Sonntag, 25. Februar 2024

WB-42-2008

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 42. KW 2008 (11.10. bis 17.10.)
Download: https://www.webbaecker.de/08archivphp/wb4208.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Kamps GmbH: kündigt weitere Expansion an
02. BackWerk: erweitert Kundenservice durch Boten
03. Wallraff / Meffert: So bäckt man «Lippequalität»
04. Verkäuferin schlägt Räuber mit Brötchentüte in die Flucht
05. Subway Sandwiches: 30.016 Restaurants in 88 Nationen
06. Wallraff / Weinzheimer: Die Staatsanwaltschaft sieht’s anders

TERMINE:
07. Lebensmittelrecht: 2. Marburger Symposium

THEMA DER WOCHE: Südback Stuttgart – 18. bis 21. Oktober
08. Tipps und Hinweise auf einen Blick
09. FALA: Seien Sie gespannt …
10. Schnell und detailliert: das Marvin-Informations-System
11. IsernHäger: Premiere für Win-Win-Technologie

TRENDS + KONZEPTE:
12. «Handwerksbäcker vermarkten ihre Stärken unzureichend»
13. Lust statt Last: Schneller Genuss liegt im Trend
14. Magnolia: Viel Lärm um eine Bäckerei

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
15. IFPRI: Die Welt braucht ein Rettungspaket gegen den Hunger
16. FIS: Wer die Wahl hat, kauft auch GV-Lebensmittel
17. RFID: Deutsche Verbraucher sind gut informiert

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
18. Getreidepreise: Kurzfristig keine Erholung in Sicht
19. Marktkommentar Getreide: Starke Nerven sind gefragt
20. DBV: Konjunkturbarometer Agrar kühlt merklich ab
21. ZMP: Finanzkrise wirkt auf die Getreidemärkte

PERSONEN + EHRUNGEN:
22. DLG: Ernährungswirtschaft mit neuem Geschäftsführer

BOOKMARKS + BOOKS:
23. Global Industry: Fazer Group becomes second-largest baker in Sweden

REZEPTE + IDEEN:
24. Aromatisch-rustikal: Finnisches Fladenbrot


MARKT + UNTERNEHMEN


Kamps GmbH: kündigt weitere Expansion an

Wiesbaden. (17.10. / iz) Die Kamps GmbH, Filial-Geschäftsbereich der Lieken AG mit Sitz in Schwalmtal, werde «durch neue Backtechnik unabhängig von ihren bislang fünf Produktionsstätten» in Deutschland, berichtet die «Immobilien Zeitung». Auf diesem Weg wolle das Unternehmen, das hierzulande 930 Filialen betreibt, weiße Flecken auf der Deutschlandkarte belegen. «Damit können wir Städte wie Dresden, Magdeburg, Leipzig oder Schwerin besetzen», zitiert die Fachzeitschrift Burkhard Wunsch, Leiter Standortentwicklung bei Kamps. Gesucht würden hochfrequente Lagen in Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern. Da die neuen Filialen laut Wunsch nur noch einmal pro Woche mit Tiefkühlware beliefert werden, braucht Deutschlands größter Bäckereifilialist mit bis zu 160 Quadratmetern Verkaufs- und 50 Quadratmetern Nebenfläche mehr Platz. Darüber hinaus beginne Kamps die geplante Expansion im Ausland mit einer ersten Filiale in einem Einkaufszentrum der Multi-Development-Schwestergesellschaft Multi Turkmall in Istanbul, Türkei. Für 2008 hatte die Kamps GmbH vor einigen Monaten die Eröffnung von 47 neuen Filialen bundesweit angekündigt. Zudem ging sie in diesem Jahr eine strategische Partnerschaft mit SSP (führender Betreiber von Catering- und Einzelhandelskonzessionen) ein. Geplant ist auf diesem Weg der Ausbau auf 25 Standorte in den nächsten drei Jahren durch den neuen Franchise-Partner.

