Donnerstag, 29. Februar 2024

WB-49-2010

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 49. KW 2010 (04.12. bis 10.12.)
Download: https://www.webbaecker.de/10archivphp/wb4910.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. DISQ: Servicestudie Bäckerketten 2010
02. Resch+Frisch: investiert 20 Millionen Euro

TERMINE:
03. IGV: lädt zur 18. Internationalen Tagung

MANAGEMENT + BETRIEB:
04. BGN: Formular «Lohnnachweis» auf jeden Fall einreichen
05. Bäko-Zentrale Nord: lässt Eigenmarken durch DLG prüfen

MARKETING + VERKAUF:
06. BMELV: Agrarexporte legen deutlich zu
07. BeltFood: vermittelt Export-Know-how an KMU der Region
08. DLG: prüft die millionste Probe
09. DLG: Frühstücksklassiker unter der Qualitätslupe
10. AMV: Agrarmarketing-Verein feiert 10-jähriges Bestehen

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
11. BLL: begrüßt Votum der EU-Verbraucherminister
12. BMELV: Neue Kennzeichnung für Lebensmittel in der EU
13. was-wir-essen.de: über Zimt und Zimtgebäck
14. Acrylamid: Minimierung stößt an Grenzen

PERSONEN + EHRUNGEN:
15. Zusatzversorgungskasse Brot: meldet neuen Geschäftsführer
16. Großbäcker: ernennen neuen Ehrensenator im Brotsenat
17. ZV: Zehn Prozent aller HWK-Präsidenten sind Bäcker
18. BGN: Arbeitssicherheitsmedaille für Bäcker Gebert

BOOKMARKS + BOOKS:
19. Global Industry: about fast-casual in the U.K. – and more

REZEPTE + IDEEN:
20. Baguette: rustikaler Allrounder für die Feiertage


MARKT + UNTERNEHMEN


DISQ: Servicestudie Bäckerketten 2010

Hamburg. (09.12. / disq) Wo finden Kunden nicht nur ein umfangreiches (Weihnachts-) Sortiment, sondern auch ein hygienisches Umfeld sowie freundliche und kompetente Mitarbeiter? Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) aus Hamburg machte den Test und nahm 15 Bäckerketten unter die Lupe. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Insgesamt zeigten die Bäckereien nämlich eine gute Servicequalität. Bereits beim Eintreten präsentierten sich die Filialen sauber und übersichtlich. Bis zur Bestellung vergingen nur wenige Sekunden. Dabei konnten die Kunden aus einem umfangreichen und attraktiv präsentierten Angebot an Backwaren wählen. «In drei Viertel der Besuche überzeugte auch die Frische und Schmackhaftigkeit von Brot, Brötchen und süßen Teilchen», sagt Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts. Was nicht so ganz einleuchtet ist der Umstand, dass das DISQ zwei verschiedene Konzepte (Bedien- und SB-Bäckereien) mit ein und derselben Messlatte und Gewichtung misst. Das Ergebnis ist dennoch lesenswert – siehe …
Info: /r_markt/2010/4910-DISQ.HTM

