Sonntag, 25. Februar 2024

WB-46-2010

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 46. KW 2010 (13.11. bis 19.11.)
Download: https://www.webbaecker.de/10archivphp/wb4610.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Steiermark: Kotzbeck-Loh besteht weiter
02. Partner-Back: Tiefkühlbäcker stellt Antrag auf Insolvenz

TERMINE:
03. DLG: Qualitätsprüfung Süßwaren 2011 ausgeschrieben
04. BioFach 2011: über «grünen» Konsum und reale Preise

MANAGEMENT + BETRIEB:
05. Halloren: Konzernumsatz steigt im dritten Quartal um 18 Prozent
06. Energieeffizienzberatung: Zuschuss für Mittelständler
07. KMU: verbessern selbst in der Krise die Eigenkapitalquote
08. LEH: will Energiebedarf massiv senken
09. McDonalds Deutschland: verdoppelt Ausbildungsquote

MARKETING + VERKAUF:
10. ADB: Verkaufstrainer sorgen für mehr Umsatz

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
11. Kleine Rohstoffkunde: Citronat und Orangeat

PERSONEN + EHRUNGEN:
12. BZV: Mitgliederversammlung tagte in Weinheim
13. VDB: meldet neuen Geschäftsführer
14. Deutsche Meisterschaft der Bäckerjugend: So ein «Zirkus»!
15. BFS: «Jungmeister sind Zukunft und Hoffnungsträger»

BOOKMARKS + BOOKS:
16. GMF: «Schlank + fit mit Backen + Brotzeit»
17. BGN: bietet Arbeitsschutzfilme für betrieblichen Einsatz
18. Etiketten und Preisschilder mit Marvin Power Print
19. Global Industry: Northern Foods agrees merger with Greencore

REZEPTE + IDEEN:
20. «Hembakat är best»: das besondere Bilderbuch


MARKT + UNTERNEHMEN


Steiermark: Kotzbeck-Loh besteht weiter

Graz / AT. (17.11. / ksv) Die Weiterführung des Traditionsbetriebs Kotzbeck-Loh GmbH + Co KG durch Annahme eines Sanierungsplans ist gesichert, berichtet der österreichische KSV Kreditschutzverband. Seiner Mitteilung zufolge wurde in dieser Woche über die 30-prozentige Barquote im Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung der Grazer «Wellness-Bäcker» abgestimmt. Dabei nahmen die Gläubiger den Sanierungsplan mehrheitlich an. Die Fortführung der Bäckerei ist somit gesichert. Im Betrieb sind derzeit rund 40 Dienstnehmer beschäftigt. Insgesamt wurden Insolvenzforderungen in Höhe von über 875.000 Euro angemeldet. Das familiengeführte Unternehmen hatte Anfang September Insolvenz anmelden müssen (siehe WebBaecker 37/2010).

Partner-Back: Tiefkühlbäcker stellt Antrag auf Insolvenz

Gronau. (13.11. / ag) Über die im Handelsregister des Amtsgerichts Coesfeld eingetragene Partner-Back Backwarenherstellungs-GmbH, gesetzlich vertreten durch die Geschäftsführer Heike Kordt und Robert Reschke, hat das Amtsgericht Münster ein Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet (AZ 77 IN 105/10). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Rechtsanwalt Andreas Sontopski aus Wettringen. Der Tiefkühlbäcker ist mit den gesamten Produktionsanlagen, dem Rohstofflager, den Tiefkühl-Frostern und der kaufmännischen Verwaltung im westfälischen Gronau ansässig. Gegründet 1904, bedient Partner-Back seit Ende der 80er Jahre den Tiefkühl-Backwarenmarkt. Mit aktuell 96 Mitarbeitenden produziert das Unternehmen auf rund 6.000 Quadratmetern Produktionsfläche Backwaren in verschiedenen Herstellungsstufen. Die Erzeugnisse werden im GV/Catering Bereich und im LEH angeboten. Der Exportanteil liegt bei über 30 Prozent. Hauptabnehmer sind hier vor allem die Niederlande, Belgien, Finnland, Norwegen, Irland, Griechenland, Italien und Spanien. Löhne und Gehälter erhalten die Beschäftigten für die nächsten drei Monate durch das Insolvenzausfallgeld des Arbeitsamts. «Es laufen Bemühungen einen Investor zu finden, der den Betrieb übernimmt», sagte RA Sontopski gegenüber der Regionalpresse. Er sei zuversichtlich, dass für das Unternehmen Chancen bestünden.


