Freitag, 1. März 2024

WB-08-2013

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 08. KW 2013 (16.02. bis 22.02.)
Download: https://www.webbaecker.de/13archivphp/wb0813.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

_MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Aryzta AG: übernimmt Großbäckerei Klemme
02. Mehlkartell: Mühlen zahlen noch einmal 41 Millionen Euro
03. Tenter’s Backhaus: meldet Insolvenz an
04. «100 Jahre Backkultur»: Coors übernimmt 16 Filialen

TERMINE + EVENTS:
05. DIHK: Wissenswertes zum Markteinstieg in Großbritannien
06. BVE–Sensorikforum: Die Branche diskutiert
07. BioFach: Weltleitmesse meldet 41.500 Fachbesucher

MANAGEMENT + BETRIEB:
08. Gehrke Econ Preisvergleich 2013: Ihre Chance zur Teilnahme
09. Jedes dritte Unternehmen setzt Cloud Computing ein
10. Gewusst wie: Schnittstellen exakt planen mit «Blenden»
11. GovData: das Datenportal für Deutschland
12. Migros-Industrie: wächst real um 3,4 Prozent
13. VK Mühlen: Stabile Entwicklung setzt sich fort
14. Unternehmenstreue: Für den Fall des Falls …

MARKETING + VERKAUF:
15. filiaFox: Auffällige Verkaufsvorgänge sind aufspürbar
16. Jowa AG: kommt im «Drittmarkt» gut voran
17. DLG: Experten testeten 1071 Bio-Lebensmittel

PERSONEN + EHRUNGEN:
18. Lekkerland: meldet neuen Finazvorstand
19. Bayern: Erfolgreiche Meisterprüfung feierlich gewürdigt

BOOKMARKS + BOOKS:
20. Global Industry: Aryzta to buy German Klemme AG

REZEPTE + IDEEN:
21. Herzhaftes Roggensaftbrot mit Aromastück


MARKT + UNTERNEHMEN


Aryzta AG: übernimmt Großbäckerei Klemme

Zürich / CH. (21.02. / aag) Die schweizerische Aryzta AG teilt mit, dass sie die deutsche Klemme AG übernimmt. Die «strategische Akquisition» werde Aryztas Europageschäft substanziell verändern – Sortimentsvielfalt und Leistungsvermögen in der Region signifikant steigern. Die GroßBäckerei Klemme, gegründet 1991 und mit Hauptsitz in der Lutherstadt Eisleben, betreibt sieben hocheffiziente wie flexible Werke mit Multi-Produkt-Möglichkeiten. Insgesamt zählt Klemme rund 1.400 Mitarbeitende. Das Sortiment aus Sachsen-Anhalt beinhaltet mit rund 2.500 Artikeln so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Die Übernahme stehe im Einklang mit Aryztas Politik, durch zielgerichtete Akquisitionen gewünschte Regionen, Kunden, Kanälen und Fähigkeiten dem Konzern hinzuzufügen. So wird Aryzta nach Abschluss der Übernahme ein führender Player im wachsenden deutschen In-Store-Bäckerei-Sektor sein. Gleichwohl wird der Konzern einer der führenden Partner für den etablierten europäischen Einzelhandel im Bäckerei-Sektor sein – heißt es in der Mitteilung «Aryzta to buy German Klemme AG» aus Zürich (nur in Englisch verfügbar).

Mehlkartell: Mühlen zahlen noch einmal 41 Millionen Euro

Bonn. (21.02. / bund) Das Bundeskartellamt hat die Kartellverfahren gegen Unternehmen der Mühlenindustrie abgeschlossen und gegen 22 Unternehmen, den Verband Deutscher Mühlen sowie deren Verantwortliche Geldbußen in Höhe von insgesamt rund 41 Millionen Euro wegen kartellrechtswidriger Absprachen beim Vertrieb von Mehl verhängt. Bereits im Oktober 2011 war in dem Verfahren ein erstes Bußgeld in Höhe von rund 24 Millionen Euro verhängt worden (siehe WebBaecker 43/2011). Das Bundeskartellamt durchsuchte im Februar 2008 zahlreiche Mühlenunternehmen in Deutschland, nachdem es aus dem Markt Hinweise auf Preis- und Mengenabsprachen erhalten hatte. Daraufhin hatten mehrere Unternehmen Bonusanträge gestellt und sich zur Kooperation bei der Aufklärung des Sachverhalts bereit erklärt – heißt es in der Nachricht des Bundeskartellamts.

