Mittwoch, 8. Februar 2023

Miwe: Wie werden in Zukunft Backstuben geplant?

Stuttgart. (anm) Wer auf der Südback 2019 einen längeren Aufenthalt am Messestand der Miwe Michael Wenz GmbH aus Arnstein eingeplant hatte, der musste schwindelfrei sein. Denn der Hersteller von Back- und Automatisierungstechnik zeigte seine hochmodernen Möglichkeiten zur Backstubenplanung. Mit Hilfe von Virtual Reality konnten Besucher Großanlagen erleben, als wären sie vor Ort. Mit 3D-Brille und Joystick ausgerüstet ging es zum virtuellen Gang durch die Backstube. Von der Anlage konnte jede einzelne Schraube detailgetreu betrachtet werden. Wer wollte, konnte mit einem Klick auch die Verkleidungen blitzschnell abnehmen und einen Blick hinter die Kulissen werfen. Auch der Sprung auf die Anlage war möglich – nur zu empfehlen für Menschen ohne Höhenangst.

«Dieser Virtual Reality Viewer bringt die Backstubenplanung auf das nächste Level», sagt Eike Zuckschwerdt, Marketingleiter bei Miwe. Er hatte mit seinem Team dafür gesorgt, die Möglichkeiten und Produktvielfalt von Miwe auf dem Messestand darzustellen.

Eindrücke vom Messerundgang

Alle Prozesse im Blick: Neben Backofen- und Anlagentechnik, Beschickungs- und Transportsystemen, Bäckerkälte und Ladenbacken richtete Miwe die Aufmerksamkeit auf Systemvernetzung und Digitale Dienstleistungen.

Und so gehörte der Klassiker unter den Ladenbacköfen, der Miwe aero, selbstverständlich auf die Messe. «Er ist immer noch ein ganz starkes Zugpferd», sagt der Marketingleiter über den elektrisch beheizten Universal-Konvektionsbackofen für Teiglinge aller Art. Auch den Miwe cube:steam konnten sich Messebesucher zeigen und erklären lassen. Dieser Konvektionsbackofen verfügt zusätzlich über eine Permanentschwaden-Technologie mit regelbarer Feuchte. «So lässt sich damit auch dämpfen. Das erweitertet den gastronomischen Einsatz enorm», sagt Zuckschwerdt. Für ihn ist das Miwe-Cube-Stystem überzeugend. Die würfelförmigen Komponenten, zu denen verschiedenste Ofensysteme (Konvektion, Etagen, Steinplatte) für das Backen im Laden gehören, lassen sich kombinieren und übereinander stapeln – ganz so, wie es der Kunde in seiner Filiale benötigt. «Wir mögen kein Allroundsystem. Das kann alles nur ein bisschen und nichts richtig gut», sagt der Miwe-Experte.

Auch im Bereich der Backproduktion hat das Arnsteiner Unternehmen große Erfahrung. Sie spiegelt sich wieder beispielsweise im Stikkenofen Miwe roll in, oder in den Etagenbacköfen Miwe ideal.

«Die Verbindung zwischen Produktion und Ladenbacken ist die Kälte», weiß Zuckschwerdt. Deshalb haben die Arnsteiner ihre Vakuumkonditionierung Miwe VC mit nach Stuttgart gebracht, die sie seit vergangenem Jahr in Programm haben. «Das ist eine neue Phase in der Convenient-Stufe», sagt der Marketing-Leiter. Ofenheiße Produkte werden unter Vakuum in wenigen Minuten auf Temperaturen unter 40°C abgekühlt . Das führt zu einer besserer Rösche und Krustenstabilität und zugleich zu mehr Feuchte in der Krume. Bei vielen Produkten ist zudem ein deutlicher Volumenzuwachs zu beobachten. Darüber hinaus lassen sich die so behandelten Backwaren ohne lange Standzeiten sofort weiterverarbeiten. Als ein «Klassiker» in der Welt der Bäckerkälte war der Gärvollautomat Miwe GVA mit nach Stuttgart gekommen und fand hier immer noch viele Interessenten.

Es gab auch Themen am Miwe-Stand, die sich nicht durch eindrucksvolle Ausstellungsstücke anschaulich darstellen ließen. Dazu gehörten die Möglichkeiten zum nachhaltigen Energiemanagement. «Wir setzen auf eine ganzheitliche Betrachtung mit Energierückgewinnung. Das ist die Königsklasse», sagt Zuckschwerdt. Und natürlich war das Interesse angesichts der aktuellen Klimadiskussion groß.

Ebenfalls auf großes Interesse am Messestand stießen die Digital solutions. Die IT-Spezialsten von Miwe haben anwenderfreundliche Lösungen ausgearbeitet, um Shops zentral managen zu können. «Da haben wir jetzt auch eine cloud-basierte Lösung für kleinere Kunden», freut sich Zuckschwerdt. Und so erwies sich der Miwe-Messestand als ein Anziehungspunkt für die gesamte Backbranche – sowohl für Großbäcker als auch kleinere Handwerksbetriebe (Text: anm – Fotos: usp).

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