Freitag, 23. Februar 2024

WB-50-2010

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 50. KW 2010 (11.12. bis 17.12.)
Download: https://www.webbaecker.de/10archivphp/wb5010.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Lieken AG: Im Bake-Off-Segment steckt noch viel Potenzial
02. Bäckerei Treiber: treibt es in den Landkreis Böblingen
03. Bäckerhaus Veit: Ökologie und Handwerk vereint
04. Goldmann: Zukunft noch nicht in trockenen Tüchern

TERMINE:
05. Bäcker-Gastronomie: ADB füllt Wissenslücken
06. Internorga: Bewerbungsfrist für «Zukunftspreis» verlängert

MANAGEMENT + BETRIEB:
07. BVE: Exportgeschäft nimmt weiter an Fahrt auf
08. Marvin: Vorschau auf die Edition 2011
09. Ministerpräsidenten beschließen Rundfunkabgabe
10. Süßwarenindustrie: NGG fordert mehr Geld
11. bioC: Welcher Produzent ist wirklich bio?

MARKETING + VERKAUF:
12. NRW: Ernährungswirtschaft auf internationalem Parkett
13. Studie: «GfK Kaufkraft Europa 2010/2011»
14. USA: bietet Liste aller zertifizierten Bio-Händler

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
15. BfR: über Antibiotikaresistenzen in der Lebensmittelkette

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
16. DBV: Patent auf Teff-Mehl durch EU-Patentamt bestätigt

PERSONEN + EHRUNGEN:
17. Staatsehrenpreis für die besten Bäcker Bayerns
18. Teilhabe am Arbeitsleben: LVR prämiert Bäckerwerker-Lehrling

BOOKMARKS + BOOKS:
19. Global Industry: Russia to sell United Grain Company

REZEPTE + IDEEN:
20. CWC: Walnuss-Bratapfel mit Orangen-Vanille-Sauce


MARKT + UNTERNEHMEN


Lieken AG: Im Bake-Off-Segment steckt noch viel Potenzial

Düsseldorf. (17.12. / lzn) Im Bake-Off-Segment sieht die Lieken AG noch großes Potenzial. Vor allem in Norddeutschland gebe es Nachholbedarf – sagte dieser Tage Markus Biermann, Vorstand Vertrieb Discount und Industrie der Barilla-Tochter, gegenüber LZ-Net. Auch die vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) angestrengte juristische Auseinandersetzung um die (Aldi-) Backautomaten werde das Wachstum nicht hemmen. Frank Kleiner, Vorstand Vertrieb Lebensmittel-Einzelhandel von Lieken, sieht das im gleichen Gespräch ähnlich: Der derzeitige harte Verdrängungswettbewerb geht hauptsächlich zulasten der Handwerksbäcker. Angesichts der wachsenden Konkurrenz aus dem Discount sei das Geschäft der Vollsortimenter jedoch kein Selbstläufer: «Der LEH muss das Sortiment weiterentwickeln und sich über Innovationen profilieren». Hintergrund des Gesprächs waren einige Personalien, die uns demnächst sicher als Pressemitteilungen erreichen. Die Lieken AG, seit 2002 ein Unternehmen der Barilla Gruppe, setzt 2010 vermutlich rund 900 Millionen Euro um – schreibt LZ-Net. Für 2009 weist die Lieken Gruppe auf ihrer Homepage hingegen noch einen Gesamtumsatz von rund einer Milliarde Euro aus (inklusive Logistik-Tochter Logi-K).

