maschinen nicht über einen abschließenden Kauf- und Nutzungsvertrag verständigen». Des Weiteren führt Weidmann aus, dass keiner der Kunden seine Aufträge aus dem vorläufigen Insolvenzverfahren angesichts des aktuellen Stands der Verhandlungen verlängert. «Das ist auf Marktseite nicht nachvollziehbar, da wir uns mitten in der Krapfen- oder Berliner-Saison befinden und niemand über so viele Produktionskapazitäten verfügt wie Stauffenberg», sagt Weidmann. Er habe «alles in seiner Macht stehende versucht, die Kunden zunächst bei der Stange zu halten und weitere Verkaufsgespräche zu moderieren». Weidmann kündigt an, dass die noch bestehenden Aufträge bis Frühsommer 2015 mit rund 50 Beschäftigten am Standort Gelsenkirchen ausproduziert werden. Erste Gespräche mit den gewählten Arbeitnehmervertretern über einen Sozialplan für die insgesamt 226 Mitarbeitenden zur Abwicklung der Großbäckerei werden bereits geführt. Weidmann war vom zuständigen Amtsgericht in Essen am 02. Dezember 2014 zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden. Stauffenberg war erst im Februar 2014 über ein «Erwerberkonzept» aus der Insolvenz heraus fortgeführt worden».

Stauffenberg: «Die Kreppel-Party ist vorbei»

Frankfurt. (06.02. / faz) Die Großbäckerei Stauffenberg mit Werken in Gelsenkirchen und Daun steht vor dem Aus. Brot und Gebäck wurden in großem Stil gebacken. Bis zu 500.000 Berliner Pfannkuchen liefen in der Hochsaison in der Eifel Tag für Tag vom Band. Damit ist es jetzt vorbei, schreibt die Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ): «Denn der größte Kunde ist weg. Der Handelsriese Aldi hat dem Traditionsunternehmen das Vertrauen entzogen. Damit endet nicht nur eine über viele Jahrzehnte intakte Geschäftsbeziehung – es endet auch eine alte Liebe. Lange haben die Aldi-Gründer Karl und Theo Albrecht der Bäckerei die Treue gehalten, haben sie groß gemacht und mitgenommen, selbst nach der Trennung in Aldi Süd und Aldi Nord blieben die Stauffenbergs mit beiden im Geschäft. Die Beziehung ist älter als Aldi selbst. Der Vater der Aldi-Gründer, Karl Albrecht senior, hatte einst bei den Stauffenbergs Bäcker gelernt. Später belieferte die Bäckerei aus Essen-Katernberg das kleine Lebensmittelgeschäft von Albrechts Frau Anna in Essen-Schonnebeck. Lange soll es nicht einmal einen Vertrag zwischen Aldi und der Bäckerei gegeben haben. Doch seit Dezember ist es aus. Aldi hat gekündigt, diesmal endgültig. Das Fass war voll. Die Schieflage hätte Aldi vielleicht noch akzeptiert, Betrug aber nicht» – heißt es in dem ausführlichen und lesenswerten Bericht von Bernd Freytag und Brigitte Koch unter dem Titel «Aus für Aldi-Zulieferer – Die Kreppel-Party ist vorbei», der die Geschehnisse der letzten Jahre, sofern Ihnen nicht mehr ganz präsent, noch einmal in den Zusammenhang stellt.

Mestemacher: erzielt deutliches Umsatzplus

Gütersloh. (03.02. / mm) Die Großbäckerei Mestemacher GmbH präsentierte Ende letzter Woche Ergebnisse aus ihrem Geschäftsbericht 2014. Erwartungsgemäß übertraf das Unternehmen beim Gruppenumsatz die 140-Millionen-Euro-Marke – mit 145 Millionen Euro (plus 7,4 Prozent) sogar recht deutlich. Die Erlöse stiegen um 5,7 Prozent. Das von den Eigentümerfamilien Albert und Fritz Detmers geführte Unternehmen liefert heute über 50 verschiedene Brotspezialitäten mit Mehrfachnutzen in die Brotregale des deutschen und internationalen Lebensmittel-Einzelhandels (LEH). Hygienisch verpackt, ungeöffnet mehrere Monate haltbar und lagerfägig, ein hoher Ballaststoffanteil und das Verbacken frisch gemahlenen Roggens aus der eigenen Mühle schätzten immer mehr Verbraucher, heißt es aus Gütersloh. Kleinere Gewichtseinheiten und gesundheitsorientierte Produktneuheiten mit Mehrfachnutzen runden das Portfolio ab. Das vollständige Sortiment umfasst zudem über 30 gutgehende TK-Kuchensorten für die klassische Tiefkühltruhe oder die Hausbäckereien im LEH von der Tochtergesellschaft Aerzener Brot und Kuchen. 2014 beschäftigte die Mestemacher-Gruppe 572 Mitarbeitende (2013: 535 MA). Der Exportanteil pendelt weiterhin bei 24 Prozent. Die Produkte gehen in über 90 Länder. 2014 investierte die Gruppe 6,4 Millionen Euro unter anderem in die Entwicklung neuer Produkte, die Ausdehnung der Ausbringungsmenge sowie die Steigerung der Wirtschaftlichkeit. Für 2015 planen die Großbäcker Investitionen von insgesamt 7,1 Millionen Euro. Ein Teil der Mittel fließt in den geplanten Neubau einer Verwaltungszentrale in Gütersloh, der Ende 2015 bezugsfertig sein soll. Für 2015 und die Zeit darüber hinaus erwartet Mestemacher eine stabile wirtschaftliche Lage. Den zu erwartenden Gruppenumsatz 2015 setzen die Großbäcker gewohnt vorsichtig bei 146 Millionen Euro an (Volltext).

