Donnerstag, 29. Februar 2024

WB-35-2013

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 35. KW 2013 (24.08. bis 30.08.)
Download: https://www.webbaecker.de/13archivphp/wb3513.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Württemberg: Bäcker Weiss in finanzieller Schieflage
02. BackWerk: über den Bekanntheitsgrad der Marke

TERMINE + EVENTS:
03. Bäko Workshop: zum Thema «Kernkompetenzen»

MANAGEMENT + BETRIEB:
04. Basel III kommt: Gibt es Änderungen für Ihr Unternehmen?
05. UFI: bietet geprüfte Fakten zu knapp 2.500 Messen
06. Analyse: Auch junge Entscheider setzen auf Messen
07. Apropos Schnittstellen: Goecom macht Kasse
08. Ernährungsindustrie: zieht mäßige Halbjahresbilanz
09. Halloren: meldet hohes zweistelliges Wachstum

TRENDS + KONZEPTE:
10. Jeder dritte Smartphone-Nutzer teilt seinen Standort mit
11. Mobile Websites fallen bei jedem zweiten Nutzer durch

MARKETING + VERKAUF:
12. Schwierige Zeiten: Deutsche sparen beim Essen
13. Markenartikel: «Qualität» allein reicht nicht mehr
14. Konsumtempel: Gute Atmosphäre lockt Kunden

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
15. Agrarpolitik: 20 Verbände fordern Veränderungen
16. Lebensmittel: 78 Prozent sind gegen Spekulation

BOOKMARKS + BOOKS:
17. Sachbuch: Firmen müssen nicht sterben …
18. Brot und Gebäck: im Lichte der Rechtsprechung
19. Berufsbildung: BIBB legt neuen Jahresbericht vor
20. Global Industry: Lotus Bakeries announced H1/2013 results

REZEPTE + IDEEN:
21. Weinlese hat begonnen: Wie wäre es mit «Pain au vin»?


MARKT + UNTERNEHMEN


Württemberg: Bäcker Weiss in finanzieller Schieflage

Kupferzell. (30.08. / ag) Die Bäckerei-Konditorei Weiss im Regierungsbezirk Stuttgart hat vor dem zuständigen Amtsgericht Insolvenz angemeldet. So hat das Amtsgericht Heilbronn im Zuge des Insolvenzantragsverfahrens über das Vermögen von Inhaber Jürgen Weiß zur Sicherung der künftigen Insolvenzmasse und zur Aufklärung des Sachverhalts den Heilbronner Rechtsanwalt Gerhard Fichter zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt (AZ: 13.IN.494/13.B). Das Unternehmen zählt in der Region zehn Filialen, vier Verkaufsmobile sowie diverse Wiederverkäufer und Großkunden. Insgesamt beschäftigt die Bäckerei-Konditorei Weiss 75 Mitarbeitende, weiß die Regionalpresse. Der Geschäftsbetrieb läuft zunächst unverändert weiter. Das Unternehmen auf der Hohenloher Ebene blickt auf eine 150-jährige Tradition zurück. Es ist zu wünschen, dass es die finanzielle Schieflage trotz der bekannten «verschärften Marktbedingungen» überwinden kann.

BackWerk: über den Bekanntheitsgrad der Marke

Essen. (28.08. / bw) Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte BackWerk als die zweitbekannteste Bäckereimarke in Deutschland. Angeführt wird die Liste der Marken-Stars in der Backwaren-Branche von Kamps mit 56 Prozent. BackWerk erreichte 31 Prozent, heißt es in einer ausführlichen Mitteilung aus Essen an der Ruhr. Demnach steigerte der Pionier und Marktführer unter den SB-Bäckereien seit 2010 den Bekanntheitsgrad um 6,5 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen die Franchise-Ketten Backfactory (24 Prozent) sowie Ditsch (19 Prozent) und LeCroBag (13 Prozent). Den höchsten Bekanntheitsgrad erzielt BackWerk in Nordrhein-Westfalen sowie in den Metropolen Berlin und Hamburg – hier kennt jeder zweite Befragte den SB-Backwarenhändler. In den deutschen Städten ab 100.000 Einwohner erzielt der Bekanntheitsgrad bereits die Rekordmarke von jetzt 48 Prozent. Den Aufstieg zur bundesweit bekannten Marke absolvierte das Franchise-System in nur zwölf Jahren. Im Frühjahr 2001 nahm das Handelskonzept in Düsseldorf seine Arbeit auf und begann, die Bäckerbranche zu revolutionieren. Der traditionelle Backwaren-Markt wurde aufgebrochen und ein Prozess hin zum günstigen Angebot in Gang gesetzt – der in anderen Branchen längst abgeschlossen war. Schnell folgten Epigonen wie BackFactory, Middelberg oder Mr.Baker, was zu einer raschen Etablierung des neuen Betriebstyps führte. Heute gehören SB-Bäckereien fest zum Bild in den meisten deutschen Großstädten. Aktuell rangiert das als «Franchise-System des Jahres 2011» ausgezeichnete Unternehmen mit 300 Standorten nach Filialzahl unter den «Top Five» der deutschen Bäckerketten.


