Donnerstag, 29. Februar 2024

WB-44-2013

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 44. KW 2013 (26.10. bis 01.11.)
Download: https://www.webbaecker.de/13archivphp/wb4413.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Bäckerei Kempf: konnte Sanierungsplan nicht erfüllen
02. Köln/Bonn: Bäcker Voigt will Kapazitäten ausbauen

TERMINE + EVENTS:
03. Pfefferkuchenmarkt: lädt in die Lausitz
04. Weinheimer Meisterkreis: plant zahlreiche Aktivitäten
05. Premiere: Nürnbergs Bäckerball im neuen Gewand

MANAGEMENT + BETRIEB:
06. Gewusst wie: Stärken ausbauen, Potenziale nutzen
07. BIV: Bäcker lehnen politischen Mindestlohn ab
08. NGG: Mindestlohn ist überfällig
09. Deutschland: Arbeitnehmer müssen mehr Leistung bringen
10. Risikostudie: Deutsche Unternehmen zwischen Mut und Leichtsinn
11. Glockenbrot: erweitert Energiemanagementsystem
12. Pro-GE: Österreichs Bäcker bekommen mehr Geld
13. SEPA: keine 100 Tage mehr bis zur Umstellung
14. BVE: unterstützt Studie zum Qualifikationsbedarf
15. Förderprojekte: KfW verstärkt Vor-Ort-Kontrollen

MARKETING + VERKAUF:
16. Kassensysteme: und was sie künftig können müssen
17. Ofenfrisch geliefert: das personalisierte Keks-Geschenk
18. Marvin: Bestellautomatik clever nutzen

BOOKMARKS + BOOKS:
19. Global Industry: Orkla announces results for Q3/2012

REZEPTE + IDEEN:
20. Herbstlich: Weizenmischbrot mit Sauerkraut


MARKT + UNTERNEHMEN


Bäckerei Kempf: konnte Sanierungsplan nicht erfüllen

Innsbruck / AT. (31.10. / ksv) In dieser Woche wurde über das Vermögen der Bäckerei Kempf Gesellschaft m.b.H. in Neustift (Tirol) das Konkursverfahren beim zuständigen Landesgericht (LG) eröffnet. Zum Masseverwalter bestellte das LG Innsbruck den Rechtsanwalt Dr. Stephan Kasseroler. Die erste Prüfungstagsatzung wird mit Datum 16. Dezember 2013 festgelegt, berichtet der KSV1870 als staatlich bevorrechtigter Gläubigerschutzverband. Gläubigerforderungen können ab sofort (auch) über den KSV1870 angemeldet werden. Die gerichtliche Anmeldefrist wurde mit Datum 02. Dezember 2013 festgesetzt. Bei der Bäckerei Kempf, Geschäftsführer und Gesellschafter Stefan Kempf, wurde bereits im Juni 2012 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet, welches im September 2012 nach Abschluss eines Sanierungsplans mit einer Quote von 20 Prozent aufgehoben wurde. Der Sanierungsplan konnte jedoch nicht erfüllt werden. Ob die Rahmenbedingungen für eine Betriebsfortführung vorhanden sind, wird der Masseverwalter nun prüfen. Die Bäckerei Kempf zählt nach Schuldnerangaben insgesamt zehn Dienstnehmer. Die Verbindlichkeiten laut Bilanz 2012 betragen rund 2,2 Millionen Euro.

Köln/Bonn: Bäcker Voigt will Kapazitäten ausbauen

Swisttal-Heimerzheim. (29.10. / div) Die Bäckerei-Konditorei Voigt GmbH will ihre Kapazitäten weiter ausbauen. Dafür hat das Unternehmen aus der Region Köln/Bonn ein Grundstück neben der bestehenden Produktion in Heimerzheim gekauft. Die Erweiterung ist wohl auch dringend nötig, denn: «Wir produzieren in zwei Schichten an 360 Tagen im Jahr, die Maschinen und Öfen stehen nur an Weihnachten, Neujahr und Ostern still», sagen die Geschäftsführer Theo und Andreas Voigt. Einen exakten Zeitplan für den Ausbau gebe es aber noch nicht, betonen die beiden Brüder gegenüber der Regionalpresse. Derzeit produziert die Bäckerei-Konditorei für ihre aktuell 42 Filialen in einer 2.500 Quadratmeter großen Halle. Die Mitarbeitenden backen täglich bis zu 5.000 Brote und 30.000 Brötchen. Insgesamt umfasst das Sortiment rund 140 Artikel. Gegründet 1894 in Merten, leiten Theo und Andreas Voigt die heutige Ferdinand Voigt GmbH in vierter Generation und sind optimistisch, ihr Filialnetz weiter ausbauen zu können.