Bäckerei Treiber: treibt es in den Landkreis Böblingen

Leinfelden-Echterdingen. (16.12. / div) Wolfgang Treiber, Geschäftsführer der Bäckerei Treiber GmbH, will den Stammsitz seines Unternehmens nach Steinenbronn im Landkreis Böblingen verlegen. Bislang produziert der Filialist an zwei Standorten. Betriebswirtschaftlich gesehen sei das natürlich nicht optimal, sagt der 55-Jährige gegenüber der Regionalpresse. Er will seiner Tochter Katharina, die in die Fußstapfen ihres Vaters tritt, einen optimal funktionierenden Betrieb übergeben. Dafür braucht er ein Grundstück, etwa so groß wie zwei Fußballfelder, um darauf eine neue Produktionshalle zu bauen. Zweiter Grund für den Umzug: Der wirtschaftliche Wandel in Echterdingen, der es produzierenden Betrieben dank der Nähe zur Messe Stuttgart auf den Fildern zunehmend schwer macht. Die Bäckerei Treiber unterhält insgesamt 22 Filialen in Leinfelden-Echterdingen, Stuttgart, Filderstadt, Sindelfingen, Waldenbuch, Vaihingen. Verträge für die nächsten drei Verkaufsstellen seien bereits unterschrieben. Alles in allem sorgen aktuell gut 400 Mitarbeitende dafür, dass alles «rund» läuft.

Bäckerhaus Veit: Ökologie und Handwerk vereint

Bempflingen. (16.12. / bv) Als «eine vorbildliche und für ein Familienunternehmen dieser Größe auch nicht selbstverständliche Investition» lobte Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im baden-württembergischen Ernährungsministerium, dieser Tage das Engagement des Bäckerhauses Veit anlässlich der Begehung des fertig gestellten Anbaus. Rund drei Millionen Euro hat das von Erdmute Veit-Murray und Michael Krug geführte Traditionsunternehmen an seinem Stammsitz in Bempflingen im Kreis Esslingen investiert, um im harten Preiswettbewerb mit Discountbäckereien und Bake-Off-Stationen im Lebensmittel-Einzelhandel zu bestehen. «Wir setzen auf Qualität und Handwerk, beides gehört für uns untrennbar zusammen», sagt die Unternehmenschefin im Bericht «Ökologie und Handwerk vereint», nachzulesen auf der Website des Unternehmens.

Goldmann: Zukunft noch nicht in trockenen Tüchern

Linz / AT. (14.12. / div) Die oberösterreichische Goldmann Bäckerei GmbH + Co KG (seit 1948) hatte vor dem zuständigen Landgericht Insolvenz angemeldet (siehe WebBaecker 40/2010). Eine Gläubigerversammlung bestimmte in diesen Tagen, dass die Finanzierung für das Sanierungsverfahren bis Weihnachten stehen muss. Zwar wird das Linzer Unternehmen derzeit noch fortgeführt, doch sei für die gut 70 Beschäftigten in Produktion und Verkauf noch nichts entschieden, heißt es aus Oberösterreich. Aktuell arbeite der Betrieb kostendeckend, doch würde gleichwohl mit Interessenten über eine Übernahme des Unternehmens verhandelt. Zwei Filialen seien mittlerweile geschlossen worden. Knapp 20 Mitarbeitende hätten seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens ihren Arbeitsplatz verloren.


TERMINE + EVENTS


Bäcker-Gastronomie: ADB füllt Wissenslücken

Weinheim. (15.12. / adb) Die Bedeutung von gastronomisch geprägten Produkten für die handwerkliche Bäckerei ist unbestritten. Während der Absatz klassischer Backwaren durch zunehmenden Wettbewerb unter Druck gerät, wächst der Gastro-Anteil im Sortiment rasant – unabhängig von Betriebsgröße und Lage. Mehr als 2,5 Milliarden Euro pro Jahr setzt das Handwerk in diesem Segment bereits um; mit stark steigender Tendenz. Um hier erfolgreich sein zu können, benötigen die Mitarbeitenden jedoch Know-how, das in der klassischen Ausbildung nicht vermittelt wird. Oft genug praktizieren Bäckereien also «Learning by Doing». Mit dem Seminar Bäcker-Gastronomie hat die Bundesakademie Weinheim (ADB) daher eine qualifizierte Fortbildung geschaffen, die alle Themen in diesem Segment in kompakter Form vermittelt – vom Frühstücksgeschäft über die notwendige Kaffee-Kompetenz und das gastronomische Frontbaking bis hin zu Konzepten für die Abendstunden. Hierfür ist die Akademie bestens ausgestattet. In den letzten Monaten haben gleich zwei parallel laufende Gruppen mit insgesamt 34 Teilnehmern aus 27 Betrieben die Chance dieser Fortbildung genutzt. Wie so oft bei neu konzipierten Angeboten, kamen die Teilnehmer aus Top-Betrieben; was für die Referenten eine Herausforderung war und einen intensiven Austausch aller Teilnehmer untereinander förderte. Das große Engagement führte dazu, dass die Teilnehmer die Abschlussprüfung mit besten Ergebnissen bestanden. Das nächste Seminar Bäcker-Gastronomie (vier Blöcke) beginnt am 31. Januar 2011. Einzelne Plätze sind noch frei.