TERMINE + EVENTS


DLG: Qualitätsprüfung Süßwaren 2011 ausgeschrieben

Frankfurt / Main. (18.11. / dlg) Das Testzentrum Lebensmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat jetzt die Internationale Qualitätsprüfung für Süßwaren ausgeschrieben. Produkte, die die DLG-Tests bestehen, erhalten die Auszeichnung «DLG-prämiert» in Gold, Silber oder Bronze. Anmeldeschluss für die Qualitätsprüfung Süßwaren ist der 14. Januar 2011. Um sich als Qualitätsanbieter im Markt zu profilieren, gewinnen Kriterien zur Differenzierung zunehmend an Bedeutung. Hierzu zählen auch Qualitätsaspekte wie zum Beispiel der Genusswert, der im Mittelpunkt der sensorischen DLG-Tests steht und für die Verbraucherakzeptanz eines Produktes entscheidend ist.
Info: Details und Anmeldeunterlagen sind erhältlich beim DLG-Testzentrum Lebensmittel, Eschborner Landstr. 122 in 60489 Frankfurt am Main; Telefon +49(0)69/24788-354, +49(0)69/24788-355, Telefax +49(0)69/24788-115; E-Mail suesswaren@dlg.org.

BioFach 2011: über «grünen» Konsum und reale Preise

Nürnberg. (13.11. / bf) Vom 16. bis 19. Februar 2011 ist es wieder soweit: Das Nürnberger Messezentrum wird zur weltgrößten Plattform für die Biobranche. Zuletzt trafen sich 2.557 Aussteller und 43.669 Fachbesucher zur BioFach, Weltleitmesse für Bio-Produkte, und der parallel stattfindenden Vivaness, Leitmesse für Naturkosmetik und Wellness. Für 2011 erwarten die Veranstalter erneut rund 2.500 Aussteller, 180 davon auf der Vivaness. Der Branchentreff steht dann ganz im Zeichen der Frage, wie mit biologischen und ökologischen Anbau- und Produktionsweisen und einem entsprechenden Lebens- und Ernährungsstil aller, die Menschen weltweit ernährt werden können. Der Fokus der BioFach 2011 liegt also eindeutig auf dem Thema Welternährung (Volltext).


MANAGEMENT + BETRIEB


Halloren: Konzernumsatz steigt im dritten Quartal um 18 Prozent

Halle / Saale. (19.11. / hag) Die Halloren Schokoladenfabrik AG setzt die erfolgreiche Entwicklung des ersten Halbjahrs 2010 auch im dritten Quartal fort. «Mit der Entwicklung der ersten neun Monaten des Jahres konnten wir unter dem Gesichtspunkt des Unternehmenswachstums und der Vergrößerung des Marktanteils sehr zufrieden sein», sagt der Vorstandsvorsitzende Klaus Lellé. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 18,2 Prozent auf 39,77 Millionen Euro. Die Gesamtleistung verbesserte sich unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an Fertigwaren und der sonstigen betrieblichen Erträge im gleichen Zeitraum ebenfalls um etwa 16,2 Prozent auf 41,73 Millionen Euro. Auch die Ertragsseite zeigte sich dank der guten Auslastung der Produktionskapazitäten und trotz der durch den neuen Produktionsstandort in Delitzsch deutlich erhöhten Kostenstrukturen robust. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im dritten Quartal um 0,37 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern lag für den Berichtszeitraum bei 0,79 Millionen Euro und ist somit gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent verbessert worden. Lellé: «Mit diesen Kennzahlen liegen wir im Rahmen unserer eigenen Erwartungen für die ersten neun Monate 2010». Auch die Auftragssituation hat sich im dritten Quartal maßgeblich verbessert. Besonders die Verkaufszahlen der Halloren Kugeln haben hierzu maßgeblich beigetragen. Aber auch das Handelsmarkengeschäft hat sich gut entwickelt. Insgesamt gingen neue Aufträge in einem Gesamtvolumen von 17,5 Millionen Euro ein, was einem Zuwachs von 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (15,5 Millionen Euro).