TERMINE + EVENTS


Pfefferkuchenmarkt: lädt in die Lausitz

Pulsnitz. (30.10. / lt) Am kommenden Wochenende – vom 01. bis 03. November – findet in der Westlausitz der nunmehr 11. Pfefferkuchenmarkt statt. Interessenten erwartet ein umfassendes Programm mit vielen handwerklich gefertigten Köstlichkeiten der Pulsnitzer Pfefferküchler, mit Schauvorführungen alter Handwerkstechniken, Theater und Ausstellungen. Die Herstellung von Pfefferkuchen hat im Landkreis Bautzen lange Tradition und geht in Pulsnitz auf das Jahr 1558 zurück. Die Pfefferküchlereien Georg Gräfe, E.C.Groschky, Karl Handrick, Hermann Löschner, Richard Nitzsche, Max Schäfer, Max Spitzer Bernhard Zeiler und die Pulsnitzer Lebkuchenfabrik Frenzel freuen sich auf viel Besuch und ein gutes Geschäft. Ganz in der Nähe, und zwar in Weißenberg in der Oberlausitz, finden Interessenten das Museum «Alte Pfefferküchlerei». Als das älteste in Europa noch vorhandene Technische Museum zeigt es die traditionelle Erzeugung von Lebkuchen. Die beispielhafte denkmalpflegerische Sanierung der Weißenberger Pfefferküchlerei würdigte schon 1992 der Europa Nostra Verbund mit einer Auszeichnung.

Weinheimer Meisterkreis: plant zahlreiche Aktivitäten

Weinheim. (30.10. / adb) Nachdem 69 Gründungsmitglieder in diesem Sommer einen Ehemaligenverein der Bundesakademie Weinheim gegründet hatten, plant der eingetragene Verein nun zahlreiche Aktivitäten für 2014. So trifft sich der «Weinheimer Meisterkreis» am 28. Januar unter dem Motto «Bring Dein bestes Produkt». Die Idee ist, dass jede/r Teilnehmende ein Top-Produkt aus seinem/ihrem Betrieb nach Weinheim mitbringt und kurz vorstellt – nebst Rezeptur. «Auf diese Weise findet jeder Teilnehmer mindestens eine Idee, die er für seine Bäckerei übernehmen kann. Ein echter Mehrwert für unsere Mitglieder», sagt der 1. Vorsitzende Dominic Padeffke. Am 01. und 02. Juni wird ein großes Vereinstreffen in Berlin stattfinden, verbunden mit der Jahreshauptversammlung. Geplant ist zudem die Besichtigung von interessanten Betrieben und weitere Highlights. «Zuwachs» hat der Verein natürlich auch schon bekommen – so zum Beispiel von Bäcker- und Konditormeister Sigurdur Mar Gudjonsson aus Islands Hauptstadt Reykjavik. Gegründet wurde der Weinheimer Meisterkreis für Absolventen / Absolventinnen der Meisterkurse, VKL-Kurse und Studiengänge. Doch nimmt der Verein auch Personen auf, die der Bundesakademie des Bäckerhandwerks in gewisser Weise verbunden sind. Das trifft auf den Isländer Gudjonsson ebenso zu wie etwa auf den Weinheimer Oberbürgermeister Heiner Bernhard. Lange Rede, kurzer Sinn: Wer sich für den Weinheimer Meisterkreis interessiert, findet im Internet alle nötigen Details, um seine Verbundenheit zu erklären – werden Sie Mitglied im Weinheimer Meisterkreis!