Internorga: Bewerbungsfrist für «Zukunftspreis» verlängert

Hamburg. (14.12. / hmc) Wegen des großen Interesses hat die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) die Frist für das Bewerbungsverfahren um den Internorga Zukunftspreis bis zum 15. Januar 2011 verlängert. Bis dahin haben Akteure aus allen Segmenten des Außer-Haus-Markts die Gelegenheit, sich selbst um die neue Auszeichnung für nachhaltige Unternehmensführung und Produkte zu bewerben oder Betriebe vorzuschlagen, die aus ihrer Sicht preiswürdig sind. Verliehen wird der erste Zukunftspreis der Veranstaltung während der Eröffnungsfeier der Leitmesse für den Außer-Haus-Markt am 17. März 2011. Die internationale Fachmesse öffnet vom 18. bis 23. März 2011 auf dem Hamburger Messegelände. Der Zukunftspreis ist für die Kategorien «Angebot» und «Anwendung» ausgelobt. Ausgezeichnet werden Unternehmen, Institutionen oder Personen, die neue Wege aufzeigen, den Markt als Trendsetter mit ihren Ideen vorantreiben und im zukunftsweisenden Bereich der Nachhaltigkeit eine Vorbildfunktion erfüllen.


MANAGEMENT + BETRIEB


BVE: Exportgeschäft nimmt weiter an Fahrt auf

Berlin. (17.12. / bve) Der Exportklimaindex der Ernährungsindustrie hat sich im Dezember 2010 leicht verbessert und lag mit 41 Punkten um fünf Prozent höher als im Mai. Die aktuelle Geschäftslage wird derzeit von den Unternehmen deutlich positiver eingeschätzt als vor einem halben Jahr. Besonders von Märkten außerhalb der EU erwartet die Branche eine Belebung des Exportgeschäftes. Etwas weniger euphorisch als im Sommer sind die Erwartungen für das Exportgeschäft in den kommenden sechs Monaten – der Index der Geschäftserwartungen ging um elf Prozent zurück. Die Exportleiter der Ernährungsindustrie gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Erholung in den Auslandsmärkten verlangsamt fortsetzen wird – schribt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) in ihrer Stellungnahme «Exportklima in der Ernährungsindustrie weiter verbessert – Potenziale in Russland und China». Nach dem Einbruch im Krisenjahr 2009 hat das Exportgeschäft 2010 wieder an Fahrt aufgenommen und knüpft damit an die Dynamik der Vorjahre an. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen der Ernährungsindustrie wird das Exportgeschäft immer wichtiger, ist man sich in Berlin sicher.

Marvin: Vorschau auf die Edition 2011

Kronau. (16.12. / goe) Mit der Marvin Edition 2011 werden beginnend mit der Compact-Edition bis hin zur Premium-Edition alle Editionen mit einem leistungsfähigen CRM-Baustein ausgestattet sein. Der neue CRM-Programmteil, das heißt Costumer Relationship Management = Kunden-Informations- und Betreuungssystem, beinhaltet viele zusätzliche Informationsmöglichkeiten zu Ihren Filialen, Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten. Neben erweiterten Ansprechpartner-Daten können zusätzlich Telefonberichte, Notizen und Wiedervorlagen innerhalb von Marvin verarbeitet werden. Durch eine spezielle Referenztechnik werden Berichte und Daten automatisch adressübergreifend zugänglich, damit alle Unternehmensbereiche schnell und transparent über neue Gegebenheiten informiert werden. Bei Einsatz der Benutzerverwaltung können natürlich alle Informationen passend der eingestellten Berechtigungen angezeigt und bearbeitet werden. Zusätzlich zu den allgemeinen Informationen besteht die Möglichkeit, externe Dateien, Bilder und Dokumente ähnlich einem vereinfachten Dokumentenmanagement im Archiv passend zu der jeweiligen Adresse abzulegen. Durch automatische Datei-Erkennung können Sie jederzeit diese Dateien einsehen und/oder wiederherstellen.
Info: Die Marvin Edition 2011 wird ab Februar 2011 per CD-ROM versandt und steht dann parallel zum Download unter Goecom,:::::.de” >goecom.de im Servicebereich bereit. Die Vertriebspartner der Software-Spezialisten und die Goecom-Hotline informieren Sie gerne über diese kostenlose neue Programmerweiterung.