Tenter’s Backhaus: meldet Insolvenz an

Bremen. (20.02. / ag) Wie das Amtsgericht der Hansestadt mitteilt, hat es im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Tenter’s Backhaus GmbH + Co. Kommanditgesellschaft – vertreten durch die Anker-Brot-Vertriebs Gesellschaft m.b.H., vertreten durch Geschäftsführer Karsten Jennissen – am 15. Februar die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Schuldnerin angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht den Rechtsanwalt Dr. Gerrit Hölzle von der Wirtschaftskanzlei Görg. Tenter’s Backhaus geht zurück auf die Dampfbäckerei Barth + Co. – 1886 im Bremer Steintor-Viertel gegründet. 1933 übernahm dann der damals 25-jährige Heinrich Tenter gemeinsam mit der Teilhaberin Frida Bücker das Unternehmen. Seit 1997 mit einer modernen Produktion im Gewerbegebiet am Bremer Kreuz ausgestattet, gilt Tenter’s Backhaus heute als die größte Bäckerei im Bundesland. Das Unternehmen zählt insgesamt rund 280 Mitarbeitende und etwa 40 Verkaufsstellen. Der Geschäftsbetrieb wird zunächst wohl weitergehen; Löhne und Gehälter für die kommenden drei Monate sind gesichert. Erste Interessenten, die alle Filialen übernehmen wollen, hätten schon beim vorläufigen Insolvenzverwalter angeklopft, weiß Radio Bremen. Zu den Gründen für die finanzielle Schieflage der traditionsreichen Bäckerei dürfte unter anderem zählen, dass der Druck aus dem Umland immer mehr zunimmt.

«100 Jahre Backkultur»: Coors übernimmt 16 Filialen

Mettingen. (18.02. / mri) Mitte 2012 hatte die «Meisterbäckerei – 100 Jahre Backkultur GmbH» beim Amtsgericht Münster Insolvenzantrag gestellt – siehe WebBaecker 36/2012. Seither wurde der traditionsreiche Backbetrieb in Verantwortung des vorläufigen Insolvenzverwalters Stefan Meyer (MRI) aus Münster fortgeführt. Vier Filialen mussten aus betriebswirtschaftlichen Gründen während des Insolvenzverfahrens geschlossen werden. Auch deutliche Überkapazitäten beim Personal mussten in den letzten Monaten sukzessive abgebaut werden. Die Meisterbäckerei betreibt aktuell am Standort Mettingen eine Produktion sowie in der Region derzeit noch rund 24 eigene Verkaufsfilialen. Die in Mettingen produzierten Backwaren werden nicht nur in eigenen Filialstandorten, sondern auch extern über Wiederverkäufer und zuletzt bis zu 14 SB-Regale in Supermärkten vertrieben. Dem Insolvenzverwalter ist es jetzt nach sehr intensiven und anspruchsvollen Verhandlungen gelungen, für mindestens 16 der von der Schuldnerin geführten Filialen eine Sanierungslösung zu finden; ein bis zwei weitere Filialstandorte stehen derzeit noch auf dem Prüfstand. Die Filialstandorte werden durch die Osnabrücker Coors Gruppe mit ausnahmslos allen an dem jeweiligen Standort tätigen Mitarbeitern übernommen – heißt es in einer ausführlichen Mitteilung aus Münster.


TERMINE + EVENTS


DIHK: Wissenswertes zum Markteinstieg in Großbritannien

Berlin. (20.02. / dihk) Unternehmen, die ihre ersten Schritte auf den britischen Markt planen oder ein bereits vorhandenes Engagement in England verstärken möchten, können vom Besuch eines kostenfreien Seminars am 29. April in Berlin profitieren. «Erfolgreich in Großbritannien» – so lautet das Motto der Veranstaltung der Deutschen Auslandshandelskammer (AHK) Großbritannien – sind bereits mehr als 2.000 deutsche Unternehmen. Deutschland ist für Großbritannien einer der wichtigsten Wirtschaftspartner, und Produkte «made in Germany» (oder «made by German bakers»?) sind auf der Insel besonders beliebt. Im Automobilforum der Volkswagen AG können sich Interessierte ab 14:00 Uhr über ihre Chancen in Großbritannien informieren. Neben Strategien der erfolgreichen Markterschließung stehen unter anderem die Themen Direktmarketing und Unternehmensgründung auf dem Programm. In Vorträgen geht es um die britische Gesellschaftsform «Limited», um die Unternehmensbesteuerung im Vereinigten Königreich und um den Wirtschaftsstandort London. Auch eine vor Ort tätige Unternehmerin kommt zu Wort. Ein Abendempfang bietet den Teilnehmern ab 18:00 Uhr Gelegenheit, weitergehende Fragen zu erörtern.

