Samstag, 22. Juni 2024

ZDH: Mindestlohn ist und bleibt ein Fehler

Berlin. (zdh) «Ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn ist und bleibt ein Fehler. Er bedroht die gewachsenen Tarifstrukturen in den einzelnen Branchen und Regionen. Dazu setzt er falsche Anreize für junge Leute und bedroht Problemgruppen am Arbeitsmarkt», sagt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), zum Gesetzentwurf der Bundesregierung für einen allgemeinen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn. Der vorliegende Referentenentwurf dürfe ohne Nachbesserungen nicht zum Gesetz werden. Das Handwerk bleibt bei seiner Forderung nach einer Altersgrenze von 25 Jahren für junge Leute ohne beruflichen oder akademischen Abschluss. Eine Altersgrenze von 18 Jahren helfe nicht. Denn die Jugendlichen sind im Schnitt bereits über 18 Jahre, wenn sie eine Ausbildung im Handwerk beginnen. Wollseifer: «Hier wird durch den Mindestlohn ein negativer Anreiz gesetzt. Mit Helferjobs auf Mindestlohnniveau anstelle solider Ausbildung wird jungen Menschen die Aussicht auf eine erfolgreiche Zukunft genommen».