Energieeffizienzberatung: Zuschuss für Mittelständler

Frankfurt / Main. (18.11. / bmwi) Steigende Energiepreise setzen mittelständische Betriebe immer stärker unter Druck. Grund genug, den Energieverbrauch im Betrieb eingehend zu durchleuchten und den Energieverschwendern mit einer Energieeffizienzberatung zu Leibe zu rücken. Die dabei anfallenden Beratungshonorare werden durch die staatliche KfW mit bis zu 4.800 Euro pro Beratung bezuschusst. Im Rahmen der Beratung ermitteln qualifizierte und unabhängige Energieberater Einsparpotentiale im Betrieb und erarbeiten gemeinsam mit dem Unternehmer konkrete, wirtschaftlich bewertete Maßnahmen zur Behebung der Schwachstellen. Hinweise zur Beantragung des Zuschusses finden Interessenten unter energieeffizienz-beratung.de. Die im Zuge der Umsetzung der Einsparmöglichkeiten anfallenden Investitionen können ebenfalls günstig über die KfW finanziert werden. Details gibt es unter kfw-mittelstandsbank.de, Stichwort «Energieeffizienz und Umweltschutz im Unternehmen». Beide Komponenten, Beratungsförderung und Investitionsförderung, bilden den Sonderfonds Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen – eine Gemeinschaftsinitiative von BMWI und KfW Bankengruppe (Bild + Text: imu).

Image

KMU: verbessern selbst in der Krise die Eigenkapitalquote

Frankfurt / Main. (16.11. / kfw) Den mittelständischen Unternehmen in Deutschland ist es trotz der tiefen Wirtschaftskrise in 2009 gelungen, ihre Eigenkapitalausstattung seit 2005 kontinuierlich zu verbessern. So ist die Eigenkapitalquote, das heißt der Quotient aus Eigenkapital und Bilanzsumme, zwischen 2005 und 2009 um knapp vier Prozentpunkte auf 26,4 Prozent gestiegen. Allein im Krisenjahr 2009 konnten die mittelständischen Unternehmen aller Größen ihre Eigenkapitalquote im Schnitt um einen Prozentpunkt erhöhen. Dies geht aus der neuen Studie zum KfW-Mittelstandspanel 2010 hervor, deren Gesamtergebnisse die KfW Bankengruppe am 25. November in Frankfurt vorstellen wird. Die Eigenkapitalquote ist eine wichtige Kennzahl für die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Nach den Ergebnissen des KfW-Mittelstandspanels 2010 haben sich die Befürchtungen, dass die Wirtschaftskrise zu einem Abschmelzen der Eigenkapitalpuffer und damit zu einem erschwerten Kreditzugang bei den mittelständischen Unternehmen führen könnte, nicht bewahrheitet. Besonders erfolgreich bei der Steigerung ihrer Eigenkapitalquoten zwischen 2005 und 2009 waren die kleinen Unternehmen (weniger als zehn Beschäftigte) mit einem Plus von gut vier Prozentpunkten auf 20,4 Prozent sowie die Unternehmen mit zehn bis 49 Beschäftigten, die ihre Eigenkapitalquote sogar von 18 auf 24,1 Prozent erhöhen konnten.

