Donnerstag, 29. Februar 2024

WB-30-2010

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 30. KW 2010 (24.07. bis 30.07.)
Download: https://www.webbaecker.de/10archivphp/wb3010.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Bayern: Das Bäckerhandwerk in Zahlen
02. Schweiz: das Bäcker-Konditor-Gewerbe in Zahlen
03. Europastry: 20 Millionen Euro für Produktion und Logistik
04. Nachtrag: Quo vadis, Handwerksbäcker?

TERMINE + EVENTS:
05. BÖLW: wird BioFach-Gastgeber
06. ADB: Wer jetzt nicht reagiert, der verliert

MANAGEMENT + BETRIEB:
07. Außenwirtschaft: International tätige KMU sind flexibler
08. ZV: keine Zusammenarbeit mit der Rennebarth GmbH

TRENDS + KONZEPTE:
09. Farbenlehre: Fassadenanstriche und ihr Hellbezugswert
10. «Leben pur»: Suchtprobleme in den Griff bekommen

MARKETING + VERKAUF:
11. Ferienzeit: Aral erwartet 4,5 Millionen Kaffee-Kunden
12. MGB: setzt auf Schweizer Getreide aus naturnahem Anbau

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
13. BVE: Qualitätsorientierung der Kunden hat zugenommen
14. Bio-Fachhandel 2009: Schweiz verliert 1,6 Prozent Umsatz

PERSONEN + EHRUNGEN:
15. 100 Jahre Bäckerei Augenstein: 1.000 Gäste kamen
16. Frühstücksfreunde: Preisträger des Gewinnspiels stehen fest
17. Burger King: meldet neuen General Manager

BOOKMARKS + BOOKS:
18. Global Industry: Europastry boosts its market share

REZEPTE + IDEEN:
19. Multikulti-Sandwich: nährstoffreiche Zwischenmahlzeit


MARKT + UNTERNEHMEN


Bayern: Das Bäckerhandwerk in Zahlen

München. (30.07. / liv) Die oft zitierte Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 konnte dem bayerischen Bäckerhandwerk nur kaum etwas anhaben. In diesem Sinn glimpflich davon gekommen sind die Bäcker im Freistaat 2009, die allenfalls eine Stagnation zu überstehen hatten – sagte Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger (MdL a.D.) während der Jahrespressekonferenz 2010 in München. Der Gesamtumsatz lag 2009 mit 2,33 Milliarden Euro nominal um ein knappes halbes Prozent höher als 2008. Besonders erfreulich war das vierte Quartal mit über 600 Millionen Euro. Auch die Mitarbeiterzahl stieg leicht um 1,9 Prozent auf 49.100 Beschäftigte. In der Entwicklung der Betriebszahlen zeigt sich, dass der Strukturwandel derzeit nicht mehr gar so schnell fortschreitet. Zum Jahreswechsel 2009/2010 zählten die Handwerkskammern in Bayern 3.112 Betriebe – 63 weniger als 2008. Mit dem Rückgang der Betriebszahlen korrespondiert ein kontinuierliches Anwachsen der Betriebsgrößen. Die rein statistisch gesehene, bayerische Durchschnittsbäckerei erzielte 2009 einen Umsatz von 747.000 Euro und beschäftigte 15,8 Personen. Der Entspannung im vierten Quartal 2009 folgte ein eher frostiges erstes Quartal 2010. Hier ging der Umsatz um sieben Prozent zurück und die Beschäftigtenzahl sank um sechs Prozent. Unter dem Titel «Bäckerhandwerk setzt auf Qualität – Nachwuchssicherung ist der Schlüssel zur Zukunft» stellt der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk umfangreiche Materialien zur Jahrespressekonferenz zur Verfügung.