Ministerpräsidenten beschließen Rundfunkabgabe

Köln / Berlin. (16.12. / gez / zdh / wib) Die Ministerpräsidenten der Länder haben den Entwurf des 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrags unterzeichnet. Damit wird das Modell eines Rundfunkbeitrags zur Finanzierung von ARD, ZDF und Deutschlandradio ab 2013 eingeführt. Der neue Rundfunkbeitrag knüpft an die Wohnung respektive die Betriebsstätte an und löst die derzeit noch geltende geräteabhängige Gebühr ab. «Das Handwerk hat sich erfolgreich für substanzielle Verbesserungen bei der Berechnung der Beitragslast für Betriebe eingesetzt. So wurde gegenüber den ursprünglichen Plänen die von der Beschäftigtenzahl abhängige Beitragsstaffel zugunsten kleinerer Betriebe verbessert und es ist gelungen, ein Fahrzeug je Betriebsstätte freizustellen», sagt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Zuletzt habe der ZDH noch die Herausnahme der Auszubildenden aus der Beitragsbemessung durchsetzen können. Die Ministerpräsidenten hätten zudem klargestellt, dass nur ortsfeste Betriebsstätten beitragspflichtig werden. Damit könne die ansonsten drohende Beitragspflicht, etwa für mobile Filialen oder Marktstände, vermieden werden. Gleichwohl räumt Kentzler ein, dass das System noch entscheidende Mängel aufweise. So müssten Unternehmen mit Filialen, einem großen Fuhrpark oder einer hohen Teilzeitbeschäftigungsquote zum Teil deutlich mehr Rundfunkbeitrag zahlen als deren Mitbewerber. Zudem ist die neue Rundfunkfinanzierung für alle Unternehmen mit zusätzlichem bürokratischen Aufwand verbunden. Der ZDH will sich weiterhin für Nachbesserungen des neuen Finanzierungsmodells einsetzen.
Info: Entwurf eines 15. Staatsvertrags zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge (Staatskanzlei Rheinland-Pfalz – Arbeitsentwürfe und Stellungnahmen, darunter auch die vom ZDH).

Süßwarenindustrie: NGG fordert mehr Geld

Hamburg. (16.12. / ngg) In dieser Woche haben in Hannover die bundesweiten Tarifverhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten der Süßwarenindustrie begonnen. Claus-Harald Güster, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), fordert eine Erhöhung der Entgelte um fünf Prozent. Zudem will der NGG-Verhandlungsführer die Beiträge zur Altersvorsorge in der süßen Branche kräftig anheben lassen. Die gesetzlichen Renten betragen seinen Angaben zufolge aktuell im bundesweiten Schnitt – unabhängig davon, ob jemand in der Auto- oder Keksfabrik gearbeitet hat – nur 526 Euro für Frauen und 967 Euro für Männer. «In Zukunft wird laut Bundesregierung und OECD das Rentenniveau sogar noch sinken. Deshalb reden wir von drohender Altersarmut in der Süßwarenindustrie», sagt Güster. Die NGG will deshalb alles tun, um zu einer besseren Vorsorge zu gelangen.

bioC: Welcher Produzent ist wirklich bio?