Hueber Feinbäckerei: muss sich massiv verkleinern

Schwaz / AT. (03.02. / ksv) Die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung über die Hueber Feinbäckerei GmbH + Co. KG aus dem österreichischen Bundesland Tirol durch das Landesgericht Innsbruck stehe bevor, schreibt der alpenländische Kreditschutzverband KSV 1870. Gegründet 1965 von Ernst Hueber und seit 1993 unter Leitung der Schuldnerin, deren Name nicht erwähnt ist, zählt zehn Filialen im Tiroler Unterland und in Innsbruck sowie die Bäckerei und Verwaltung in Schwaz. Bei der Schuldnerin sind rund 50 Dienstnehmer beschäftigt. Die Schuldnerin erwirtschaftet seit Jahren negative Ergebnisse. Der Hauptgrund der Insolvenz ist darin zu sehen, dass ein Großteil der Filialen nicht mehr wirtschaftlich zu führen ist. Das Unternehmen kämpft mit den branchenweit bekannten Problemen. Geplant ist jetzt, dass mit Ausnahme der Filialen in Schwaz sämtliche anderen Verkaufsstellen geschlossen werden (Innsbruck, Jenbach, Baumkirchen, Vomp, Weerberg, Stans). Mit einer verkleinerten Belegschaft soll die Sanierung des Unternehmens dann geschafft werden. Der KSV geht von Verbindlichkeiten in Höhe von mindestens 800.000 Euro aus. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern seien bei diesen Überlegungen nicht inbegriffen. Zudem sei zu befürchten, dass aus der Schließung oben genannter Filialen weitere Verbindlichkeiten entstehen können. Die gesetzliche Mindestquote, welche die Schuldnerin im Rahmen des Sanierungsplans anzubieten hat, betrage 20 Prozent.

Bäcker Bischof: Landgericht eröffnet Konkursverfahren

Dornbirn / AT. (03.02. / ksv) Über das Vermögen der Bäckerei Viktor Bischof – Bischof Bio-Bäck + Konditorei – aus dem österreichischen Bundesland Vorarlberg hat das Landesgericht Feldkirch das Konkursverfahren eröffnet. Masseverwalter ist Dr. Hanno Lecher aus Dornbirn, berichtet der alpenländische Kreditschutzverband KSV 1870. Die Passiva betragen demnach etwa 1,3 Millionen Euro; insgesamt gebe es um die 33 Gläubiger. Mit Blick auf die Ursachen für den Vermögensverfall gibt es keine Angaben vom Schuldner. Auch die Zahl der betroffen Dienstnehmer ist unbekannt. Über die Möglichkeit einer Unternehmensfortführung werde vom Masseverwalter kurzfristig zu entscheiden sein.

Bäcker Lang: Filialist ist zahlungsunfähig

Stuttgart. (02.02. / gb / eb) Die Max Lang Bäckerei-Konditorei aus Freiberg am Neckar hat am 30. Januar Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das Amtsgericht Ludwigsburg hat als zuständiges Insolvenzgericht Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Bilgery von der Kanzlei Grub Brugger und Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Max Lang Bäckerei-Konditorei GmbH + Co. KG und der Bäckerschmiede GmbH bestellt. Die Geschäftsführung erklärt, sie habe sämtliche Sanierungsoptionen gründlich ausgelotet. Letztendlich habe man sich dafür entschieden, Strukturen und Prozesse und die Bilanz mit den Instrumenten der Insolvenzordnung neu aufzustellen. «Im Interesse einer erfolgreichen Sanierung gilt es nun, die Filialbetriebe reibungslos fortzuführen», sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Bilgery in einer Mitteilung. Er wird sich mit seinem Team umgehend um die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds für die insgesamt rund 550 Beschäftigten kümmern, damit die Löhne und Gehälter bis einschließlich März 2015 gesichert sind. Zudem wird Bilgery die Gespräche mit Lieferanten, Dienstleistern und Kunden aufnehmen. Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und die konkreten Fortführungsperspektiven zu prüfen. Gegründet 1935 in Stuttgart-Ostheim, ist die Bäckerei Lang heute mit rund 150 Fachgeschäften die führende Filialbäckerei in der Region. Zum Unternehmen gehören die Marken «Lang», «Stefansbäck» und «Sparback». Das Unternehmen erwirtschaftete 2014 einen Jahresumsatz von 56 Millionen Euro. Zum 01. November 2010 hatte der Filialist, der bis dato seinen Sitz in Ostheim hatte, die ehemalige Stefansbäck- Produktionsstätte in Freiberg sowie rund 130 Filialen von der Schwalmtaler Kamps GmbH gekauft. Damit lebte auch der in der Region wohlklingende Name «Stefansbäck» wieder auf (siehe WebBaecker 37/2010). Von den 130 Kamps/Stefansbäck-Filialen gibt es heute allerdings nur noch 100 – geht man nach den Angaben auf der Homepage. Zumindest für die Marken «Lang» und «Stefansbäck» betreibt das Lang-Imperium ein umfangreiches Pachtsystem, bei dem selbständige Verkaufspartner eine Filiale übernehmen. Dort verkauft der Franchisenehmer unter den genannten Marken auf eigene Rechnung und eigenes Risiko Backwaren aus Freiberg am Neckar. Die Bäckerschmiede GmbH ist die Betreibergesellschaft der Stefansbäck-Filialen.

