Donnerstag, 29. Februar 2024

Lebensmittelindustrie: Wachstum allein durch Export

Berlin. (bve) Das Exportklima in der Ernährungsindustrie ist im Dezember weiter gestiegen. Das Ergebnis von plus 43 Punkten entspricht einer Verbesserung von 26,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei erreichten die Beurteilungen der Lage und der Erwartungen im Exportgeschäft langfristige Spitzenwerte. Mit plus 54 Punkten wurde die Geschäftslage so gut eingeschätzt wie noch nie, schreibt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) in ihrem jüngsten Exportbarometer. Die Geschäftserwartungen fallen über die Wintermonate in der Regel gedämpfter aus, im Dezember 2013 stiegen sie jedoch auf das höchste Saisonergebnis der letzten drei Jahre. In fast allen Branchen blieb das Exportklima auf hohem positivem Niveau, leicht eingetrübt hat sich die Stimmung allein im Export mit Fleischwaren und alkoholfreien Getränken. Das Exportgeschäft im EU-Binnenmarkt bleibt stabil aber ohne deutliche Wachstumsdynamik. Steigenden Absatz versprechen zunehmend Märkte außerhalb der EU, fast 80 Prozent der Lebensmittelhersteller exportieren ihre Produkte bereits in Drittländer. Die Lebensmittelhersteller vertreiben ihre Produkte dabei in immer mehr Auslandsmärkten. 74 Prozent der befragten Unternehmen haben mehr als fünf verschiedene Absatzmärkte im Ausland, 17 Prozent sogar mehr als 25. Im Vergleich zu vor fünf Jahren ist damit laut Lebensmittel-Exporteuren die Zahl der Auslandsmärkte deutlich gestiegen. Der steigende Exporterfolg der Ernährungsindustrie basiert nicht nur auf der hohen Qualität, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit deutscher Lebensmittel, sondern auch auf ihrer außerordentlichen Kundenorientierung. 78 Prozent der befragten Lebensmittel-Exporteure passen ihre Produkte an die Konsumpräferenzen ihrer ausländischen Kunden an oder entwickeln gar Neuheiten ausschließlich für den Export. Wachstum generieren die deutschen Lebensmittelhersteller allein im Export; die Branche hat sich als drittgrößter Exporteur fest am Weltmarkt etabliert, heißt es aus Berlin.

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