DAS WAREN DIE THEMEN IM WEBBAECKER NEWSLETTER FÜR DIE 37. KALENDERWOCHE 2010:


MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Backstubenfest: Göpfert weiht Neubau ein
02. Bergmann: Frömmschter Bäcker erweitert Kapazitäten
03. Verbände: Deutsche sparen nicht am Brot, aber ...
04. Steiermark: Es knirscht im Branchengebälk
05. Paukenschlag: Kamps GmbH verkauft 230 Filialen
06. Bäcker Lang: Abschied von Stuttgart-Ostheim

TERMINE + EVENTS:
07. Standortanalyse: Erfolgsfaktor Nr. 1 für die Zukunft
08. Inter-Messen: Die Entscheidungsträger waren da
09. AGF: lädt zur 61. Tagung für Bäckerei-Technologie
10. Sachsenback: regionale Bezüge kamen gut an
11. MeLa 2010: vier Tage, 80 Brotsorten

MANAGEMENT + BETRIEB:
12. GOECOM: «Nutzen Sie die Vielfalt!»
13. BIV: Unsicherheit bei Beurteilung von Bagatellkündigungen
14. Berufsbildung: der Lehrling und sein Lernerfolg
15. Tegut: in den Online-Lebensmittelhandel kommt Bewegung
16. Verpacktes Gebäck: ab 100 Gramm nur mit Gewichtsangabe

MARKETING + VERKAUF:
17. 1. Bäcker-Marketingtag: Wie sage ich's meinen Kunden?
18. Mr.Baker: SB-Bäckereikette möbelt Marke auf

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
19. ServiceBarometer: Kunden setzen auf Preis-Leistung

PERSONEN + EHRUNGEN:
20. Ecocare: Bäcker Schüren erhält Nachhaltigkeitspreis
21. Backmittler: meldet neuen Nationalen Verkaufsleiter Handwerk
22. UIB: bestätigt Präsidenten im Amt
23. Mit Grundsätzen: 150 Jahre Bäckerei Halver
24. Eifel: 60 Jahre Bäckerei Zimmer
25. Österreich: Goldenes Verdienstzeichen für Gertraud Maurer
26. MyAusbildungPlus: Schule abgeschlossen. Und dann?
27. Vorsorge: wahr und klar im Dienst der Menschen

BOOKMARKS + BOOKS:
28. FEI: Online-Dokumentation zur Jahrestagung 2010
29. Knochenarbeit: «Da unten» ist nicht die Hölle
30. Global Industry: Scientists Unlock Cocoa Genome

REZEPTE + IDEEN:
31. Beliebt wie eh und je: Pfälzer Zwiebelkuchen


MARKT + UNTERNEHMEN


01. Backstubenfest: Göpfert weiht Neubau ein

Zschopau. (17.09. / div) Die Bäckerei Göpfert GmbH + Co. KG (seit 1892) hat ihre neue Produktion gegenüber dem Stammhaus in Betrieb genommen. «Seit einer Woche fahren wir bei der Brot- und Brötchen-Herstellung volle Leistung», sagt Christian Freyer, verantwortlich für die Filialen im Unternehmen, gegenüber der Regionalpresse. Um das Stammgeschäft in Zschopaus Ortsteil Krumhermersdorf sowie die 24 Filialen in Chemnitz, dem Erzgebirgskreis und in Mittelsachsen beliefern zu können, sind rund 30 der 150 Mitarbeitenden für die Brot- und Brötchen-Produktion zuständig. Gearbeitet wird in zwei Schichten. An einem Tag verlassen die Bäckerei unter anderem 2.000 Brote, 5.000 Doppelsemmeln und 5.000 Spezialbrötchen - von denen ein Drittel im Laden fertig gebacken wird. Die Investition war nach Angaben von Herbert Göpfert längst überfällig: Mit einer Fläche von nur 250 Quadratmetern drohte die alte Backstube aus allen Nähten zu platzen. Die Produktionsräume im Stammhaus sind jetzt auch nicht verwaist, weil dort die Herstellung von Kuchen und Feinbackwaren angesiedelt bleibt. Aus Anlass der Einweihung des Neubaus und um Außenstehenden Einblick in die Arbeit zu geben, öffnet die Bäckerei Göpfert an diesem Sonntag erstmals ihre Türen. Besucher erwartet darüber hinaus ein buntes Programm - unter anderem mit dem Zschopauer Cityballett und der Schalmeienkapelle Großolbersdorf.


02. Bergmann: Frömmschter Bäcker erweitert Kapazitäten

Frömmstedt. (14.09. / div) Die Bäckerei Bergmann + Sohn GmbH aus dem Landkreis Sömmerda baut einen neuen Verwaltungs- und Lagertrakt. Den Spatenstich feierten Winfried und Martina Bergmann sowie die Söhne Matthias und Thomas gemeinsam mit rund 2.000 Gästen im Rahmen eines Backstubenfests - nein, des 13. Backstubenfests. Ein paar der rund 230 Mitarbeitenden wird wohl ebenfalls vor Ort gewesen sein. Die Lokalpresse war jedenfalls da, denn dank der «Thüringer Allgemeinen» wissen wir, dass Bergmanns in den Neubau rund 800.000 Euro investieren. Für neue Maschinen und Anlagen sind weitere 200.000 Euro geplant. Gegründet 1908, zählt der Betrieb heute über 30 Filialen. Die Bergmanns sind stolz darauf, die Wendejahre nicht nur «überstanden» zu haben, sondern daraus als leistungsstarkes und beliebtes Bäckereiunternehmen hervorgegangen zu sein. Ein Wehrmutstropfen bleibt: Die Kosten für die nötigen Erweiterungen tragen die Bergmanns allein; erhoffte Fördermittel bleiben aus. Wie auch immer: Auf zusätzlichen 450 Quadratmetern wird es ab Frühjahr 2011 ausreichend Platz geben für 20 Büroarbeitsplätze. Ein Großteil der Fläche im Erdgeschoss des Neubaus soll als (dringend benötigtes) Lager genutzt werden. Auch ohne Unterstützung des Landes wird das Unternehmen in den kommenden drei bis vier Jahren insgesamt drei Millionen Euro investieren, um unter anderem die Produktion und die Expedition zu erweitern ...