Resch+Frisch: investiert 20 Millionen Euro

Wels / AT. (08.12. / div) Resch+Frisch, das ist zunächst eine traditionelle Bäckerei-Konditorei mit 15 stationären und fünf mobilen Filialen in der Region Wels. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein erfolgreiches Franchise-System. Gemeinsam mit Franchise-Partnern in Österreich und Deutschland produziert und vertreibt das Unternehmen seit Jahren tiefgekühlte Backwaren für die Gastronomie und Hotellerie sowie für Endverbraucher mit Heimzustellservice. Um sowohl die handwerkliche als auch die industrielle Produktion für die Zukunft fit zu machen, will der geschäftsführende Gesellschafter Josef Resch jetzt 20 Millionen Euro investieren. Zeitungsberichten zufolge will er die handwerkliche Produktion an der Welser Schlossstraße konzentrieren. Dort soll es demnächst zugehen wie in einer Manufaktur. Die Herstellung von Konditorei-Erzeugnissen werde dabei ausgedehnt. Die industrielle Produktion werde hingegen im Drei-Schicht-Werk an der Welser Uhlandstraße nahe der Autobahn gebündelt und ausgebaut. Die Produktion soll von 11.500 auf 23.600 Quadratmeter mehr als verdoppelt werden. Das Tiefkühllager wächst von 4.000 auf 9.000 Quadratmeter. Baubeginn ist Anfang 2011. Ende 2011 soll die erste von zwei Linien fertig sein; bis 2013 das gesamte Vorhaben. Das bringe zusätzlich 50 neue Arbeitsplätze. Insgesamt 970 Mitarbeitende erwirtschafteten 2009 einen Gruppen-Umsatz von 92 Millionen Euro. Das Industriegeschäft – Belieferung von Gastronomie/Hotellerie mit TK-Ware im deutschsprachigen Europa – macht etwa 60 Millionen Euro Umsatz aus. Der Lieferservice «Back´s Zuhause» an 135.000 Haushalte steht für 20 Millionen Euro Umsatz. Das Handwerksgeschäft kommt auf zehn Millionen Euro. Resch+Frisch unterhält einen eigenen Fuhrpark mit 380 Fahrzeugen, davon 172 Kühlfahrzeuge.


TERMINE + EVENTS


IGV: lädt zur 18. Internationalen Tagung

Nuthetal. (08.12. / igv) Der Anbau von Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Reis und Mais liefert einen wesentlichen Beitrag bei der Verwirklichung einer nachhaltigen Landbewirtschaftung. Getreide, Mehl und Koppelprodukte finden als natürliche Zutaten in zahlreichen Lebensmitteln Verwendung. Ihre Hauptbestandteile geben den Lebensmitteln Struktur und Nährwert. Die 18. Internationale Tagung des Instituts für Getreideverarbeitung (IGV) am 09. und 10. Mai 2011 bietet die Möglichkeit, aktuelle Ergebnisse aus der Forschung zu diskutieren und Argumente zu entwickeln. Die Veranstaltung in Bergholz-Rehbrücke steht 2011 ganz im Zeichen von «Getreide – Lebensmittel – Sicherheit». Das vorläufige Programm gibt es hier zum Herunterladen (PDF). Weitere Details zur Veranstaltung gibt es unter functionalgrains.com.


MANAGEMENT + BETRIEB


BGN: Formular «Lohnnachweis» auf jeden Fall einreichen

Mannheim. (10.12. / bgn) Alle Jahre wieder erhält jedes Mitgliedsunternehmen der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) das Formular «Lohnnachweis». Das muss der Unternehmer auch dann ausgefüllt bei der BGN einreichen, wenn er selbst nicht mehr dort versichert ist. Mit dem Nachweis erfragt die BGN die Arbeitsstunden und Arbeitsentgelte der Beschäftigten in 2010, um den Beitrag für das abgelaufene Jahr berechnen zu können. Der ausgefüllte Nachweisbogen muss der BGN bis zum 11. Februar 2011 vorliegen. Bei unvollständigen oder fehlenden Lohnnachweisen ergänzt die BGN die fehlenden Angaben (§ 165 Abs. 3 Sozialgesetzbuch VII). Dabei sind finanzielle Nachteile für betroffene Unternehmen möglich. Das gilt auch für den Fall, dass die BGN den Beitrag zu niedrig angesetzt hat und die Deutsche Rentenversicherung dies bei der Prüfung des Unternehmens feststellt. Dann kommen oft Nachzahlungen für mehrere Jahre auf den Betrieb zu. Aktuell versendet die BGN auch Mahnbescheide in Höhe von insgesamt 40,3 Millionen Euro. Dazu muss sie rund 44.000 Mitgliedsbetriebe anschreiben, die bisher nicht allen ihren Verpflichtungen nachgekommen sind, heißt es aus Mannheim.
Info: Fragen zum Lohnnachweis können Betriebe unter Telefon 0621/4456-6969, Telefax 0621/4456-1660 an die BGN richten. Alle Informationen speziell zum Thema Arbeitsentgelt gibt es im Internet unter bgn.de.

