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Wertanteil von Getreide im Brot vergleichsweise gering

Bonn. (zmp) «Getreide wird knapp – Brot teurer» war eine der Schlagzeilen der letzten Tage. Die Getreidepreise haben innerhalb eines Jahres um gut zwei Drittel zugelegt. Bei höheren Getreidepreisen verteuert sich die Produktion von Mehl und damit auch die Herstellung von Brot. Doch wie hoch ist eigentlich der wertmäßige Anteil des Rohstoffes am Brotpreis? Dazu folgende Beispielrechnung von der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) aus Bonn: Bei der Herstellung von 750 Gramm Weißbrot werden rund 680 Gramm Weizenmehl eingesetzt. Hierfür werden bei einem Vermahlungsgrad von 80 Prozent rund 850 Gramm Weizen benötigt. Der Weizenpreis liegt im Juli mit rund 190 Euro pro Tonne gut zwei Drittel höher als im Vorjahr. Damit kosten 850 Gramm Weizen derzeit rund 16 Cent, das sind sechs Cent mehr als im Vorjahr. Bei einem angenommenen Preis von 2,50 Euro für ein Kilogramm Brot steigt der Rohstoffanteil des Weizens am Verkaufspreis im Jahresvergleich von vier auf sechs Prozent. Neben den höheren Getreidepreisen haben natürlich viele weitere Faktoren Auswirkungen auf die Brotpreise. Denn vor allem Verarbeitungs- und Handelsspannen bestimmen den Produktpreis von Nahrungsgütern. Diese wiederum werden erheblich von Energie-, Lager-, Transport-, Personalkosten, Mieten und auch Steuern beeinflusst. Gerade diese Einflussfaktoren sind oft wesentlich maßgeblicher für die Verbraucherpreise als steigende oder auch sinkende Preise für Agrarrohstoffe.