03.Verbände: Deutsche sparen nicht am Brot, aber ...

Berlin / Düsseldorf. (13.09. / ZV / vdg / eb) Die größte Schnellkostkette in Deutschland sei ja wohl das Bäckerhandwerk, schimpfte dieser Tage öffentlich ein Ernährungsmediziner. Die üblichen Verdächtigen - etwa US-amerikanische Burger-Brater - seien dagegen völlig unbedeutend. Zumindest bei den Erwachsenen. So weit, so positiv für den Bäckerumsatz und kennzeichnend für Veränderungen in einer traditionsreichen Branche. «Wir müssen die Leute wieder näher an die Stulle bringen», hieß es vor nicht allzu langer Zeit. Leider schenkte der «Berg» aus nachwachsenden Konsumenten dieser Forderung kaum Gehör. Also ging der (Bäcker-) Prophet zum Berg, passte sein Sortiment an die Wünsche der Leute an und hat seither in zunehmenden Fällen sein Auskommen als deutsche Variante des globalen Trends hin zum «Bakery Café». So pragmatisch und schnell können sich Standpunkte ändern. Ansichten und Einsichten liegen beim Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) und dem Verband deutscher Großbäckereien nicht weit auseinander. Beide Verbände baten Ende letzter Woche zur Jahrespressekonferenz 2010 - der Zentralverband in Berlin, die Großbäcker in Düsseldorf. Fachmedien und Publikumsmedien mögen den gelieferten «Stoff» jeweils anders bewerten und setzen andere Schwerpunkte. In der Annahme, dass unsere Leser überwiegend kundenorientiert denken, hat sich der WebBaecker an einer «gemischten» Zusammenfassung versucht, nachzulesen unter

Info: http://www.webbaecker.de/r_markt/2010/3710-JPK-ZV-VDG.HTM


04. Steiermark: Es knirscht im Branchengebälk

Graz / AT. (13.09. / klz) «Es kracht in der Bäckerbranche», titelt die österreichische Kleine Zeitung und meint damit den zunehmenden Druck, dem alpenländische, in diesem Fall steirische Backbetriebe durch den Lebensmittel-Einzelhandel (LEH) ausgesetzt seien. Der weist den Vorwurf zurück und betont, stets an einem fairen Miteinander interessiert zu sein. Wie auch immer: Einerseits verlangt «der Kunde» bis in den späten Abend hinein frische Backwaren. Und natürlich versucht der LEH nach eigenen Angaben, Retouren so gering wie möglich zu halten. Das gelingt nicht immer. Manchmal habe man auch den Eindruck, dass dieser Versuch nur eine Absichtserklärung ist, heißt es seitens der Bäcker. Zwischen steigenden Lohnkosten, teuren Rohstoffen, überall und jederzeit verfügbaren Aufbackwaren hat nun schon wieder ein Traditionsbetrieb Insolvenz anmelden müssen. Rechtsanwalt Georg Dieter, der die Grazer Bäckerei Kotzbeck-Loh vertritt, spricht als Hauptgrund für die Pleite von einem «extrem ruinösen Preisdiktat». Man sei vertraglich verpflichtet, bis kurz vor Ladenschluss frisches Gebäck zu liefern - und Waren, die nicht verkauft werden, wieder zurückzunehmen. Das wiederum, versichert der LEH, werde von Kette zu Kette unterschiedlich gehandhabt. Was zum Beispiel in Merkur-Backshops nicht verkauft werde, werde an sozial Bedürftige verteilt. Bei aller Rede vom «Preisdiktat» vermisst Günther Stangl, stellvertretender Landesinnungsmeister, einen weiteren, wichtigen Grund für die ernste Lage: «Auch bei den Backwaren geht der Kunde langsam von der handwerklichen Arbeit weg. Da ist oft bloß nur noch der Preis entscheidend».


05. Paukenschlag: Kamps GmbH verkauft 230 Filialen

Schwalmtal / Hamburg / Stuttgart. (13.09. / kamps) Die Kamps GmbH, eine führende handwerkliche Bäckereikette in Deutschland, beschleunigt die Umsetzung ihres Backstuben-Konzepts. Hierzu veräußert Kamps jetzt im Wege eines Asset Deals, das heißt der Übertragung wesentlicher Vermögenswerte, mit Wirkung vom 01. November die Kamps-Produktionsstätten in Freiberg am Neckar sowie rund 130 Filialen im Süden an die Max Lang Bäckerei-Konditorei GmbH + Co. KG (Stuttgart) und die Produktionsstätte in Hamburg-Lokstedt sowie rund 100 Filialen im Norden an die neu gegründete Nur hier GmbH (Hamburg) - hinter der die Bäckerei Heinrich von Allwörden GmbH mit Hauptsitz in Mölln (Herzogtum Lauenburg) steht. Künftig wird Kamps im Süden und im Norden jeweils ausschließlich mit dem Kamps Backstuben-Konzept tätig sein. Bei der Kamps GmbH verbleiben die in der Region Süd und Nord bestehenden Kamps Backstuben und insgesamt rund 30 Standorte, die nach und nach zu Kamps Backstuben umgewandelt werden. Damit setze Kamps drei bedeutende Ziele um - die Sicherung aller Arbeitsplätze in den jeweiligen Regionen, die bessere Auslastung der Produktion und die Realisierung von weiterem Wachstum - heißt es in einer Presseinfo, nachzulesen unter ...