Schweiz: das Bäcker-Konditor-Gewerbe in Zahlen

Image Bern / CH. (30.07. / sbkv) Gut 3.000 Verkaufsstellen des Bäckergewerbes versorgen die Schweizer Bevölkerung flächendeckend mit Brot und Backwaren. 1,4 Millionen Kundenkontakte finden nach Schätzung des Schweizerischen Bäcker-Konditorenmeister-Verbands (SBKV) pro Tag in den Verkaufsstellen statt. 30.000 Arbeitsplätze sind direkt oder indirekt mit dem Bäckergewerbe verbunden. Diese und andere Kennzahlen vermittelt der «Branchenspiegel 2010 für das Bäckerei-Konditorei-Confiserie-Gewerbe» in der Schweiz (Format PDF; 44 Seiten; 3.285 KB). Der Marktanteil des helvetischen Bäcker-Konditoren-Handwerks beträgt etwa 40 Prozent. Über den Daumen gerechnet teilen Migros und Coop die restlichen 60 Prozent unter sich auf. Eine Situation, mit der die eidgenössischen Handwerksbäcker längst zu leben gelernt und ihre Erfolgsrezepte gefunden haben. Geschenkt wird in der Schweiz niemandem etwas, doch finden deutsche Kollegen – angesichts Aldi, Lidl + Co. – in der Broschüre vielleicht die eine oder andere Anregung, wie sie mit den Umbrüchen hierzulande umgehen können.

Europastry: 20 Millionen Euro für Produktion und Logistik

Barcelona / ES. (28.07. / ep) Die spanische Europastry S.A. will im laufenden Geschäftsjahr 2010 noch mal richtig Geld ausgeben und insgesamt 20 Millionen Euro in die Optimierung und/oder Erweiterung von Produktion und Logistik investieren. Zwölf Millionen Euro sind für eine dritte Produktionslinie im Werk Vallmoll (Tarragona) reserviert. Acht Millionen Euro fließen als letzte Tranche einer Investition in die Vollautomatisierung des Lagerhauses in Vallmoll. Das ist seit Dezember 2009 in Betrieb und wird nach der neuerlichen Investition das drittgrößte Tiefkühllager Spaniens sein. Es bietet dann über 20.000 Paletten-Stellplätze und die Möglichkeit von 200 bis 250 Trailer-Bewegungen pro Tag. Nach Angaben aus Barcelona sind die Umsätze im laufenden Geschäftsjahr bis heute um 30 Prozent gestiegen. Dies ist zurückzuführen auf die stärkere Präsenz auf dem europäischen Markt und dem Eindringen auf den US-amerikanischen Markt in 2009 geschuldet. Alles in allem machten die laufenden Aktivitäten Europastry zum drittgrößten Tiefkühlbäcker Europas nach Lantmännen Unibake und Vandemoortele. In Spanien konnte Europastry besonders im Segment Foodservice Erfolge verbuchen. Erzielten die Spanier hier 2008 noch 28 Prozent vom Umsatz, so waren es 2009 bereits 34 Prozent. 2009 erzielten die Tiefkühlbäcker einen Nettoumsatz von 370 Millionen Euro, ein Plus von sechs Prozent gegenüber 2008. Für 2010 erwartet Europastry einen Gesamtumsatz von ungefähr 385 Millionen Euro.

Nachtrag: Quo vadis, Handwerksbäcker?

Hamburg. (26.07. / usp) Wann ein Bäcker denn heute ein Bäcker sei, lautete eine zugegeben rhetorische Frage in der vergangenen Woche an dieser Stelle (siehe WebBaecker 29/2010). Die bezieht sich auf das verständliche Bemühen des Zentralverbands des deutschen Bäckerhandwerks (ZV), sich für seine Mitgliedsbetriebe gegen die Marktmacht von Aldi Süd, den gut 1.770 Filialen und bald ebenso vielen Backautomaten zur Wehr zu setzen. Neben den über 400 fast gleichlautenden Nachrichtentexten in den Tageszeitungen – «Bäcker verklagen Aldi» / «Aldi wehrt sich» – gibt es Kommentare. Den reinen Richtig-so-Beitrag haben wir darunter leider nicht gefunden. Nachfolgend ein Querschnitt der vertretenen Meinungen:

  • Bäcker-Allianz mit Endverbrauchern ist scheinheilig
    (Frankfurter Magazin)
  • Bäcker sollen mehr Qualität liefern
    (Frankfurter Neue Presse)
  • Was bedeutet «Backen»?
    (Die Welt)
  • Bäcker verlieren sich in unnützen Scharmützeln
    (Neue Osnabrücker Zeitung)

TERMINE + EVENTS


BÖLW: wird BioFach-Gastgeber

Berlin / Nürnberg. (30.07. / bf) Der Bundesverband Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und die NürnbergMesse arbeiten künftig bei der Weltleitmesse BioFach noch enger zusammen. Der BÖLW übernimmt dabei als nationaler Träger eine Gastgeberfunktion gegenüber der internationalen Biobranche und allen Gästen dieser internationalen Fachmesse. Schirmherr und ideeller Träger der Weltleitmesse BioFach mit ihren fünf Töchtern in Japan, USA, Brasilien, China und Indien bleibt die IFOAM als internationale Dachorganisation des ökologischen Landbaus.

ADB: Wer jetzt nicht reagiert, der verliert

Weinheim. (30.07. / adb) Der massive Einstieg von Aldi und Lidl in den Markt mit Frischbackwaren beunruhigt die Branche. Dies zeigt auch die Resonanz auf das Sonderseminar «Raus aus der Discountfalle», welches jetzt an der Bundesakademie in Weinheim (ADB) stattfand. Insgesamt 118 Teilnehmer aus zehn Bundesländern füllten den Raum, als Akademie-Direktor Bernd Kütscher die aktuellen Entwicklungen sowie daraus entstehende Risiken und Chancen darstellte. Demnach ist zu erwarten, dass besonders das Geschäft mit Brot und Brötchen weiter unter Druck gerät, was Kütscher mit eindrucksvollen Marktdaten unterlegte. Die Wortmeldung eines Teilnehmers, der sowohl eine große Filialbäckerei als auch eine moderne Tiefkühlproduktion betreibt, bekräftigte die Ausführungen: «Wer sich nicht angepasst hat oder nicht spätestens jetzt reagiert, wird innerhalb von zwei Jahren massiv Marktanteile im Bereich renditestarker Produkte verlieren», lautete der Tenor.


MANAGEMENT + BETRIEB


Außenwirtschaft: International tätige KMU sind flexibler

Berlin. (27.07. / ixpos) Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Internationalisierung und Leistungsstärke von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU): International tätige Unternehmen schaffen mehr Arbeitsplätze und sind innovativer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Europäischen Kommission, die hierfür 9.480 KMU in 33 Ländern befragt hat. Demnach lag der Beschäftigungszuwachs der international tätigen KMU bei sieben Prozent im Vergleich zu einem Prozent bei denen, die nur im eigenen Land tätig sind. 26 Prozent der international orientierten Unternehmen brachten neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt, wohingegen es bei den anderen nur acht Prozent waren. Ein Viertel der Mittelständler in der EU haben in den letzten drei Jahren ein- oder mehrmals exportiert. Meist kommen die Handelspartner aus einem anderen EU-Land. Damit seien die europäischen Unternehmen stärker im internationalen Bereich aktiv als KMU aus den USA oder Japan, berichtet das Außenwirtschaftsportal iXPOS des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

ZV: keine Zusammenarbeit mit der Rennebarth GmbH

Berlin. (27.07. / ZV) Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) weist erneut darauf hin, dass er die Zusammenarbeit mit der Rennebarth GmbH und Frank Rennebarth gekündigt hat. Anderslautende Behauptungen seien unrichtig. Die Betreuung der Nutzer der Software bro:Tplus erfolge weiterhin durch André Weichert. Der Fachmann ist seit mehr als zwei Jahren als Berater für die Anwendung tätig. Siehe auch …
Info: Betreuung der Nutzer von bro:Tplus gesichert (2010-05-11 / ZV).