BVE–Sensorikforum: Die Branche diskutiert

Berlin. (19.02. / bve) Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) lädt am 05. März zum Sensorikforum in die Bundeshauptstadt. In dem Forum diskutieren Vertreter der Ernährungsindustrie mit Experten der FH Münster und DGSens, der SAM Sensory and Marketing International GmbH, der DLG und der Stiftung Warentest über die Einsatzbereiche und Trends der Lebensmittelsensorik in der modernen Lebensmittelherstellung. Für Verbraucher ist der Geschmack das kaufentscheidende Qualitätskriterium bei Lebensmitteln. Durch die Sensorik lassen sich die Produkteigenschaften mit den menschlichen Sinnesorganen objektiv bewerten. Überzeugt ein Produkt in seinen sensorischen Eigenschaften ist maßgeblich zu dem Erfolg auf dem angebotsreichen Lebensmittelmarkt beigetragen. Für die Unternehmen der Ernährungsindustrie reichen die Anwendungsmöglichkeiten der Lebensmittelsensorik von der Produktentwicklung und Produktion, der Qualitätskontrolle und -sicherung, bis hin zu Marketing und Forschung. Interessierte Unternehmen und Branchenvertreter können sich bis zum 01. März für das BVE-Sensorikforum online anmelden.

BioFach: Weltleitmesse meldet 41.500 Fachbesucher

Nürnberg. (19.02. / nm) Die 2.396 Aussteller des Messe-Duos BioFach und Vivaness konnten in diesen Tagen 41.500 Fachbesucher ins Messezentrum Nürnberg locken. Die Internationalität lag bei 43 Prozent. Das sind rein rechnerisch 24 Aussteller weniger als 2012, doch 185 Besucher mehr als im Vorjahr. Die globale Gesamtschau für die Bio-Branche schloss also «auf gutem Vorjahres-Niveau» ab. Die meisten Besucher kamen – in absteigender Reihenfolge – aus Deutschland, Italien, Österreich, Frankreich und die Niederlande; insgesamt zählten die Veranstalter 129 vertretene Nationen. Auch aus der Biobranche an sich gab es im Umfeld der Weltleitmesse Erfreuliches zu berichten: Der internationale Markt verzeichnet weiterhin Zuwächse. In Deutschland legte der Bio-Umsatz 2012 um sechs Prozent auf über sieben Milliarden Euro zu; international werden mit Bio-Produkten rund 63 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Das Potenzial im Markt sei bei anhaltend wachsender Verbrauchernachfrage noch lange nicht ausgeschöpft, heißt es seitens des internationalen Schirmherrn der BioFach, der International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM), sowie des nationalen ideellen Trägers, des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).


MANAGEMENT + BETRIEB


Gehrke Econ Preisvergleich 2013: Ihre Chance zur Teilnahme

Isernhagen / Hannover. (22.02. / ge) Die Gehrke Econ Unternehmensberatung bietet bereits seit vielen Jahren interessierten Bäckereien die Möglichkeit, einen Preisvergleich ihrer Ladenverkaufspreise durchzuführen. Diplom-Kaufmann Oliver Vogt: «Die Teilnahme am Gehrke Econ Preisvergleich ist für Sie eine kostenlose Serviceleistung unseres Hauses. Alle Teilnehmer erhalten eine individualisierte Auswertung des Preisvergleichs. Dazu wird der jeweilige Ladenverkaufspreis Ihres Betriebs mit dem Durchschnittspreis sowie dem geringsten und höchsten Preis gegenübergestellt. Des Weiteren werden besonders starke Preisabweichungen gesondert hervorgehoben». Eine mindestens jährliche Überprüfung der eigenen Ladenverkaufspreise sollte von jedem Betrieb durchgeführt werden. Neben der Prüfung der Artikelkalkulation sollten dabei auch die Preise der Wettbewerber berücksichtigt werden. Bei der Überprüfung der Artikelkalkulation werden vor allem gestiegene Preise im Rohwarenbereich sowie Erhöhungen bei den Personalkosten zu einer Verringerung der Marge bei vielen Produkten führen. Folglich muss der Unternehmer entscheiden, ob eine Preisanpassung am Markt durchsetzbar ist. Hier unterstützt sie der Gehrke Econ Preisvergleich. Dabei ist auch immer entscheidend, welchen Stellenwert das jeweilige Produkt für das Unternehmen hat. Für eine erfolgreiche Bearbeitung dieser vielfältigen Aufgabe steht Ihnen die Gehrke Econ Unternehmensberatung zur Seite.
Hinweis: Nutzen Sie die Gelegenheit und nehmen Sie am Gehrke Econ Preisvergleich teil. Fordern Sie alle nötigen Unterlagen bei Melanie Schulz von der Gehrke Econ Unternehmensberatungsgesellschaft aus Isernhagen / Hannover an.