Info: http://www.webbaecker.de/r_markt/2010/3710-KAMPS.HTM


06. Bäcker Lang: Abschied von Stuttgart-Ostheim

Stuttgart / Freiberg / Schwalmtal. (13.09. / lang) Die Max Lang Bäckerei-Konditorei GmbH + Co. KG, führender Filial- und Lieferbäcker im Großraum Stuttgart, übernimmt mit Wirkung zum 01. November die ehemalige Stefansbäck-Produktionsstätte in Freiberg am Neckar sowie rund 130 Filialen im Südwesten von der Kamps GmbH in Schwalmtal. Der Erwerb erfolgt im Wege eines so genannten Asset Deals, das heißt der Übertragung wesentlicher Vermögenswerte an die Bäckerei Lang. Für die Kamps-Mitarbeiter und Kunden bedeutet dieser Schritt die Rückkehr zu regionalen Wurzeln und das Wiederaufleben des Traditionsnamens «Stefansbäck»: Innerhalb der nächsten sechs Monate wird die Umstellung der jetzt erworbenen Filialen, die weiterhin im Franchising betrieben werden, von Kamps auf Stefansbäck erfolgen und damit das Qualitätsversprechen «Ihr Frische Bäcker» neu belebt. Zudem übernimmt die Bäckerei Lang alle Mitarbeiter sowie die Produktion von Kamps in Freiberg am Neckar, der damit eine Schlüsselstellung für das künftige Wachstum des Unternehmens zukommt.

Info: http://www.webbaecker.de/r_markt/2010/3710-LANG.HTM

 

 

TERMINE + EVENTS


07. Standortanalyse: Erfolgsfaktor Nr. 1 für die Zukunft

Isernhagen-Kirchhorst. (17.09. / ge) Die Gehrke econ Unternehmensberatungsgesellschaft lädt alle Interessierten zu einer Informationsveranstaltung rund um das Thema «Standortanalyse - Erfolgsfaktor Nr. 1 für die Zukunft» am Donnerstag, 07. Oktober in der Zeit von 16.00 Uhr bis 19.30 Uhr in Kirchhorst ein. Den richtigen Standort für Ihre nächste Filiale zu finden, wird aufgrund des immer stärker werdenden Wettbewerbsdrucks zunehmend schwieriger. Die guten Standorte sind bereits besetzt und somit werden Sie als Unternehmer eines filialbasierten Unternehmens häufig mit Entscheidungen für Standorte in B- und C-Lagen konfrontiert. Bei diesen Standorten stellen sich oftmals folgende Fragen ein:

Welche Umsatzgröße muss der Standort erreichen, um einen positiven Deckungsbeitrag zu erzielen?

Reichen die in meinem Einzugsgebiet wohnenden Einwohner aus, um den erforderlichen Umsatz zu erreichen?

Wie hoch dürfen Mietzins und Investitionskosten für diesen Standort sein?

 

Auch bei bestehenden Standorten ist eine Überprüfung für zukünftige Entscheidungen von hoher Bedeutung. Hierbei ist häufig eine Nachverhandlung oder Neugestaltung der Mietvertragssituation unentbehrlich. Im Rahmen der Veranstaltung erhalten Sie Antworten zu den wichtigsten Fragestellungen, um künftige Standortentscheidungen deutlich optimieren zu können.

Info: Den Programmablauf finden Sie hier (PDF). Bitte melden Sie sich bis zum 24. September per Fax, telefonisch unter +49 (0)511/70050-484 / -461 oder per E-Mail bei sabine.buchholz@gehrke-econ.de an.


08. Inter-Messen: Die Entscheidungsträger waren da

Düsseldorf. (17.09. / md) Die Inter-Messen 2010 - InterMopro, InterCool und InterMeat - Internationale Fachmessen für Molkereiprodukte, Tiefkühlkost, Fleisch und Wurst, sind Mitte September am Rhein zu Ende gegangen. Das vielfältige Angebot der rund 760 Unternehmen aus 28 Ländern, die ihre Produkte präsentierten, bot den Experten aus dem europäischen Lebensmittelhandel neue Impulse für ihre Sortimentsgestaltung; die Aussteller knüpften zahlreiche neue Geschäftskontakte. Rund 33.000 Fachbesucher aus Deutschland und dem benachbarten Ausland kamen an den vier Messetagen nach Düsseldorf - inklusive der Synergiebesucher der parallel stattfindenden Gastronomiefachmesse hogatec. «Dass die Inter-Messen einen Besucherrückgang verzeichnen müssen, ist sicherlich ein Wehrmutstropfen», resümiert Hans Werner Reinhard, stellvertretender Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. «Damit spiegeln sie die aktuellen Entwicklungen einer Branche wider, die angesichts anhaltender Konzentrationsprozesse und eines sich erst langsam wieder aufhellenden Konsumklimas schwierige Zeiten durchlebt». Anhand einer Besucherbefragung könne man allerdings davon ausgehen, dass die richtigen und namhaften Entscheidungsträger vor Ort waren Volltext.


09. AGF: lädt zur 61. Tagung für Bäckerei-Technologie

Detmold. (17.09. / agf) In Zusammenarbeit mit dem Max Rubner Institut, Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide, veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) vom 26. bis 28. Oktober ihre nunmehr 61. Tagung für Bäckerei-Technologie. Auch in diesem Jahr erwartet die Teilnehmer auf dem Detmolder Schützenberg ein vielseitiges Programm (PDF). Für die verbindliche Anmeldung haben Interessenten die Möglichkeit, ein Online-Formular zu nutzen. Bitte beachten Sie, dass Anmeldungen «mit Quartierbestellung» spätestens bis zum 27. September bei der AGF eingegangen sein müssen.


10. Sachsenback: regionale Bezüge kamen gut an

Dresden. (15.09. / mstgt) «Die Sachsenback 2010 war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung zum richtigen Zeitpunkt», ist sich Michael Wippler sicher, Landesobermeister des Landesinnungsverbands Saxonia des Bäckerhandswerks Sachsen. Der Ortswechsel sei geglückt und sowohl bei Fachbesuchern als auch Ausstellern positiv angekommen. Die insgesamt rund 8.300 Besucher/innen trafen auf 243 ausstellende Unternehmen. Zu 90 Prozent rekrutierten sich die Interessenten aus dem Bäcker- und Konditorenhandwerk; zehn Prozent der Fachbesucher kamen aus der Gastronomie. Für 29 Prozent der Besucher war es die erste Sachsenback überhaupt - ein Indiz dafür, dass das neue Konzept mit starken regionalen Bezügen gut ankam und greift.