LEH: will Energiebedarf massiv senken

Köln. (15.11. ehi) Die Energiepreise im Einzelhandel steigen weiter und fast 85 Prozent der befragten Unternehmen rechnen bis 2013 mit einem Anstieg von bis zu zehn Prozent. Das ist ein Ergebnis der aktuellen EHI-Studie «Energiemanagement im Einzelhandel 2010», an der sich Handelsunternehmen mit einem Gesamtumsatz von 165 Milliarden Euro oder einem Anteil von 35 Prozent des Einzelhandelsumsatzes in Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt haben. Dem Nonfood-Handel sind dabei 63 Prozent der Befragten, dem Lebensmittel-Handel 37 Prozent zuzurechnen. Bei diesen Erwartungen wundert es nicht, dass die Händler zunehmend bereit sind, kostspielige Investitionen zu tätigen, um den Energiebedarf zu senken. 53 Prozent der befragten Händler erklärten, im Bereich Gebäudetechnik/Bau investieren zu wollen. Ein energetisch optimiertes Gebäude, innovative Versorgungstechnik oder der Einsatz regenerativer Energien sorgen für eine hohe Energie- und Ökoeffizienz und sind deshalb für viele Unternehmen der erste Ansatzpunkt bei der Energieoptimierung. Im Nonfood-Handel werden hier auch längere Amortisationszeiten von bis zu fünf Jahren und mehr akzeptiert. Die Höhe der Energiekosten ist abhängig von der Branche. Im LEH fallen über 55 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche für Energie an, wobei die Kühlung mit 44 Prozent der größte Stromverbraucher ist. Damit liegt auf der Hand, dass der Fokus der Energieoptimierung auf den Bereich Kühlung fällt, zumal sich die Händler Einsparungserwartungen von bis zu 20 Prozent versprechen. Auch die Wahl des verwendeten Kältemittels unter Umweltgesichtspunkten wird immer bedeutender.

McDonalds Deutschland: verdoppelt Ausbildungsquote

München. (13.11. / md) Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen finden noch immer viele Schulabgänger keinen Ausbildungsplatz. Vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Schichten sehen für sich keine wirklichen Perspektiven. «Dieses gravierende gesellschaftliche Problem wollen McDonalds und seine Franchise-Nehmer nicht hinnehmen, sondern mit einer Ausbildungsinitiative aktiv für dessen Lösung eintreten», sagt Wolfgang Goebel, Vorstand Personal bei McDonalds Deutschland. Unter dem Motto «Gute Chancen. Gute Ausbildung.» übernahmen dieser Tage 750 Azubis in ganz Deutschland die Verantwortung in rund 50 Restaurants. Chancengleichheit ist das Kernthema der neuerlichen Ausbildungsinitiative. «Wir sind stolz darauf, dass Menschen bei McDonalds unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht oder Bildungsabschluss eine grundsolide Ausbildung mit besten Perspektiven machen können», sagt Goebel. In den kommenden Jahren will das Unternehmen sein Engagement mit einer Verdoppelung der Ausbildungsquote von aktuell etwas mehr als vier Prozent auf dann mindestens acht Prozent deutlich ausbauen. Im Rahmen der Ausbildungsinitiative bietet die Schnellkostkette als einer der bedeutendsten Arbeitgeber Deutschlands schon jetzt für jeden Schulabschluss eine passende Ausbildung. Das Drei-Wege-Ausbildungssystem des Unternehmens richtet sich gleichermaßen an Haupt- und Realschüler wie Gymnasiasten.


MARKETING + VERKAUF


ADB: Verkaufstrainer sorgen für mehr Umsatz

Weinheim. (15.11. / adb) Die Bedeutung von Verkaufsqualität ist unbestritten. Oft entstehen allein durch Investitionen in Verkaufstrainings Umsatzveränderungen im zweistelligen Prozentbereich. Gerade gewachsene Betriebe haben dabei das Problem, dass manchmal hundert/e Verkäufer/innen regelmäßig zu trainieren sind, die kaum alle zu einem externen Seminar geschickt werden können. Oftmals ist es effizienter, den Verkauf intern zu trainieren. Hierzu hat die Akademie Weinheim bereits seit Jahren eine Verkaufstrainerin unter Vertrag, die zu günstigen Konditionen vor Ort unterrichtet. Doch das Team um Direktor Bernd Kütscher versucht, weiter zu denken. Denn für Filialisten ist es oft sinnvoller, eine eigene Verkauftstrainerin an Bord zu haben. Dazu wurde 2009 der Lehrgang «Verkaufstrainerin im Bäckerhandwerk» konzipiert und schon mehrfach durchgeführt. Beim letzten Durchgang wurden 16 Frauen und ein Mann nachhaltig geschult, so dass sie jetzt in der Lage sind, Mitarbeiter/innen erfolgreich und nachhaltig zu trainieren.
Info: Die nächste Verkaufstrainer-Fortbildung in Weinheim beginnt am 21. Februar 2011. Unter akademie-weinheim.de finden Interessenten Termine und Inhalte der vier Module für die Fortbildung.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Kleine Rohstoffkunde: Citronat und Orangeat