Frankfurt. (13.12. / boe) Als Gemeinschaftsprojekt haben Öko-Kontrollstellen, der BÖLW, das FiBL und der bioC-Gründer Ulrich Fischer die bioC GmbH gegründet. Das erfolgreiche Verzeichnis der zertifizierten Unternehmen des Ökologischen Landbaus unter bioC.info macht damit einen weiteren Schritt in Richtung einer internationalen Internetplattform. Vor dem Zukauf von Öko-Lebensmitteln müssen Einkäufer prüfen, ob die Ware tatsächlich von einem zertifizierten Bio-Lieferanten stammt. Hier hilft die Internetdatenbank bioC.info. Seit acht Jahren bietet sie aktuelle Informationen zum Status von etwa 25.000 zertifizierten Betrieben und Unternehmen von 13 teilnehmenden Öko-Kontrollstellen aus Deutschland, Österreich und Luxemburg. Ein elektronisches Benachrichtigungssystem soll künftig sicherstellen, dass die Abnehmer bei Zertifikatsverlust sofort informiert werden. «Mit der Gründung der bioC GmbH wollen wir dieses Verzeichnis zunächst weiter für Deutschland und in einem zweiten Schritt für die Europäische Union ausbauen», sagt Alexander Gerber vom Bund für Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Ziel der BioC GmbH ist es, alle kontrollierten Erzeuger, Verarbeiter und Händler im System zu listen.


MARKETING + VERKAUF


NRW: Ernährungswirtschaft auf internationalem Parkett

Berlin. (14.12. / ixpos) Nach der erfolgreichen Reise zur Sial nach Frankreich in diesem Jahr stehen für die NRW-Ernährungswirtschaft in 2011 zwei weitere wichtige Märkte auf dem Programm: Japan und Russland. Anlässlich der Messen «Foodex» in Tokio und «Prodexpo» in Moskau bietet das Land Nordrhein-Westfalen zwei Unternehmerreisen an, die der heimischen Lebensmittel-Industrie den Zugang zu diesen attraktiven Märkten öffnen sollen. Für die Unternehmen bieten sich jeweils durch die Teilnahme an Symposien, Workshops, Store-Checks, Messebesuche, individuelle
Kooperations- und Expertengespräche zahlreiche Gelegenheiten, sich vor Ort einen Überblick über die eigenen Geschäftschancen auf den fremden Märkten zu verschaffen.
Info:

Studie: «GfK Kaufkraft Europa 2010/2011»

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Bruchsal. (11.12. / gfk) Die aktualisierte Studie «GfK Kaufkraft Europa 2010/2011» untersucht die regionalen Niveauunterschiede in der Kaufkraft der Menschen in 42 europäischen Ländern. Die diesjährige Studie deutet auf eine Erholung nach der Wirtschafts- und Finanzkrise hin – schreibt die GfK GeoMarketing GmbH in Bruchsal. Nach den Ergebnissen der Studie stehen den europäischen Verbrauchern für das Jahr 2010 aus den Haushalts-Nettoeinkommen rund 7,9 Billionen Euro für Konsumausgaben zur Verfügung. Dies entspricht einer Kaufkraft von 11’945 Euro pro Einwohner im Durchschnitt der 42 Studienländer. Somit steigt die Kaufkraft im Vorjahresvergleich um etwa 2,1 Prozent. Die Krise hat allerdings auch Spuren hinterlassen, heißt es in einer Zusammenfassung unter …
Info: /r_marketing/2010/5010-GFK-GEO.HTM

USA: bietet Liste aller zertifizierten Bio-Händler

Nürnberg. (11.12. / bf) Das «National Organic Program» (NOP) des «Agricultural Marketing Services» der USA hält online eine vollständige Liste von Bio-Händlern vor, die in 2009 durch Kontrolleure zertifiziert wurden, die vom US-Agrarministerium anerkannt sind. Erstmals kann diese Liste auch auf Schlüsselworte wie Name des Unternehmens, Kontrollstelle, Kontrollnummer, Land, Staat oder gelistete Produkte durchsucht werden. Ziel ist, Marktchancen für zertifizierte Bio-Produkte zu verbessern (Quelle: BioFach).


