Mittwoch, 14. April 2021

Fokus Volkswirtschaft: Plädoyer für freie Arbeitsmärkte

Frankfurt. (kfw) Deutschland ist aufgrund seiner ungünstigen Demografie besonders auf ausländische Erwerbspotenziale angewiesen. Heute besitzt jeder zehnte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte einen ausländischen Pass. Von diesen drei Millionen Personen arbeiten 70 Prozent in kleinen und mittleren Unternehmen. Die deutsche Volkswirtschaft profitiert daher stark von der europäischen Arbeitnehmerfreizügigkeit, doch auch Arbeitsmigration von außerhalb der alternden EU-Staaten wird immer wichtiger. Auch Flüchtlinge können bei erfolgreicher Integration zur Dämpfung drohender Arbeitsmarktengpässe beitragen. In den letzten fünf Jahren haben mittelständische Unternehmen etwa 250.000 Flüchtlinge eingestellt – allerdings selten als Fachkräfte, sondern überwiegend als Aushilfen, Praktikanten und Auszubildende, heißt es im jüngsten «Fokus Volkswirtschaft» der KfW Bankengruppe (PDF) unter dem Titel «Ausländische Beschäftigte im Mittelstand: ein starkes Plädoyer für freie Arbeitsmärkte».