BackWerk: erweitert Kundenservice durch Boten

Essen. (17.10. / bw) BackWerk erweitert den Kundenservice an bestehenden Standorten. Nach ausgiebiger Testphase in Frankfurt am Main initiiert die BackWerk Service GmbH, Pionier in Sachen SB-Bäckereien, mit dem BackWerk-Boten ein neues Franchise-Konzept. Der BackWerk-Bote bringt frische Backwaren und Snacks auf Bestellung an die Haustüre oder ins Büro. Langfristig sollen die Boten flächendeckend an die Filialen angebunden werden. Mindestens einen Boten sucht das Essener Franchise-System für jede Stadt mit einem bestehenden BackWerk. Dabei profitieren die künftigen Franchise-Partner einerseits vom etablierten Namen. Andererseits sei der Einstieg als BackWerk-Bote ist dabei vergleichsweise günstig: Sind zwecks Eröffnung einer BackWerk-Filiale 30.000 bis 40.000 Euro Eigenkapital notwendig, so ist die Existenzgründung mit dem neuen Konzept schon ab 5.000 Euro Eigenkapital plus staatlicher Förderung möglich. Der Bote bietet zudem gute Möglichkeiten, Beruf und Familie zu verbinden. Deshalb spricht BackWerk mit diesem Konzept auch und besonders Frauen und Studenten an. Die Franchise-Partner werden laufend durch BackWerk vor Ort unterstützt und rund 50 Prozent der Arbeiten können von zu Hause aus erledigt werden. BackWerk-Experten begleiten die frisch gebackenen Unternehmer nicht nur bei der Investitionsplanung. Mit umfangreichen Schulungen werden die Partner zudem intensiv auf ihre Selbstständigkeit vorbereitet. Die Unterstützung setzt sich nach der Startphase fort, heißt es aus Essen.

Wallraff / Meffert: So bäckt man «Lippequalität»

Detmold / Lemgo. (16.10. / div) Günter Wallraff, Deutschlands bekanntester Enthüllungsjournalist, war dieser Tage erneut im Einsatz. Nach seinem Bericht über die Gebrüder Weinzheimer Brotfabrik stand der 66-jährige auf Einladung des Vereins «Lippequalität» erneut an Knetmaschine und Backofen. Das Fazit, das er abends in der mit 400 Gästen gefüllten Detmolder Stadthalle zog, war eindeutig: Eine Handwerksbäckerei biete meistens nicht nur bessere Arbeitsbedingungen, sie liefere in der Regel auch die bessere Qualität. Der Konsument sei Discountern keineswegs ausgeliefert. «Mit der Kaufentscheidung an der Brottheke und anderswo übt der Verbraucher Marktmacht aus. Diese Marktmacht sollte er wieder ganz bewusst für regional erzeugte Produkte einsetzen». Seine Erkenntnisse hatte sich der Journalist zuvor hart erarbeitet: Um drei Uhr in der Frühe war er in der Bäckerei Meffert in Lemgo angetreten. Die Arbeit im Handwerksbetrieb mit 14 Bäckern empfand er als abwechselungsreich, die Zeit verging schnell. Besonders beeindruckte ihn, «dass der Chef hier noch selbst in der Backstube mit anpackt». Dieser Chef, Alfred Meffert junior, war denn auch zufrieden: «Wallraff war voll bei der Sache und hat toll mitgearbeitet». «Wir müssen die Abhängigkeit von Konzernen verringern. Regionalität ist eine gute Antwort», sagte der Journalist abends in der Stadthalle. «Wir müssen auch wieder bewusster genießen lernen». Den Einwand, ärmere Menschen seien froh, erhielten sie zehn Brötchen für 1,05 Euro, ließ Wallraff nur bedingt gelten. «Bei Discountern kaufen viele Menschen, die das aus materiellen Gründen nicht müssen». Zudem muss man die Energiekosten zum Aufbacken berechnen. Dann kosten zehn schlechte Brötchen ähnlich viel wie ein Kilo gutes Brot. Fazit: «Wir müssen umdenken, wir brauchen mehr Verbraucherbewusstsein; wir müssen registrieren, dass schlechte Arbeitsbedingungen fast immer schlechte Qualitäten hervorbringen und dass Massenproduktion schon wegen der langen Transportwege schlecht für die Umwelt ist».

Verkäuferin schlägt Räuber mit Brötchentüte in die Flucht

Ludwigsburg. (16.10. / sb) Mit einer Brötchentüte hat die Verkäuferin einer Bäckerei im Kreis Ludwigsburg einen Räuber in die Flucht geschlagen. Der etwa 15 bis 20 Jahre alte Täter habe die 38-jährige Frau mit einem Messer bedroht und von ihr das Bargeld aus der Kasse verlangt, teilt die Polizei in Ludwigsburg mit. Daraufhin schlug sie dem Jugendlichen eine mit Brötchen gefüllte Papiertüte mehrfach ins Gesicht, bis dieser ohne Beute flüchtete. Die Polizei sucht jetzt nach dem Unbekannten, berichtet der Schwarzwälder Bote.