11. MeLa 2010: vier Tage, 80 Brotsorten

Mühlengeez. (14.09. / bkv) Die MeLa 2010, 20. Fachausstellung für Landwirtschaft, Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau findet vom 16. bis 19. September im Landkreis Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern (MVP) statt. «Die MeLa hat sich zur größten Fachmesse für den landwirtschaftlichen Bereich in ganz Norddeutschland entwickelt. Sie hat kontinuierlich an Qualität und Vielfalt gewonnen und sich zu einem Besuchermagnet für die ganze Familie gemausert», betont Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus im Vorfeld. Das sehen auch Mecklenburgs Bäcker und Konditoren so. Jedenfalls werden Konditorlehrlinge von der Landesberufsschule Pasewalk und Bäcker-Auszubildende von der Berufsschule Ludwigslust an vier Tagen in der «Gläsernen Backstube» zeigen, was sie schon alles können. «Mecklenburg-Vorpommern ist ein Brotland. In keinem anderen Bundesland werden so viele verschiedene Brotsorten gebacken und wird so viel Brot gegessen wie hier», sagt Heinz Essel, Geschäftsführer des Landesinnungsverbands der Mecklenburger Konditoren und Bäcker. An jedem Messetag wird ein anderer Bäckermeister sein Sortiment vorstellen. Am ersten Tag ist Helmuth Lau aus Lübz vor Ort. Am zweiten Tag stellt Bäckermeister Roman Dressler Brote aus Neubrandenburg vor. Die Bäckerei Hatscher bringt am dritten Tag Brote aus dem Landkreis Demmin mit. Den Abschluss macht Bäckermeister Jörg Reinhold aus dem Landkreis Mecklenburg-Strelitz. Er wird unter anderem sein Wesenberger Schwarzbrot anbieten, gebacken nach einem Original-Rezept aus DDR-Zeiten. Insgesamt stellen die Bäcker rund 80 Sorten vor.

 

 

MANAGEMENT + BETRIEB


12. GOECOM: «Nutzen Sie die Vielfalt!»

Kronau. (16.09. / goe) Bereits 1992/1993 wurden die ersten Kassen via Kassenschnittstelle mit Marvin gekoppelt. Damals war Vectron einer der Vorreiter für diese Art der Anbindung. Im Lauf der Jahre kamen immer neue Hersteller und Kassen-Kommunikationen hinzu, die GOECOM für seine Kunden als Schnittstelle angebunden hat. Hierbei war des den Software-Spezialisten immer wichtig, dass sie diese Kassen-Schnittstelle für alle Kassensysteme flexibel und uneingeschränkt anbieten. Durch die zertifizierten Schnittstellen zu namhaften Kassensystemen bietet das Kronauer Unternehmen den Anwendern ein Höchstmaß an Arbeitserleichterung und Zeitersparnis. Mit den Zertifikaten und der Offenheit (unter anderem sogar zu PC-Kassen von Software-Mitbewerbern) wird die strategische Ausrichtung von GOECOM deutlich. Für die Software-Schmiede steht der Kunde an erster Stelle und nicht der Kassen-Hersteller. So können die Spezialisten mit Marvin in jeder Bäckerei die betrieblichen Abläufe analysieren und optimieren. Vom Einkauf über die Produktion bis hin zum Versand und Verkauf deckt das Programmpaket alles ab, was eine gute Bäckereisoftware leisten muss. Auch in der Silosteuerung, der Kommissionierung und natürlich bei den Kassensystemen arbeiten die Fachleute eng mit den jeweiligen Marktführern und Spezialisten zusammen. So profitieren Marvin-Anwender von der Erfahrung und Leistungsfähigkeit beider Anbieter. Deshalb wird GOECOM auch künftig keine eigenen Kassensysteme anbieten und Betriebe somit auch nicht in der Auswahl des für sie optimalen Kassensystems und lokalen Kassenpartners einschränken. Erklärtes Ziel war und ist: Nutzen Sie die Vielfalt der Kassen!


13. BIV: Unsicherheit bei Beurteilung von Bagatellkündigungen

Hannover. (15.09. / biv) Der Fall «Emmely», das unerlaubte Verzehren von Brotaufstrich, die Mitnahme von Maultaschenretouren trotz Verbots – drei Aufreger, die mit so genannten Bagatellkündigungen endeten. Vor diesem Hintergrund bildete das Thema Arbeitsrecht einen Schwerpunkt der Betriebswirtschaftlichen Jahrestagung des Bäckerinnungs-Verbandes Niedersachsen/ Bremen (BIV) in Hannover. In weiteren Referaten erhielten die Teilnehmer Einschätzungen zur betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit von Preiserhöhungen, zu Konkurrenzsituation des Bäckerhandwerks gegenüber den weiteren Teilnehmern des Backwarenmarktes, über Trends im Ladenbau und die Vernetzung einzelner Softwareprogramme zu einem ganzheitlichen EDV-Paket für die Handwerksbäckerei.

Info: http://www.webbaecker.de/r_management/2010/3710-BIV-BWL.HTM


14. Berufsbildung: der Lehrling und sein Lernerfolg

Hannover. (15.09. / biv) Für die Lehrlingsausbildung setzt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) inzwischen auch auf computergestütztes Lernen. Ein neues, Internet-basiertes Lernverfahren stellte jetzt der Bäckerinnungs-Verband Niedersachsen/Bremen (BIV) bei seiner Berufsbildungstagung in Hannover vor.