Burger King: Kolobov probt Rolle rückwärts

Stade. (31.01. / usp) Im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Burger King GmbH aus Stade, jetzt vertreten durch Geschäftsführer Ingo Voigt, ist die Anordnung der vorläufigen Verwaltung am 29. Januar aufgehoben worden – meldet das Amtsgericht Stade unter dem Aktenzeichen 73IN104/14. Das führt uns zur Meldung «Situation entspannt sich zusehends» vom 17. Dezember. Darin hieß es, dass sich für die rund 3.000 Beschäftigten der Burger King GmbH einiges zum Guten wenden könnte und nach der Insolvenz der Weg nun frei sei für einen Neuanfang. Ohne die Geschichte vom Urknall aus neu zu erzählen: Im Moment sieht einiges nach einer Rolle rückwärts aus. Dabei fragt sich wohl auch Burger King Europe (BKE), was davon zu halten ist. Schließlich hatte der Franchisegeber dem vorläufigen Insolvenzverwalter Marc Odebrecht gestattet, die BK-Lizenz weiter für die 89 Restaurants zu nutzen, um vorwärts zu kommen und über ein «strukturiertes Bieterverfahren» einen ordentlichen Investor zu finden. Noch dazu hatte BKE den Neustart mit einem Massekredit in Millionenhöhe finanziert. Und jetzt? Alexander Kolobov, bei uns bislang nur als zweite Silbe der Yi-Ko Holding in Erscheinung getreten (Ergün Yildiz / Alexander Kolobov), hat völlig überraschend 15 Millionen Euro in die Hand genommen und die Rücknahme des Insolvenzantrags für die eingangs genannte Betreibergesellschaft erreicht. Die Zukunft für die 89 Restaurants und 3.000 Mitarbeitenden ist einmal mehr ungewiss und man darf gespannt sein, was die kommenden Wochen bringen. Bei dem vom Amtsgericht Stade genannten neuen Geschäftsführer der Betreibergesellschaft handelt es sich übrigens um Rechtsanwalt Ingo Voigt aus Norderstedt, der unter anderem Aufsichtsratsvorsitzender der Coffee and friends Holding AG ist und eng mit der Investmentfirma Fritz Nols AG aus Frankfurt am Main zusammenarbeitet. So erreicht man die kleine Homepage seiner Kanzlei nicht nur unter «voigt-ra.de», sondern auch unter «fritznolslaw.de».

Burger King GmbH: Warum macht Kolobov das?

Frankfurt / Main. (31.01. / usp) «Die Fritz Nols AG erhält Restrukturierungsauftrag für Burger King Deutschland», lautet der Titel einer Mitteilung von Rechtsanwalt Ingo Voigt aus Norderstedt. Voigt fungiert einerseits als neuer Geschäftsführer der Burger King GmbH aus Stade, für die gerade die vorläufige Insolvenzverwaltung aufgehoben wurde. Andererseits arbeitet er eng mit der Investmentfirma Fritz Nols AG zusammen, die von Alexander Kolobov den Auftrag erhalten hat, die Burger King GmbH – 89 Restaurants mit 3.000 Beschäftigten – zu restrukturieren. Die Unterzeile zum eingangs genannten, faustdicken Patzer trifft den tatsächlichen Umfang des Auftrags schon eher: «Burger King GmbH leitet umfassenden Turnaround mit neuem Management ein». Den Inhalt der Mitteilung gibt es hier zum Nachlesen. So «eng», wie sich Alexander Kolobov und Experten die Zusammenarbeit mit Burger King Europe (BKE) die Zusammenarbeit in dieser Mitteilung wünschen, kann sie nicht sein. Erstens hat sich BKE zu dieser «Rolle rückwärts» überhaupt noch nicht geäußert. Zweitens hätte der «erfahrene Sanierer» Ingo Voigt aus Norderstedt beim Verfassen oder Diktieren, spätestens jedoch beim Autorisieren der vorliegenden Mitteilung mehr Sorgfalt walten lassen müssen – und vielleicht nicht ganz so dick auftragen sollen. Kolobov ist sicher nicht der selbstlose weiße Ritter, als den er sich in der Mitteilung darstellen lässt. Mit Blick auf die augenblickliche geopolitische Wirtschaftslage, die Auswirkungen des Russland- Embargos und den im freien Fall befindlichen Rubel ist der Schachzug Kolobovs leicht zu durchschauen: Seinen 250 Burger King Filialen in Russland kann es derzeit nicht gut gehen. Je tiefer der Rubel fällt, desto teurer wird der Einkauf. Er sucht dringend nach der Möglichkeit einer Mischfinanzierung. Das Geschacher um die 89 Restaurants der deutschen Burger King GmbH bringt ihm diese Option näher.