Bäko-Zentrale Nord: lässt Eigenmarken durch DLG prüfen

Duisburg. (10.12. / bae) Im Rahmen einer umfangreichen Qualitätsoffensive hat sich die Bäko-Zentrale Nord eG entschlossen, ihr Sortiment an Eigenmarken umfassend von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) prüfen zu lassen. Die ersten Prüfungen fanden im Herbst 2010 statt und werden 2011 fortgesetzt. Stefan Strehle, Geschäftsführer für den Bereich Warenwirtschaft der Bäko-Zentrale Nord, sieht in diesem Projekt die kontinuierliche Fortsetzung der erfolgreichen Bäko-Qualitätsallianz: «Mit der DLG-Auszeichnung wollen wir unseren Kunden und auch den Endverbrauchern deutlich signalisieren, dass Top-Qualitäten im Fokus unserer Sortimentspolitik stehen. Diese Qualitätsphilosophie ist unseres Erachtens für das Bäcker- und Konditorenhandwerk überaus wichtig, um wiederum differenzierende und qualitativ hochwertige, handwerklich gefertigte Brot- und Backwaren anbieten zu können. Die neutrale und unabhängige Beurteilung der DLG unterstützt insofern deutlich unser Anliegen und schafft Vertrauen».


MARKETING + VERKAUF


BMELV: Agrarexporte legen deutlich zu

Berlin. (08.12. / bmelv) «Der deutsche Agrarexport setzt sein Wachstum fort. Die Exportdelle 2009 ist überwunden», sagte der Parlamentarische Staatssekretär und Exportbeauftragte im BMELV Dr. Gerd Müller anlässlich der Vorstellung der Agrarexportzahlen. In den ersten drei Quartalen 2010 stiegen die Ausfuhren von Gütern der Agrar- und Ernährungswirtschaft um acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 37,8 Milliarden Euro. Besonders dynamisch ist die Entwicklung bei Milchprodukten. Deren Ausfuhrwert stieg um nahezu 20 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Euro. Auch bei Backwaren und anderen Getreideerzeugnissen stiegen die Exporterlöse deutlich auf 3,27 Milliarden Euro (plus 7,6 Prozent). Verhaltener lief die Entwicklung bei Fleisch und Fleischerzeugnissen (plus 2,9 Prozent). Der Export in Drittstaaten gewinnt auch für Ernährungsgüter immer größere Bedeutung. Die Drittlandexporte lagen in den ersten drei Quartalen 2010 mit rund 8,2 Milliarden Euro um 16,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, während der Handel mit den EU-Mitgliedstaaten um 5,9 Prozent zulegte. Die Drittlandexporte erweisen sich erneut als treibende Größe. So stiegen die Ausfuhren nach Russland, dem wichtigsten Drittstaat, um 30 Prozent. Auch die Exporte in andere wichtige Bestimmungsländer, wie zum Beispiel die Vereinigten Staaten (plus 21 Prozent) und Saudi-Arabien (plus 33 Prozent) verzeichneten sehr hohe Wachstumsraten.

BeltFood: vermittelt Export-Know-how an KMU der Region

Lübeck. (08.12. / bf) Mit dem Ziel, die wirtschaftlichen Potenziale der Festen Fehmarnbelt-Querung nutzbar zu machen, leistet das Deutsch-Dänische Netzwerk BeltFood konkrete Exportunterstützung für die Betriebe der Ernährungswirtschaft. Während der in Februar 2011 beginnenden Veranstaltungsreihe «Markterweiterung Dänemark» bekommen kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit, sich mit dänischen Akteuren aus der Branche auseinanderzusetzen und auf einen möglichen Markteintritt im Nachbarland vorzubereiten. In insgesamt fünf Workshops geben Branchenexperten und Akteure aus dem dänischen Nahrungsmittelmarkt ihr eigenes Know-how und Erfahrungswerte aus dem dänischen Markt an die Teilnehmer weiter. Durch die Einbindung von Exportberatern erhalten auch kleine Unternehmen ohne Erfahrung im Auslandsgeschäft das notwendige Handwerkszeug, um Marktpotenziale in Dänemark nutzen zu können. «Vom klassischen Lebensmittel-Einzelhandel über das Business-to-Business Geschäft bis hin zum öffentlichen Großverbraucher bietet Dänemark vielseitige Absatzmöglichkeiten für Nahrungsmittelhersteller», sagt Björn P. Jacobsen, Prokurist bei der Lübecker Wirtschaftsförderung. Diese betreut das Netzwerk BeltFood gemeinsam mit dem dänischen Partner Grønt Center.
Info: Für eine begrenzte Zahl an Lübecker und Ostholsteiner Unternehmen ist die Teilnahme kostenfrei. Interessierte Unternehmen können sich ab sofort für eine Teilnahme anmelden bei Karolina Miler, Telefon 0451/7065529, E-Mail miler@luebeck.org.