Info: http://www.webbaecker.de/r_management/2010/3710-BIV-BERUF.HTM


15. Tegut: in den Online-Lebensmittelhandel kommt Bewegung

Fulda. (15.09. / tg) Nach dem Versandhändler Amazon steigt jetzt die Supermarktkette Tegut in den bundesweiten Online-Lebensmittelhandel ein. Tegut bietet ab sofort in seinem Onlineshop bundesweit mehr als 6.000 frische Lebensmittel, Weine, Delikatessen und Geschenke des «gehobenen Sortiments» an, heißt es in einer Presseinfo. Beim Versand arbeitet das Familienunternehmen mit dem Online-Lebensmittelhändler gourmondo.de zusammen. Das Joint Venture trägt den Namen tegut-genusswelt.com. Zur Tegut... Gutberlet Stiftung + Co gehört übrigens auch die Herzberger Bäckerei. Die verfügt auf ihrer Homepage ebenfalls über einen Onlineshop und bietet bundesweite Lieferung an. Eine spätere Kooperation zwischen «tegut-genusswelt» und dem Herzberger Onlineshop scheint da nicht ausgeschlossen ...


16. Verpacktes Gebäck: ab 100 Gramm nur mit Gewichtsangabe

Koblenz. (11.09. / ovg) Fertigpackungen mit Backwaren und einer Füllmenge von mehr als 100 Gramm dürfen nur unter Angabe des Gewichts auf der Verpackung in den Verkehr gebracht werden. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz in Koblenz.

 

Die Klägerin, eine Einzelhandelsfirma (Kaufland, Anm.d.Red.), vertreibt Backwaren wie Aprikosen-, Apfel- oder Kirschtaschen, Butter- oder Plunderhörnchen und Schoko-Croissants mit einem Gewicht von mehr als 100 Gramm. Auf den Fertigpackungen war nur die jeweilige Anzahl der Gebäckstücke, nicht jedoch das Gewicht angegeben. Wegen eines Verstoßes gegen die Fertigpackungsverordnung verhängte das Landesamt für Mess- und Eichwesen ein Bußgeld. Hiergegen erhob die Klägerin Einspruch und beantragte beim Verwaltungsgericht die Feststellung, dass sie nicht verpflichtet sei, die Füllmenge auf den Verpackungen anzugeben. Das Verwaltungsgericht hat die Klage abgewiesen. Die hiergegen eingelegte Berufung hatte keinen Erfolg.

 

Nach der Fertigpackungsverordnung dürften Fertigpackungen mit Gebäckstücken und einem Gewicht von mehr als 100 Gramm nur in den Verkehr gebracht werden, wenn ihr Gewicht auf der Verpackung angegeben sei. Die Angabe der Stückzahl reiche hingegen nicht aus. Eine Befreiung von der Verpflichtung zur Gewichtsangabe und Beschränkung der Kennzeichnungspflicht auf die Bezeichnung der Stückzahl sehe das nationale Verpackungsrecht nicht vor, obwohl sie nach dem europäischen Lebensmittelrecht möglicherweise zulässig wäre. Die Pflicht zur Gewichtsangabe, die sich nur auf Fertigpackungen und nicht auf unverpackte Backwaren beziehe, verstoße nicht gegen das Recht auf freie Berufsausübung. Sie diene dem legitimen Ziel der Verbraucherinformation, denn die Gewichtsangabe erleichtere den Vergleich der Preise gleichartiger, in Fertigpackungen angebotener Erzeugnisse.

 

Info: Das Oberverwaltungsgericht hat wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache die Revision zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen (Urteil vom 25. August 2010, Aktenzeichen 6 A 10624/10.OVG).

 

 

MARKETING + VERKAUF


17. 1. Bäcker-Marketingtag: Wie sage ich's meinen Kunden?

Hannover. (15.09. / biv) Fast 70 Innungs- und Verbandsmitglieder aus ganz Niedersachsen und Bremen, dazu eine Reihe weiterer Interessenten aus dem Umfeld des Bäckerhandwerks - der 1. niedersächsische Bäcker-Marketingtag erlebte breiten Zuspruch. Damit fanden sich die Organisatoren vom Bäckerinnungs-Verband Niedersachsen/Bremen (BIV) mit ihrer Einschätzung bestätigt, dass den Handwerksbäckereien ortsnah professionelles Know-how für die eigene, öffentlichkeitswirksame Unternehmensdarstellung angeboten werden muss. Der BIV-Landesbeauftragte für Marketing, Torsten Hacke, hatte mit den Referenten branchennahe Fachleute eingeladen. Sie machten den Zuhörern die Vergleichshöhe deutlich, auf der sich selbst ein Kleinbetrieb mit nur lokaler Bedeutung im Markt behaupten muss: Aldi und Co.

Info: http://www.webbaecker.de/r_marketing/2010/3710-BIV-MARKETING.HTM


18. Mr.Baker: SB-Bäckereikette möbelt Marke auf

Sprockhövel. (15.09. / fp) Die Selbstbedienungs-Bäckereikette Mr.Baker ist in diesem Jahr auf rund 70 Standorte gewachsen, heißt es in den Franchisenachrichten. 2002 gegründet, sollen bis Ende 2010 noch fünf weitere Lizenz-Partner ihre Standorte eröffnen. Um sich künftig frischer und moderner zu präsentieren, hat das Lizenz-System zudem sein Corporate Design überarbeitet. Das befindet sich derzeit in der Umsetzungsphase und erstreckt sich nicht nur auf das Logo. Auch das Design der Filialen wurde aufgemöbelt, wobei künftig sonnige Gelbtöne dominieren sollen. Mehr über Mr. Baker erfahren Sie hier und hier.