Jedes dritte Unternehmen setzt Cloud Computing ein

Berlin. (22.02. / bk) Im Jahr 2012 hat gut ein Drittel (37 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland Cloud Computing eingesetzt. Das hat eine repräsentative Umfrage unter 436 Unternehmen im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG ergeben. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg um neun Prozentpunkte. Weitere 29 Prozent planten den Einsatz konkret oder diskutierten ihn. Für ein Drittel der befragten Unternehmen war Cloud Computing kein Thema. «In der Wirtschaft setzt sich Cloud Computing zunehmend in der Breite durch», sagte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf bei der Vorstellung des «Cloud Monitors 2013». So nutzten laut der Umfrage bereits fast zwei Drittel (65 Prozent) der Großunternehmen ab 2.000 Mitarbeitern Cloud Computing, im Mittelstand mit 100 bis 1.999 Mitarbeitern war es mit 45 Prozent fast die Hälfte. Bei kleineren Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten lag der Anteil dagegen nur bei einem Viertel. Kempf: «Cloud Computing bringt den Unternehmen handfeste Vorteile: Sie bekommen bessere IT-Leistungen zu geringeren Kosten». Jedes Unternehmen sollte den Einsatz zumindest prüfen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Gewusst wie: Schnittstellen exakt planen mit «Blenden»

Buchholz / Nordheide. (22.02. / ele) Die Qualität von Prozessen zu verbessern gehört mit zum Tagesgeschäft von ELEKOM. So sind aus dem Know-how des Qualitätsmanagements viele Aspekte in die Planungen aus Buchholz bei Hamburg eingegangen, die auf den ersten Blick oft gar nicht mehr als einzelne Bausteine erkennbar sind. Dazu gehört unter anderem die konsequente Umsetzung eines «Blendenprinzips». Darunter versteht man das Einplanen von Kontrollpunkten und Meßstellen, also eindeutigen Schnittstellen zwischen einzelnen Bereichen. So zum Beispiel im Übergang von der Produktion zum Versand. Hier lassen sich die Produkte erfassen und ermöglichen eine genaue Kontrolle der übergebenen Mengen und deren Qualität. Das gleiche Prinzip kann an vielen anderen Stellen, an denen Rohstoffe oder Produkte von einer Abteilung in die andere übergeben werden, angewendet werden – und liefert jeweils wichtige Informationen für den gesamten planerischen Prozess. Haben Sie den Eindruck, dass bei Ihnen die «Blenden» nicht einwandfrei funktionieren, dann wenden Sie sich an ELEKOM. Die Fachleute für Architektur, Produktionsplanung, Projektmanagement und Energieverbundkonzepte unterstützen Sie gern.

GovData: das Datenportal für Deutschland

Berlin. (21.02. / bmi) Seit dieser Woche haben Bürger wie Unternehmen in ausgewählten Bereichen einfacheren Zugang zu Verwaltungsdaten: «Der Prototyp des Portals ‘GovData – Das Datenportal für Deutschland’ ist online» – heißt es frohlockend in einer Mitteilung aus dem Bundesministerium des Innern (BMI). Doch so schnell schießen die Preußen nicht, denn: Kaum war das Angebot on Line, ging der Server ob der großen Nachfrage schon wieder in die Knie. Seither heißt es unter govdata.de: «Aufgrund des hohen Interesses am Prototypen müssen wir die Server-Infrastruktur verstärken und bitten daher um Geduld». Irgendwann wird es also was werden mit den «Verwaltungsdaten für Jedermann», die wir redlichen Bürger über unsere Steuern schon immer finanziert, aber nie oder nur auf Nachfrage und dann auch noch zeitlich verzögert zu Gesicht bekamen. Im weltweiten Vergleich ist Deutschland mit «GovData» übrigens alles andere als ein Vorreiter. Andererseits haben wir seit vielen Jahren schon «Destatis». Das Statistische Bundesamt mit seinem Datenangebot aus über 390 Bundesstatistiken ist längst eine der ersten Adressen für recherchierende Bürger und Unternehmen – und leistet natürlich auch einen wichtigen Beitrag zur Open-Government Initiative.