DLG: prüft die millionste Probe

Frankfurt. (07.12. / dlg) Das Testzentrum Lebensmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat im Rahmen seiner Internationalen Qualitätsprüfung für Bio-Produkte in Berlin die millionste Probe sensorisch untersucht. Berechnungsgrundlage ist der Zeitraum von der Neugründung der DLG 1948 bis heute. Die DLG, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert, kann auf eine lange Prüferfahrung von Lebensmitteln zurückblicken. Sie gilt als ältestes Testinstitut der Welt, das heute jährlich rund 24.000 Lebensmittel sensorisch untersucht. «Die Probenzahl ist in den letzten zehn Jahren in fast allen Produktbereichen kontinuierlich gestiegen», sagt Rudolf Hepp, Geschäftsführer des Testzentrums, über die Entwicklung der Qualitätsprüfungen. Die Nachfrage nach neuen DLG-Prüfleistungen ist groß. Immer neue Produktsegmente werden deshalb in das Prüfportfolio aufgenommen. «Geprüfte Qualität ist das stärkste Argument, um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen», sagt Hepp. Bei der getesteten, millionsten Probe handelt es sich übrigens um das «Rewe Vollkornbrot mit Karotten und Walnüssen» der Glockenbrot Bäckerei in Frankfurt am Main, das mit einer DLG-Silber-Medaille ausgezeichnet wurde.

DLG: Frühstücksklassiker unter der Qualitätslupe

Frankfurt. (06.12. / dlg) Mit Brot, Brötchen, Croissants und Müsli beginnen die meisten Deutschen den Tag. Wie ist es um die Qualität der Frühstücksklassiker bestellt? Dieser Frage ging unlängst das Testzentrum Lebensmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Weinheim nach. Dort wurden in der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks (ADB) vier Tage lang 1.800 Produkte von 260 Experten auf ihren Genusswert hin untersucht. Die insgesamt 2.829 Ergebnisse der DLG-Prämierung 2010 finden Interessenten in der Datenbank der DLG.

AMV: Agrarmarketing-Verein feiert 10-jähriges Bestehen

Rostock. (04.12. / amv) In Mecklenburg-Vorpommern (MVP) ist die Ernährungsindustrie innerhalb des verarbeitenden Gewerbes der größte Industriezweig. «Wichtig ist, dass in MVP erzeugte gesunde Rohstoffe auch hier verarbeitet und veredelt werden», sagte MVP-Wirtschaftsminister Jürgen Seidel anlässlich des Empfangs zum 10. Geburtstag des Agrarmarketing-Vereins AMV in Rostock. «Damit sichern wir Gästen und Einwohnern Frische, Qualität und Geschmack und gleichzeitig bedeutet das Wertschöpfung fürs Land». Im AMV mit heute mehr als hundert Mitgliedern sind Erzeuger, Veredler und Hersteller von Nahrungs- und Genussmitteln aus MVP organisiert. Das überregional aktive Netzwerk wird vom Wirtschaftsministerium bei Marketingaktivitäten und Projekten unterstützt. «Wir fördern zudem Investitionen der Unternehmen und unterstützen sie bei der Produktentwicklung aus dem Programm für Forschung, Entwicklung und Innovation», sagt Seidel. Seit 1990 wurden in der Ernährungswirtschaft des Landes mehr als zwei Milliarden Euro investiert. In den 90 Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten sind 14.300 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete in MVP von Januar bis September 2010 einen Umsatz von rund 2,8 Milliarden Euro. Allein die im AMV organisierten Unternehmen bündeln mehr als 7.000 Arbeitskräfte und einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro. Vorsitzender des Vereins ist Günther Neumann, Geschäftsführer der Mecklenburger Backstuben GmbH in Waren/Müritz. Stellvertreter sind Walter Kienast von der Greifen-Fleisch GmbH (Greifswald) und Frank Röntgen von der Classic Conditorei (Kühlungsborn).