TERMINE + EVENTS


ISM: schließt mit erfreulichem Besucherwachstum

Köln. (05.02. / ism) Die ISM Internationale Süßwarenmesse schloss nach vier Messetagen mit einem erfreulichen Besucherwachstum. Rund 37.000 Fachbesucher informierten sich zur 45. Auflage der weltweit größten und wichtigsten Messe für Süßwaren und Knabberartikel. Das sind rund sechs Prozent mehr als 2014. Mit 67 Prozent blieb der Auslandsanteil stabil. Das bedeutet, dass auch der starke Fachbesuch aus dem Inland zur Steigerung der Besucherzahlen beitrug. «Die ISM hat erneut deutlich gemacht, wie wichtig sie für den nationalen und internationalen Süßwarenhandel ist», sagt Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse GmbH. Denn auch auf Ausstellerseite konnte die Messe wiederum ein leichtes Wachstum verbuchen – 1.513 Anbieter aus 65 Ländern. Bastian Fassin, Vorsitzender des Arbeitskreises AISM und Präsidiumsmitglied im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), betonte: «Erneut überzeugte die Qualität der Fachbesucher. Die Hersteller erwarten ein starkes und dynamisches Nachmessegeschäft». Eröffnet wurde die ISM von Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland, der nach seinem Rundgang die Teilnehmer der Konferenz des Forums Nachhaltiger Kakao begrüßte. Die Qualität der Fachbesucher auf der ISM war laut Austeller durchgehend hoch. Dies bestätigten auch die Besucherbefragungen sowie die Registrierungsdaten, heißt es aus Köln.

Weshalb «Deutschlands beste Bäcker» gern die iba besuchen

München. (05.02. / ghm) Sie begeistern mit ihren Produkten und Ideen ihre Kunden immer wieder aufs Neue und haben auch die Jury um Johann Lafer überzeugt: Finalisten der ZDF-Show «Deutschlands bester Bäcker» erzählen in einem Bericht der ausrichtenden Gesellschaft für Handwerksmessen, warum die iba 2015 für sie wichtig ist und weshalb sie die führende Weltmesse für Bäckerei, Konditorei und Snacks vom 12. bis 17. September in München nicht verpassen wollen. Schauen Sie mal rein. Trends, Lösungen, technische Innovationen für das Bäckerhandwerk und viele Inspirationen für das tägliche Geschäft – das alles bietet die iba in München. Am Sonntag, den 13. September findet zudem erstmals der Tag der Deutschen Bäcker auf der Messe statt, wobei Handwerksbetrieben spezielle Führungen über die Messe, Fachvorträge, Live-Vorführungen und Betriebsberatungen gezielt angeboten werden.

Bio-Kongress: der BÖLW und seine Themen

Nürnberg. (04.02. / boelw) Versammelt allein die BioFach (ohne Vivaness) vom 11. bis 14. Februar rund 2.000 Aussteller und etwa 42.000 Fachbesucher, dann lädt die NürnbergMesse zeitgleich zum weltweit größten Bio-Branchenkongress unter dem Schwerpunktthema «Organic 3.0 – gute Rahmenbedingungen für mehr Bio». Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) als nationaler, ideeller Träger der Weltleitmesse, steuert aus bundesdeutscher Sicht natürlich viele aktuelle Informationen zu dieser einzigartigen Plattform bei, die mit rund 100 Vorträgen und Diskussionsrunden mehr als 6.500 Teilnehmer erreicht. Die BÖLW-Themen im Überblick: Mehr Bio aus Deutschland. Der deutsche Bio-Markt in Zahlen, Fakten, Analysen. TTIP und TPP – business opportunities or threats to democracy? Wie weiter mit Bio? Details zu den genannten Veranstaltungen im Rahmen des Kongresses gibt es auf boelw.de.


MANAGEMENT + BETRIEB


Gehrke Econ Preisvergleich 2015: letzte Chance zur Teilnahme

Isernhagen / Hannover. (05.02. / ge) Die Gehrke Econ Unternehmensberatungsgesellschaft bietet bereits seit vielen Jahren interessierten Bäckereiunternehmen die Möglichkeit, einen Preisvergleich ihrer Ladenverkaufspreise durchzuführen.

Der bisherige große Rücklauf zum diesjährigen Preisvergleich zeigt, wie wichtig es den Bäckereiunternehmen ist, die eigenen Preise mit dem Marktumfeld zu vergleichen, um weiterhin dem hohen Wettbewerbsdruck und der zunehmenden Marktverdrängung standhalten zu können.

Insbesondere die aktuelle Thematik der Einführung des Mindestlohns lässt viele Unternehmer über eine Preiserhöhung nachdenken. Dabei ist es wichtig zu wissen, wie die eigenen Ladenverkaufspreise im Vergleich zum Marktdurchschnitt sind. Anhand dieser Erkenntnis lassen sich anschließend angemessene und sinnvolle Maßnahmen einleiten. Der Gehrke Econ Preisvergleich ermöglicht es, sich einen ersten Überblick über die zum Teil großen Preisunterschiede zu verschaffen.

Die Teilnahme am Preisvergleich ist eine kostenlose Serviceleistung der Gehrke Econ Gruppe. Alle Teilnehmer erhalten eine individualisierte Auswertung des Preisvergleichs. Dabei werden alle im Preisvergleich abgefragten Ladenverkaufspreise mit dem jeweiligen Durchschnittspreis sowie dem geringsten und höchsten Preis gegenübergestellt. Des Weiteren werden besonders starke Preisabweichungen gesondert hervorgehoben. Dies ist eine ideale Basis für weitergehende Sortimentsüberlegungen.

Die Chance zur Teilnahme am Preisvergleich besteht nur noch diese Woche, da die Auswertungsphase in den nächsten Tagen beginnen soll. Weitere Informationen sowie alle erforderlichen Unterlagen erhalten Sie von Philipp Hartmann unter philipp.hartmann@gehrke-econ.de.