Subway Sandwiches: 30.016 Restaurants in 88 Nationen

Köln. (14.10. / ss) Mit positivem Bescheid für den weltweit größten Franchisegeber prüfte die Deutsche Bank erneut das Konzept von Subway. Marco Wild, Area Development Manager Subway Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg: «Wir freuen uns, dass wir die Deutsche Bank ein weiteres Mal als starken Kooperationspartner gewonnen haben und auf das Know-how des Franchise Finance Centers in Frankfurt zurückgreifen können». Die Prtnerschaft besteht seit Januar 2007. Die Abteilung Franchise Finance ist mit dem Konzept von Subway (DE, AT, CH, LU) vertraut und kennt die Geschäftspläne sowie Investitionsgüter. Für die jährliche Prüfung und den Ausbau der Partnerschaft legten die Systemvertreter unter anderem die Kriterien zur Wahl eines geeigneten Standorts den Experten vor. «Das db FranchiseFinance Konzept und die daraus resultierende Partnerschaft ermöglicht einen beschleunigten Finanzierungsprozess künftiger Subway Franchisepartner», sagt Winfried Wessel, Franchise Finance Manager der Deutschen Bank. Unterdessen teilt die Muttergesellschaft Doctor´s Associates Inc. in Seattle, Washington (USA) mit, dass sie aktuell 30.016 Restaurants in 88 Nationen zählt und damit ein intern gestecktes Ziel erreicht hat – das sie sich erst für 2011 gesetzt hatte. Auch mit dem hiesigen Markt ist die Sandwichkette zufrieden: Derzeit zählt Subway Deutschland 668 Restaurants. Bis 2011 sollen es 1.500 Einheiten sein.

Wallraff / Weinzheimer: Die Staatsanwaltschaft sieht’s anders

Stromberg. (13.10. / nz) Nach den Vorwürfen des Autors Günter Wallraff gegen die Gebrüder Weinzheimer Brotfabrik in Stromberg (vgl. WebBaecker 19/2008 und 20/2008) hat die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach die Ermittlungen jetzt zum Teil eingestellt. Wie ein Sprecher der Behörde sagt, hätten der Brotfabrik Weinzheimer keine Hygieneverstöße nachgewiesen werden können. Ein zweites Ermittlungsverfahren gegen die Großbäckerei wegen fahrlässiger Körperverletzung dauere hingegen noch an. Der Kölner Schriftsteller hatte im Mai berichtet, dass in der Fabrik der Schimmel an den Wänden blühe. Bei der vierwöchigen Tätigkeit im Unternehmen, das für den Discounter Lidl backt, hatte Wallraff nach eigenen Angaben unwürdige Arbeitsbedingungen erlebt. Unter falschem Namen zu Niedriglohn angestellt, habe er bis zur Erschöpfung gearbeitet und wie seine Kollegen mehrfach Brandverletzungen erlitten. Ob die Vorwürfe zuträfen, ließe sich derzeitig nicht sagen, betonte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das Unternehmen hatte die Anschuldigungen als falsch zurückgewiesen.


TERMINE + EVENTS


Lebensmittelrecht: 2. Marburger Symposium

Bonn / Marburg. (17.10. / bmi) Die Forschungsstelle für Europäisches und Deutsches Lebens- und Futtermittelrecht der Philipps-Universität Marburg führt in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Symposium zum Abschluss der Lebensmittelrechtsakademie durch. Neu: Das Symposium findet statt in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Im Fokus steht das «Verbraucherinformationsgesetz» und die mit ihm verbundenen vielfältigen Rechtsfragen und Probleme in der Praxis. Das Symposium wird am 21. November von 11.00 Uhr bis 17.30 Uhr in der Aula der «Alten Universität» Marburg stattfinden. Im Anschluss an die Veranstaltung werden im Rahmen einer Abendveranstaltung im Fürstensaal des Landgrafenschlosses die Abschlusszertifikate der Absolventen 2008 der Lebensmittelrechtsakademie feierlich überreicht. Das Symposium richtet sich an alle Interessenten aus den Bereichen Öffentlicher Dienst, Verbände, Lebensmittelunternehmen, Fachkanzleien sowie an alle ehemaligen und aktuellen Teilnehmer der Lebensmittelrechtsakademie. Nähere Informationen enthält ein Flyer im Format PDF, den Sie on Line herunterladen können.