Migros-Industrie: wächst real um 3,4 Prozent

Zürich / CH. (20.02. / mgb) Die Migros-Industrie – Summe der Produktionsbetriebe, die zum Migros Genossenschafts-Bund (MGB) zählen – konnte 2012 in einem schwierigen Umfeld ihre Marktstellung im In- und Ausland weiter ausbauen und wächst real um 3,4 Prozent. Trotz einer Negativteuerung von minus 1,8 Prozent hoben die Genossen den Umsatz um 1,6 Prozent auf 5,42 Milliarden Schweizer Franken (Vorjahr 5,333 Milliarden CHF). Hauptwachstumstreiber war die erstmalige Konsolidierung der per 01. Juli 2012 mehrheitlich übernommenen CCA Angehrn. Mit der Übernahme und den entsprechend gewonnenen Marktanteilen konnte der Umsatz im Großverbrauchergeschäft auf 776 Millionen CHF (Vorjahr 627 Millionen CHF) deutlich steigen. Das Geschäft mit der Migros-Gruppe war von substanziellen Preisreduktionen geprägt und schloss 0,5 Prozent unter Vorjahr ab. Angesichts des sehr starken Schweizer Franken ist hervorzuheben, dass die Genossen im internationalen Geschäft trotz Bereinigung des Portfolios den Umsatz praktisch halten konnten. War die Umsatzentwicklung in den Migros-Geschäftsfeldern von der Minusteuerung von im Schnitt minus 1,8 Prozent geprägt, entwickelte sich das Segment «Brote, Back- + Teigwaren» eher auf Vorjahresniveau. Die Brotsortimente (der Jowa AG) hätten sich besser entwickelt als die Biscuits (der Midor AG). Zudem konnte das Schweizer Convenience-Store-Geschäft bei einer Wachstumsrate von 15 Prozent weiter zulegen, heißt es aus Zürich. Weitere Details nennt die Mitteilung «M-Industrie wächst real um 3,4 Prozent» auf dem Migros-Server.

VK Mühlen: Stabile Entwicklung setzt sich fort

Hamburg. (18.02. / vkm) Die VK Mühlen AG weist für das erste Quartal (Oktober bis Dezember) des Geschäftsjahrs 2012/2013 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 0,8 Millionen Euro und damit eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Alle drei Geschäftsbereiche trugen positiv zum Ergebnis bei. In einem nach wie vor hochkompetitiven Umfeld hat die führende deutsche Mühlengruppe dank struktureller Anpassung und Modernisierung einiger Standorte ihre Ertragskraft etwas steigern können. «Im deutschen Mehlgeschäft ist es derzeit nur durch Kostensenkungen möglich, über Wasser zu bleiben. Wir schaffen das dank zahlreicher von uns in 2012 eingeleiteten Maßnahmen. Doch darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die im Markt realisierbaren Margen absolut nicht zufriedenstellend sind», sagt Christoph Kempkes, Vorstandsvorsitzender der VK Mühlen AG. Der größte Geschäftsbereich der VK Mühlen AG, die Kampffmeyer Milling Group, in der alle Mühlenstandorte der Gruppe zusammengefasst sind, hat das erste Quartal mit einem insgesamt ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen. Um den Bereich in die Gewinnzone zu führen, müssen laut Kempkes «die Margen respektive unser Mahllohn gesteigert und gleichzeitig die Kosten weiter gesenkt werden». So wird der Konzern die Wesermühlen Hameln nach Abschluss der Sozialplanverhandlungen Ende März 2013 schließen. Das Werk könne den Standards der Gruppe nicht mehr genügen und sei auch nicht rentabel zu modernisieren. Die beiden anderen Geschäftsbereiche Kampffmeyer Food Innovation (KFI) und Müller’s Mühle erwirtschafteten planmäßig positive Ergebnisse. Für das laufende Geschäftsjahr 2012/2013 streben die Müller insgesamt «eine schwarze Null» an.