Premiere: Nürnbergs Bäckerball im neuen Gewand

Nürnberg. (29.10. / bi) Eine alte Tradition versprüht neuen Glanz: Am 22. Februar 2014 tun sich erstmals die Bäckerinnung und die Fleischerinnung Nürnberg zusammen, um das bislang als Bäckerball bekannte und beliebte Ereignis in den Ball der Genüsse zu verwandeln. Gemeinsam, so lauten Anspruch und Ziel, können die beiden Genussbranchen dem Publikum noch mehr Sinnesfreuden bieten. Auf die Gäste wartet beste Showunterhaltung mit der Garde der KK Buchnesia, der Tanzsportformation Rot-Gold-Casino Nürnberg und einem atemberaubenden Überraschungs- Showact. Auch eine große Genießer-Tombola gehört zum Programm. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgen die Firebirds in großer Besetzung. Die Band spielt seit 40 Jahren erfolgreich auf Bundesgartenschauen, Messen, Presse- und Opernbällen. Daneben gibt es viel Gelegenheit zum Tanzen, prominente Gesellschaft und natürlich jede Menge kulinarische Überraschungen. Karten für das Event in der Meistersingerhalle Nürnberg sind ab sofort im Internet erhältlich.


MANAGEMENT + BETRIEB


Gewusst wie: Stärken ausbauen, Potenziale nutzen

Isernhagen / Hannover. (01.11. / ge) Der Backwarenmarkt bleibt hart umkämpft. Die Betriebsinhaber von Handwerksbäckereien müssen sich um eigene Marktpositionierung und -profilierung mehr Gedanken machen denn je, um weiter am Markt bestehen zu können. Doch vielen Unternehmern fällt genau diese Analyse extrem schwer. Was macht unsere Bäckerei aus? Wofür stehen wir? Was sind unsere Alleinstellungsmerkmale? Was sind unsere Stärken? Welche Schwächen müssen verringert respektive beseitigt werden? Eine Möglichkeit, Antworten auf diese Fragen zu erhalten, ist eine systematische Stärken- Schwächen- Analyse. Damit untersucht der Unternehmer sein Unternehmen auf Potenziale und Ressourcen, die noch nicht genutzt worden sind sowie auf Schwächen, die ausgeglichen werden sollten. Die Potenziale können bereichs-, funktions- oder wertorientiert sein. Auch in Bäckereien schlummern vielfach diese Potenziale, die vom Unternehmer und seinen Mitarbeitern gemeinsam «geweckt» werden müssen. Dazu ist es nötig, die einzelnen Bereiche der Bäckerei – Produktion, Verkauf, Versand, Verwaltung – einer genauen Untersuchung zu unterwerfen, um noch nicht genutzte Potentiale und deren Entwicklung zu erkennen. Die Stärken-Schwächen-Analyse hat für das Unternehmen viele Vorteile:

  • Vollständiger Überblick der Stärken und Schwächen des Betriebs
  • Ersetzen von Intuition und Bauchgefühl durch weitgehend objektive Analyseergebnisse
  • Identifikation von Differenzierungs- und Alleinstellungsmerkmalen
  • Herausarbeiten zusätzlicher Werbe- und Verkaufsargumente
  • Schnelle Identifikation von Verbesserungsmaßnahmen, um den Betrieb nach vorne zu bringen
  • Durch Ausbau der Stärken und Reduktion der Schwächen steigen mittel- und langfristig Gewinn und Liquidität
  • Gegenüber der Bank wird gezeigt, dass sich der Unternehmer um die langfristige Verbesserung des Betriebs kümmert, was zur besseren Bonitätseinstufung und niedrigeren Zinsen bei einem Kredit führen kann.

Die Gehrke Econ Gruppe aus Isernhagen und Hannover hat, um den Einstieg in die Stärken- Schwächen- Analyse zu erleichtern, eine Mandanten-Information vorbereitet, die Interessenten bei carsten.klingebiel@gehrke-econ.de kostenfrei und unverbindlich anfordern können.