THEMA DER WOCHE: Südback Stuttgart 18. bis 21. Oktober


Tipps und Hinweise auf einen Blick

Stuttgart. (mstgt) Mehr als 400 Aussteller aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Belgien, Ungarn, Niederlande, Polen, Dänemark und Schweden zeigen ihre Produkte und Dienstleistungen rund um das Bäcker- und Konditorenhandwerk während der Südback vom 18. bis 21. Oktober. Die Neue Messe Stuttgart bietet hierfür das perfekte Ambiente, inmitten eines der dynamischsten Wirtschaftsräume der Welt und der Hightech-Region Nr. 1 in Europa. Für Ihren Besuch gut zu wissen:
Back- und Meisterforum
Konditoren-Trend-Forum
1.500 Quadratmeter Bäko
Stuttgart erleben
Preise und Öffnungszeiten
Hallenplan
Anreise, Aufenthalt, Unterkunft
Ausstellerverzeichnis A-Z
Seien Sie gespannt, welche neuen Trends sich zum Beispiel in den Bereichen Außer-Haus-Verpflegung, Backwaren aus ökologischem Anbau, Kaffeespezialitäten, oder Konditoreien und Cafes der Zukunft abzeichnen. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm regt dazu an, die tägliche Arbeit durch neue Ideen aufzulockern – fahren Sie hin!

FALA: Seien Sie gespannt …

Bühl / Baden. (fa) Wer sich ein Bild von der «neuen» FALA GmbH machen möchte ist herzlich eingeladen, den frisch gestalteten Messestand während der Südback zu besuchen. Vom 18. bis 21. Oktober präsentieren sich die Spezialisten für Backhefe, Backmischungen und Spezialmehle in der Neuen Messe Stuttgart, Halle 3 an Stand 3C30. Einen ersten Eindruck bietet Ihnen ein Schnappschuss, bereitgestellt unter
Info: /r_termine/2008/20081010-FALA-SUEDBACK.JPG

Schnell und detailliert: das Marvin-Informations-System

Kronau. (goe) Das neue Modul, erstmals ab der neuen Marvin Edition 2009 verfügbar, dient zur schnellen und detaillierten Übersicht über viele wichtige Kennzahlen in Ihren Filialen. Ähnlich dem «Filial-Ranking» im Filialmanager ermittelt Marvin aus den täglichen Daten die entsprechenden Werte und zeigt diese als sogenanntes «Cockpit-Chart» an. Durch die Visualisierung der Daten mittels «Ampelfunktion» sind Ausreißer und Fehlentwicklungen sofort erkennbar. Alle Daten werden regelmäßig aktualisiert und können jederzeit durch zusätzliche Informationen verfolgt werden. In den umfangreichen Einstellungen können neben den Auswertungs- und Vergleichszeiträumen auch alle Parameter der Ampelfunktion fixiert werden. Sie legen für jeden Auswertungsbereich fest, wie Ihre betrieblichen Grenzwerte sind (etwa bei der Retourenquote) und Marvin übernimmt automatisch die Überprüfung und zeigt Ihnen die Ergebnisse aller Filialen an. Selbstverständlich können Sie alle Limitierungen auch filialgenau hinterlegen, so dass Sie sich für jede Filiale ein eigenes Bewertungsraster schaffen können.
Info: Ihr Vertriebspartner von Goecom,:::::.de” >Goecom informiert Sie gerne näher über das Marvin-Informations-System. So Sie nicht exakt wissen, wer «Ihr» Vertriebspartner ist, hilft Ihnen die Goecom,:::::.de/Kontakt/kontakt.php” >Goecom Hotline gerne weiter. Oder kommen Sie doch einfach zur Südback nach Stuttgart. Vom 18. bis 21. Oktober finden Sie die Kronauer Spezialisten in Halle 3 – Stand 3B12

IsernHäger: Premiere für Win-Win-Technologie

Isernhagen. (is) Diese Technologie schafft eine Win-Win-Situation zwischen Brot-Produzenten und -Liebhabern: Durch einen gezielten Brühvorgang ist es möglich, mehr Wasser im Brot zu binden. Damit können backende Betriebe jedem Kunden deutlich mehr Aroma und eine längere Frischhaltung bieten. Die IsernHägerAromaanlage Systemline, zentrales Element dieser Win-Win-Strategie, ist modular aufgebaut. Die Anlage besteht aus einem Heizer und einem Kühler und kann entsprechend der Nachfrage bis zu einer Kapazität von 15.000 Kilo je Tag erweitert werden. Die Anlagensteuerung ist bedienerfreundlich und leicht erlernbar. Ergänzt wird die Bedienungssicherheit durch die Möglichkeit der On-Line-Unterstützung. Nicht nur auf diesem Weg sind die Vorteig-Spezialisten aus Isernhagen jederzeit bereit, Ihre Fragen zu beantworten. Neben exzellenter Technik und Technologie hat IsernHäger zur Südback – Halle 9, Stand 9D31 – verschiedene Starterkulturen (StartGut®) im Gepäck; auch in Bio-Qualität. Umfangreiches Know-how zum AromaStück®, zu Weizen- und Roggenvorteigen komplettieren das Angebot für Fachleute, die ihren Kunden das Besondere und Unverwechselbare bieten wollen.
Info: /r_termine/2008/20081010-ISERN-SUEDBACK.JPG