Unternehmenstreue: Für den Fall des Falls …

Kronau. (18.02. / goe) Kennen Sie den Begriff «sequentielle Unternehmenstreue»? Wenn ja, dann wissen Sie sicher auch, dass Unternehmenstreue meist keine lebenslange Verbindung zu Ihrem Unternehmen bedeutet, sondern nur so lange hält, wie Mitarbeitende dies zulassen. Im Wandel der Zeit verändert sich somit normalerweise auch Ihr Team. Nach neuesten Statistiken des Landes Baden-Württemberg liegt die durchschnittliche Verweildauer eines Mitarbeiters bei nur rund zehn Jahren. Speziell jüngere Beschäftigte suchen sich immer wieder neue Herausforderungen und wechseln dabei auch mal den Arbeitsplatz. Dies steht im Einklang mit der normalen persönlichen Entwicklung eines Menschen und als Unternehmer sollten Sie auf diese wiederkehrenden Wechsel vorbereitet sein. Überprüfen Sie daher immer wieder die Zugehörigkeitsdauer und sorgen Sie durch Redundanz in der Aufgabenverteilung bereits im Vorfeld solcher möglichen Wechsel für einen guten Ausgleich. Nur so sind Sie bei einem überraschenden Wechsel entsprechend vorbereitet und alle Aufgaben können weiter wahrgenommen und verantwortungsvoll durchgeführt werden. Dies gibt Ihnen als Unternehmer Handlungssouveränität, sowie allen verbleibenden Mitarbeitern ein Gefühl der Wertschätzung und Sicherheit und es rechtfertigt letztlich auch deren Treue in Ihr Unternehmen … meinen Christine Klepsch (Geschäftsführerin) und Bernd Ratzel (Leiter Abteilung Software) von Goecom.


MARKETING + VERKAUF


filiaFox: Auffällige Verkaufsvorgänge sind aufspürbar

Hechingen. (22.02. / KMZ) Die Software «filiaFox» aus dem Hause KMZ scannt Kassenjournaldaten nach besonderen Ereignissen im Verkaufsalltag. Grundgedanke der Entwicklung ist die berechtige Frage, wie man denn tausende von Informationen, die täglich aus den Verkaufsstellen in der Zentrale eintreffen, nach Auffälligkeiten und Besonderheiten durchsuchen könne?
Antwort 1: Vectron Kassensysteme zeichnen im Hintergrund alle Aktionen an den Kassen auf. Dieses elektronische Journal wird zusammen mit den Umsätzen, Bestellungen, Retouren, Arbeitszeitdaten (…) täglich aus den Kassen ausgelesen und an den Vectron Commander übergeben. Das Berichtswesen der Kassen wird sowohl in der Warenwirtschaft als auch im Commander dargestellt (Transaktionsbericht, Bedienerbericht …). Dies wird als Controllingstufe 1 bezeichnet.
Antwort 2: Weitere Datailauswertungen werden als Controllingstufe 2 bezeichnet. Hier setzt «filiaFox» an. «filiaFox» erhält nach Eingang der Kassendaten den Auftrag, die Journaldaten nach gewissen, frei einstellbaren Kriterien zu durchsuchen. Dieses Scannen wird automatisch in der Nacht durchgeführt, so dass das Verkaufsmanagement mögliche Abweichungen (Kriterien) des Vortags am nächsten Morgen direkt angezeigt bekommt, um etwaige Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Beispiele für frei wählbare Kriterien: die Zahl der Kassenladenöffnung je Mitarbeiter (MA); Anzahl der Sofortstornos je MA; Wert des Personaleinkaufs je MA; Wert des Kundenrabatts je MA; Anzahl von Verkostung, von Personalverzehr, von anderen umsatzneutralen Erfassungen; Dauer eines Verkaufsvorgangs mit Stornos; Nullverkaufsvorgänge, die einen Sofortstorno beinhalten … und, und.
Außerdem: «filiaFox» lässt sich dank «proxess» auch für die revisionssichere Bon-Archivierung nutzen. Welche weiteren Vorteile «filiaFox» für Sie bereithält, erklären Ihnen gerne die Experten der KMZ Kassensystem GmbH und KMZ Xetron Nord GmbH während der kommenden Internorga in Hamburg – Bäckerhalle B6.