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


BfR: über Antibiotikaresistenzen in der Lebensmittelkette

Berlin. (15.12. / bfr) Die Nationalen Referenzlabore für Salmonellen und für Antibiotikaresistenz am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) haben in den Jahren 2000 bis 2008 Salmonella-Isolate aus diagnostischen Einsendungen auf Antibiotikaresistenz getestet und nach epidemiologischen Kriterien bewertet. Die Isolate stammten vor allem von Tieren und aus Lebensmitteln, aber auch aus Futtermitteln und aus der Umwelt. Von den 33.625 Isolaten waren 48 Prozent resistent gegen mindestens eine und 35 Prozent sogar resistent gegen mehr als eine Antibiotikaklasse. Bei den Isolaten von Nutztieren und aus Lebensmitteln lagen die Resistenzraten dabei wesentlich höher. Eine zweite, nunmehr repräsentative, Untersuchung aus 2009 bestätigt die Ergebnisse für Salmonellen und kommt zu ähnlichen Ergebnissen auch für Escherichia coli und Campylobacter. «Resistenzen bei Krankheitserregern in Tieren und auf Lebensmitteln sind ein gravierendes Problem im gesundheitlichen Verbraucherschutz», sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Infektionen mit resistenten Erregern können beim Menschen den Verlauf von Erkrankungen verlängern und erschweren. Sie können Krankenhausaufenthalte erforderlich machen und in bestimmten Fällen auch lebensbedrohlich werden (Volltext).


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


DBV: Patent auf Teff-Mehl durch EU-Patentamt bestätigt

Berlin. (14.12. / dbv) Das Europäische Patentamt hat ein Patent auf die Verarbeitung von Mehl aus der Getreideart Eragrostis tef («Teff») bestätigt. Der dagegen gerichtete Einspruch der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen wurde Ende November zurückgewiesen. Damit sind nun die Verarbeitung von Teff-Mehl mit einer besonders hohen Fallzahl sowie die Herstellung von Teig und Nahrungsmitteln aus Teff zu Gunsten eines holländischen Unternehmens patentgeschützt. Die LWK führt seit Frühjahr 2010 mit großem Engagement Anbauversuche mit Teff durch. Das Getreide könnte sich zu einer viel versprechenden Alternative zu herkömmlichen Getreidearten entwickeln, denn es ist sehr trockenresistent und zudem frei von Gluten. Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisiert das Patent nachdrücklich. Teff wird in Äthiopien und anderen afrikanischen Ländern seit Jahrtausenden angebaut. Nur weil bislang keine Aufzeichnungen über seine Eigenschaften, besonders die Fallzahlen aufzufinden sind, darf das Mehl nicht als «neu» und damit patentfähig eingestuft werden. Es könne nicht sein, dass ein Patentanspruch sogar bis auf die Verarbeitung eines Mehls zu Brot, Keksen und Kuchen durchgreifen darf, schreibt der DBV. Nachdem das kostenaufwendige Bemühen der LWK leider gescheitert ist, müsse nun die Politik handeln, damit das Patent in der zweiten Instanz zu Fall gebracht wird. Jedes einzelne Einspruchsverfahren sei allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein – grundsätzlich muss das Übel an der Wurzel gepackt und müssen die rechtlichen Grundlagen geändert werden, fordert der DBV.
Info: Kammer-Einspruch gegen Teff-Patent in erster Verhandlung abgewiesen (Pressemitteilung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen inklusive BMELV-Definition «Biopatente»).