TRENDS + KONZEPTE


«Handwerksbäcker vermarkten ihre Stärken unzureichend»

Bad Soden. (17.10. / dlg) «Schlechte Zeiten sind gut für gute Unternehmer», sagt Thorsten Philippi, Inhaber der im hessischen Nidderau-Windecken ansässigen Philippi´s Backstube. Der engagierte Bäckermeister (31) zeigte während der Lebensmitteltage der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Bad Soden Wege auf, wie Handwerksbäcker trotz des hohen Konzentrationsprozesses und des zunehmenden Preiswettbewerbs gegen größere Betriebe und den Lebensmittel-Einzelhandel in Zukunft erfolgreich bestehen können. «Die Generation 60plus ist mit dem Bewusstsein aufgewachsen, dass der Handwerksbäcker um die Ecke unentbehrlich ist. Doch diese Zeiten sind vorbei», sagt der Bäcker. Es reicht nicht mehr aus, ein gutes Brot zu backen oder selbst täglich am Ofen zu stehen, sieht er nüchtern die Herausforderungen. Der Handwerksbäcker von heute muss ein versierter Manager sein, und er als Unternehmer ist «gnadenlos zum Kalkulieren gezwungen». Dabei ist Philippi keineswegs mutlos. Selbstbewusst sieht er für sich und seine Berufskollegen gute Chancen, im härter werdenden Wettbewerb um Verbraucher zu bestehen. «Diese müssen wir auch konsequent nutzen!», lautet sein Appell an die Berufskollegen. Entscheidend ist für ihn, was Handwerksbäcker besser als andere, besonders besser als der Handel machen können. Zudem rät Thorsten Philippi seinen Kollegen, auch mutig neue Wege zu gehen. Als entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens im Lebensmittelbereich bezeichnet Philippi das Image des Betriebs. «Es beeinflusst heute zu über 50 Prozent den Erfolg. Glaubwürdigkeit ist mehr denn je gefragt» (Volltext).

Lust statt Last: Schneller Genuss liegt im Trend

Frechen. (16.10. / lk) Neue Studie: Sich unterwegs mit Essen und Getränken zu versorgen, gehört zum Lifestyle vieler Europäer dazu und ist längst nicht so stereotyp wie angenommen. Der Latte Macchiato zum Mitnehmen oder das belegte Brötchen schnell zwischendurch auf die Hand: Nur was für gestresste Großstädter im Business-Anzug? Weit gefehlt. Eine aktuelle Studie der Professur für Convenience + Marketing an der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel zeigt, dass Europäer grundsätzlich gerne unterwegs essen und trinken. Und nicht etwa Zeitdruck und Stress bringen Menschen dazu, zwischendurch zu Schokoriegel + Co zu greifen: Der wichtigste Einflussfaktor ist die Freude an der Unterwegsversorgung – und am Genuss. «Viele Menschen genießen es, unterwegs einen Kaffee zu trinken oder ein Sandwich zu essen», sagt Prof. Dr. Sabine Möller von der EBS. «Für sie gehört Unterwegsversorgung einfach zum modernen Lifestyle dazu».
Info: /r_t_konzepte/2008/4208-SCHNELLKOST.HTM

Magnolia: Viel Lärm um eine Bäckerei

New York / NY. (13.10. / dp) Wen interessiert es, wenn eine Bäckerei eine Filiale eröffnet? Gerade mal jene, die im Umkreis von 100 Metern leben, oder? Das mag für die meisten Brötchenbäcker gelten, nicht aber für eine der berühmtesten Bäckereien der Welt, klärt uns «Die Presse» auf. So ging der Eröffnung der dritten Magnolia Bakery ein wochenlanges Schauspiel voran. Medien versuchten seit Monaten, Eröffnungstermin und Standort herauszufinden. Ohne Erfolg. Alles streng geheim. Dann war es so weit. Im Zentrum Manhattans öffnete der dritte Standort seine Pforten. Offiziell bekanntgegeben wurde dies genau einen Tag vorher. Dennoch stellten sich bereits am Vormittag hunderte Leute für die berühmten Cupcakes an. Da spielte es auch keine Rolle, dass Einiges noch gar nicht fertig war. Die Beleuchtung war schlecht, das Bezahlen per Kreditkarte funktionierte nicht. Egal. Schließlich ist es die Magnolia Bakery, in der schon Carrie Bradshaw, Hauptfigur aus «Sex and the City» einkaufen ging. Auch im HollywoodFilm «Der Teufel trägt Prada» war die Bäckerei gegenwärtig. «Man muss kein Mathematiker sein um zu begreifen, dass die Serie uns weltberühmt gemacht hat», sagt Eigentümer Steve Abrams. Als Magnolia 1996 die erste Filiale in der West Village eröffnete, kümmerte das noch niemanden. Dann kam die Serie «Sex and the City» und seither halten täglich mindestens zwei volle Touristenbusse vor der Bäckerei. Deshalb habe man im Januar die zweite Filiale an der Upper West Side eröffnet, und nun eben die dritte in Midtown Manhattan. «Sie können sich nicht vorstellen, wie viele Anfragen für weitere Eröffnungen wir bekommen», sagt Abrams. Ständig meldeten sich Leute aus der ganzen Welt, um nach einer Lizenz der Magnolia Bakery zu fragen. «Doch das werden wir nicht machen, wir wollen klein und familiär bleiben», sagt Abrams.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


