Samstag, 4. Februar 2023

Südzucker: Zuckermarktreform hinterlässt Spuren

Mannheim. (szg) Mit einem Umsatz von 5,7 (5,3) Milliarden Euro und einem operativen Konzernergebnis von voraussichtlich 420 (450) Millionen Euro hat sich die Südzucker-Gruppe in einem schwierigen Geschäftsjahr 2006/2007 gut behaupten können. Jedoch sei dem aktuellen Stand der Reform der EU-Zuckermarktordnung im Konzernabschluss (IFRS) durch eine außerordentliche Abschreibung auf Geschäftswerte im Segment Zucker in Höhe von rund 0,5 Milliarden Euro Rechnung zu tragen, heißt es aus Mannheim. Dies werde nämlich zu einem Fehlbetrag im abgelaufenen Jahr 2006/2007 (per 28. Februar) von rund 0,2 Milliarden Euro führen. Im Einzelabschluss der Südzucker AG (HGB) ergibt sich eine Berichtigung des Buchwerts der Saint Louis Sucre S.A. (SLS), Paris. Die Dividendenfähigkeit der Südzucker AG wird davon nicht beeinflusst. Die Wertberichtigung führt nicht zu einem Liquiditätsabfluss, so dass der erwartete Cashflow von etwa 500 Millionen Euro in 2006/2007 nicht gemindert wird. Die Bilanz- und Finanzrelationen bleiben mit einer Eigenkapitalquote von über 40 Prozent weiter solide. Die mit der Reform der EU-Zuckermarktordnung verbundenen Rahmenbedingungen haben zur Ankündigung der Stilllegung des Raffineriestandorts Marseille (Frankreich) geführt. Über die bereits seit Jahren konsequent vollzogenen Strukturverbesserungen hinaus – etwa der Stilllegung von drei Zuckerfabriken in Österreich, Polen und der Slowakei – werde konzernweit an weiteren umfangreichen Restrukturierungen gearbeitet, um die nachhaltige Ertragskraft des Segments Zucker zu verbessern.
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