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


BLL: begrüßt Votum der EU-Verbraucherminister

Berlin. (09.12. / bll) Die Lebensmittelwirtschaft hat die Entscheidung der EU-Verbraucherminister für eine einheitliche Nährwertkennzeichnung in Europa begrüßt. Ihr Spitzenverband, der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), sieht darin auch eine Anerkennung für die Bemühungen der Branche, die sich bereits seit langem erfolgreich für eine freiwillige Nährwertkennzeichnung einsetzt. BLL-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Matthias Horst: «Die deutsche Lebensmittelwirtschaft ist für die neue verpflichtende Nährwertkennzeichnung bestens gerüstet. Ihre Vorgaben entsprechen im Großen und Ganzen dem bislang freiwillig praktizierten System. Infolge dieser Eigeninitiative der Ernährungsbranche tragen schon jetzt mehr als 80 Prozent aller Lebensmittelverpackungen eine Nährwertkennzeichnung». Erfreulich sei zudem, dass nach dem Europäischen Parlament auch der Rat den Forderungen nach einer verpflichtenden Ampelkennzeichnung bei Lebensmitteln eine deutliche Absage erteilt habe. Die Kennzeichnungspflicht für so genannte Lebensmittel-Imitate bestätigt aus Sicht des BLL die bestehende Gesetzeslage. «Schon jetzt gilt in Deutschland: Wo Käse drauf steht, muss auch Käse drin sein», sagt Horst. Ausdrücklich begrüßt wurde von Seiten der Wirtschaft auch die Beschränkung der Informationspflichten bei unverpackter Ware auf Allergene. Damit würden die Erfordernisse in Handwerk und Handel berücksichtigt, die eine einfache Übertragung der Informationspflichten bei verpackter Ware verböten.

BMELV: Neue Kennzeichnung für Lebensmittel in der EU

Berlin. (07.12. / bmelv) Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich in Brüssel auf neue Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel geeinigt. Dies ist der entscheidende Schritt, der den Weg frei macht für die abschließenden Beratungen des Europäischen Parlaments. Künftig soll der Nährstoffgehalt bei allen Lebensmitteln auf der Verpackung angegeben werden. Es ist eine Mindestschriftgröße einzuhalten und bei der Verwendung von Lebensmittel-Imitaten soll ein entsprechender Hinweis angebracht werden. Wichtige Allergene müssen künftig auch bei nicht verpackter Ware deklariert werden. Bundesministerin Ilse Aigner: «Mit dieser neuen Verordnung werden die Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel in der EU deutlich verbessert. Die Informationen auf den Verpackungen werden ausführlicher, leichter verständlich und besser lesbar. Damit erhalten Verbraucher/innen alle wichtigen Informationen für ihre Kaufentscheidung und werden noch besser vor Täuschung geschützt». Die neuen Kennzeichnungsvorschriften der europäischen Lebensmittelinformations-Verordnung im Überblick:
Info: /r_verbraucher/2010/4910-BMELV.HTM