IFPRI: Die Welt braucht ein Rettungspaket gegen den Hunger

Berlin. (15.10. / ifpri) Angesichts milliardenschwerer Hilfsfonds für Banken in den Industriestaaten haben das Internationale Forschungsinstitut für Ernährungspolitik (IFPRI) und die Deutsche Welthungerhilfe unisono ein «Rettungspaket gegen den Welthunger» gefordert.
Info: /r_verbraucher/2008/4208-IFPRI.HTM

FIS: Wer die Wahl hat, kauft auch GV-Lebensmittel

London / UK. (15.10. / eu / fis) Eine aktuelle Studie der Europäischen Kommission unter dem Titel «Consumerchoice: Do European consumers buy GM Foods?» untersuchte, ob und wie häufig Verbraucher Produkte mit GV-Kennzeichnung kaufen, wenn sie ihnen in einem normalen Verkaufsumfeld, wie zum Beispiel im Supermarkt oder im Lebensmittelladen angeboten werden. Obschon die Anzahl und Angebote derartiger Produkte begrenzt ist, zeigt die Studie, dass diese Produkte, sofern sie zum Verkauf angeboten werden, auch vom Verbraucher gekauft werden. Die Forscher ermittelten weiterhin, dass einige der Käufer dieser GV-gekennzeichneten Produkte möglicherweise nicht wussten, was sie kauften, während andere dachten, sie würden GV Lebensmittel kaufen, auch wenn dem nicht so war. Der Bericht zeigt, dass mindestens im Bezug auf GV-Lebensmittel, das was Verbraucher sagen, nicht mit dem übereinstimmen muss, was sie dann tatsächlich tun, wenn sie im Supermarkt ihrem normalen Einkaufsverhalten folgen.
Info: /r_verbraucher/2008/4208-GV-CONSUMERCHOICE.HTM

RFID: Deutsche Verbraucher sind gut informiert

Köln. (13.10. / gs) Acht von zehn Verbrauchern in Deutschland würden mit RFIDChips versehene Produkte kaufen. Besonders wichtig sind ihnen dabei zwei Aspekte: Mit der Funktechnologie erhalten sie mehr Informationen zum Produkt, und der Kassiervorgang wird deutlich beschleunigt, was dem Sicherheits und dem Conviniencebedürfnis der Verbraucher entgegen kommt. Das geht aus einer aktuellen länderübergreifenden GfKStudie im Auftrag von GS1 Germany hervor. Befragt wurden Konsumenten in Deutschland, England, Frankreich und den USA zu ihrer Einstellung und ihrem Wissensstand in puncto EPC/RFID. Nur 26 Prozent der Deutschen geben an, die Technologie nicht zu kennen oder sich nicht dafür zu interessieren. Das sieht im internationalen Maßstab ganz anders aus. So haben sich 44 Prozent der USAmerikaner, 58 Prozent der britischen Verbraucher und sogar 60 Prozent der Franzosen noch nicht mit RFID auseinandergesetzt. Die deutschen Konsumenten sind im Vergleich dazu nicht nur besonders gut informiert, sie haben auch genaue Vorstellungen davon, welche Vorteile die Technologie bietet. Der Einsatz der Technologie darf die Produkte nicht verteuern. Darüber hinaus steht auf der Wunschliste auch der Datenschutz für 37 Prozent der Verbraucher in Deutschland ist die Sicherheit der Daten entscheidend. «Die weitere Verbreitung der RFIDTechnologie hängt ganz wesentlich von der Akzeptanz der Verbraucher ab», heißt es seitens GS1 Germany.
Info: GFKStudie zur Verbraucherakzeptanz der RFIDTechnologie