ADB Lochham: Weiterbildung für Kontrolleure kam gut an

München. (03.02. / liv) Zum besseren Verständnis füreinander kooperieren die Akademie Lochham (ADB) und die Akademie für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) miteinander. Das geht schon ein paar Jahre und erstmals 2013 waren Mitarbeitende der amtlichen Lebensmittelkontrolle zu Gast in der bayerischen Bäckerakademie – zum Thema «Geräte- und Verfahrenstechnik Bäckereien». Die Teilnehmenden, allesamt nicht aus dem Bäckerhandwerk, nutzten gerne die Gelegenheit zur Fortbildung, heißt es aus Lochham. So war der Termin in diesem Januar nicht nur seit langem ausgebucht, sondern auch bestens vorbereitet und gespickt mit vielen Daten und Fakten seitens der Lehrenden von ADB und LGL. Das Tagesseminar beinhaltete neben einer Einführung zur Geräte- und Verfahrenstechnik im Rahmen der Überwachung (LGL) sowohl eine theoretische Einweisung und Übersicht zur Technik in Bäckerei und Konditorei als auch praktische Demonstrationen der Arbeitsweise (ADB). Fragen zur Technik, zur Auslegung der EU-Verordnungen sowie zu Verständnisproblemen vor Ort zwischen Bäckerei und Kontrolle schlossen die Veranstaltung ab. Am darauffolgenden Morgen ging es zu früher Stunde in die Bäckerei-Konditorei Traublinger nach Heimstetten, wo der stellvertretende Obermeister Heinrich Traublinger und Produktionsleiter Stefan Grabsch die Kontrolleure durch den Betrieb führten und den Einsatz der Maschinen und Geräte unter Praxisbedingungen zeigten. Den Abschluss bildete eine Fachdiskussion, an der sich auch Ehren-Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger MdL a.D. und Verbandsgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter beteiligten. Beide machten deutlich, dass Kontrolle richtig und wichtig ist, die Umsetzung jedoch mit Augenmaß erfolgen sollte. Die Gegebenheiten, unter denen die mittelständischen Betriebe arbeiteten, müssten entsprechende Berücksichtigung finden.

Winter ohne Schrecken: Darauf müssen Sie jetzt achten

Königswinter. (03.02. / SHB) Wasserleitungen vor Frost schützen, Gehwege räumen und streuen, bei Bedarf Dächer von Schnee befreien – diese und andere Tipps sollten Hauseigentümer und Mieter angesichts des Wintereinbruchs beherzigen. Vereiste Wasserleitungen sind eine große Gefahr fürs Haus und den Betrieb – sie können aufreißen oder platzen. Die Installationen sollten daher ausreichend beheizt, Leitungen im Außenbereich entleert und Wasserzapfstellen abgesperrt sein. Schutz vor den Folgekosten beschädigter Leitungen bieten die Wohngebäude- und die Hausratversicherung: Für Schäden am Haus zahlt die Wohngebäudeversicherung, die Hausratversicherung leistet Ersatz für den Hausrat. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Schneelast auf dem Hausdach: Eine zehn Zentimeter dicke Schneeschicht kann mehr als 100 Kilogramm pro Quadratmeter wiegen. Der große Druck kann zu Rissen, Verformungen und sogar zum Einsturz des Daches führen. Um Schäden vorzubeugen, sollten Eigentümer daher regelmäßig einen Blick aufs Dach werfen – wer sich unsicher ist, ob das Dach die Lasten noch trägt, sollte einen örtlichen Dachdeckerinnungsbetrieb um Rat fragen oder bei der Feuerwehr anrufen. Stürzt ein Dach durch die Schneelast ein, trägt eine Elementarschadenversicherung die Kosten; eine Wohngebäudesicherung ohne diese zusätzliche Deckung greift bei Schäden durch Schneedruck nicht. Das Gleiche gilt für Schäden an eventuell vorhandenen Photovoltaik-Anlagen, schreibt die SHB Allgemeine Versicherung aus Königswinter. Ihr persönlicher Ansprechpartner versorgt Sie gerne mit weiteren Tipps.

Grundsätze der Prävention: Was sich für Betriebe ändert

Mannheim. (02.02. / bgn) Seit 1. Januar 2015 gilt für die Mitgliedsbetriebe der BGN die neue DGUV-Vorschrift 1 «Grundsätze der Prävention». Damit gehen einige Änderungen einher, die Unternehmern ihre Pflichten in Sachen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz erleichtern sollen. So können zum Beispiel Mitarbeiter, die für Sanitäts- oder Rettungsdienst ausgebildet sind oder über eine Berufsausbildung im Gesundheitswesen verfügen, jetzt als betriebliche Ersthelfer eingesetzt werden. Änderungen gibt es auch bei der Bestellung der Sicherheitsbeauftragten. Nach fünf verbindlichen Kriterien sollen Unternehmer nun die Anzahl der Sicherheitsbeauftragten in ihrem Betrieb bestimmen: die im Unternehmen bestehenden Unfall- und Gesundheitsgefahren, räumliche Nähe zu den Beschäftigten, zeitliche Nähe zu den Beschäftigten, fachliche Nähe zu den Beschäftigten, und die Anzahl der Beschäftigten. Konkret erläutert das Vorgehen die neue Arbeitssicherheits-Information der BGN «Bestellung und Aufgaben von Sicherheitsbeauftragten – Handlungshilfe der BGN» (ASi 0.60). Darin sind verschiedene Fallkonstellationen einzelner Branchen unter Anwendung der fünf Kriterien durchgespielt. Unverändert geblieben ist dabei, dass Unternehmen mit regelmäßig mehr als 20 Beschäftigten Sicherheitsbeauftragte bestellen müssen.