BIV: Bäcker lehnen politischen Mindestlohn ab

Hannover. (01.11. / biv) Die politische Forderung nach Einführung eines flächendeckenden, bundesweiten Mindestlohns von 8,50 Euro lehnt das niedersächsisch- bremische Bäckerhandwerk einhellig ab. Dabei gehe es den Bäckern nicht um die Höhe des Stundenlohns, betonten die Delegierten während des 5. Bäckertags in Hannover. Denn schon der aktuelle Tarifvertrag schreibe deutlich höhere Einkommen fest. Die Handwerksbäcker halten einen Mindestlohn jedoch insgesamt für viel zu undifferenziert, als dass er pauschal für alle Wirtschaftsbereiche angewendet werden könnte, ohne mehr zu schaden als zu nutzen. Die Versammlung forderte daher den Bäckerinnungsverband Niedersachsen / Bremen (BIV) auf, bei den politischen Parteien in Land und Bund gegen einen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn zu intervenieren. Darüber hinaus will der Verband sich im Vorfeld neuer Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) bei seinen Mitgliedsinnungen detailliert erkundigen, welche Vorstellungen über die Ausgestaltung künftiger Einkommens- und Manteltarife bestehen. Der Bäckertag in Hannover sprach sich dafür aus, dass stärker als bisher zwischen gelernten Fachkräften und ungelernten Hilfskräften differenziert wird. Ziel des Verbands und der zugehörigen Innungsbäcker ist es demnach, die Qualität der handwerklich hergestellten Backwaren auf hohem Niveau zu stabilisieren und sich damit gegen Tankstellenshops, Discounter oder Lebensmittel-Einzelhändler mit Abbackstationen abzugrenzen. Dazu gehöre auch, den Begriff «Bäckerei» zu schützen, etwa durch Koppelung an die Eintragung in der Handwerksrolle der regionalen Handwerkskammern. Vorbild ist in gewisser Weise Frankreich. Dort hatten die Bäcker schon 1998 erreicht, dass «Boulangerie» nur noch für solche Ladengeschäfte gilt, in denen Mehl gemischt, Teig geknetet und Brot gebacken wird.

NGG: Mindestlohn ist überfällig

Hamburg. (01.11. / ngg) «Die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns von 8,50 Euro muss zum Sofortprogramm einer neuen Bundesregierung gehören: bundesweit, ohne Differenzierungen und ohne Stufenplan», fordert Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Offensichtlich werde gerade öffentlich ausgelotet, welche Kompromisse möglich sind. Es sei unerträglich, dass selbst nach 23 Jahren deutscher Einheit darüber diskutiert wird, ob die Arbeit ostdeutscher Arbeitnehmer/innen weniger wert ist als 8,50 Euro je Stunde. Abenteuerlich sei es, dass Arbeitgeberverbände und Lobbyisten vor dem Verlust von einer Million Arbeitsplätze warnen. Hier werde unverantwortlich mit den Ängsten der Menschen gespielt. Die Erfahrungen in allen Ländern mit einem gesetzlichen Mindestlohn hätten gezeigt, dass derartige Befürchtungen nicht eingetreten sind und dass Arbeitsmarkt und Unternehmen eine gesetzliche Lohnuntergrenze verkraften können. Möllenberg sagt, dass ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro bundesweit einen Kaufkraftzuwachs von mehr als 19 Milliarden Euro bringen würde, davon in Ostdeutschland 5,6 Milliarden Euro. Mehr als neun Millionen Menschen würden direkt von einem Mindestlohn profitieren. In Sachen Kaufkraft bezieht er sich dabei auf eine Untersuchung des ISP Eduard Pestel Instituts für Systemforschung in Hannover auf Basis aktueller Sozial- und Beschäftigungsdaten im Auftrag von ver.di und NGG, veröffentlicht im Juli 2013.

Deutschland: Arbeitnehmer müssen mehr Leistung bringen

Eschborn. (01.11. / rd) Mit dem steigenden Tempo der Arbeitswelt wachsen auch die Anforderungen der Chefs an ihre Mitarbeiter. Auf welches Know-how Arbeitgeber in Deutschland Wert legen ist Thema der aktuellen Arbeitnehmerbefragung im Rahmen des Randstad Arbeitsbarometers Q3/2013.

Risikostudie: Deutsche Unternehmen zwischen Mut und Leichtsinn

Köln. (31.10. / tuv) Wie die repräsentative «TÜV Rheinland-Risikostudie mit dem Schwerpunkt deutscher Mittelstand» zeigt, fehlt in mittelständischen Unternehmen eine ganzheitliche Risikobetrachtung. So fließen hauptsächlich wirtschaftliche Aspekte in die Risikobetrachtung ein – ökologische und soziale Aspekte in wesentlich geringerem Umfang. Nur 48 Prozent der Unternehmen messen und bewerten ihre Maßnahmen zur Risikominimierung. Für die «TÜV Rheinland Risikostudie» befragte das Unternehmen Geschäftsführer und Verantwortlichen für das Risikomanagement von 605 Unternehmen. Davon konnten 20 Prozent der Befragten keine Angaben zu den Risiken im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit ihres Unternehmens machen. Gabriele Rauße, Geschäftsführerin beim TÜV Rheinland: «Deutsche Unternehmer balancieren zwischen Mut und Leichtsinn, wie die Ergebnisse unserer Studie eindeutig zeigen. Risiken, die falsch eingeschätzt oder nicht erkannt werden, bedrohen dabei massiv die Existenz der Betriebe. Unternehmen blenden in ihren Planungen die Anforderungen von Banken, Lieferketten und Kunden offenbar komplett aus. Für den Wettbewerb entscheidende globale Trends, wie zum Beispiel Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung, werden größtenteils ignoriert». Mit seiner Risikostudie weist der TÜV Rheinland auf seine Angebote im Sinn Nachhaltiger Unternehmensführung hin, die Sie sich ruhig mal ansehen sollten. Lesen Sie hierzu auch «Nachhaltigkeit – Wettbewerbsfaktor für Unternehmen».