Bonn. (15.11. / aid). Am grün-gelben Citronat und dem orangefarbenen Orangeat scheiden sich die Geister: Die alljährliche Debatte ob «mit oder ohne» ist in vielen Familien Ritual. Beide Backzutaten sind geradezu umwerfend süß. Pur sind sie kaum genießbar. Teigen aber geben sie eine sehr interessante Note, die Stollen und Lebkuchen hervorragend abrunden kann. Der Name ist allerdings nicht Programm, denn Citronat und Orangeat werden nicht aus Zitronen und Orangen hergestellt. Citronat wird aus Schalen der Früchte des Zedratbaumes gewonnen. Dessen lateinischer Name «Citrus medica» deutet nicht etwa auf medizinische Wirkung hin, sondern auf die ursprüngliche Heimat der Pflanze: Medien, ein Land des Altertums im heutigen Iran. Die grün-gelben Früchte werden daher auch «medischer Apfel» genannt. Der Anbau konzentriert sich heute auf Süditalien, Korsika, Marokko und Puerto Rico. Die Früchte werden bis zu drei Kilogramm schwer, haben relativ wenig Fruchtfleisch, dafür aber eine außergewöhnlich dicke Schale. Die nutzt man zur Herstellung von Konfitüre, Citronat und Likör. Wegen ihres hohen Gehalts an ätherischen Ölen ist sie auch für die Parfumherstellung von Bedeutung. Orangeat wird aus Bitterorangen hergestellt, auch Pomeranzen genannt (Citrus x aurantium L.). Sie sind eine Kreuzung zwischen Mandarine und Pampelmuse und kommen wohl ursprünglich aus Südchina. Ihr Geschmack ist vor allem durch die englische «Bitter Orange Marmelade» bekannt. Die Pomeranze hat eine dickere, unebenere Schale als die Apfelsine und wird ebenfalls zur Gewinnung von Duftwässern verwendet. Citronat und Orangeat, beide auch als «Succade» bekannt, entstehen durch das Kandieren der Fruchtschalen. Das Prinzip ist für alle zu kandierenden Fruchtarten gleich: Zunächst werden die Früchte oder Schalen einige Tage lang in Salzwasser eingeweicht. Das Wasser wird regelmäßig ausgetauscht. Dann benötigt man Zucker, etwa im Verhältnis 1:1 zum Obst, und kocht Zuckerwasser ein, bis sich Fäden ziehen lassen. Darin werden dann die Früchte gekocht, abgeschöpft und erneut im Sirup eingekocht. Anschließend müssen die kandierten Früchte abtropfen, werden dick mit Zucker bestreut und dann erst in die kleinen Würfel geschnitten, die sich hierzulande in der Weihnachtsbäckerei durchgesetzt haben. Sie haben einen Zuckeranteil von mindestens 65, teils 70 Prozent und sind damit weit entfernt vom ursprünglichen Obst (Quelle: aid).