TERMINE + EVENTS


Bäko Workshop: zum Thema «Kernkompetenzen»

Ladenburg. (30.08. / bae) «Seit 25 Jahren ist der Bäko-Workshop das Highlight der Backbranchenkongresse. Seither haben wir viele erfolgsrelevante Trendthemen unseres Marktes beleuchtet und diskutiert. Auch in diesem Jahr werden wir uns der für die Zukunft entscheidenden Branchenthemen annehmen», freut sich Holger Knieling, geschäftsführender Vorstand der Bäko Zentrale Süddeutschland, auf die Veranstaltung. Vom 03. bis 05. November werden im Aachener Eurogress wieder viele namhafte Top-Referenten zu spannenden Themen auf der Bühne stehen und mit wissenschaftlichen Ansätzen, ganz persönlichen Sichtweisen und dem nötigen Quäntchen Humor neben den Branchenthemen auch allgemeine gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen behandeln. Das Thema «Kernkompetenzen der backenden Betriebe» wird sich dabei wohl wie ein Band durch die Veranstaltung ziehen. So wirft der Workshop unter anderem die Frage auf: Ist das Herstellen von Backwaren die ausschließliche Kernkompetenz einer Bäckerei? Definiert man Kernkompetenz im Sinn eines Wettbewerbsvorteils, darf man darüber durchaus geteilter Meinungen sein. Vorbereitet mit neuesten Marktdaten aus dem Brot- und Backwarenmarkt sowie dem Außer-Haus-Markt referieren und diskutieren Marktakteure und Analysten aus unterschiedlichen Perspektiven. Der 25. Bäko-Workshop thematisiert in Aachen darüber hinaus die Frage «Sind Frauen die besseren Bäcker?», beschäftigt sich mit der öffentlich geförderten Studie zur Reduzierung der Warenvernichtung von Brot und Backwaren und beleuchtet die aktuelle Situation des Euros sowie deren Auswirkung auf das backende Handwerk. Das vollständige Programm sowie die Möglichkeit der Anmeldung on Line finden Interessenten auf der Workshop-Homepage.


MANAGEMENT + BETRIEB


Basel III kommt: Gibt es Änderungen für Ihr Unternehmen?

Isernhagen / Hannover. (29.08. / ge) Nach Basel II wird Basel III ab Januar 2014 bis zur vollständigen Umsetzung im Jahr 2018 eingeführt werden. Basel III ist die Reaktion der größten Wirtschaftsnationen auf die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, um eine strengere Regulierung der Kreditinstitute zu bewirken. In Zukunft soll Basel III als tragfähiges Fundament des grundsätzlich leistungsfähigen Finanzsystems dienen, um das Risiko weiterer Krisen einzugrenzen. Für Unternehmen können mit dieser Einführung unter Umständen die Kreditkonditionen steigen oder eine Kreditvergabe erschwert werden. Weshalb das so ist, erklärt Ihnen Unternehmensberater Daniel Feldmann von Gehrke Econ kurz und knapp unter der Überschrift «Gibt es Veränderungen für Ihr Unternehmen?». Darin empfiehlt der Experte allen mittelständischen Unternehmen, ihre Finanzierung zu prüfen, in Gesprächen mit den Hausbanken über Schwachpunkte des Ratings zu reden und nach Verbesserungsmöglichkeiten für das Rating zu suchen. Für Fragen zu Basel III oder zur Unterstützung bei der Verbesserung Ihres Ratings steht Ihnen natürlich auch Daniel Feldmann gerne zur Verfügung – unter der Rufnummer 0511-70050-534 oder per E-Mail.