Konstruktive und gestalterische Elemente im Gewerbebau

Buchholz / Nordheide. (02.02. / ele) Bei der Planung von Produktionsstätten, zum Beispiel Bäckereien, geht es natürlich in erster Linie um die Funktionalität; aber auch um die optimale Konstruktion des Gebäudes und nicht zuletzt auch um die Gestaltung. Grundsätzlich ist die Bauweise im Gewerbebau stark von dem jeweiligen Industriezweig abhängig, typische Konstruktionselemente treten jedoch immer wieder auf. Die Fachleute von ELEKOM entwickeln regelmäßig optimale innerbetriebliche Flussplanungen, um für die jeweiligen Unternehmen ideale Produktionsabläufe zu erreichen. Das eigentliche Gebäude bildet dann die Hülle um die Anlagen. Ob die Halle «nur» eine Hülle für den Wetter- und Wärmeschutz ist, oder ob auch ein Verkaufsstandort mit hohen Ansprüchen an die Gestaltung integriert werden soll, ist abhängig vom Objekt, der jeweiligen Firmenphilosophie und natürlich nicht zuletzt dem Budget des Bauherrn. Eine «ideale» Bauform ist dem jeweiligen Gesamtprojekt sowie den Nutzungsanforderungen angepasst. Neben den konstruktiven und gestalterischen Belangen sind jedoch auch die weiteren genehmigungsrechtlichen Anforderungen wie zum Beispiel der Brandschutz zu beachten. Ebenso wichtig ist es, ein möglichst flexibles Gebäude zu erstellen. Dies beruht auf der Forderung nach einfachem Umbau bei der Beschaffung von neuen Anlagen oder bei Expansionsbedarf. Große stützenfreie Grundrisse begünstigen den Auf- und Umbau der Einrichtungen, eine flexible Fassade ist zur kurzfristigen Änderung der Logistikkonzepte hilfreich. Aber eine Stützenkonstruktion an der «richtigen» Stelle im Gebäude bietet auch Vorteile, wenn es zum Beispiel um die Montage von Trassen oder die Befestigungsfläche von Einrichtungselementen geht. Bei großflächigen Fassadenelementen können äußere Stützenreihen zur optischen Gliederung und damit zu einer für das Unternehmen und die Umgebung passenden Außengestaltung beitragen. Das gleiche gilt für verschiedene Farbelemente.
Hinweis: Konstruktive und gestalterische Elemente im Gewerbebau ist ein weitläufiges Thema. Tragen Sie sich mit dem Gedanken, Ihr Unternehmen zu erweitern oder zu verändern, steht Ihnen das Team von ELEKOM aus Buchholz bei Hamburg für ein erstes, unverbindliches Gespräch gerne zur Verfügung. Seit über 20 Jahren arbeiten die Experten für Architektur, Produktionsplanung und Projektmanagement erfolgreich für die backenden Branchen.


MARKETING + VERKAUF


FiliaFox 2.0: detailliertes Controlling für den Verkauf

Hechingen. (06.02. / KMZ) Die von KMZ Kassensystem entwickelte Controllingsoftware FiliaFox scannt Vectron-Kassenjournaldaten nach besonderen Ereignissen im Verkaufsalltag. Das normale Berichtswesen der Kassen wird in der Warenwirtschaft und im Vectron-Commander dargestellt. Dies bezeichnen die System-Spezialisten von KMZ als Controllingstufe 1. Die Controllingstufe 2 besteht aus FiliaFox: Die Software erhält nach Eingang der Kassendaten den Auftrag, die Journaldaten nach gewissen Kriterien, die der Kunde frei einstellen kann, zu durchsuchen. Dieses Scannen der Journaldaten wird automatisch in der Nacht durchgeführt, so dass das Verkaufsmanagement die Abweichungen (Kriterien) des Vortags am Morgen des nächsten Tages automatisch angezeigt bekommt, um etwaige Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. FiliaFox 2.0 stellte KMZ erstmals während der Internorga 2014 vor. Was die Software alles für Sie leisten kann, lesen Sie ausführlich auf kmz-kassensystem.de.

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Smartphone: der ideale Assistent beim Lebensmitteleinkauf?

München. (05.02. / nmg) Verbraucher wissen zu wenig über Lebensmittel. Vermeintliche Skandale bestimmen die Schlagzeilen; über strenge Kontrollen wissen die wenigsten Bescheid. So ist der Informationsbedarf groß und welches Gerät wäre besser geeignet, um beim Einkauf schneller Informationen über Zusammensetzung der Lebensmittel einzuholen, als das Smartphone? 26 Prozent der Verbraucher wollen Informationen über Lebensmittel mit ihrem Smartphone abrufen, stehen Sie beim Einkauf vor dem Regal. Damit landet im Branchenranking die Kategorie Lebensmittel direkt hinter Elektronik- und Technikprodukte auf Platz zwei, noch vor Möbel, Bau- und Heimwerkerzubehör und Kleidung. Zu diesem interessanten Ergebnis kommt eine Sonderauswertung einer Studie, die das Online-Marktforschungsinstitut Fittkau + Maaß Consulting im Auftrag der Internet World Messe durchgeführt hat. Dabei wurden mehr als 7.000 deutsche Internet-Nutzer über ihr Interesse an der Nutzung ihrer mobilen Geräte beim Einkaufsbummel durch Läden, Kaufhäuser und Einkaufszentren befragt. Die reine B2B-Messe findet am 24. und 25. März in München statt. Die begleitende Mitteilung zum Thema «Sonderauswertung Lebensmittel» fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen. Das komplette Studien-Dokument unter dem Titel «Cross-Channel: Die Akzeptanz der Digitalisierung am POS» mit detaillierten Einsichten zur Verbrauchermeinung stehen auf dem Messe-Server ebenfalls kostenfrei zum Download bereit (Format PDF; 49 Seiten).