TRENDS + KONZEPTE


Farbenlehre: Fassadenanstriche und ihr Hellbezugswert

Buchholz / Nordheide. (27.07. / ele) Die Farbgestaltung von Gebäuden erfordert neben künstlerischem Geschick auch technisches Verständnis. So widersprüchlich das erscheinen mag, gibt es dafür bauphysikalische Grundsätze, die zu beachten sind, will man lange Freude an seinem Bauwerk haben – wissen die Spezialisten von ELEKOM,:::::.de” >ELEKOM aus Buchholz in der Nordheide. Erfahrungsgemäß wärmen sich dunkel gestrichene Flächen stärker auf als helle, weshalb in den heißen Regionen unserer Erde die Gebäude oft weiß gestrichen sind. Auch in unseren Breiten können auf dunklen Gebäudeoberflächen Temperaturen von über 60° Celsius auftreten. Durch Ausdehnung entstehen dann hohe Spannungsbelastungen, welche die Fassade schädigen und zu Rissen oder Abplatzungen führen können. Damit das nicht passiert, kennen Fachleute den Begriff des Hellbezugswerts. Dieser ordnet die Farbintensität nach Zahlen von 1 (= Schwarz) bis 100 (= Weiß). Anhand dieser Zahlen waren bislang relativ feste Grenzen zu ziehen, bis zu welchem Hellbezugswert Bauteile an Fassaden gestrichen werden dürfen, ohne dass zum Beispiel das darunterliegende Wärmedämmverbundsystem Schaden nehmen kann. Seit neuestem ist die Farbenindustrie jedoch in der Lage, ihre Produkte so zu mischen, dass durch die Verwendung spezieller Pigmente eine dunkle Farbe mit einem niedrigen Hellbezugswert entsteht, die dennoch auf Sonnen beschienenen Bauteilen verwendet werden kann. Daher sollte auch bei so scheinbar einfachen Arbeiten wie einem Fassadenanstrich ein kompetenter Planer zu Rate gezogen werden. Die Fachleute für Architektur, Produktionsplanung, Projektmanagement und Energieverbundkonzepte von ELEKOM,:::::.de” >ELEKOM helfen Ihnen gerne, ein entsprechendes Konzept für Ihr Unternehmen zu entwickeln.

«Leben pur»: Suchtprobleme in den Griff bekommen

Kronau. (27.07. / goe) Nach neuesten Recherchen der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) sind mehr als neun Millionen Menschen bundesweit im Bereich des kritischen Alkoholkonsums. Das heißt, diese Menschen sind an der Grenze zur Sucht oder haben diese bereits überschritten. Damit sind mehr als zehn Prozent der deutschen Bevölkerung alkoholabhängig oder stark gefährdet. Dies ist nicht nur erschreckend, sondern auch von besonderer Tragweite, da dies somit für praktisch jede Berufsgruppe und fast jedes Unternehmen zum Thema wird. Die Schäden, die durch diese Krankheit verursacht werden, liegen bei über 15 Milliarden Euro jährlich. Neben dem menschlichen Aspekt ist dies ein weiterer Grund, weshalb es für jedes Unternehmen wichtig ist, gegen diese Krankheit konsequent und nachhaltig vorzugehen …
Info: /r_t_konzepte/2010/3010-GOE-LEBEN-PUR.HTM


MARKETING + VERKAUF


Ferienzeit: Aral erwartet 4,5 Millionen Kaffee-Kunden

Bochum. (29.07. / aag) Kaffee vertreibe kleine Zwischentiefs, nicht aber die große Müdigkeit, heißt es richtig in einer Mitteilung der Aral AG. Die bezieht sich auf Autofahrer, die oft mehrere hundert Kilometer an einem Stück fahren. In der Ferienzeit voll bepackt; mit Kindern auf der Rückbank und dem Ehepartner als Beifahrer. Der Mineralölkonzern weiß wovon er spricht, denn Aral hat sich mittlerweile als Deutschlands größter Coffee-to-go-Anbieter etabliert. In den Ferienmonaten Juli und August erwarten die 1.080 Petit-Bistros im Bundesgebiet täglich 70.000 Kunden, die einen schwarzen Kaffee oder eine Kaffeespezialität genießen. Insgesamt betreibt die Deutsche BP AG unter der Marke Aral rund 2.500 Tankstellen in Deutschland. Erst im Juni hatte Aral darauf hingewiesen, dass die Marke mit ihren 1.080 Petit-Bistros eine Sonderstellung einnimmt. Der Gesamtmarkt des Außer-Haus-Geschäfts inklusive aller Speisen und Getränke schrumpfte nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbands gegenüber dem Vorjahr. Beim Marktführer (Petit-Bistro) legte der Umsatz mit Heißgetränken im gleichen Zeitraum hingegen um 12,7 Prozent zu.