UFI: bietet geprüfte Fakten zu knapp 2.500 Messen

Berlin. (28.08. / fkm) Geprüfte Kennzahlen für 2.494 Messen und Ausstellungen in Europa enthält die Broschüre «Euro Fair Statistics 2012», die der Welt-Messeverband UFI Ende Juli herausgegeben hat. Sie umfasst Daten von 13 Prüforganisationen, die in 23 europäischen Ländern tätig sind, darunter die deutsche FKM – Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen. Mit dieser Messestatistik wollen die beteiligten Länder vor allem europaweit tätigen Unternehmen die Messeplanung und die Messe-Erfolgskontrolle erleichtern. Der Bericht verzeichnet geprüfte Messen mit insgesamt 679.789 Ausstellern, 67,2 Millionen Besuchern und 24,8 Millionen Quadratmetern registrierter, vermieteter Fläche. Die UFI schätzt, dass der Bericht 50 Prozent des europäischen Marktes repräsentiert. Die in Englisch erschienene Broschüre «Euro Fair Statistics 2012» (Format PDF) können sich Interessenten vom FKM-Server kostenfrei herunterladen.

Analyse: Auch junge Entscheider setzen auf Messen

Berlin. (28.08. / auma) Entscheidungsträger aus den Chefetagen großer und kleiner Unternehmen sowie Behörden sind besonders messeaktiv: 89 Prozent von ihnen besuchen zumindest gelegentlich Messen, gut drei Viertel wenigstens einmal im Jahr. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen Leseranalyse Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung (LAE) von diesem Frühjahr. Der LAE ist ein Zusammenschluss von Verlagen und dem Verband der Media-Agenturen. Von insgesamt 2,71 Millionen Entscheidungsträgern in deutschen Unternehmen und Verwaltungen sind 85 Prozent Messebesucher, 2003 waren es nur 77 Prozent. Zwei Drittel der Befragten besuchen mindestens einmal jährlich eine Messe, 39 Prozent sind mehrmals im Jahr auf Messen unterwegs. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass jüngere Entscheider bis 29 Jahren Messen ebenfalls stark nutzen: 91 Prozent dieser Gruppe besuchen zumindest gelegentlich Messen, 69 Prozent mindestens einmal im Jahr. Herausragend in Bezug auf ihre Messenutzung sind neben den Entscheidern aus der Chefetage die Führungskräfte aus den Bereichen Forschung + Entwicklung sowie Konstruktion: 95 Prozent gehen wenigstens gelegentlich auf Messen. Aus dem Segment Absatz und Marketing sind 89 Prozent der Entscheidungsträger auf Messen unterwegs. Nach Auffassung des AUMA bestätigen diese Ergebnisse die Bedeutung von Messen als hocheffizientes Informations- und Beschaffungsinstrument.

Apropos Schnittstellen: Goecom macht Kasse

Kronau. (28.08. / goe) Viele Anbieter für Bäckereisoftware bieten zusätzlich noch eigene Kassenprogramme oder -systeme an. Goecom hat genau darauf von Anfang an verzichtet, um den Nutzern der modularen Bäckereisoftware Marvin die Möglichkeit zu bieten, jedes gewünschte Kassensystem einzusetzen. Die Schnittstellen werden in Absprache mit dem jeweiligen Kassenhändler den Wünschen und Ansprüchen der Bäckerei vor Ort gemäß eingerichtet und können jederzeit modifiziert werden, sollten sich die Rahmenbedingungen ändern. Die Einbindung weiterer Filialen oder Kassen ist kostenlos durch den Kunden möglich; alle relevanten Daten können automatisiert aus den Kassen an Marvin übergeben und hier verarbeitet oder an die Finanzbuchhaltung oder Kassenbuch übermittelt werden. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Goecom Hotline oder Ihren zuständigen Servicepartner.