 

 

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


19. ServiceBarometer: Kunden setzen auf Preis-Leistung

München. (11.09. / fsb) Die veröffentlichte Langzeitstudie Kundenmonitor Deutschland zeigt eine steigende Bedeutung von Preis-Leistung für das Kundenurteil in der Mehrzahl der 30 untersuchten Branchen. Besonders Kunden von Autowerkstätten, Buchversendern, Gasversorgern, Internetanbietern sowie Mobilfunkanbietern honorieren ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit steigenden Zufriedenheitsanteilen. Den größten Nachholbedarf sehen die Verbraucher trotz deutlicher Verbesserungen immer noch bei Gas- und Stromversorgern. Bei Tankstellen-Shops gingen die ohnehin niedrigen Werte trotz positiven Allgemeintrends weiter zurück. «Viele Unternehmen richten ihre Konzepte zur Steigerung der Kundenzufriedenheit immer noch zu stark auf reine Preisvorteile aus. Kundenbegeisterung entsteht dagegen häufig nicht über die günstigsten Preise, sondern über eine Top-Leistung zu einem günstigen Preis», sagt Studienleiter Matthias Metje zur aktuellen Entwicklung. «So sind Champions der Globalzufriedenheit häufig auch beim von Kunden wahrgenommenen Preis-Leistungs-Verhältnis in ihrer Branche vorne». Der Kundenmonitor Deutschland wird bereits im 19. Jahr vom Forschungsinstitut ServiceBarometer in München herausgegeben. Für die Studie 2010 wurden rund 32.000 Kunden zu ihrer Zufriedenheit mit zahlreichen Unternehmen befragt.

Info: Kundenmonitor Deutschland 2010 - Kunden setzen verstärkt auf Preis-Leistung (Format PDF; fünf Seiten; 51 KB).

 

 

PERSONEN + EHRUNGEN


20. Ecocare: Bäcker Schüren erhält Nachhaltigkeitspreis

Hilden. (17.09. / rms) In der Kategorie Technik/Prozess hat Ihr Bäcker Schüren den «Ecocare-Award 2010» gewonnen. Damit setzte sich das Handwerksunternehmen und mit ihm Inhaber Roland M. Schüren - bei rund 100 Bewerbungen - gegen nationale und internationale Konzerne überzeugend durch. Im Rahmen der Düsseldorfer Inter-Messen wurde der internationale Nachhaltigkeitspreis erstmals verliehen. Die Jury war hochkarätig besetzt. Die Experten von Henkel, Rewe, Metro, Kuchenmeister und ein Vertreter des Zentrums für nachhaltige Unternehmensführung der Uni Witten/Herdecke überzeugte das «Energiekonzept 2010» der Bäckerei - die Reduktion des Energieeinsatzes um minus 50 Prozent und der CO2-Emmissionen um minus 91 Prozent. Diese überaus hohen Einsparungen wurden durch ein thermisches Gesamtkonzept, bestehend aus einer Wärmeerzeugung für die Backöfen durch Biomasse und Altbrot, wassergekühlte Kälteanlagen mit Rückkühlung durch Erdwärme im geschlossenem Kreislauf und durch den Ersatz von elektrischer Energie durch Abwärme-Nutzung erreicht. Der Familienbetrieb leistet damit Pionierarbeit auf diesem Gebiet und entwickelt neue Technologie gemeinsam mit den Herstellern entscheidend weiter. Den Preis in Düsseldorf entgegen genommen hat neben Bäckermeister Schüren Betriebsleiter Michael Wipperfürth. Weitere Details lesen Sie hier.


21. Backmittler: meldet neuen Nationalen Verkaufsleiter Handwerk

Frankfurt / Main. (17.09. / jz) Die Funktion des Nationalen Verkaufsleiters Handwerk hat der Backzutatenhersteller Jung Zeelandia neu besetzt. Seit dem 01. September ist Andreas Giersberg hierfür verantwortlich. Der 37-Jährige, der im Vertrieb von Backgrundstoffen über eine jahrelange Erfahrung verfügt, war zuletzt als regionaler Verkaufsleiter im Gebiet Süd/West tätig und übte die Funktion des Nationalen Verkaufsleiters bereits seit Januar kommissarisch aus.


22. UIB: bestätigt Präsidenten im Amt

Poznan / PL. (16.09. / zv) Als Präsident der Union International de la Boulangerie et de la Boulangerie-Patisserie (UIB) ist Peter Becker, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt worden. Zur Wahl standen zudem fünf Vizepräsidenten und ein Schatzmeister. Der UIB-Kongress fand in diesem Jahr an der Warthe im polnischen Posen statt; die Tagesordnung finden Interessenten hier (PDF). Der internationale Bäckerverband vertritt 300.000 Betriebe in 35 Ländern mit insgesamt fünf Millionen Beschäftigten. UIB-Hauptziele sind die Unterstützung von Unternehmen und Beschäftigten in der Backbranche und die Durchführung Image-fördernder Maßnahmen zur Steigerung des Ansehens traditioneller Backwaren.


23. Mit Grundsätzen: 150 Jahre Bäckerei Halver

Frechen. (16.09. / div) «Im Verkaufsraum wird es niemals einen Ofen geben», sagt Bäckermeister Johannes Halver. Obwohl die Konkurrenz in dieser Hinsicht groß sei. Da genüge schon ein Blick aus dem Schaufenster auf die andere Straßenseite. «Wir haben schon viele kommen und gehen sehen», sagt der Handwerker. Sein Erfolgsrezept: auf Dienstleistung und Qualität setzen. Das hält der Familienbetrieb nun schon seit 150 Jahren so. Heike und Johannes Halver führen die Bäckerei seit 1997 in fünfter Generation. Sie haben ihre Grundsätze, und so werden Brötchen immer noch von Hand gemacht. Die Kunden sind froh, dass die Nussecken immer noch so schmecken wie früher. Das gilt auch für andere Gebäcke. Anlässlich des Jubiläums, das in diesen Tagen mit den Kunden gefeiert werden soll, hat Johannes Halver ein altes Brotrezept aus der Schublade gekramt. «Urbrot» heißt es und wird wohl ebenfalls alles andere als Durchschnitt sein. Von einem «enormen Seltenheitswert» spricht Obermeister Josef Pelzer in einem Grußwort an die Bäckerei anlässlich des Jubiläums. Neben der hohen Qualität der Waren zeichne das Unternehmen überdies ein außergewöhnliches soziales und gesellschaftliches Engagement aus.