Jowa AG: kommt im «Drittmarkt» gut voran

Volketswil / CH. (22.02. / jag) Die eidgenössische Jowa AG, ein Unternehmen des Migros Genossenschafts-Bunds (MGB), verbucht auch 2012 als sehr erfolgreiches Jahr im «Drittmarkt» – dem Vertrieb außerhalb des klassischen Migros-Kanals. Wie die Großbäcker mitteilen, erzielte das Segment «Foodservice, Großhandel und Export» ein erneutes Plus und konnte seinen Umsatz auf über 100 Millionen Schweizer Franken steigern – rund 81 Millionen Euro. «Die positive Entwicklung ist für uns eine Bestätigung, dass sich unser hohes Qualitätsbewusstsein und unser Innovationsgeist auszahlen und wir mit unseren Produkten den Geschmack der Konsumenten treffen», sagt Frank Winterhalter, Geschäftsbereichsleiter Foodservice / Großhandel und Export. Winterhalter führt die steigenden Zahlen auch auf den Service zurück, der genau auf die Anforderungen der Handelspartner zugeschnitten sei. Neu: Gemeinsam mit einem Partner hat Helvetias führende Großbäckerei ein Store-Concept entwickelt, das speziell auf den stetig wachsenden Außer-Haus-Markt abgestimmt ist – von der Technik über die Gestaltung und Produkt-Präsentation bis hin zur Auswahl an Snacks und Sandwiches. In Deutschland steht das Team der «delice + friends swiss foodservice» für alle Fragen rund um das neue System und das umfangreiche Sortiment zur Verfügung. «delice + friends» ist ein Tochterunternehmen der Jowa AG mit Sitz in Bensheim an der Bergstraße.

DLG: Experten testeten 1071 Bio-Lebensmittel

Frankfurt. (16.02. / dlg) Anlässlich der BioFach, der Weltleitmesse für Bio-Erzeugnisse, hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Nürnberg die Preisträger ihrer Internationalen Qualitätsprüfung für Bio-Produkte ausgezeichnet. Insgesamt erhielten Produkte von 183 Herstellern aus dem In- und Ausland eine DLG-Prämierung in Gold, Silber oder Bronze. Das DLG-Vorstandsmitglied Claudia Müller überreichte die Urkunden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung. Die DLG testete insgesamt 1.071 Bio-Erzeugnisse aus nahezu allen Lebensmittelbereichen. Dazu zählten Fleisch- und Wurstwaren, Molkereiprodukte, Back- und Süßwaren, Tiefkühlkost, Fertiggerichte, Feinkost sowie Fruchtgetränke, Speiseöle und Tee. Im Rahmen seiner Internationalen Qualitätsprüfung unterzog das DLG-Testzentrum Lebensmittel alle Erzeugnisse einer sensorischen Qualitätsprüfung. Weitere Testparameter im Labor und bei der Verpackung ergänzten das Prüfspektrum. Die Tests wurden durch Experten durchgeführt, die speziell für die Qualitätsbewertung ökologisch erzeugter Lebensmittel geschult wurden. So wird sichergestellt, dass Besonderheiten, die sich aus den spezifischen Produktionsprozessen ergeben, berücksichtigt werden. Produkte, die den wissenschaftlich aktuellen Qualitätsstandards entsprechen, wurden mit einer DLG-Medaille in Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet. Alle prämierten Bio-Produkte sind im Internet einsehbar unter dlg-verbraucher.info.


PERSONEN + EHRUNGEN


Lekkerland: meldet neuen Finazvorstand

Frechen. (20.02. / lk) Michael Gerlif (62), seit 2003 Finanzvorstand der Lekkerland AG + Co. KG, scheidet zum 30. Juni aus dem Unternehmen aus. In seine Verantwortung fallen die Ressorts Finanzen, IT, M+A, Controlling, Rechnungswesen, Business Control und Recht. Zu seinem Nachfolger beruft die Lekkerland Gruppe Dr. Edgar C. Lange (48). Lange wird Anfang Mai in das Unternehmen eintreten, um gemeinsam mit Gerlif einen harmonischen Übergang sicherzustellen. Gerlif wird Lekkerland auch nach der Übergabe seiner Vorstandsposition in beratender Funktion zur Seite stehen, heißt es aus Frechen bei Köln.