Ernährungsindustrie: zieht mäßige Halbjahresbilanz

Berlin. (27.08. / bve) Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete im ersten Halbjahr (H1/2013) einen Umsatz von 85,4 Milliarden Euro, das entspricht einem Zuwachs von 3,0 Prozent. Preisbereinigt sank der Branchenumsatz um 0,2 Prozent. Eine wichtige Stütze für die Unternehmen war das Auslandsgeschäft. Im H1/2013 stiegen die Lebensmittelexporte um 3,9 Prozent auf 25,3 Milliarden Euro. Preisbereinigt wurde ein Exportwachstum von plus 1,5 Prozent erreicht, Wachstumstreiber sind vor allem kaufkräftige und konsumfreudige Märkte außerhalb der EU. Gemäß der Branchenkonjunktur entwickelte sich die Lebensmittelproduktion im H1/2013 mäßig, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex blieb 0,3 Prozent unter Vorjahresniveau. Besonders im Sommermonat Juni blieben die Umsatz- (minus 0,7 Prozent) und Exportergebnisse (minus 1,5 Prozent) deutlich unter dem Vorjahreswert. Nach wie vor angespannt ist die Lage an den Agrarrohstoffmärkten. Zusammen mit gestiegenen Energie- und Personalkosten belastet dies die Ertragslage der Unternehmen erheblich. Trotz der mäßigen Bilanz bleiben die Hersteller zuversichtlich. Im Vergleich zum H1/2012 stieg der ifo-Geschäftsklimaindex der Branche um 1,8 Prozent. Wichtige Wachstumsimpulse werden vor allem im Exportgeschäft erwartet. Die gute Arbeitsmarktlage, geringe Sparneigung und geringe Inflation bei den allgemeinen Lebenshaltungskosten fördern die Kauflaune der Verbraucher. Das Konsumklima stieg im H1/2013 um 4,9 Prozent, die Anschaffungsneigung sowie Einkommens- und Konjunkturerwartungen sind im EU-Vergleich überdurchschnittlich. Die Entwicklung der Verbraucherpreise folgte im H1/2013 dem Trend aus dem Vorjahr. So verteuerten sich die Verbraucherpreise insgesamt um 1,5 Prozent, die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 3,9 Prozent. Im internationalen und langfristigen Vergleich sind die Lebensmittelpreise in Deutschland jedoch nach wie vor günstig. Im Juli 2013 sanken die Lebensmittelpreise gegenüber dem Vormonat wieder um 0,2 Prozent, während die allgemeinen Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent stiegen.

Halloren: meldet hohes zweistelliges Wachstum

Halle / Saale. (26.08. / hag) Die Halloren Schokoladenfabrik AG meldet für das erste Halbjahr (H1/2013) ein hohes zweistelliges organisches Wachstum. Dies gilt sowohl für das Unternehmenswachstum als auch die Vergrößerung des Marktanteils. So erhöhte sich der Konzernumsatz um 20,7 Prozent auf 37,74 Millionen Euro. Die Gesamtleistung verbesserte sich unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an Fertigwaren und der sonstigen betrieblichen Erträge um 25,8 Prozent auf 44,99 Millionen Euro. Die Ertragsseite im H1/2013 wurde noch immer leicht durch weiterhin hohe Kosten im Materialbereich belastet. Mit einer Verbesserung ist hier wiederum im Jahresendgeschäft zu rechnen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verringerte sich um 0,3 Millionen Euro, fällt aber mit 0,72 Millionen Euro positiv aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) beträgt minus 0,85 Millionen Euro (H1/2012: minus 0,54 Millionen Euro). Die Auftragssituation hat sich auch im zweiten Quartal absolut und strukturell verbessert. Insgesamt gingen im Q2/2013 Aufträge im Gesamtvolumen von 18,2 Millionen Euro ein, plus 21 Prozent gegenüber dem Q2/2012. Die vier Standorte Halle (Marken- und Premiumartikel), Delitzsch (Industrie und Produkte im Preiseinstieg), Cremlingen (Chocolaterie) und Gouda (Industrieproduktion, wie etwa Schokoladenmünzen) bieten ein umfassendes, auf Wachstum ausgerichtetes Sortiment. Ergänzt wird das Portfolio durch die ab September zu 50 Prozent zur Gruppe gehörende Bouchard Daskalidès im belgischen Gent. «Halloren ist strategisch, finanziell und operativ gut positioniert», sagt der Vorstandsvorsitzende Klaus Lellé. «Die Umsätze werden auf über 100 Millionen Euro steigen und wir erwarten, die operativen Kennziffern gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern zu können und damit wiederum einen Jahresüberschuss in Höhe des guten Gesamtergebnisses von 2012 zu erreichen».