MGB: setzt auf Schweizer Getreide aus naturnahem Anbau

Zollikofen / CH. (28.07. / ips) Der Migros Genossenschafts-Bund (MGB) kauft ab der Ernte 2011 rund ein Drittel mehr IP-Suisse-Getreide als bisher. Damit stärkt der MGB den Agrarstandort Schweiz und setzt sich für die Biodiversität ein. Denn die IP-Suisse-Getreideproduzenten leisten einen Beitrag zur Erhaltung der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt. Der Genossenschafts-Bund ist der größte Abnehmer von IP-Suisse-Getreide. Ab 2011 will der MGB rund ein Drittel mehr Brotweizen beziehen als bisher, nämlich rund 90’000 Tonnen. Das Getreide wird von der Migros-Industrie – der Großbäckerei Jowa AG – zu Brot und Gebäck verarbeitet sowie in den Migros-Verbrauchermärkten als Mehl verkauft.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


BVE: Qualitätsorientierung der Kunden hat zugenommen

Berlin. (26.07. / bve) «Im zweiten Jahr der Wirtschaftskrise hat sich der Preiswettbewerb im Lebensmittelmarkt weiter verschärft. Die Unternehmen sind an ihrer Belastungsgrenze angekommen und benötigen dringend Perspektiven für eine höhere Wertschöpfung, um die Qualität ihrer Produkte weiter auf hohem Niveau halten und Arbeitsplätze sichern zu können» – heißt es einleitend zum Jahresbericht 2009/2010, den Interessenten vom Server der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) im Format PDF herunterladen können (5.489 KB). Andererseits macht die BVE darin auf eine Entwicklung aufmerksam, die im allgemeinen Wehklagen fast untergegangen ist: «Zwölf Preissenkungsrunden, ausgelöst durch den Discount, verringerten im Lebensmittel-Einzelhandel (LEH) die Preise für Lebensmittel um 1,5 Prozent. Die Konsumenten haben dies gelassen zur Kenntnis genommen. Mengenmäßig wurde zwar etwas mehr gekauft, der Zustrom der Kunden zu den Discountern blieb aber aus. Erstmals seit Jahren konnten diese 2009 ihre Marktanteile nicht mehr ausweiten (…). Gewonnen haben vor allem attraktive Supermarktkonzepte, die die Käufer mit Vielfalt und Service zu mehr Ausgaben begeistern konnten …». Trotz oft zitierter Krise sei die Qualitätsorientierung der Menschen beim Lebensmittel-Einkauf von 47 auf 48 Prozent gestiegen. Verbraucher wüssten heute, dass sie mit ihren Kaufentscheidungen «die Welt» beeinflussen können …

Bio-Fachhandel 2009: Schweiz verliert 1,6 Prozent Umsatz

Seon / CH. (24.07. / bp) Der Schweizer Bio-Fachhandel – Bio-Läden, Bio-Supermärkte, Reformhäuser – hat in 2009 nach mehreren Jahren Marktwachstum flächenbereinigt rund 1,6 Prozent Umsatz je Geschäft verloren. Für 2010 gehen die Experten von einem durchschnittlichen Umsatzplus von 0,8 Prozent aus. Dies geht aus einer kürzlich erschienenen Studie der Bio Plus AG hervor. Neben der Umsatzentwicklung wurden die Miete, der Personalaufwand, die Marge und das Betriebsergebnis für 2009 untersucht. Das Ergebnis zeigt ein sehr heterogenes Bild der einzelnen Bio-Fachgeschäfte. Datenbasis ist eine aktuelle Studie zu betriebswirtschaftlichen Kennzahlen des Schweizer Bio-Fachhandels. Ausgewertet wurden Datensätze von 38 Bio-Fachgeschäften, die zusammen einen Umsatz von rund 25 Prozent des gesamten Schweizer Bio-Fachhandelsumsatzes ausmachen – heißt es in einer BioFach Presseinfo.