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Getreidepreise: Kurzfristig keine Erholung in Sicht

Bonn. (14.10. / zmp) Die starke Volatilität ist weiterhin das Hauptthema bei den Akteuren am Getreidemarkt. Für Verunsicherung sorgt vor allem der starke Einfluss der internationalen Finanzkrise auf die Weltmarktpreise, berichtet die Zentrale Markt und Preisberichtstelle (ZMP). Mit Blick auf die kommenden Wochen erwarteten die meisten Teilnehmer der Europäischen Warenbörse keine spürbare Preiserholung, zumal die als reichlich eingeschätzte Maisernte im Futtergetreidesegment für zusätzlichen Preisdruck sorgen dürfte. Selbst die optimistischeren Akteure am Getreidemarkt rechnen angesichts einer Produktionssteigerung in der EU-27 um geschätzte 52 Millionen Tonnen auf 306 Millionen Tonnen frühestens im kommenden Frühjahr wieder mit Preis stützenden Impulsen. Hoffnung setzen die Anbieter vor allem auf den Export von Brotweizen in Drittländer, der in dieser Saison umfangreich zur Marktentlastung beitragen könnte. Ob die Zugkraft aus diesem Bereich anhält, wird auch von der Währungsentwicklung Euro/Dollar abhängen, da diese die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Anbieter am Weltmarkt maßgeblich beeinflusst. Zudem weisen Vertreter des europäischen Getreidehandels darauf hin, dass die internationalen Getreidemärkte derzeit stark unter dem Einfluss gesamtwirtschaftlicher Faktoren stehen. Solange die Turbulenzen an den Finanzmärkten anhalten, ist daher keine nennenswerte Unterstützung für die Getreidepreise zu erwarten. Zudem erfordert die starke Volatilität der Getreidepreise ein gut abgestimmtes Risikomanagement und vorausschauende Vermarktungsstrategien (Quelle).

Marktkommentar Getreide: Starke Nerven sind gefragt

Bonn. (14.10. / zmp) Am Getreidemarkt folgt der Euphorie des Vorjahrs nun die Ernüchterung. Mit hoher Geschwindigkeit haben sich die EU-Getreidepreise unmittelbar nach der Ernte auf den Weg nach unten begeben, so dass sie sich inzwischen wieder auf das Niveau der Saison 2006/2007 zu bewegen, berichtet die Zentrale Markt und Preisberichtstelle (ZMP). Beschleunigt wurde der Kursrückgang durch die internationale Finanzkrise, unter deren Einfluss viele Anleger Rohstoffkontrakte an den Terminmärkten verkauften, um ihre Liquidität zu sichern. Faktoren wie Erntemengen und Getreidenachfrage sind somit längst nicht mehr allein für die Kursentwicklung ausschlaggebend. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass sich immer mehr Querverbindungen zu anderen Sektoren wie zum Beispiel den Finanz- und Energiemärkten entwickeln. Die Chancen für eine baldige Erholung der Getreidepreise schätzen viele Marktbeteiligte als gering ein, zumal die Turbulenzen an den Finanzmärkten anhalten und nach der hohen Weizen- und Gerstenernte nun auch bei Mais ein überdurchschnittliches Ergebnis erwartet wird. Als einzigen Hoffnungsschimmer machen die Getreidehändler den lebhaften Export von Brotweizen in Drittländer aus. Die Abgeber von Getreide dürften daher in diesem Wirtschaftsjahr einen langen Atem benötigen (Quelle).

DBV: Konjunkturbarometer Agrar kühlt merklich ab

Image

Berlin. (14.10. / dbv) Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilt, fällt das Konjunkturbarometer Agrar im September 2008 auf 14,6 Punkte von zuletzt 19,0 Punkten im Juni 2008. Das wirtschaftliche Klima in der deutschen Landwirtschaft hat sich damit weiter abgekühlt. In der Befragung fällt die Einschätzung der zukünftigen wirtschaftlichen Lage deutlich ab, während die aktuelle wirtschaftliche Lage annähernd gleich beurteilt wird. Ausschlaggebend hierfür sind nach Bewertung des DBV die von den Landwirten deutlich schlechter eingeschätzten Erzeugerpreise für Milch und Getreide sowie die hohen Belastungen bei den Energiekosten.