TRENDS + KONZEPTE


Jeder dritte Smartphone-Nutzer teilt seinen Standort mit

Berlin. (27.08. / bk) Jeder dritte Smartphone-Besitzer teilt per Internet seinen Standort mit, um ortsbezogene Dienste zu nutzen. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Bitkom in Deutschland ergeben. Am häufigsten wird der Standort kommuniziert, um Geschäfte, Gaststätten oder Dienstleistungen in der Nähe angezeigt zu bekommen: Mehr als ein Fünftel (21 Prozent) nutzt solche Dienste. «Standortmitteilungen schlagen die Brücke zwischen Offline- und Online-Welt», sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. «Mit ortsbezogenen Diensten können die Nutzer sehen, welche Angebote es in der Nähe ihres aktuellen Standortes gibt oder ob sich Bekannte dort aufhalten». Die Standortmitteilung erfolgt zum Beispiel über eine Statusmeldung in Sozialen Netzwerken, die mit einem Kartendienst verknüpft wird. Zudem können viele Apps so eingerichtet werden, dass Standortinfos des Nutzers verwendet werden. So informieren Reise-Apps wie Tripadvisor oder HolidayCheck sowie Bewertungsportale wie Yelp darüber, welche Restaurants, Clubs oder Hotels sich in der Nähe befinden. Andere Apps lokalisieren Bankautomaten, Apotheken oder Tankstellen. Verkehrs-Apps wie der DB Navigator oder MyTaxi zeigen an, welche Verkehrsmittel am jeweiligen Standort zur Verfügung stehen. Neben der Nutzung kommerzieller Angebote spielen bei Lokalisierungsdiensten soziale Kontakte eine wichtige Rolle. Zehn Prozent aller Smartphone-Nutzer teilen anderen Personen per Internet ihren aktuellen Standort mit, damit Freunde, Bekannte oder Verwandte sehen können, wo sie sich gerade aufhalten.

Mobile Websites fallen bei jedem zweiten Nutzer durch

Düsseldorf. (27.08. / bvdw) Mobiles Internet ist nicht mehr aufzuhalten, jedenfalls nicht bei den Verbrauchern. Die Nutzung von Smartphones ist in den letzten zwei Jahren um 122 Prozent gestiegen und der Nutzungsanteil in der deutschen Bevölkerung liegt aktuell bei 40 Prozent. Auf Unternehmensseite scheint dieser Trend noch nicht angekommen zu sein. Die mobilen Websites bleiben hinter den Erwartungen der Nutzer zurück. Von den befragten Smartphone-Nutzern geben 52 Prozent eine negative Bewertung der mobilen Websites bei den untersuchten Branchen an. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Studie «Deutschland wird Mobile – Sind die Unternehmen vorbereitet?», die für die Initiative «Do Mobile» im Rahmen einer Kooperation der Fachgruppe Mobile im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), Google und TNS Infratest erstellt wurde. Die Studie im Format PDF gibt es kostenfrei zum Download auf dem BVDW-Server.


MARKETING + VERKAUF


Schwierige Zeiten: Deutsche sparen beim Essen

Hamburg. (26.08. / acn) Schwierige Zeiten für den Lebensmittel-Einzelhandel in Deutschland: Die ohnehin preissensiblen deutschen Konsumenten greifen beim Essen deutlich häufiger als im Vorjahr zu Sonderangeboten und reduzierter Ware. Vor allem bei frischen Produkten wie Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse sparen die Deutschen. Zudem legen sie immer häufiger die in der Regel günstigeren Eigenmarken der Handelsketten in den Einkaufswagen, statt die Artikel von Markenherstellern zu wählen. Hintergrund der anhaltenden Sparsamkeit: Die überwiegende Mehrheit, nämlich 82 Prozent der Konsumenten, meint, dass Lebensmittel deutlich teurer geworden seien. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie «ShopperTrends 2013» aus dem Hause Nielsen Company. Die Marktforscher analysierten hierfür in mehr als 50 Ländern, wie sich Käufer verhalten und wie sich dies im Zeitverlauf ändert. Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland: «Beim Essen achten die deutschen Verbraucher zunehmend auf ihr Geld. Viele Haushalte versuchen ganz gezielt, trotz steigender Lebensmittelpreise nicht mehr auszugeben. Je nach Warengruppe kommen dabei verschiedene Sparstrategien zum Einsatz».

Markenartikel: «Qualität» allein reicht nicht mehr

Hamburg. (26.08. / acn) Von der Sparsamkeit der Verbraucher in Deutschland profitieren vor allem Eigenmarken des Handels. Etwa zwei Fünftel des Umsatzes im deutschen LEH entfallen auf diese Produkte. Vor allem in der Gunst der deutschen Konsumenten haben sie erheblich zulegen können. Nach Angaben der Marktforscher von Nielsen Company kaufen 25 Prozent der Verbraucher mehr Eigenmarken als im Vorjahr. Das liegt nicht nur am günstigeren Preis. Wichtigstes Kriterium für den Griff zur günstigen Eigenmarke ist die Qualität. 61 Prozent der Befragten – und damit fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr – geben an, dass die Qualität der Handelsmarken vergleichbar mit der von Markenprodukten sei, 24 Prozent sagen, dass diese Qualität zugenommen habe. «Offenbar findet bei vielen Konsumenten ein Umdenken statt», sagt Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland: «Eigenmarken gelten zwar schon länger nicht mehr als zweite Wahl, aber nun scheinen sie sich als echte Qualitätsalternative zu Markenprodukten zu etablieren. Diese Entwicklung ist für die Hersteller von Markenartikeln ein wichtiges Signal, da eine Positionierung über das Qualitätsversprechen allein im Wettbewerb mit den Handelsmarken nicht mehr ausreicht».