Glockenbrot: erweitert Energiemanagementsystem

Frankfurt. (30.10. / eha) Die Glocken Bäckerei bezieht neben der Produktion nun auch rund 250 Verkaufsfilialen in das Energiemanagementsystem mit ein. Bis Ende 2014 soll auch dort die Zertifizierung nach der ISO-Norm 50001 erreicht werden. Ziel ist, über eine Senkung des Stromverbrauchs die Kosten zu reduzieren. Das anspruchsvolle Projekt wird umgesetzt mit Unterstützung der EHA Energie-Handels-Gesellschaft aus Hamburg. Die Frankfurter Glockenbrot Bäckerei ist ein Unternehmen der Rewe Gruppe und gehört mit jährlich 272 Millionen Euro Gesamtumsatz zu den bedeutendsten Bäckereien in Deutschland. Glockenbrot begann 2012 zunächst mit der Etablierung eines Energiemanagementsystems in seinen drei Produktionsbetrieben. Um das System auf die Verkaufsfilialen auszuweiten, wurde jetzt mit der Montage spezieller Zähler für die Lastgangdaten begonnen. Der Energiedienstleister EHA ist verantwortlich für Einbau, Betrieb und Wartung der Messeinrichtungen sowie Ablesung, Auslesung und Weitergabe von Messdaten an den jeweiligen Netzbetreiber und in speziell aufbereiteter Form an Glockenbrot. Die Bäckerei wird detailliert über die Verbräuche informiert. Für einzelne Standorte werden aktuelle Daten und Kennzahlen für Benchmarks bereitgehalten. Inhalt, Anzahl und Aufbau der Informationen bestimmt Glockenbrot. Das Unternehmen erhält mit den Messungen eine wertvolle Kontrollfunktion. Abweichungen werden unverzüglich erkannt und analysiert, um entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das produzierende Gewerbe ist gesetzlich verpflichtet zur Einführung eines Energiemanagementsystems, um im Rahmen des sogenannten Spitzenausgleichs in den Genuss steuerlicher Erleichterungen zu kommen. Für die Gewährung müssen die Unternehmen nachweisen, dass sie 2013 mit dem Aufbau dieses Systems begonnen und bis spätestens 2015 eine Zertifizierung erreicht haben.

Pro-GE: Österreichs Bäcker bekommen mehr Geld

Wien / AT. (29.10. / div) Mitte Oktober konnten die Verhandlungen zu den Kollektivverträgen (KV) sowohl für das Bäckergewerbe als auch die Backindustrie erfolgreich abgeschlossen werden, berichten die alpenländischen Gewerkschaften GPA-djp und Pro-GE. Demnach erhöhen sich die Mindestgehälter im Backgewerbe durchschnittlich um 2,70 Prozent, wobei die unteren Verwendungsgruppen höher angehoben wurden. So wurde die Verwendungsgruppe I um durchschnittlich 2,78 Prozent und Verwendungsgruppe II um durchschnittlich 2,77 Prozent angehoben. Die Lehrlingsentschädigungen steigen um 2,70 Prozent. Die durchschnittliche Inflationsrate lag beim Abschluss bei 2,30 Prozent. Dies heißt, dass die Realgehälter um 0,30 Prozent steigen, rechnen die Arbeitnehmervertreter vor. Die Erhöhung der Gehälter tritt rückwirkend zum 01. Oktober in Kraft. Für die Arbeiter/innen bei Großbäckern konnte die Gewerkschaft Pro-GE einen KV-Mindestlohn von 1.418,60 Euro erzielen. Das Einstiegsgehalt für Verkäufer/innen beträgt nun 1.354,28 Euro. Mindestgehälter, Ist-Gehälter und die Überstundenpauschale steigen um 2,70 Prozent. Die Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen werde im Rahmen der Globalrunde verhandelt, heißt es aus Österreich. Auch in der Industrie tritt die Erhöhung der Gehälter rückwirkend zum 01. Oktober respektive zum 01. November in Kraft.

