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Schweiz: Mühlen rüsten sich für Liberalisierung

Weinfelden / CH. (gm) Mit der Westschweizer Groupe Minoteries SA und der Weinfeldener Meyerhans Hotz AG planen zwei der größten Mühlengruppen in der Schweiz eine Fusion. Seit Jahren übt sich die Branche – darunter viele KMU – in der Konsolidierung. Die Groupe Minoteries selbst stieß 2002 mit der Übernahme der Goldacher Eberle Bruggmühlen in die Ostschweiz vor. Meyerhans Hotz ist ähnlich aktiv und kaufte zum Beispiel 2005 Dambach in Villmergen. Das Tierfuttersegment der Thurgauer unter der Marke Fors brachte Meyerhans Hotz mit dem von Kunz Kunath (Burgdorf) zusammen. Jetzt schmieden die Groupe Minoteries – 120 Millionen Schweizer Franken (CHF) Umsatz, 166 Beschäftigte – und Meyerhans Hotz (50 Millionen CHF Umsatz, 100 Beschäftigte plus 50 Angestellte bei Dambach) Pläne für einen Zusammenschluss, heißt es in einer Medienmitteilung. Damit befänden sich acht Produktionsstandorte unter einem Dach. Ob es tatsächlich zu einen Zusammenschluss kommt, hängt von Klärungen im Detail ab. Hintergrund für den Entschluss seien die fortlaufenden Änderungen im Agrarsektor, heißt es aus beiden Unternehmen. So würden die Landesgrenzen für Mehlimporte aus der EU immer durchlässiger. Laut Schweizer Bundesratsbeschluss soll der Zollansatz für Weichweizenmehl ab Juli 2008 von 143 CHF pro 100 Kilogramm auf 65 CHF gesenkt werden. Eine weitere Reduktion sei als indirekte Folge der Agrarpolitik 2011 auf die Getreidewirtschaft zu erwarten, sagt Marc Müller, Generaldirektor der Groupe Minoteries in Granges-Marnand. Eine Fusion könne die Ausgangslage in den sich öffnenden Märkten verbessern.