Konsumtempel: Gute Atmosphäre lockt Kunden

Hamburg. (26.08. / acn) Die Produkte sollen bitteschön preiswert sein – doch der Supermarkt darf deshalb noch lange nicht schäbig aussehen. Auf diesen kurzen Nenner lassen sich die Vorlieben der deutschen Konsumenten bringen, wenn es um die Wahl des Lieblingssupermarktes geht. Hier punkten vor allem Märkte, die mit einer angenehmen Einkaufsatmosphäre und Service-orientiertem Personal aufwarten. Tendenziell kaufen Kunden lieber in größeren Geschäften ein, die eine umfangreiche Produktauswahl vorhalten, so dass sie mit dem Besuch eines Ladens ihre komplette Einkaufsliste abarbeiten können. Wie gut die Geschäfte erreichbar sind, spielt für die Entscheidung dagegen eher eine untergeordnete Rolle. «Im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel herrscht ein extrem scharfer Wettbewerb. Zu verstehen, dass Kunden auf der einen Seite preissensibel sind, deswegen auf der anderen aber nicht auf ein schönes Einkaufserlebnis und guten Service verzichten wollen, ist hier entscheidend», sagt Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Agrarpolitik: 20 Verbände fordern Veränderungen

Berlin. (29.08. / boelw) Bauern, Naturschützer und die ökologische Lebensmittelwirtschaft fordern von der Agrarministerkonferenz eine konsequente Politik für bäuerliche Betriebe, mehr Naturschutz und ökologische Landwirtschaft, denn: Die aktuelle Reform der EU-Agrarpolitik bietet den Mitgliedstaaten so viele Möglichkeiten wie nie zuvor, die Steuermilliarden tatsächlich zum Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft und zur Honorierung von Natur- und Tierschutz und ökologischer Landwirtschaft einzusetzen. In einem gemeinsamen Plattform-Papier fordern 20 Organisationen aus ganz Deutschland die Agrarminister von Bund und Ländern auf, diese Chancen in vollem Umfang zu nutzen. Das Papier stellten die Organisationen jetzt anlässlich der gerade stattfindenden Herbst-Agrarministerkonferenz in Würzburg vor. Das von Bundesministerin Ilse Aigner (BMELV) vorgelegte Konzept zur nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform lehnen die Verbände ab, weil es an der bisherigen falschen Ausrichtung der Agrarpolitik und der weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft festhält (Volltext). Zusammen mit weiteren Organisationen der Kampagne «Meine Landwirtschaft» hatten/haben die 20 Verbände zu öffentlichen Aktionen rund um die Würzburger Agrarministerkonferenz eingeladen. Details hierzu gibt es unter wir-haben-es-satt.de.

Lebensmittel: 78 Prozent sind gegen Spekulation

Berlin. (27.08. / od) Drei von vier Deutschen finden, dass Banken aus spekulativen Finanzgeschäften mit Nahrungsmitteln aussteigen sollten. Nur elf Prozent sind für ein Weiterlaufen dieser Geschäfte. Das zeigt eine von Oxfam in Auftrag gegebene, repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa. Insgesamt wollen 78 Prozent der Befragten, dass Finanzinstitute nicht mehr auf die Preise von Nahrungsmitteln wetten. In der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen sprachen sich sogar 83 Prozent für einen Ausstieg der Banken aus. «Das ist ein deutliches Zeichen für die Banken, dass die Menschen solche Geschäfte nicht billigen», sagt David Hachfeld, Wirtschaftsreferent bei Oxfam Deutschland. «Banken und Versicherer wie die Allianz und Deutsche Bank sollten dieses Votum ernst nehmen und diese Anlagen endlich stoppen» (Volltext).