SEPA: keine 100 Tage mehr bis zur Umstellung

Frankfurt / Main. (28.10. / dbb) Die Deutsche Kreditwirtschaft, Verbraucherzentrale Bundesverband und die Deutschen Bundesbank drängen gemeinsam auf eine zügige Umstellung des Zahlungsverkehrs. Die Zahlen seien beunruhigend, heißt es aus Frankfurt: Nur knapp 14 Prozent der Überweisungen in Deutschland erfolgen derzeit nach den neuen, europaweit einheitlichen SEPA-Standards für Zahlungen (SEPA = Single Euro Payments Area). «Wir sind damit fast das Schlusslicht im Euro-Raum», sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele während eines gemeinsamen Gesprächs zur SEPA-Nutzung der Deutschen Bundesbank, der Deutschen Kreditwirtschaft und des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Bis Februar 2014 muss der gesamte unbare Zahlungsverkehr, also Überweisungen und Lastschriften, auf SEPA umgestellt werden. Von arbeitstäglich knapp 25 Millionen Überweisungen im Wert von rund 227 Milliarden Euro sind also gerade einmal zwei Millionen SEPA-Überweisungen. Bei den Lastschriften sieht es noch schlechter aus. In Deutschland lag der Anteil der SEPA-Lastschriften im dritten Quartal 2013 bei nur 0,68 Prozent aller nationalen Lastschriften. Dabei ist die Bedeutung der Lastschrift in Deutschland besonders hoch – täglich werden gut 35 Millionen Lastschriften angewiesen. Das entspricht einem Marktanteil im Euro-Raum von 47 Prozent im Wert von rund 52 Milliarden Euro. «Jetzt ist ein echter Endspurt fällig», fordert Thiele.

BVE: unterstützt Studie zum Qualifikationsbedarf

Berlin. (26.10. / bve) Die moderne Lebensmittelproduktion in der Ernährungsindustrie sorgt für die ständige Verfügbarkeit hochwertiger, sicherer und vielfältiger Lebensmittel in Deutschland. Harter Wettbewerb, qualifiziertes Personal und ein hohes Innovationspotential zeichnen die Leistungsfähigkeit der Branche aus. Aus- und Weiterbildung von Fach- und Nachwuchskräften spielt für die Lebensmittelhersteller daher eine wichtige Rolle. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) unterstützt zusammen mit der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) eine Unternehmensbefragung im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung und Bildung zum betrieblichen Qualifikationsbedarf von Führungskräften der mittleren Managementebene in der industriellen Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln. Die Befragung ist Teil der «Untersuchung zur Neupositionierung und Novellierung der Aufstiegsfortbildung Industriemeister in der Lebensmittelindustrie», die das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) in Kooperation mit dem Institut für Innovation und Technik (iit) durchführt. Die Befragung findet von Ende Oktober bis November 2013 statt. Eine Teilnahme ist für interessierte Unternehmen noch kurzfristig möglich. Erste Ergebnisse werden im Sommer 2014 erwartet.

Förderprojekte: KfW verstärkt Vor-Ort-Kontrollen

Frankfurt. (26.10. / kfw) Die KfW weitet ab November 2013 die Vor-Ort-Kontrollen in ihren Programmen Energieeffizient Bauen und Sanieren aus. Die durch Mittel des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geförderten Vorhaben werden darauf geprüft, ob sie programmgemäß umgesetzt wurden und den energetischen Anforderungen entsprechen. Dazu werden bundesweit Kredit- und Zuschussnehmer der KfW Programme Energieeffizient Bauen und Sanieren nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und für eine Terminvereinbarung kontaktiert. Die Kontrollen werden von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) koordiniert und dokumentiert. Hierfür hat die dena im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens den Zuschlag erhalten. Durchgeführt werden die Kontrollen von qualifizierten Fachprüfern der regionalen Partner der dena wie dem energie- + umweltzentrum allgäu gGmbH, dem GIH Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker Bundesverband, dem Öko-Zentrum NRW GmbH und der ZeBau GmbH. Mit den verstärkten Prüfungen soll die energetische Qualität der geförderten Projekte sichergestellt und ein Missbrauch von Fördermitteln erschwert werden.