was-wir-essen.de: über Zimt und Zimtgebäck

Bonn. (07.12. / aid) Industriell hergestelltes Zimtgebäck ist heute viel geringer mit dem Schadstoff Cumarin belastet als noch vor einigen Jahren – wie in den aktualisierten Beiträgen zum Thema Zimt auf was-wir-essen.de nachzulesen ist. Cumarin ist ein Aromastoff, der natürlicherweise vor allem in Cassia-Zimt vorkommt. Bei einem kleinen Teil der Bevölkerung, der empfindlich auf Cumarin reagiert, kann er Leberschäden auslösen. Die Lebensmittelüberwachung hat festgestellt, dass viele Hersteller inzwischen ihre Rezepte geändert haben. Kekse, Müsli, Süßspeisen und andere zimthaltige Produkte enthalten in der Regel kaum noch Cumarin. Von stark zimthaltigem Weihnachtsgebäck wie Zimtsternen sollten kleine Kinder allerdings – nach wie vor – nur wenige Stücke essen. Allgemein gilt der Hinweis, dass Ceylon-Zimt kaum Cumarin enthält (Quelle: aid).
Info: https://www.was-wir-essen.de/verbraucher/zimt.php

Acrylamid: Minimierung stößt an Grenzen

Bonn. (06.12. / aid) Kartoffelchips, Knäckebrot, Spekulatius und löslicher Kaffee enthalten weniger Acrylamid als in den Vorjahren. Bei Lebkuchen, Kaffeeersatz, Kartoffelpuffern und Pommes frites stoßen die Bemühungen zur Minimierung offenbar an Grenzen. Das ist das Ergebnis der 8. Signalwertberechnung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). In Lebkuchen kommt es aufgrund der Zutaten (unter anderem Mandeln, Honig) und des Backtriebmittels Hirschhornsalz besonders leicht zur Bildung von Acrylamid. Während der durchschnittliche Acrylamid-Gehalt im Vergleich zu den Vorjahren sank, stieg der Maximalwert an. «Die starke Streuung bei den Werten ist zum Teil auf unterschiedliche Produktionsverfahren zurückzuführen», sagt Beate Olzem vom Bundesverband der Süßwarenindustrie (BDSI).
Info: /r_verbraucher/2010/4910-AID.HTM


PERSONEN + EHRUNGEN


Zusatzversorgungskasse Brot: meldet neuen Geschäftsführer

Düsseldorf. (10.12. / gb) Der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Großbäckereien RA Armin Juncker ist seit 01. Dezember auch Geschäftsführender Vorstand der ZVK Brotindustrie. Die Zusatzversorgungskasse für die Beschäftigten der Deutschen Brot- und Backwarenindustrie VVaG, wie sie offiziell heißt, ist eine überregionale und überbetriebliche Pensionskasse. Gegründet 1970, wird die ZVK gemeinsam getragen vom Verband Deutscher Großbäckereien in Düsseldorf und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Hamburg.

Großbäcker: ernennen neuen Ehrensenator im Brotsenat

Düsseldorf. (10.12. / gb) Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) in Detmold, Klaus Niebuhr, wurde während der Jahrestagung des Verbands Deutscher Großbäckereien zum neuen Ehrensenator im Brotsenat des Verbands ernannt. Geehrt wurde damit sein unermüdlicher Einsatz für die Belange der Backbetriebe. In seiner Laudatio betonte Prof. Klaus Lösche, Ehrensenator des Vorjahrs, besonders die Verdienste von Niebuhr um die Weiterentwicklung der AGF. «Sie wurde zu einem Treffpunkt für fruchtbare Vortragsveranstaltungen, Diskussionsforen und Ausstellungen». Zahlreiche wertvolle Anregungen für die Praxis, aber auch für die Wissenschaft gingen auf seine Initiative zurück. «Dabei kam ihm seine berufliche Qualifikation als Volkswirt ebenso zugute wie seine bis in die jüngste Zeit hinein betriebene Landwirtstätigkeit auf dem eigenem Hof».