BOOKMARKS + BOOKS


Sachbuch: Firmen müssen nicht sterben …

Münster. (29.08. / wfr) «Firmen müssen nicht sterben – aber manchmal werden sie umgebracht». Weshalb scheitern Unternehmen, während andere dauerhaft erfolgreich sind? Das Sachbuch von Jochen Schmitt beschäftigt sich mit Schlüsselfaktoren, die nach Meinung des Autors für Erfolg und Misserfolg von Unternehmen von maßgeblicher Bedeutung sind. Seine Meinung stützt sich nicht nur auf eigene Erfahrungen, sondern auch auf Ergebnisse und Erkenntnisse, die er bei der Analyse von Geschichten gescheiterter Firmen und in intensiven Gesprächen mit Inhabern, Vorständen, Führungskräften und Mitarbeitern langjährig erfolgreicher Unternehmen gewonnen hat. Was waren die wirklichen Ursachen für den dramatischen Absturz von Schlecker? Was führte dazu, dass in Dortmund die frühere Hochburg der deutschen Brauindustrie in sich zusammenfiel und selbst die Branchen-Ikone König Brauerei verblasste? Was erklärt, dass es so vielen Firmen nicht gelingt, gesund und vital zu bleiben, Krisen zu verhindern oder sie zu meistern? Wie schaffen es andere, sich über Jahrzehnte und Jahrhunderte zu behaupten und anhaltend erfolgreich zu sein? Gibt es, unabhängig von Branche und Firmengröße, gemeinsame, typische Ursachen, die für Erfolg und Misserfolg von Unternehmen verantwortlich sind? Diesen Fragen ist der Autor, der selbst langjährig in Leitungsverantwortung war, intensiv nachgegangen. Die aufschlussreichen Erkenntnisse aus seinen Analysen hat er zusammen mit eigenen Erfahrungen in diesem Buch festgehalten.
Info: Der Titel ist erschienen im Selbstverlag der «Westfälischen Reihe»; 128 Seiten; Hardcover; 978-3-95627-029-1; zum Preis von 18,90 Euro. Mehr zum Buch und zum Autor finden Interessenten hier. Zum Shop geht es hier entlang.

Brot und Gebäck: im Lichte der Rechtsprechung

Berlin. (24.08. / wifo) Erhöhte Dioxingehalte in Eiern, mangelnde Betriebshygiene, undeklariertes Pferdefleisch in Lasagne – nahezu täglich berichten Medien über Missstände in der Lebensmittelbranche. Meist basieren diese tatsächlich auf Rechtsverstößen, doch längst nicht jeder Missstand wird auch zum Skandal. Warum dies so ist und welche Rolle die Medien bei der Entwicklung von Lebensmittelskandalen spielen, damit beschäftigt sich Prof. Dr. Hans Mathias Kepplinger vom Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in seinem Beitrag «Hausgemacht oder mediengemacht? Lebensmittelskandale als mediales Phänomen». Sein Fazit: Hersteller müssen die Ursachen beseitigen, die zur Skandalisierung von Lebensmitteln führen können. Das ist keine leichte Aufgabe, bietet doch allein das Lebensmittelrecht unzählige Fallstricke und damit Möglichkeiten, mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Damit genau dies nicht passiert, lohnt es sich unter anderem die aktuelle Rechtsprechung im Blick zu behalten. Rechtsanwalt Dr. Markus Kraus hat für «backwaren aktuell» die wichtigsten Branchen-relevanten Fälle der Jahre 2011/2012 zusammengetragen. Doch nicht nur Rechtsverstöße, auch unbedachte Reaktionen auf Kundenreklamationen können einen Skandal heraufbeschwören. Wichtig ist es daher, klare Regeln für den Umgang mit kritischen Kunden festzulegen. Wie dies in der Praxis aussehen kann, darüber berichtet Heinrich Münsterjohann in einem Beitrag zum Reklamationsmanagement. Dies und mehr finden Interessenten in der jüngsten Ausgabe von «backwaren aktuell» (02/2013) – herunterzuladen vom Server des Wissensforums Backwaren Berlin/Wien.