Gastronomie: stabil bei schwächeren Rahmenbedingungen

Nürnberg. (05.02. / crest) Das dritte Quartal 2014 war in Deutschland insgesamt geprägt von schwächeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und wieder leicht eingetrübter Konsumstimmung. Zwar konnte das Bruttoinlandsprodukt als zentraler Indikator zuletzt (im Q2/2014) wieder wachsen, jedoch blieben die Steigerungsraten deutlich hinter dem erfolgreichen ersten Quartal zurück, schreibt die npdgroup deutschland. Nach wie vor beeinflussen die weltpolitischen Krisen nicht nur die Industrie und deren Konjunkturerwartungen, sondern auch den privaten Konsum. Dieser konnte im Vergleich zum Vorjahr zwar weiter gesteigert werden und blieb damit immer noch ein starker Träger der deutschen Konjunktur, allerdings waren bei der Verbraucherstimmung im dritten Quartal schon deutliche Einbrüche festzustellen: Im August endete die Hochphase, die damit nur fünf Monate (von März bis Juli) andauerte. Dennoch existieren grundsätzlich auch weiterhin positive Rahmenbedingungen, zum Beispiel der stabile Arbeitsmarkt, die steigenden Einkommen, die aktuell niedrigen Preissteigerungsraten und niedrige Zinsen, so dass man ohne die geopolitischen Konflikte von einer relativ soliden Wirtschaftslage sprechen kann. Der deutsche Gastronomiemarkt zeigte laut den Messungen des unter Gastronomen bekannten «Crest Verbraucherpanels» eine stabile Besuchsentwicklung, die vor allem im Vergleich zum Vorquartal eine Verbesserung der Lage darstellte. Zusätzlich zu diesem Besuchstrend erhöhten sich die Durchschnittsausgaben pro Person um knapp drei Prozent und führten so insgesamt zu einem Ausgabenplus von rund drei Prozent im dritten Quartal 2014. Am deutlichsten waren sinkende Gästezahlen mit rund einem Prozent im Bereich der Bediengastronomie (FSR oder Full Service Restaurants) spürbar. Relativ stabil schnitten dagegen die Schnellgastronomie (QSR oder Quick Service Restaurants) und der OnSite-Sektor, also die Arbeitsplatz- und Ausbildungsverpflegung ab. Das einzige Marktsegment mit gestiegenen Besuchszahlen (plus ein Prozent) war aktuell der Bereich der Handelsgastronomie (Volltext).

Schlauer als Sie denken: Marvin Bestellprofi für Filialen

Kronau. (04.02. / goe) Seit der Edition 2010 steht allen Anwendern der modularen Bäckerei-Software Marvin auf Wunsch ein komplett neu entwickeltes Tool zur Optimierung von Bestellungen respektive Bestellvorschlägen zur Verfügung. Alle bisherigen Modelle zur Berechnung einer optimalen Bestellung für den nächsten oder übernächsten Liefertag basierten immer auf den Daten der Vergangenheit und führten manchmal dazu, dass verschiedene Faktoren nicht mit einbezogen wurden. Mit der Schaffung des neuen Moduls «Marvin Bestellprofi» für Filialen berücksichtigt die Software erstmals nicht nur Wettereinflüsse, sondern auch zusätzliche Effekte, wie zum Beispiel Ferien, Baustellen, Markttage und, und. Eine Grundidee der neuen Berechnung basiert auf der Überlegung, dass die zukünftigen Liefermengen nicht pro Artikel, sondern nach Gruppen aus Sicht der Endverbraucher generiert werden. Diese Sichtweise macht es möglich, die wechselseitigen Einflüsse der Artikel einer Gruppe und die jahreszeitlichen Änderungen im Sortiment zu berücksichtigen. Anhand umfangreicher Einstellungsmöglichkeiten sowie eines Kalendariums für das Wetter und andere Ereignisse lassen sich alle Filialen individuell steuern. Alle Parameter hat Goecom in enger Zusammenarbeit mit führenden Backbetrieben festgelegt. So haben die Fachleute eine größtmögliche Praxistauglichkeit und Genauigkeit erreicht. Mehr zum «Marvin Bestellprofi» erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Servicepartner oder bei der Goecom Hotline.