PERSONEN + EHRUNGEN


100 Jahre Bäckerei Augenstein: 1.000 Gäste kamen

Keltern-Dietlingen. (28.07. / pz) Bei strahlendem Sonnenschein und mit einem Tag der offenen Tür feierte die badische Bäckerei Augenstein in diesen Tagen ihr 100-jähriges Bestehen. Walter und Brunhilde Augenstein konnten weit über 1.000 Besucher sowie zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft begrüßen. Viele gute Worte fanden die Honoratioren für den Familienbetrieb und seine Inhaber in dritter Generation. Joachim Wohlfeil, Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe, brachte seine Anerkennung in Form einer übergroßen Urkunde zum Ausdruck. Kelterns Bürgermeister Ulrich Pfeifer unterstrich den Stellenwert und die Bedeutung des Handwerksbetriebs für die Gemeinde. Er sieht in der Bäckerei nicht nur die Produktionsstätte, sondern auch eine Begegnungsstätte und ein Kommunikationszentrum – vor allem aber die Ausbildungsstätte von über 70 Lehrlingen in den letzten 40 Jahren. Landrat Karl Röckinger ehrte das Engagement Walter Augensteins – nebenher Landesinnungsmeister für das badische Bäckerhandwerk – mit der Ferdinand von Steinbeis-Medaille. Auch die regionale Polit-Prominenz gab sich die Klinke in die Hand. Sie alle hoben das Engagement des Bäckermeisters für seinen Berufsstand und das Handwerk hervor. Für Walter Augenstein ist die Vermittlung von Werten und das Festhalten an der Tradition mit seinen regional individuellen Besonderheiten weiter ein Kernanliegen, wie der Bäckermeister erklärte. Kommendes Jahr wollen die Augensteins ihr Unternehmen an Tochter Silvia und damit an die vierte Generation übergeben.

Frühstücksfreunde: Preisträger des Gewinnspiels stehen fest

Unterföhring. (26.07. / liv) Durch ihre Teilnahme an der Marketingaktion «Frühstücksfreunde» im Frühjahr 2010 hat die Feringa-Bäckerei aus Unterföhring ein exklusives VIP-Frühstück für zwei Personen im Hotel Bayerischer Hof in München gewonnen. Das Inhaber-Ehepaar Petra und Werner Mändl nahm den Gewinn-Gutschein jetzt gemeinsam entgegen von Helmut Wiedemann, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Bäko München und Dr. Wolfgang Filter, Geschäftsführer des Landes-Innungsverbands für das bayerische Bäckerhandwerk (LIV). Die beiden Glücksboten repräsentieren die Träger der Aktion, denn «Frühstücksfreunde» ist ein Projekt des Marketingverbunds Süddeutschland, in dem die Mitgliedsgenossenschaften der Bäko Zentrale Süddeutschland und die Verbände des süddeutschen Bäckerhandwerks eng zusammenarbeiten.

Burger King: meldet neuen General Manager

München. (24.07. / bk) Burger King Deutschland, Österreich und Schweiz bekommen mit Andreas Bork einen neuen General Manager. Der Absolvent der Reutlingen Business School übernimmt die geschäftsführenden Aufgaben für die drei deutschsprachigen Märkte zum 18. August. In seiner neuen Position berichtet er von München aus direkt an Jonathan Fitzpatrick, SVP Franchise + Company Operations Europe, Middle East und Africa (EMEA) bei Burger King.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Europastry boosts its market share

Hamburg. (bm) Spanish Europastry S.A. will close this year registering an investment of 20 million Euro, aimed at developing of its installation production and logistics area. Of this budget, twelve million Euro are assigned for the start of the third production line of premium bread «Gran Reserva» at its plant in Vallmoll (Tarragona). The remaining eight million EUR are the final tranche of an investment in Europastry´s automated warehouse of Vallmoll. Other topics of the week:

