Donnerstag, 29. Februar 2024

WB-24-2011

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 24. KW 2011 (11.06. bis 17.06.)
Download: https://www.webbaecker.de/11archivphp/wb2411.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Ölz Meisterbäcker: 100 Millionen Toastbrote pro Jahr

TERMINE + EVENTS:
02. DLG: Internationale Qualitätsprüfung 2012 für Brot und Gebäck
03. Lebensmitteltage: Vertrauen durch Regionalität
04. Außenwirtschaftstag: meldet mehr als 450 Teilnehmer

MANAGEMENT + BETRIEB:
05. Fachkräfte finden: zum Beispiel dank Nachqualifizierung
06. Bäckerasthma: «Ich und mein Betrieb haben viel profitiert»
07. Bio-Kontrolle: europaweite Transparenz ab 2013

MARKETING + VERKAUF:
08. Verwirrspiel: Werbung mit Regionalität
09. Schönes Leben: über die süßen Seiten der Politik

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
10. DGE: ändert Zertifizierung für Gemeinschaftsverpflegung
11. «Mahlzeit!»: Oxfam fordert ökologisches Zeitalter
12. EHEC/HUS: Behörden heben Verzehrswarnung auf

PERSONEN + EHRUNGEN:
13. Tiefkühlinstitut: setzt auf Kontinuität
14. Allianz: HK Food und Müllermilch rücken zusammen

BOOKMARKS + BOOKS:
15. Global Industry: Sara Lee Provides Update on Spin-off

REZEPTE + IDEEN:
16. Saftig: attraktive Ideen für die Erfrischnung


MARKT + UNTERNEHMEN


Ölz Meisterbäcker: 100 Millionen Toastbrote pro Jahr

Dornbirn / AT. (11.06. / oem) Im Juli vergangenen Jahres hatte die Rudolf Ölz Meisterbäcker GmbH angekündigt, rund 21,5 Millionen Euro in die Erweiterung ihrer Kapazitäten zu investieren (siehe WebBaecker 28/2010). Jetzt meldet das Vorarlberger Unternehmen Vollzug: Nach einer Rekordbauzeit von nur zehn Monaten hat die Großbäckerei ihre Produktionsfläche um zusätzliche 4.300 Quadratmeter erweitert und somit die Kapazität für eine Jahresmenge von 100 Millionen Sandwich- und Toastbroten geschaffen. Die Investition sorgt nicht nur für 30 neue Arbeitsplätze, sondern ist auch ein klares Bekenntnis des Familien geführten Unternehmens zum Standort in Dornbirn, heißt es aus Österreich. Die bestehenden Produktionsmöglichkeiten zählen bereits heute europaweit zu den modernsten Produktionsanlagen für Toastbrot. Höchste Hygienestandards und ein eigenes Energiesparkonzept nach dem aktuellsten Stand der Technik zeichnen die neue Produktionslinie aus. Durch den Einsatz energieeffizienter Technologien wird eine CO2-Einsparung in Höhe von 250 Tonnen pro Jahr erwirkt. Der gesamte Produktionsprozess basiert auf dem Konzept der Reinraum-Technologie. Durch Einsatz der speziell entwickelten Filteranlagen wird ein besonders reines Raumklima erreicht. Die Luft wird dabei pro Stunde rund 110-mal ausgetauscht und es wird damit ein Umfeld vergleichbar mit einem OP-Saal erreicht. «Das Konzept der Reinraum-Technologie ermöglicht es uns, alle Ölz Sandwich- und Toastbrote gänzlichen frei von Konservierungsstoffen herzustellen, ein wichtiger Baustein unserer Qualitätsgarantie», sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Bernhard Ölz.