Berufsbildung: BIBB legt neuen Jahresbericht vor

Bonn. (24.08. / bibb) Wie hat sich die berufliche Bildung im letzten Jahr weiterentwickelt? Welche inhaltlichen Schwerpunkte hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gesetzt, um die berufliche Aus- und Weiterbildung für die Zukunft fit zu machen? Antworten hierauf finden sich im neuen BIBB Jahresbericht 2012/2013. «Der Jahresbericht stellt exemplarisch die Forschungs- und Arbeitsergebnisse in zentralen Aktionsfeldern des Instituts vor», erklärt BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. «Er dokumentiert den Anspruch des BIBB als nationales Kompetenzzentrum und ‘gemeinsame Adresse’ für die Berufsbildung in Deutschland. Wir werden auch in Zukunft innovative Impulse geben, um den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis zu fördern». Dies sei das eigentliche Erfolgsrezept der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Deutschland. Besonders relevante Themen im Berichtsjahr 2012/2013 waren für das BIBB der demografische Wandel und der Fachkräftemangel, die Berufsorientierung, die Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen Berufs- und Hochschulbildung sowie nicht zuletzt die Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) sowie die Umsetzung des 2012 in Kraft getretenen Anerkennungsgesetzes. Im Kapitel «Internationalisierung der Berufsbildung» zeigt der Jahresbericht darüber hinaus, welche weltweit gestiegene Wertschätzung das System der dualen Berufsausbildung in Deutschland in letzter Zeit erfahren hat und welchen Beitrag ein solches System bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa leisten kann. «Das BIBB», sagt Esser, «hat auf die gestiegene Nachfrage aus dem Ausland mit einem konsequenten Ausbau seiner weltweiten Beratungs- und Netzwerkaktivitäten reagiert». Dem diene auch die Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation, die derzeit im BIBB aufgebaut wird.

Global Industry: Lotus Bakeries announced H1/2013 results

Hamburg. (bm) Lotus Bakeries Group has released its financial results for the first half of 2013 (H1/2013). The company announced a strong turnover growth of almost 15 percent, of which seven percent internally generated. Recurrent operating result (Rebit) increased by 6,5 percent. The investment programmes at Koninklijke Peijnenburg were successfully completed. Other topics of the week:

Title Region Date
Lotus Bakeries: announced H1/2013 financial results (BE) Fri 08-30
Snyder´s-Lance: Acquires Stateline Service Corporation (US) Thu 08-29
Iran food + hospitality: exhibitors were satisfied (IR) Thu 08-29
Subway: Reaches 40’000th Restaurant Milestone (US) Wed 08-28
CHS and Dakota Plains to study consolidation (US) Wed 08-28
Mondelez: Announces Region Leadership Changes (US) Wed 08-28
Maple Leaf: frees capital to support future investments (CA) Tue 08-27
UK cake market: Small cakes are the icing (UK) Tue 08-27
BreadTalk: H1/2013 net profit up 5,2% to 4,7 million SGD (SG) Mon 08-26
RiceBran: Reports Q2/2013 Financial Results (US) Mon 08-26
Vaasan: announces two appointments (FI) Mon 08-26
Fazer: renews traditional Café in Munkkivuori (FI) Sat 08-24
Fazer: opens new oat mill in Lahti (FI) Sat 08-24
Orkla: announces new EVP Operations (NO) Sat 08-24


REZEPTE + IDEEN


Weinlese hat begonnen: Wie wäre es mit «Pain au vin»?

Isernhagen. (29.08. / is) Zwar beginnt die Weinlese 2013 in Deutschland später als üblich, doch in der Pfalz ist der Startschuss schon gefallen: Dank der dortigen Weinkönigin sollte bald der erste Federweiße zu haben sein – entnehmen wir den Lokalnachrichten. Sicher gibt es eine traditionelle Verbindung zwischen Federweißem und Flammkuchen. Andererseits ist der Beginn der Weinlese auch eine schöne Zeit, um «Pain au vin» ins Sortiment zu nehmen – sofern es dort nicht seinen festen Platz hat. Das Brot passt nicht nur hervorragend zum Rotwein, sondern enthält auch erhebliche Mengen davon. Daher eignet es sich auch sehr gut, um zur alljährlichen Kampagne um den Beaujolais Primeur zum Einsatz zu kommen – wobei diese Kampagne natürlich erst am dritten Donnerstag eines jeden Novembers beginnt. Wie auch immer: Vor mehr als acht Jahren hat IsernHäger an dieser Stelle viele interessante Informationen (PDF) zum Thema vorgestellt, die auf dem WebBaecker-Server nach wie vor verfügbar sind. Rezeptvorschläge – sowohl eine pikante als auch eine süße Variante – gibt es natürlich auch. Herstellungsempfehlungen erleichtern den ersten Versuch. Der pikanten Variante sind zudem Verkaufsinfos, Brennwert- und andere Nährstoffangaben beigefügt. Die Rezepte Pain au vin pikant (517 KB) und Pain au vin süß (329 KB) finden Interessenten im Format PDF vor.

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