24. Eifel: 60 Jahre Bäckerei Zimmer

Kall-Sistig. (16.09. / div) Von 150 Bäckereien, die es 1980 im Kreis Euskirchen gab, existieren heute nur noch 40 Betriebe. Es ist also schon eine Leistung, wenn die Bäckerei Zimmer ihr 60-jähriges Bestehen feiern kann. Daher veranstalten Regina und Siegwin Zimmer am 19. September für sich und ihre Kunden einen «Tag der offenen Backstube». Sie führen das Unternehmen seit 1990 in dritter Generation, haben den Betrieb sukzessive weiterentwickelt und liefern ihre Ware heute nach Reifferscheid, Keldenich, Golbach, Bleibuir und Strempt. Inklusive Teilzeitkräfte beschäftigt der Obermeister der Bäckerinnung Euskirchen 20 Mitarbeitende. Die vierte Generation bereitet sich derweil auf kommende Aufgaben vor: Sohn Patrick will in die Fußstapfen des Vaters treten. Vor einem Jahr hat er nach dem Abitur eine Ausbildung zum Bäcker begonnen. «Somit haben wir ganz tolle Voraussetzungen, dass der Betrieb weiterhin in Familienhand bleibt», freuen sich die Zimmers für ihr Unternehmen.


25. Österreich: Goldenes Verdienstzeichen für Gertraud Maurer

Wien / AT. (15.09. / bs) Der Bundespräsident der Republik Österreich verlieh der Bäckermeisterin Gertraud Maurer das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich. Übergeben hat die hohe Auszeichnung jetzt die Staatssekretärin Christine Marek im Rahmen eines Festakts im Stammhaus der Bäckerei Schwarz. Marek würdigte die Verdienste Maurers mit ihrem besonderen Einsatz im Familienunternehmen, das sie als 18-Jährige nach dem frühen Tod des Vaters übernehmen musste. Sie führte es von einem 20-Mannbetrieb zu einem Österreichweit angesehenen, modernen Handwerksbetrieb mit über 150 Mitarbeitenden. Die besondere Leistung besteht auch darin, dass sie in einer männerdominierten Branche, in Zeiten eines allgemeinen Bäckersterbens, den Betrieb zügig ausbaute. Sie setzte schon als junge Frau Maßstäbe in Sachen Handwerksqualität, modernes Marketing und sozial verantwortliche Mitarbeiterführung. Sie positionierte das Unternehmen auch als Ausbildungsbetrieb für bisher über 200 Lehrlinge. Damit ist sie seit über 40 Jahren Trendsetterin für eine ganze Branche. Für den Weiterbestand des über 100-jährigen Unternehmens und dessen Fortführung ist gesorgt: Beide Söhne arbeiten seit mehr als zehn Jahren federführend in der Geschäftsleitung. Gertraud Maurer erinnerte in ihrer Dankesrede an die vielen tausend Unternehmerinnen in Österreich, die die mittelständische Wirtschaft so effektiv wie unspektakulär in Schwung halten und darüber nicht vergessen, auch ihre Aufgaben in Familie und Gesellschaft gerne und erfolgreich wahrzunehmen.


26. MyAusbildungPlus: Schule abgeschlossen. Und dann?

Bonn. (15.09. / bibb) Die Schulausbildung ist abgeschlossen. Was kommt danach? Eine Berufsausbildung mit Zusatzqualifikation oder ein duales Studium ist eine attraktive Option - aber wie geht das und welche Vorteile bringt mir das? Vor diesen Fragen stehen viele Jugendliche nach ihrem Schulabschluss. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) suchte erstmals mit einem Schreibwettbewerb authentische Erfahrungsberichte von Auszubildenden und Studierenden, die interessierten Jugendlichen die Möglichkeit bieten, Einblicke in den Ausbildungsalltag und Eindrücke von Gleichaltrigen aus erster Hand zu gewinnen. Mehr als 170 Wettbewerbsbeiträge gingen auf MyAusbildungPlus ein. Die drei besten wurden jetzt im Rahmen der Bonner «Vocatium Rhein-Sieg», Fachmesse für Ausbildung und Studium, vorgestellt.


27. Vorsorge: wahr und klar im Dienst der Menschen

Beckedorf. (15.09. / div) Seit Jahrzehnten der backenden Branche eng verbunden ist der gelernte Bäckermeister Berthold Koch (49). Auch wenn der sechsfache Vater seit zwölf Jahren eher in der Versicherungsbranche tätig ist, so doch meist nah an oder in der Branche. Kurzum: Als begeisterter Familienmensch kennt Koch die Sorgen und Bedürfnisse der Menschen in und um die Branche herum. Wahrheit und Klarheit bedeuten ihm viel - und wohl auch ein ganzheitlicher Ansatz in seiner Beratungstätigkeit. Oder um es mit Kochs Worten zu sagen: «Bei vielen Dingen im Leben, deren Ziel eben nicht von uns selbst bestimmt, sondern von Umständen fremd geprägt wird, finde ich es wichtig, gerade langfristige Entscheidungen wie Sachwertesicherung, Vorsorge für Alter oder Krankheit in ganzheitlicher Weise zu treffen». Dafür hat er sich nun im niedersächsischen Beckedorf selbständig gemacht und empfiehlt Privat- und Geschäftskunden seine Dienstleistungen. Details finden Interessenten unter verus-vorsorgeservice.de.

