Samstag, 22. Juni 2024

ZDH: Rekordzahl dank hoher Ausbildungsbereitschaft

Berlin. (zdh) Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe im Handwerk ist immens hoch. In den ersten vier Monaten 2014 wurden bereits 31.989 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge den Handwerkskammern gemeldet. Das bedeutet ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Westen stieg die Zahl um 4,3 Prozent, im Osten Deutschlands um 9,0 Prozent. Die Zahl zum Stichtag 30. April liegt über den Ergebnissen der letzten Jahre. Sie beweist, dass das Handwerk immer früher um Auszubildende wirbt und dabei Erfolg hat. Das frühzeitige Werben um die Schulabgänger wird immer wichtiger, denn deren Zahl wird 2014 um 0,4 Prozent zurückgehen. «Die Betriebe haben verstanden, dass sie bei sinkenden Schulabgänger- und Bewerberzahlen mit anderen Wirtschaftsbereichen im Wettbewerb um Auszubildende stehen. Sie bemühen sich frühzeitig um geeigneten Nachwuchs», sagt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Schon zum Jahreswechsel boten die Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern 14.000 Ausbildungsplätze an, aktuell sind es 30.000. Diese Zahl liegt rund zehn Prozent über dem Angebot des Vorjahrs zu diesem Zeitpunkt. Das Handwerk besetzt weiterhin den überwiegenden Teil seiner Ausbildungsplätze mit Absolventen von Haupt- und Realschule. Seit ein Trend zur Akademisierung erkennbar ist und immer mehr Schüler das Abitur machen, wirbt das Handwerk auch aktiv um Abiturienten. Mit Erfolg: Der Anteil der Abiturienten unter den Azubis hat sich in wenigen Jahren mehr als verdoppelt. Schwannecke: «Auch für Abiturienten bietet das Handwerk ausgezeichnete Bedingungen – von der verkürzten Ausbildungszeit bis zu der Möglichkeit, frühzeitig Teile der Meisterausbildung zu absolvieren. Attraktiv ist auch die wachsende Zahl dualer Studiengänge, die zu Gesellenbrief und Bachelor führt. Sie bieten das, was viele Studierende ansonsten vermissen – den engen Bezug zur betrieblichen Praxis».