ZV: Zehn Prozent aller HWK-Präsidenten sind Bäcker

Berlin. (08.12. / ZV) Während der Vollversammlung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) in Bayreuth wurde nicht nur der ZDH-Präsident in seinem Amt bestätigt (siehe Meldung 48. Woche). Es wurden auch mehrere Bäckermeister ins ZDH-Präsidium gewählt, worauf der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) mit gewissem Stolz hinweist. Die Berufsvertreter im Einzelnen: Heinrich Traublinger, MdL a.D., als ZDH-Vizepräsident (Präsident der HWK München und Oberbayern, ZV-Vizepräsident, Landesinnungsmeister des Bayerischen Bäckerhandwerks); Peter Dreißig (Präsident der HWK Cottbus) und Peter Becker als Vertreter des Unternehmerverbands Deutsches Handwerk UDH (ZV-Präsident, UIB-Präsident, CEBP-Vizepräsident). Neben diesen Amtsträgern sind folgende Bäckermeister Präsidenten von Handwerkskammern: Thomas Zimmer (HWK Oberfranken), Hans-Alois Kirf (HWK Saarland) und Bernhard Hoch (HWK Konstanz). Damit hätten in zehn Prozent aller Handwerkskammern Bäckermeister die Präsidentschaft inne, heißt es aus Berlin.

BGN: Arbeitssicherheitsmedaille für Bäcker Gebert

Mannheim. (04.12. / bgn) Der Bäcker Gebert hilft der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) seit Jahren bei der Erprobung und Entwicklung praxistauglicher Lösungen zur Verhinderung von Bäckerasthma. Immer wieder werden in der Backstube des unterfränkischen Tüftlers in Marktbreidt-Gnodstadt Maschinen getestet und Verfahren erprobt. Denn: «was in der Praxis helfen soll, muss einfach anzuwenden sein», sagt Hans Gebert. Für seine Verdienste um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zeichnet ihn die BGN jetzt mit ihrer Silbermedaille aus.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: about fast-casual in the U.K. – and more

Hamburg. (bm) Fast-casual restaurants, already the darlings of the U.S. restaurant industry, are continuing to gain market share in the United Kingdom – growing at a faster rate than their limited-service counterparts, according to Technomic´s «2010 Leading 100 U.K. Chain Restaurant Report». Other topics of the week:

Title Region Date
Gruma: Changes in Top Management (MX) Fri 12-10
Grupo Bimbo: concludes acquisition of Dulces Vero (MX) Thu 12-09
NPD Group: about «Healthy Eating Strategies» (US) Thu 12-09
Pioneer Foods: announces full year results (ZA) Wed 12-08
Technomic: about the popularity of Mexican menu items (US) Wed 12-08
Kellogg Company: appoints new president and CEO (US) Wed 12-08
Starbucks: Outlines Blueprint for Multi-Channel Growth (US) Tue 12-07
Fast-Casual Restaurants: Continue to Gain U.K. Market Share (US) Tue 12-07
Yum! Brands: Reaffirms 2010 EPS Growth Forecast of 14% (US) Mon 12-06
Arby´s: Names New COO to Help Drive Brand Turnaround (US) Mon 12-06
Snyder´s of Hanover: Shareholders Approve Merger with Lance (US) Sat 12-04
Grupo Bimbo: to invest 200 million USD in own wind farm (MX) Sat 12-04


REZEPTE + IDEEN


Baguette: rustikaler Allrounder für die Feiertage

Image Isernhagen. (10.12. / is) Weizenmehl, Weizensauer, Roggenmehl, Backhefe, Salz, Wasser – nicht mehr und nicht weniger. Die Teigausbeute liegt bei 175, der Hefeanteil bei 0,8 Prozent, die Teigruhezeit beträgt 90 Minuten. Ausgehend von 100 Kilogramm Gesamtmehlmenge – und bei Einhaltung der von IsernHäger vorgegebenen Parameter – erhalten Backbetriebe auf dieser Basis gut 520 Baguette-Stangen, die weit mehr sind als nur Bei- oder Unterlage. Bestens geeignet für die bevorstehenden Feiertage, können die Baguettes sehr gut für sich alleine stehen – vertragen sich aber auch mit fast jedem Belag.

ODS (22 KB): 4910-ISERN-BAGUETTE.ODS
XLS (21 KB): 4910-ISERN-BAGUETTE.XLS
PDF (132 KB): Baguette20101202.pdf

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