 

 

BOOKMARKS + BOOKS


28. FEI: Online-Dokumentation zur Jahrestagung 2010

Bonn. (15.09. / fei) Während der Jahrestagung des Forschungskreises der Ernährungsindustrie (FEI) Anfang September in Neustadt an der Weinstraße konnte Geschäftsführer Dr. Volker Häusser für 2009 die zweitbeste Förderbilanz des FEI präsentieren. Das Finanzvolumen der insgesamt 95 Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beläuft sich für 2009 auf 34 Millionen Euro, die 177 Forschergruppen zur Verfügung gestellt wurden und werden - Fördergelder, die aus Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums und der Industrie vor allem den mittelständischen Unternehmen zugute kommen. «Mit den gezielt auf die Anforderungen der Unternehmen zugeschnittenen Projekten des FEI leistet die IGF einen wichtigen Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelindustrie, deren Geschäftsklima sich derzeit wieder aufhellt», sagte Häusser. Dank des IGF-Förderprogramms konnten nach Angaben aus Bonn in den letzten Jahrzehnten über 770 Projekte des FEI erfolgreich abgeschlossen werden - deren Ergebnistransfer in die Wirtschaft über 55 Fachverbände gesichert ist. Details zur Jahrestagung sind auf der FEI-Homepage dokumentiert - teilweise auch für Bäcker interessant.


29. Knochenarbeit: «Da unten» ist nicht die Hölle

München. (14.09. / dr) Eine kleine Fabrik in Bayern. Sie produziert Backwaren für Discounter und holt ihre «Knochenarbeiter» gern aus Asylantenheimen. 45 Wochenstunden für jeweils 8,10 Euro Fließband-Gebäck abpacken, Paletten in Kühlräume fahren, Teigstücke bewegen: «ein Albtraum aus Hast und Hochgeschwindigkeit». Die Maschinen womöglich noch kaputter als die Menschen, der Takt menschenverachtend, den Rest an Stress machen faule oder miese Kollegen. Die Pausen sind so kurz, dass entweder Klo oder Nikotin infrage kommen. Es rauchen fast alle, einige sind obendrein Trinker, Kaffee ist Droge Nummer eins, zum Essen fehlt meistens die Zeit. Alles, was Frank Hertel von seinem Jahr in dieser Fabrik schildert, illustriert: Arbeit macht krank. Eine Günter-Wallraffiade aus dem Prekariat allerdings liefert er nicht: «Da unten ist nicht die Hölle!» Man könne da durchaus glücklicher sein als jemand, der vom Staat fürs Zuhausehocken bezahlt wird. Und ohne «die da unten» würde «weiter oben» sowieso alles zusammenbrechen ...

Info: «Knochenarbeit. Ein Frontbericht aus der Wohlstandsgesellschaft»; Frank Hertel (Autor); Hanser Verlag München 2010; 208 Seiten; Buchbesprechung mit Audiolink (MP3).


30. Global Industry: Scientists Unlock Cocoa Genome

Hamburg. (bm) Scientists have successfully sequenced the cacao genome, or the so-called chocolate gene-a feat that could give a much-needed boost to the chocolate industry. The achievement made by the U.S. Department of Agriculture (USDA), Mars and IBM scientists will help sustain the supply of high-quality cocoa to the chocolate industry and protect the livelihoods of small farmers around the world by speeding up development, through traditional breeding techniques, of trees better equipped to resist the droughts, diseases and pests that threaten this vital agricultural crop. Other topics of the week:

 

Title Region Date
Mars Inc.: Scientists Unlock Cocoa Genome (US) Fri 09-17
Domino's Pizza: Announces Change in Chief Financial Officer (US) Fri 09-17
Sara Lee: sees upside in fresh bakery operations (US) Thu 09-16
Kraft Foods: Lays Out Its New Global Growth Strategy (US) Thu 09-16
Hershey Company: issues first CSR Report (US) Wed 09-15
Burger King: 3G Capital names rail exec as future CEO (US) Wed 09-15
AB Foods: expects higher full-year earnings (UK) Tue 09-14
Russia: Grain production 2010 experts estimation (RU) Mon 09-13
Ukraine: Government not to plan grain exports limitation (UA) Sat 09-11
Russia: expects grain production of 63 million tonnes (RU) Sat 09-11

 

 

REZEPTE + IDEEN


31. Beliebt wie eh und je: Pfälzer Zwiebelkuchen

Hamburg. (17.09. / div) «Dornfelder Zwiebelkuchen», «Frühlingszwiebelkuchen», «Schwäbischer Zwiebelkuchen», «Zwiebelkuchen mit Allgäuer Emmentaler» heißen die bekanntesten Varianten eines der beliebtesten Snacks der Deutschen: Zwiebelkuchen ist ein zeitloses wie beliebtes Gebäck. Eine kleine Zwischenmahlzeit, der längst nicht mehr nur zu Federweißem serviert wird. Im Grunde der ideale Bäckersnack. Das folgende Rezept für «Pfälzer Zwiebelkuchen» bezieht sich auf Zutaten für vier bis sechs Portionen (Quelle: Ketchum).

 

Zutaten: Für den Teig 40g Butterschmalz, 250g Mehl, 100g Magerquark, 1 gestrichener TL Salz, 1 Päckchen Backpulver, 2 Eier. Für den Belag benötigen Sie 400g weiße Gemüsezwiebeln, 30g Butterschmalz, 200g gekochter Schinken, frisch gemahlener Pfeffer, 100g Allgäuer Emmentaler, 2 Eier, 200g saure Sahne, 1 gestrichener TL gehackter Kümmel, Butterschmalz für die Form.

 

Zubereitung: Das Butterschmalz für den Teig bei milder Hitze zerlassen. Form (Durchmesser 28 cm) einfetten. Mehl, Magerquark, Salz, Backpulver, Eier und 3 EL abgekühltes Butterschmalz zu einem glatten Teig verkneten, mit dem Teig ausschlagen und am Rand etwa 2 cm hochdrücken. Den Backofen auf 200° Celsius vorheizen. Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden, in dem erhitzten Butterschmalz weich dünsten. Den Schinken in Würfel schneiden. Zwiebeln und Schinken auf den Teig geben, Pfeffer darüber mahlen. Käse mit Eiern sowie Sahne und Kümmel verrühren und darüber gießen. Auf mittlerer Schiene etwa 40 bis 45 Minuten backen.

 

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten plus Backzeit.