PERSONEN + EHRUNGEN


Staatsehrenpreis für die besten Bäcker Bayerns

München. (16.12. / stmelf) Die 20 besten Bäcker Bayerns hat der bayerische Staatsminister Helmut Brunner für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (STMELF) mit dem Staatsehrenpreis für das Bayerische Bäckerhandwerk ausgezeichnet. Der Minister überreichte den Preisträgern im Rahmen eines Festakts in der Münchner Residenz die Staatsmedaille mit Urkunde. «Auf diese hohe Auszeichnung können Sie zu Recht stolz sein. Sie dokumentiert, dass Sie zu den besten Bäckereien unseres Landes gehören», sagte der Minister. Der Preis ist die Anerkennung für langjährige erfolgreiche Qualitätsarbeit und hohes handwerkliches Können des gesamten Betriebs. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 135 Betriebe aus 62 Innungen für die Auszeichnung qualifiziert. Grundlage für die Vergabe des Staatsehrenpreises sind die Ergebnisse der Bäcker bei den jährlichen Brotprüfungen. Die Bewerber müssen über die letzten fünf Jahre hinweg jährlich mindestens fünf verschiedene Brote zur Prüfung eingereicht haben. Darunter müssen drei gleichbleibende Brotsorten sein. Den Staatsehrenpreis gibt es seit zehn Jahren. Nach den Angaben des Ministers ist die wirtschaftliche Bedeutung des Bäckerhandwerks in Bayern beachtlich: 2009 belief sich der Umsatz auf über 2,3 Milliarden Euro. In den rund 3.100 bayerischen Bäckereien arbeiten insgesamt 49.000 Beschäftigte. Damit zählen sie zu den größten Handwerksbranchen im Freistaat. Die Preisträger 2010 im Überblick:

Handwerksbäcker Ort Regierungsbezirk
Arndt-Brot, Inhaber Hermann Arndt Burghaslach Mittelfranken
Bäckerei Georg Auer + Stefan Greimel GdbR Ampfing Oberbayern
Bäckerei Martin Bachl GmbH Triftern-Neukirchen Niederbayern
Bäckerei-Konditorei Anton Eicher Erharting Oberbayern
Weitramsdorfer Landbrot, Bäckerei Joachim Grosch Weitramsdorf Oberfranken
Marktcafe-Bäckerei-Konditorei Harald Heilmann Mömbris Unterfranken
Bäckerei-Konditorei Wilhelm Hutterer Cham Oberpfalz
Bäckerei Kotter GmbH Traunstein Oberbayern
Landbäckerei Martin Lang Pilsach Oberpfalz
Bäckerei Michael Meier Abensberg Niederbayern
Bäckerei Heinrich Pflaum Pegnitz Oberfranken
Bäckerei Thomas Polz Ampermoching Oberbayern
Der Dorfbäcker, Wolfgang Sattelberger Rohrdorf Oberbayern
Bäckerei-Konditorei Kurt Scherl Schwandorf Oberpfalz
Schmitt’s Backstube Bad Neustadt Unterfranken
Vollwertbäcker Schneider KG Neusäß Schwaben
Bäckerei Schweller GmbH Freising Oberbayern
Bäckerei Jürgen Seidl Markt Indersdorf Oberbayern
Bäckerei-Konditorei Heinrich Traublinger GmbH Heimstetten Oberbayern
Bäckerei Sebastian Wellnhofer Winklarn Oberpfalz

Teilhabe am Arbeitsleben: LVR prämiert Bäckerwerker-Lehrling

Köln. (13.12. / lvr) Eine neue Auszeichnung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) würdigt Kompetenzen von Menschen mit Behinderung. Für gelungene Teilhabe am Arbeitsleben ehrte der LVR jetzt den Bäckerwerker-Lehrling Maximilian Krumbach und dessen Arbeitgeber, die Bäckerei-Konditorei Raimund Lipp aus Eschweiler. «Sie haben uns beeindruckt mit Ihrem persönlichen Werdegang», würdigte die Vorsitzende der LVR-Auswahl-Kommission, Corinna Beck, Engagement, Fleiß und Zielstrebigkeit des 22-Jährigen mit Down-Syndrom. Schon als Kind habe Krumbach Bäcker werden wollen und dies zielstrebig verfolgt – etwa mit Praktika während der Schulzeit. Mit dem Familienunternehmen von Bäckermeister Raimund Lipp habe er einen Betrieb gefunden, der «sich ins Zeug legt, um ihn zu unterstützen: Das Team hat alle Arbeitsschritte noch mal genau überdacht und so verändert, dass Max Krumbach ohne Schwierigkeiten mitarbeiten kann», heißt es in der Begründung. So wurde etwa die Beschriftung der Vorratsbehälter auf Bilder umgestellt, damit die Zutaten nicht verwechselt werden. Zudem übernimmt Inhaber Raimund Lipp den theoretischen Teil der Ausbildung. Beck: «Sie geben ein gutes Beispiel für gelungene Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben». Beim jungen Herrn Krumbach klingt das alles weniger gestelzt. Fragt man ihn, was am meisten Spaß macht, dann lächelt er glücklich und sagt «Alles».