MARKETING + VERKAUF


Kassensysteme: und was sie künftig können müssen

Köln. (01.11. / ehi) Am Checkout des Handels wird die Beziehung zum Kunden auf eine Probe gestellt. Es geht an sein Geld und an seine Geduld. Längst muss eine Kasse mehr leisten als nur Preise zusammenrechnen. Heute und in Zukunft kommen vielfältige neue Anforderungen hinzu wie Zahlungsarten von kontaktloser Kartenzahlung bis zu Mobilem Bezahlen per Handy, Multichannel-Anwendungen von Rückgabe, Umtausch, Preisnachlass bis zur Bezahlung von online bestellter Ware. Kundenbindungsmaßnahmen, Promotions, Web-Coupons und digitale Kassenzettel gehören ebenfalls zu den Anforderungen, die künftige Kassensysteme erfüllen müssen. Kurz: Die Kasse braucht einen Kanal-übergreifend einheitlichen Zugriff auf alle Käufe, Bestellungen, Bestände, Warenauslieferungen, Preise und Aktionen. Und das blitzschnell, denn Warten strapaziert die Geduld der Kunden, schreibt das EHI Retail Institute aus Köln. So sieht über ein Drittel der in der EHI-Studie «IT-Trends im Handel 2013» befragten Unternehmen relevanten Investitionsbedarf für die kommenden Jahre. Mit deutlichem Abstand auf Rang eins steht die Optimierung der Systeme und Prozesse am Checkout. Dabei geht es zwar auch um die Hardware, in erster Linie jedoch um die Erweiterung und Optimierung der Anwendungen. Eng damit verknüpft sind die Positionen vier bis sechs im Ranking: die Multichannel-Integration, die Einbindung mobiler Devices sowie die Steuerung und Abrechnung der Promotion-, Kundenbindungs- und Coupon-Aktivitäten stehen ebenfalls weit oben auf der To-do-Liste der Unternehmen. Immer wichtiger werden auch flexible Lösungen, die den klassischen Checkout bei hoher Kundenfrequenz ergänzen können. Dafür bieten sich Mobile Devices für die schnelle Kaufabwicklung direkt am Regal oder SB-Checkouts zur Entlastung der Service-Kassen an, heißt es aus Köln.
Apropos Mobile Devices: Es liegt auf der Hand respektive an den bekannten Abläufen, dass diese immer öfter auch in der (Bäcker-) Gastronomie zu finden sein werden, wissen die Experten von KMZ Kassensystem aus Hechingen.

Ofenfrisch geliefert: das personalisierte Keks-Geschenk

Tübingen. (01.11. / kws) Wer demnächst für seine Freunde, Kunden oder/und Geschäftspartner ein passendes Geschenk sucht, könnte bei der schwäbischen «Kekswerkstatt» fündig werden. Natürlich können Sie Kekse auch selbst backen – allein schon von Berufs wegen. Andererseits steht hinter der Gesellschaft eine Handvoll junger Leute, die mit frischen Ideen und fast schon missionarischem Eifer für den ultimativen und noch dazu personalisierten Keksgenuss aus handwerklicher Fertigung wirbt. So gibt es aus Tübingen zum Beispiel den «QR-Code-Keks», der Genuss und Marketing-Botschaft effizient miteinander verbindet. Das Schöne daran: Alle Kekse sind einzigartig. Allein Sie entscheiden aus über 50 Zutaten, wie Ihr Keks schmeckt, wie er heißen und aussehen soll. Kurzum: Während Sie mit der (Vor-) Weihnachtsbäckerei für Ihre Kunden alle Hände voll zu tun haben, sorgt die Kekswerkstatt dafür, dass ausgewählte Gebäcke an ausgewählte Adressaten ihre Corporate Identity um eine zusätzliche Ebene erweitern – den besonderen Genuss. Wer sich die Zutaten nicht selbst zusammenstellen will, kann alternativ auf ein breit gefächertes Sortiment süßer und teils auch herzhafter Kreationen zurückgreifen.

