Donnerstag, 1. Dezember 2022

ZMP 3: Weshalb Bio den Nerv vieler Verbraucher trifft

Bonn. (zmp) Eine Profilierung des Handels in Sachen «Bio» kann nur dann erfolgreich sein, wenn hiermit Bedürfnisse und Trends der Konsumenten aufgegriffen und befriedigt werden. Die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) und die Centrale Marketinggesellschaft deutscher Agrarwirtschaft (CMA) haben Zukunftsforscher vom Institut GIM Argo beauftragt, in einer Studie die Zukunftschancen verschiedener Trends bei Lebensmitteln zu bewerten. Darin wird besonders dem Bio-Trend Nachhaltigkeit attestiert – mit folgenden Argumenten:

  • Es gibt eine stabile Gruppe von kaufkräftigen Kunden, die sich bei Lebensmitteln nicht einschränken müssen und wollen.
  • Es gibt ein zunehmendes und politisch gefördertes Bewusstsein für gesunde Ernährung.
  • Die Deutschen werden immer älter und das Thema Gesundheit in der älteren Generation ist seit jeher etabliert.
  • In Zeiten globaler Lebensmittelproduktion findet eine Rückbesinnung auf Natürlichkeit und Regionalität bei der Ernährung statt.
  • Wiederkehrende Lebensmittelskandale bestärken den Wunsch nach Transparenz und Kontrolle.

Die Jahre, in denen beim Gros der Bio-Kunden die Sorge um Umwelt- und Tierschutz das entscheidende Kaufargument bildete, liegen längst zurück. Im Wellness-Zeitalter denken Konsumenten zuerst an Wohlbefinden und Geschmack – «Bio» gönnt man sich in erster Linie selbst. Dass mit dem Kauf von Bio-Produkten auch Tier- und Umweltschutz einhergehen, ist eine willkommene Nebenwirkung.

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