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Russia to sell United Grain Company

Hamburg. (bm) The Government of the Russian Federation expects to sell 100 percent of stocks of United Grain Company till 2013, said Igor Shuvalov, the first Vice Prime-Minister. Taking into account that the Government will be able to realize the cooperated work with the Company, the Ministry of Agriculture of Russia and sell 100 percent of stocks till 2013. Other topics of the week:

Title Region Date
General Mills: Reports Results for Fiscal 2011 Second Quarter (US) Fri 12-17
Technomic: Canadian Foodservice Industry Outpaces U.S. (CA) Fri 12-17
BfR: about antibiotic resistances in the food chain (DE) Thu 12-16
Russia: Government to sell United Grain Company till 2013 (RU) Thu 12-16
General Mills Australia: buys Pasta Master (AU) Wed 12-15
Bunge North America: to Purchase California Rice Mill (US) Wed 12-15
NPD Group: Unemployment Still Hampers Restaurant Recovery (US) Tue 12-14
Barry Callebaut: All motions approved by shareholders (CH) Tue 12-14
Kraft Foods: Seeks Preliminary Injunction Against Starbucks (US) Mon 12-13
ConAgra Foods: Reduces FY 2011 EPS Expectations (US) Mon 12-13
Corn Products International: Announces Brazilian Investment (US) Sat 12-11
CKE Restaurants: Reports Third Quarter Fiscal 2011 Results (US) Sat 12-11
Tootie Pie Company: sales up 31 percent for November (US) Sat 12-11


REZEPTE + IDEEN


CWC: Walnuss-Bratapfel mit Orangen-Vanille-Sauce

Image Frankfurt. (17.12. / cwc) Kaum eine andere Süßspeise ist so eng verknüpft mit der Winter- und Weihnachtszeit wie der Bratapfel. Er wird im besten Fall aus festen wie säuerlichen Apfelsorten zubereitet. Dank seiner Popularität taucht immer mal wieder ein neues Rezept auf. Die Variation der «California Walnut Commission» (CWC) mit deutscher Vertretung in Frankfurt am Main heißt «Walnuss-Bratapfel mit Orangen-Vanille-Sauce». Das macht zunächst mal neugierig und liest sich so, als würde ein besonderer Genuss darauf warten, entdeckt zu werden …

Zutaten: Für vier Portionen braucht es 4 Äpfel (zum Beispiel Boskoop oder Jonagold); 40g kalifornische Walnüsse; 4 Löffelbiskuits; 1 EL getrocknete Moosbeeren (Cranberries); 4 EL Apfelsaft; 1 Prise Zimt; 1 Bio-Orange; 1 Päckchen Vanillesoßenpulver; 350ml Milch; 2 EL Zucker; 1 Eigelb (M); 4 EL Schlagsahne; Puderzucker zum Bestreuen.

Zubereitung: Äpfel abspülen und mit einem Apfelausstecher aushöhlen. Die Öffnung mit einem Küchenmesser etwas vergrößern. Walnüsse hacken. Löffelbiskuits zerbröseln und mit Walnüssen, Moosbeeren, Apfelsaft und Zimt vermengen. Die Äpfel damit füllen und in eine Auflaufform setzen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Celsius (Gas Stufe 3-4, Umluft 180 Grad) 20 bis 25 Minuten backen. Für die Sauce Orangenschale abreiben und den Saft auspressen. Soßenpulver mit 6 EL Milch verrühren. Übrige Milch mit Zucker und Orangenschale aufkochen. Soßenpulver einrühren und unter Rühren aufkochen. Orangensaft mit Eigelb und Sahne verquirlen und in die nicht mehr kochende Sauce einrühren. Bratäpfel mit Puderzucker bestreuen und mit der Sauce anrichten.

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