PERSONEN + EHRUNGEN


BZV: Mitgliederversammlung tagte in Weinheim

Bonn. (19.11. / bzv) Die (gar nicht mehr sooo) außerordentliche Mitgliederversammlung des Backzutatenverbands (BZV) fand in diesem Herbst an der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks (ADB) in Weinheim statt. ADB-Direktor Bernd Kütscher nutzte die Gelegenheit, den Teilnehmern die hochprofessionelle Ausstattung näher zu bringen, die eine fachlich zukunftsweisende Ausbildung in einem beeindruckend stilvollen Rahmen ermöglicht. Vorstand und Geschäftsführung des Backzutatenverbands freuten sich besonders über die freundliche Geste der Akademieleitung, der Zulieferindustrie die Durchführung der Versammlung in ihrer Tagungsstätte zu ermöglichen. «Ein gutes Signal für eine weiterhin ausgezeichnete Zusammenarbeit und ein Beweis für das gute Verhältnis zwischen Bäckerhandwerk und Zulieferern», sagte Dr. Detlev Krüger, seit Mai 1. Vorsitzender des Backzutatenverbands.

VDB: meldet neuen Geschäftsführer

Hagenburg. (19.11. / div) Neuer Geschäftsführer der Vereinigung der Backbranche (VDB) ist ab dem Jahreswechsel 2010/2011 Ralf Beisner, Unternehmensberater und Vorsitzender der VDB-Landesgruppe Niedersachsen-Bremen. Er folgt auf RA Helmut Martell, der sich auf seine Aufgaben als Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Großbäckereien konzentrieren will. Deshalb zieht auch die VDB-Bundesgeschäftsstelle zum Jahreswechsel von Düsseldorf nach Hagenburg im Nordosten des Landkreises Schaumburg.

Deutsche Meisterschaft der Bäckerjugend: So ein «Zirkus»!

Weinheim. (18.11. / adb) Bereits seit 1954 betreibt das Deutsche Bäckerhandwerk jährlich eine gezielte Eliteförderung, um die besten Absolventen der Gesellenprüfung in den beiden Ausbildungsberufen Bäckereifachverkäufer/in sowie Bäcker/in zu ermitteln und mit Stipendien zu versehen. Dazu messen sich die Besten eines Prüfungsjahrgangs zuerst auf regionaler Ebene, um dann eine Entscheidung auf Bundesland-Ebene herbeizuführen. Die ermittelten Landessieger qualifizieren sich zur Deutschen Meisterschaft der Bäckerjugend, welche dann an der Akademie des Bäckerhandwerks in Weinheim (ADB) als Bildungseinrichtung aller Bäckerverbände stattfindet. In diesem Jahr trieb die Prüflinge das Thema «Zirkus» um. Nach drei intensiven Wettbewerbstagen stehen die Sieger/innen wie folgt fest:

Bäckereifachverkäufer/innen
1. Platz Alissa Padeffke aus Mössingen, Landessiegerin Baden-Württemberg
Ausbildungsbetrieb: Bäckerei-Konditorei Padeffke GmbH, Mössingen
2. Platz Julia Guttenberger aus Berg bei Neumarkt, Landessiegerin Bayern
Ausbildungsbetrieb: Backhaus Fuchs e.K., Altdorf
3. Platz Claudia Fijalkowski aus Greiz, Landessiegerin Thüringen
Ausbildungsbetrieb: Landbäckerei Achim Becher aus Arnsgrün
.
Bäckergesellen/gesellinnen
1. Platz Felix Remmele aus Ludwigsburg, Landessieger Baden-Württemberg
Ausbildungsbetrieb: Bäckerei Martin Seidl, 70794 Filderstadt
2. Platz Marc Mundri aus Everswinkel, Landessieger Nordrhein-Westfalen
Ausbildungsbetrieb: Bäckerei Arno Simon, Löhne
3. Platz Jakob Karl Georg Plank aus Berching, Landessieger Bayern
Ausbildungsbetrieb: Max Rischart´s Backhaus aus München

Die Sieger gewinnen umfangreiche Fortbildungen, zudem werden sie in die Begabtenförderung des Deutschen Handwerks aufgenommen. Die beiden erstplatzierten Bäckergesellen werden Deutschland zudem beim europäischen Wettbewerb der Bäckerjugend 2011 vertreten, der im September 2011 turnusgemäß in Deutschland stattfindet.