Marvin: Bestellautomatik clever nutzen

Kronau. (01.11. / goe) Um die Bestellautomatik in der Branchensoftware Marvin besser und effizienter nutzen zu können, wurde diese um wichtige Funktionen erweitert. Dazu müssen Sie allerdings zunächst in den Firmenparametern – auf Seite 3 – den «Bestellparameter» aktivieren. Danach können Sie wählen, wie und auf welche Weise die Stammbestellungen verarbeitet werden sollen. Wollen Sie ergänzen, überschreiben oder addieren? Kein Problem. Ein Mausklick genügt und Marvin führt die gewünschte Funktion für Sie aus. Und sollten Sie einmal versehentlich «falsch» geklickt haben, ist dies auch kein Problem, denn hierfür gibt es eine so genannte Rücksetzfunktion: Wählen Sie dazu einfach die Notizbuchseite «Alte Bestelldaten wiederherstellen». Ihre Fragen zu dieser Funktion beantwortet Ihnen gerne die Goecom Hotline oder Ihr zuständiger Goecom Servicepartner.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Orkla announces results for Q3/2012

Hamburg. (bm) Norway’s Orkla ASA reported its results for the third quarter 2013. Operating profit (Ebita) amounted to 909 million NOK compared with 868 million NOK in Q3/2012. Orkla´s third-quarter operating revenues totalled 8’443 million NOK, compared with 7’193 million NOK in Q3/2012. «The improvement is primarily ascribable to acquired companies in the branded consumer goods area and is not the result of organic growth. Seen in isolation, I am therefore not satisfied with the results for the quarter, but the internal change processes and the process of integrating with Rieber + Søn are on track», says Orkla President and CEO Åge Korsvold. Other topics of the week:

Title Region Date
AAK: announces all time record high operating profit (SE) Fri 11-01
Orkla: Acquisitions Generated Growth (NO) Fri 11-01
Canada Bread: Reports Results for the Third Quarter 2013 (CA) Thu 10-31
Nestle: to Move U.S. Pizza Business to Ohio (US) Thu 10-31
Burger King Worldwide: Reports Q3/2013 Results (US) Wed 10-30
Campbell: Completes Sale of EU Simple Meals Business (US) Wed 10-30
ADM: reports Q3/2013 net income of 476 million USD (US) Wed 10-30
Hostess Brands: Auctions of Assets Nationwide Begins (US) Wed 10-30
Cargill: launches Coop Academy (US) Wed 10-30
U.S.: New Traceability Implementation Guideline Issued (US) Tue 10-29
IDDBA: Officers and Board of Directors Elected (US) Tue 10-29
Profile America: And who invented the microwave? (US) Tue 10-29
Grupo Bimbo: Reports Q3/2013 Results (MX) Mon 10-28
Gruma: Reports Q3/2013 Results (MX) Mon 10-28
Bunge: Reports Q3/2013 Results (US) Mon 10-28
Ebro Foods: to buy Canada Bread’s pasta business (ES) Sat 10-26
Hershey: Announces Q3/2013 Results and 2014 Outlook (US) Sat 10-26


REZEPTE + IDEEN


Herbstlich: Weizenmischbrot mit Sauerkraut

Image Isernhagen. (01.11. / is) Die außergewöhnliche Zusammensetzung der Zutaten verleiht diesem Brot seinen unvergleichlichen Geschmack, hieß es schon 2010 an dieser Stelle aus dem IsernHäger VorteigCentrum. Ein «bewährtes» Rezept also, sprechen doch die Downloadzahlen für sich. Und wie immer bei Rezeptvorschlägen aus Isernhagen, können Interessenten auch beim «Weizenmischbrot mit Sauerkraut» sicher sein, dass die Frischhaltung überdurchschnittlich ist. So sorgen Weizen- und Roggenmehl, eine dreistufige Sauerteigführung, Sauerkraut inklusive Saft und ein paar andere Zutaten – bei präziser Führung und geduldigem Ausbacken – für ein ebenso überdurchschnittliches Brotvergnügen. Das Rezept bezieht sich auf 100 Kilogramm Mehl, was bei einer TA 160 und einer TE von 850 Gramm rund gerechnet 227 Teiglinge ergibt.

ODS (19 KB): 0510-ISERN-SAUERKRAUTBROT.ODS
XLS (26 KB): 0510-ISERN-SAUERKRAUTBROT.XLS
PDF (159 KB): Weizenmischbrot_mit_Sauerkraut.pdf

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