Bayern: Erfolgreiche Meisterprüfung feierlich gewürdigt

Gräfelfing. (16.02. / liv) 20 Absolventen des 28. Kombikurses der Akademie des bayerischen Bäckerhandwerks in Lochham – darunter sechs Frauen – konnten Mitte Februar den verdienten Lohn für Ihre Anstrengungen, den Meisterbrief, in Empfang nehmen. Seit Kursbeginn im September 2012 brachten sie in knapp 1.050 Unterrichtsstunden alle vier Teile der Meisterprüfung und die Hälfte der Weiterbildung zum Betriebswirt des Handwerks (BdH) hinter sich. Damit haben Sie das Kernstück des Kombikurses bewältigt – rund 80 Prozent der Gesamtausbildung inklusive Meisterprüfung. Unmittelbar im Anschluß folgen an der Akademie für Unternehmensführung der Handwerkskammer für München und Oberbayern die letzten 250 Stunden der Weiterbildung zum Betriebswirt des Handwerks, die dann im April mit der Prüfung zum BdH abschließen wird. Summa summarum umfassen Meisterkurs und BdH etwa 1.300 Unterrichtsstunden. Bayerns Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann betonte in seiner Festrede, dass exzellentes fachliches Können heute allein nicht mehr reicht, um am Markt bestehen zu können. Erst die Kombination mit kaufmännischem Wissen sowie Kenntnissen der Menschenführung macht den wahren Meister aus. Dieses Erfolgsmodell wird obligatorisch nur in der Akademie Lochham angeboten. «Deshalb sind Lochhamer Meister ihren Wettbewerbern immer einen Schritt voraus» – sagt Hoffmann.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Aryzta to buy German Klemme AG

Hamburg. (bm) Swiss Aryzta AG announces the acquisition of Klemme AG, a leading bakery in Germany. This strategic acquisition will substantially transform Aryzta´s European manufacturing footprint and greatly enhance its channel diversification and product capability in the region. Klemme, established in 1991 and based in Lutherstadt Eisleben, operates seven highly efficient bakeries with multi-product manufacturing capabilities. Other topics of the week:

Title Region Date
Campbell: Provides Update on Core Business and Expansion (US) Fri 02-22
Awrey Bakeries: Assets Sold in Entirety (US) Fri 02-22
Cheesecake Factory: Reports Results for Q4 of Fiscal 2012 (US) Fri 02-22
Report: Rapid Growth of Indian Quick Service Restaurants (US) Fri 02-22
Strategic Acquisition: Aryzta to buy German Klemme AG (CH) Thu 02-21
General Mills: Previews Fiscal 2014 Plans (US) Thu 02-21
Post Holdings: Confirms Fiscal 2013 Guidance (US) Thu 02-21
ConAgra Foods: Raises Fiscal 2013 EPS Expectations (US) Thu 02-21
The Cheesecake Factory: names new President (US) Thu 02-21
Tengelmann: invests in U.S. chocolate firm Tcho (DE) Wed 02-20
Ebro Foods: buys 25 percent of Riso Scotti (ES) Wed 02-20
Burger King Worldwide: Reports Q4 and FY 2012 Results (US) Tue 02-19
Campbell: Reports Second-Quarter Results (US) Tue 02-19
Tyson Foods: Acquires Assets of Don Julio Foods (US) Tue 02-19
Flowers Foods: Announces Executive Appointments (US) Tue 02-19
PepsiCo: Reports Q4 and Full Year 2012 Results (US) Mon 02-18
Campbell: to Expand Capabilities in Mexico (US) Mon 02-18
Heinz: to Be Acquired by Berkshire and 3G Capital (US) Mon 02-18
Nestle: FY 2012 earnings beats expectations (CH) Sat 02-16
Dunkin´ Brands: Completetd Refinancing (US) Sat 02-16
Cloetta AB: Year-End Report, October-December 2012 (SE) Sat 02-16


REZEPTE + IDEEN


Herzhaftes Roggensaftbrot mit Aromastück

Image Isernhagen. (22.02. / is) Als ein herzhaftes, angenehm säuerliches Hausbrot, das schnell zum Selbstläufer werden kann, bot IsernHäger an dieser Stelle schon einmal die Rezeptur für ein «Roggensaftbrot mit Aromastück» an. Führten wir an dieser Stelle eine Hitliste, wie oft welche Herstellungsanleitung heruntergeladen wurde, läge dieses Rezept sicher weit vorne. Brotfermentation, das IsernHäger Aromastück und nicht zuletzt ausreichend Zeit während der Herstellung machen aus diesem Roggenbrot einen Leckerbissen, den Ihre Kunden sicher mehr als einmal genießen wollen. Die Details:

ODS (23 KB): 3910-ISERN-ROGGENSAFT.ODS
XLS (22 KB): 3910-ISERN-ROGGENSAFT.XLS
PDF (171 KB): Roggensaftbrot_mit_Aromastueck_20100928.pdf

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