BFS: «Jungmeister sind Zukunft und Hoffnungsträger»

Hannover. (18.11. / bfs) Der Meistertitel hat für das Handwerk nach wie vor eine hohe Strahlkraft. Bei der Meisterfeier in der Bäckerfachschule Hannover (BFS) stellten alle Redner und Gratulanten seine Bedeutung heraus: Er beweise die neu gewonnene Kompetenz, Qualität und Verantwortung der erfolgreichen Teilnehmer des Meisterkurses. Landesinnungsmeister Karl-Heinz Wohlgemuth überreichte zusammen mit Fachschulleiter Wilhelm Hundertmark, dem Vorsitzenden des Meisterprüfungsausschusses, Eckhard Laue, sowie dem Vizepräsidenten der Handwerkskammer Hannover, Claus Jezek, und Verbandsgeschäftsführerin Bettina Emmerich-Jüttner die Meisterbriefe an die 24 Jungmeister/innen. Seitens der Landeshauptstadt betonte Bürgermeister Bernd Strauch, die jungen Bäckergesellen hätten als Meisterschüler früh Verantwortung für sich und die Gesellschaft übernommen. Die Bäckerfachschule Hannover bezeichnete er für die Stadt als wichtige Bildungseinrichtung. Die Teilnehmenden der Meisterkurse und Weiterbildungsseminare würden nach ihrer Aus- und Weiterbildung in ganz Deutschland auch als Visitenkarten der Stadt wahrgenommen. Kammer-Vizepräsident Jezek nannte den Meistertitel einen besonderen Erfolg für jeden Handwerker. Darüber hinaus belegten Studien, dass der Meistergrad eine höhere Bildungsrendite aufweise als ein vergleichbares Studium. «Jungmeister sind die Zukunft und Hoffnungsträger des Handwerks», rief er seien neuen Meisterkolleginnen und -kollegen zu.

Image


BOOKMARKS + BOOKS


GMF: «Schlank + fit mit Backen + Brotzeit»

Image Bonn. (19.11. / GMF) Viele Deutsche sind übergewichtig. Gesund und vernünftig an Gewicht zu verlieren, fällt ihnen schwer. Jetzt gibt es von der GMF Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung eine neue Schlankheitskost mit modernen Rezepten unter dem Motto «Schlank + fit mit Backen + Brotzeit». Dabei handelt es sich um eine Energie-reduzierte Mischkost, die den Empfehlungen der Ernährungswissenschaft entspricht. Mit dem neuen Konzept könne nicht nur in der Öffentlichkeit dem Vorurteil «Getreide, Mehl und Brot machen dick» entgegengetreten werden, sondern es veranschauliche und transportiere auch die Botschaft, dass gerade diese Produktgruppe «Gesundheit mit Geschmack» liefert, heißt es aus Bonn. Getreide, Mehl und Brot haben «von Natur aus» ein ausgewogenes Nährstoffangebot, auf dessen Grundlage eine erfolgversprechende Schlankheitskost ideal aufbauen kann – rundum alltagstauglich, wissenschaftlich empfehlenswert und schmackhaft. Mit einem hohen Anteil von Getreideprodukten liefert die Schlankheitskost im Schmitt 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag; reichlich hochkomplexe Stärke-Kohlenhydrate, die den Körper kontinuierlich mit Energie versorgen (und einer der Schlüssel-Nährstoffe für Fitness sind); genug pflanzliches Eiweiß, um zusammen mit tierischen Quellen den physiologischen Bedarf zu decken; aber wenig Fett, was für ein günstiges Nährstoffverhältnis sorgt, mit dem das Leichterwerden leichter fällt. Das Diätkonzept inklusive Rezepte für eine Woche gibt es zum Herunterladen unter brotdiaet.de.