ZMP: Finanzkrise wirkt auf die Getreidemärkte

Bonn. (11.10. / zmp) Die Getreidemärkte befinden sich fest im Griff der internationalen Finanzkrise. Sorgen um eine starke wirtschaftliche Abschwächung in vielen Ländern drücken die Rohstoffkurse an den Terminmärkten weiter nach unten, zumal institutionelle Anleger sich aus Liquiditätsgründen in großem Umfang von ihren Engagements im Rohstoffsektor trennen. Vor allem die Notierungen für Rohöl, Mais und Sojabohnen gerieten zuletzt stark unter Druck, unter dessen Einfluss auch die Weizenkurse kräftig Federn lassen mussten. An der Börse Chicago sackte der Kurs des Fronttermins innerhalb von zwei Wochen um knapp 20 Prozent, an der Pariser Matif um mehr als zehn Prozent ab, berichtet die Zentrale Markt und Preisberichtstelle (ZMP). Der starke Liquiditätsbedarf in den USA stützt wiederum den Dollarkurs, was die Exportchancen für EUWare am Weltmarkt erhöht. Hinzu kommt, dass die kräftig gesunkenen Getreidepreise sowie die sinkenden Frachtkosten weitere Nachfrage der traditionellen Einfuhrländer Nordafrikas und des Nahen Ostens hervorrufen. Auch wenn die Weizenausfuhr zu einer gewissen Marktentlastung beiträgt, kann sie den Preisrückgang nicht stoppen.


PERSONEN + EHRUNGEN


DLG: Ernährungswirtschaft mit neuem Geschäftsführer

Frankfurt / Main. (16.09. / dlg) Der Vorstand der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat Martin Eck (40) zum neuen Geschäftsführer im DLG-Fachzentrum für Ernährungswirtschaft berufen. Der bisherige Leiter für das Projektmanagement Lebensmitteltechnologie beim Hamburger Behr´s Verlag hat seine neue Aufgabe bei der DLG Anfang Oktober übernommen. Damit baut die DLG die Facharbeit für den Bereich Lebensmittel konsequent weiter aus, heißt es in einer Presseinfo.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Fazer Group becomes second-largest baker in Sweden

Hamburg. (bm). Fazer Group acquires the Swedish bakery company Lantmännen Färskbröd and thereby becomes second-largest in the Swedish bakery market. The purchase includes one of Sweden´s most well-known and popular brands – Skogaholm. Fazer will invest more than 50 million Euro in bakery operations in Sweden during the next three years, the Finnish company says in a statement. Other topics of the week:

Title Region Date
Pepperidge Farm: opens largest fuel cell plant in United States (US) Thu 10-16
Iran: to host 2. International Bakery Exhibition (IR) Thu 10-16
ISO standards contribute to meeting World Food Day challenge (CH) Wed 10-15
Fazer Group: purchases Lantmännen Färskbröd (FI) Wed 10-15
IFPRI: publishes new Global Hunger Index (US) Wed 10-15
Brabeck-Letmathe: Nestle chairman about inconvenient truths (US) Tue 10-14
DSM and WFP win 2008 ICIS Business Innovation Award (NL) Tue 10-14
Cargill: net earnings up 62 percent in fiscal Q1/2009 (US) Tue 10-14
Pizza Hut UK: renamed as Pasta Hut (UK) Mon 10-13
Nestle USA: Frozen foods plant expansion set for completion (US) Mon 10-13
Almarai: Q3/2008 profit rises, beats forecasts (SA) Mon 10-13
Kontos Foods: wants to expand in Pennsylvania (US) Mon 10-13
Premier Foods: looks to cut crippling debt (UK) Mon 10-13
Fox´s Biscuits: announces new appointment (UK) Mon 10-13
Ralcorp: hires former Kraft exec to lead Post Foods (US) Sat 10-11
Britannia Industries: enters Sri Lankan market (IN) Fri 10-10


REZEPTE + IDEEN


Aromatisch-rustikal: Finnisches Fladenbrot

Isernhagen. (14.10. / is) Die Herstellung des «Finnischen Fladenbrots» aus dem IsernHäger VorteigCentrum kann Fachleute durchaus fordern. Was Profis sportlich nehmen sollten, kommt bei Endverbrauchern als kräftig-aromatisches Gebäck an, das Seinesgleichen sucht. Einzigartig ist und dem produzierenden Betrieb eine unverwechselbare Note verleiht. Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt, dass Sie Ihren Kunden zur Abwechslung ruhig mal etwas ganz Besonderes bieten sollten. Ausgehend von 100 Kilogramm Gesamtgetreidemenge und einer Einwaage von 250 Gramm ergibt das vorliegende Rezept 829 Gebäcke.
PDF (1.053 KB): https://www.webbaecker.de/r_rezepte2008/4208-ISERN-FINNFLADEN.PDF

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