PERSONEN + EHRUNGEN


BFS Hannover: freut sich über 100-prozentige Erfolgsquote

Hannover. (04.02. / biv) Gleich in mehrfacher Hinsicht herausragend war der jetzt abgeschlossene Meistervorbereitungskurs an der Bäckerfachschule (BFS) Hannover. Erstmals gab es einen Teilnehmer aus Estland, und erstmals in den Annalen der zur Akademie Deutsches Bäckerhandwerk zählenden Fachschule lautete die Erfolgsquote bei der Meisterprüfung 100 Prozent. Das zauberte auch bei den 14 Jungmeistern und der einen Jungmeisterin ein strahlendes Lächeln auf die Gesichter. Für die 100-prozentige Erfolgsbilanz des Meistervorbereitungskurses fand Landesinnungsmeister Karl-Heinz Wohlgemuth viel lobende Worte, erinnerte jedoch auch an die Verpflichtungen, die traditionell mit dem handwerklichen Meistertitel verbunden sind. In einem Grußwort seitens der Landeshauptstadt Hannover freute sich Bürgermeister Thomas Hermann über die 15 neuen «Trendsetter gegen den Trend zu immer mehr Abbackstationen und Brötchen von der Tankstelle». Die Absolventen im einzelnen: Sebastian Düll (Theilheim), Dietrich Enns (Sassenburg), Alexander Esau (Detmold), Kristine Haase (Hamburg), Henry Kucz (Holle), Dirk Laake (Bohmte), Leho Mets (Tartu/Estland), Thomas Schmitt (Saarbrücken), Andreas Stein (Löhne), Hendrik Wültener (Osnabrück), Max Wunderlich (Kirchhundem), Florian Doktor (Steinheim), Oliver Petersen (Lübeck), Till Hensel (Bad Oeynhausen) und Samet Aslan (Hannover).


BOOKMARKS + BOOKS


Richemont-Fachbuch: «Das ideale Produkt – Bäckerei»

Image Luzern / CH. (06.02. / rf) Die optimale Gebäckqualität ist das Ziel jedes handwerklichen Betriebs. Das ist gar nicht so einfach, denn ein perfektes Endprodukt unterliegt zahlreichen, wechselseitigen Einflüssen. Welche Faktoren entscheiden über die Gebäckqualität und wie werden diese nachhaltig und wirtschaftlich erreicht? Dieses komplett neu erstellte Werk zeigt den Weg zum idealen Produkt und hilft, typische Fehler zu erkennen und zu vermeiden. Das über 200-seitige Werk ist systematisch aufgebaut und mit vielen Bildern illustriert. Bestellen Sie jetzt «Das ideale Produkt – Bäckerei». Qualität ist die Grundvoraussetzung für jedes erfolgreiche Fachgeschäft – machen Sie dabei keine Kompromisse! (Advertorial)

Global Industry: Bakery China 2015 expects 80’000 visitors

Hamburg. (bm) Bakery China is Asia Pacific’s biggest event serving the entire value chain for the bakery and confectionery market. Annually held in Shanghai, the event enables global leading professionals and buyer delegates to meet and share the latest innovations and thinking on manufacturing + distribution, R+D, applications and related services for bakery industry. Other topics of the week:

Title Region Date
Yum! Brands: reports FY EPS Growth of four percent (US) Fri 02-06
Hain Celestial: Announces Q2/2015 Record Net Sales (US) Fri 02-06
Keurig Green Mountain: Announces Q1/2015 Results (US) Fri 02-06
Profile America: February is Snack Food Month (US) Fri 02-06
Wendy’s: Company Reports Preliminary 2014 Results (US) Thu 02-05
ADM: Reports Strong Adjusted Q4/2014 Earnings (US) Thu 02-05
Canada: Restaurant industry is top job creator in 2014 (CA) Thu 02-05
ADM: to Sell 50 Percent Stake in Brazilian Export Terminal (US) Thu 02-05
Almarai: Company announces resignation of its CEO (SA) Thu 02-05
Grupo Bimbo: Completes Acquisition Of Saputo Bakery (CA) Wed 02-04
AAK: achieved high operating profit in Q4/2014 (SE) Wed 02-04
Domino’s: Largest U.S. Franchise Purchases 45 Stores (US) Wed 02-04
New Nutrition Data Shows Global Calorie Consumption (UK) Wed 02-04
Study: Struggling FSR chains must revitalize their image (US) Wed 02-04
Bakery China: Asia Pacific’s biggest event for the industry (CN) Tue 02-03
GastroPan 2015: Your key to South-Eastern Europe (RO) Tue 02-03
Campbell: announces plans for reorganization (US) Mon 02-02
NRA: Performance Index Finished Year on Positive Note (US) Mon 02-02
Hershey: Announces Q4 and Full-Year 2014 Results (US) Sat 01-31
Hershey Company: to Acquire Krave Pure Foods (US) Sat 01-31


REZEPTE + IDEEN


Schnelle Küche: Gebackener Brie mit Curry-Walnüssen

Image Frankfurt. (31.01. / cwc) Neben vier runden Brie oder Camembert von je 125 Gramm benötigen Sie für die Rezeptidee der California Walnut Commission (CWC) gerade mal eine kleine rote Paprikaschote, eine Frühlingszwiebel, eine Handvoll Walnüsse, etwas Olivenöl, Currypulver sowie Salz und Pfeffer zum Abschmecken. Im Handumdrehen kreieren Sie kleine Mahlzeiten, die Portion für Portion nicht nur Hingucker sind, sondern auch sättigen. Kombiniert mit knusprigem Brot aus der eigenen Backstube ist der Snack perfekt. Die Gastronomen unter Ihnen werden anhand des Rezepts schnell erkennen, dass sich der Snack ausgesprochen effizient herstellen lässt und gut zu portionieren ist – unabhängig von der Größenordnung, in die Sie das Rezept eventuell vervielfältigen möchten. Damit ließe sich die angegebene Zubereitungszeit (30 Minuten) locker unterbieten. Die Herstellungsanleitung für den «Gebackenen Brie mit Curry-Walnüssen» gibt es auf dem CWC-Server, wo das Rezept auch zum Download bereitsteht.