BGN: bietet Arbeitsschutzfilme für betrieblichen Einsatz

Mannheim. (17.11. / bgn) Vielen Führungskräften und Fachkräften für Arbeitssicherheit fehlt bei der Vorbereitung einer Arbeitsschutzunterweisung zur Veranschaulichung der Themen noch ein ansprechender Film. Jetzt wird die Suche einfacher. Unter arbeitsschutzfilm.de finden Akteure im Arbeitsschutz Links zu mehr als hundert einsetzbaren Arbeitsschutzfilmen oder Clips. Diese sind in 30 Fachkategorien zu Themen wie «Gefahrstoffe», «Persönliche Schutzausrüstung», «Lärm» oder «Baustellensicherheit» sortiert, was das Finden der Filme sehr erleichtert.

Etiketten und Preisschilder mit Marvin Power Print

Kronau. (16.11. / goe) Das Thema «Etiketten und Preisschilder» ist heute in keiner Bäckerei mehr wegzudenken. Hier unterstützt Sie Goecom mit dem Programm «Marvin Power Print» bei allen Anforderungen. Eine neue, ausführliche Anleitung, wie Sie Etiketten und Preisschilder mit Marvin Power Print erstellen, finden Sie ab sofort auf der Goecom-Homepage im Bereich «Goecom,:::::.de/Service/service.php” >Service».

Global Industry: Northern Foods agrees merger with Greencore

Hamburg. (bm) Northern Foods PLC, best known for Fox´s biscuits and Goodfella´s pizzas, has unveiled plans to merge with sandwich and readymeal maker Greencore Group. The 50:50 merger will create a new British-Irish entity called Essenta, with sales of two billion Euro per year and 17’000 staff. Corporate headquarters will be in Dublin. Other topics of the week:

Title Region Date
Mintel: reveals consumer packaged goods trends for 2011 (US) Fri 11-19
U.S. 2011: Restaurants will have to serve two masters (US) Fri 11-19
Northern Foods: to merge with Greencore Group (UK) Thu 11-18
U.S.: Consumer Frugality Persists in Post-Recession Economy (US) Thu 11-18
Tim Hortons: to buy back shares for 400 million CAD (CA) Wed 11-17
McDonald’s + EDF: mark 20 years of partnerships for sustainability (US) Wed 11-17
Darling International: to acquire Griffin Industries (US) Wed 11-17
Ukraine: State Food-Grain Corporation to cooperate with OJSC (UA) Wed 11-17
General Mills: announces 2015 sustainability goals (US) Tue 11-16
Starbucks: Reports Record Fourth Quarter and Fiscal 2010 Results (US) Mon 11-15
Goodman Fielder, Cargill: terminate edible oil deal (AU) Sat 11-13


REZEPTE + IDEEN


«Hembakat är best»: das besondere Bilderbuch

Göteborg / SE. (18.11. / fb) «Hembakat är best» heißt ein Backbuch der Agentur Forsman + Bodenfors (FB) für Ikea Schweden. Das Buch enthält 30 klassische schwedische Backrezepte und ist für die Kunden von Ikea Schweden gedacht. Hintergrund: Der Möbelriese wollte einmal nicht seine Küchen in den Vordergrund stellen, sondern die schönen Sachen, die man dort machen kann. Was eignet sich dazu in dieser Jahreszeit besser als Backwerk? Die Agentur ging noch einen Schritt weiter: «Hausgemacht ist besser» kommt ganz ohne Worte und Zahlen aus und setzt die Mengenangaben und Ergebnisse stattdessen mittels Fotos in Szene. Grafisch mehr oder weniger exakt ausgerichtete Stillleben geben den Zutaten ebenso viel Raum wie den Endprodukten: Mandelmusslor, Mazariner, Prinsesstarta und andere süße Sachen kommen ganz neu zur Geltung. Freilich: Das Buch richtet sich an den «intuitiven» Heimbäcker. Oder an Fachleute, die auf den ersten Blick sehen, in welchem Verhältnis welche Zutaten stehen. «Hembakat är best» ist (derzeit …) leider nur in gedruckter Form in Schweden erhältlich. Noch dazu kostenlos. Allerdings gibt es die Rezeptsammlung auch als «Ikea Kondis iPhone App». Die Präsentation der Applikation können Interessenten hier ansehen und hier herunterladen.

Image

WebBaecker.Net