Title Region Date
Finsbury Food: in line with management expectations (UK) Fri 07-30
Real Good Food: serves up strong H1 performance (UK) Fri 07-30
Lees Foods: Sales increased nine percent in H1/2010 (UK) Fri 07-30
Panera Bread: sees Q2/2010 profit rise (US) Thu 07-29
Ralcorp: completes acquisition of American Italian Pasta (US) Thu 07-29
Multimix: to acquire four bakeries in Donetsk (UA) Thu 07-29
Ukraine: plans to introduce quotas for milling wheat exports (UA) Thu 07-29
Romania: 20 percent of wheat affected by floods (RO) Thu 07-29
Scotland: Bakers appoint new chief executive (UK) Thu 07-29
Lantmännen Group: Q2/2010 was a strong quarter (SE) Wed 07-28
Europastry: 20 million EUR for production and logistics (ES) Wed 07-28
Kellogg Company: Board elects new director (US) Wed 07-28
Hershey: announces second quarter results (US) Tue 07-27
J+J Snack Foods: announces record earnings in Q3/2010 (US) Tue 07-27
Organic UK: industry wins two million GBP boost (UK) Tue 07-27
Domino’s Pizza: to Enter Germany (US) Mon 07-26
PepsiCo: delivers solid second quarter (US) Mon 07-26
Lance Inc.: to be bought by Snyder’s of Hanover (US) Mon 07-26
Grupo Bimbo: reports Q2/2010 results (MX) Sat 07-24
Ralcorp Holdings: profit and sales lower in Q3/2010 (US) Sat 07-24


REZEPTE + IDEEN


Multikulti-Sandwich: nährstoffreiche Zwischenmahlzeit

Image
(Bildquelle: Wirths PR)
Fischach. (27.07. / wpr) In einigen Bundesländern beginnt im August schon wieder die Schule. Zeitlich passt es also, sich dem «Schulfrühstück» zu nähern. Schließlich wirkt ein gutes Pausenbrot wahre Wunder. Es steuert der fallenden körperlichen und geistigen Leistungsbereitschaft entgegen und hält die Konzentration und Leistung hoch. Ideal ist ein leckeres Brot mit einem nährstoffreichen Belag aus magerer Wurst, Schinken oder leichtem Käse. Dazu eine Möhre, knackige Radieschen oder ein Stück Obst. Milch oder Joghurt runden die Zwischenmahlzeit ab und versorgen den kindlichen Organismus mit allem, was er braucht. Weshalb das vorliegende Rezept «Multikulti-Sandwich» heißt? Keine Ahnung. Es stammt aus einer kleinen Sammlung zu PR-Zwecken, die thematisch unter dem «Schulfrühstück» gegliedert wurden.

Zutaten: 1 Baguettebrötchen; 10 g Butter oder Margarine; einige Salatblätter; 1 Tomate; 1 kleines Stück Salatgurke; 4 Scheiben Farmer-Schinken; 1 Ei; 1 EL Milch; 1/2 EL Schnittlauchröllchen; weißer Pfeffer; Selleriesalz; Muskat; 1 TL Olivenöl; 20 g Allgäutaler Käse von Zott.

Zubereitung: Brötchen halbieren und leicht buttern. Salatblätter waschen und gut abtropfen lassen. Tomate und Gurke in Scheiben schneiden. Die Brötchenhälften mit Salatblättern, Tomaten-, Gurkenscheiben und dem Farmland-Schinken belegen. Den Allgäutaler Käse in Stifte schneiden und über eine Brötchenhälfte verteilen. Das Ei mit der Milch und den Schnittlauchröllchen gut verrühren, mit Pfeffer, Salz und Muskat pikant abschmecken. Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Ei-Masse zugeben, unter Rühren stocken lassen und auf die zweite Brötchenhälfte verteilen.

Nährwerte: 556 kcal (2.327 kJ); 35,2 g Eiweiß; 26,5 g Fett; 43,3 g Kohlenhydrate (3,6 BE).

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