TERMINE + EVENTS


DLG: Internationale Qualitätsprüfung 2012 für Brot und Gebäck

Frankfurt / Main. (16.06. / dlg) Das Testzentrum Lebensmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat seine Internationale Qualitätsprüfung für Brot, Kleingebäck, Feine Backwaren und Getreidenährmittel ausgeschrieben. Anmeldeschluss für den führenden Qualitätstest der Branche ist der 12. September. Im Mittelpunkt der Prüfungen steht die sensorische Analyse der Produkte. Dabei werden Aussehen, Struktur, Geruch und Geschmack beurteilt. Für jedes dieser Kriterien gibt es einen eigens entwickelten produktspezifischen Fehlerkatalog. Die Prüfschemata des DLG-Tests werden jedes Jahr auf ihre wissenschaftliche Aktualität hin überprüft und weiterentwickelt. Im Rahmen der Qualitätsprüfung werden die Produkte, die die umfangreichen Tests bestehen, mit Goldenen, Silbernen oder Bronzenen DLG-Preisen ausgezeichnet. Sie sind zu einem wichtigen Baustein in der Qualitätskommunikation vieler Hersteller und des Handels geworden.
Info: Anmeldeunterlagen zur Internationalen DLG-Qualitätsprüfung sind erhältlich bei Mario Butz vom Testzentrum Lebensmittel der DLG in Frankfurt am Main; Telefon 069/24788-355, Telefax 069/24788-115. Informationsmaterial und Anmeldeunterlagen für Hersteller von Brot, Feinen Backwaren und Getreidenährmitteln können Interessenten auch via Internet ordern.

Lebensmitteltage: Vertrauen durch Regionalität

Frankfurt / Main. (14.06. / dlg) Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) veranstaltet am 21. und 22. September in Darmstadt ihre sechsten Lebensmitteltage. Das Zukunfts- und Diskussionsforum der Lebensmittelbranche kann auch in diesem Jahr ein Fachprogramm mit hochkarätigen Referenten aus Ernährungswirtschaft, Wissenschaft, Kommunikation sowie Trendforschung vorweisen, heißt es aus Frankfurt am Main. Ein Höhepunkt der Veranstaltung wird die Plenartagung am 22. September sein: «Vertrauensvorsprung durch Regionalität – Positionierungsstrategien für Lebensmittel». Damit greift die DLG ein vieldiskutiertes Thema der Lebensmittelbranche auf. Am ersten Tag der DLG-Lebensmitteltage, dem 21. September, veranstaltet die DLG zudem zwei Fachveranstaltungen zu den Themengebieten Lebensmittelsensorik und Verpackung.
Info: Ein ausführliches Programm (PDF; 1’152 KB), sonstige Hinweise zur Veranstaltung und andere Details finden Interessenten auf dem DLG-Server.

Außenwirtschaftstag: meldet mehr als 450 Teilnehmer

Berlin. (14.06. / bve) Mehr als 450 Teilnehmer nutzen Anfang Juni den dritten Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft, um sich über globale Trends und Marktpotentiale für Lebensmittel «Made in Germany» zu informieren. Die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und dem Auswärtigen Amt organisierte Veranstaltung ist eine wichtige Plattform, um der Branche Wachstumsimpulse zu geben und den Erfahrungsaustausch im internationalen Geschäft zu fördern. Zwei Key Note Vorträge, sieben Fachforen, 34 hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland und nicht zuletzt die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen, sind das Erfolgsrezept der Veranstaltung. «Die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft ist auf das engste in die internationale Arbeitsteilung eingebunden – mit Exporten, Importen und Investitionen. Alleine mit den Erträgen aus dem Inlandsgeschäft wären zahlreiche Unternehmen heute nicht überlebensfähig», sagte der BVE-Vorsitzende Jürgen Abraham. Er forderte das BMELV dazu auf, seine Bemühungen für die Öffnung von Märkten und in der Exportförderung für den Mittelstand noch weiter zu verstärken, um die Unternehmen auf dem Weg ins Ausland zu unterstützen. «Der globale Konsum wird von Sehnsüchten getrieben. Lebensmittel müssen diese Emotionen immer mehr besitzen», sagte er mit Blick auf die kulinarische Marke «Deutschland» sowie das (inter-) nationale Branding.
Info: Umfangreiche Details zum Außenwirtschaftstag 2011 gibt es sowohl beim BMELV unter der Überschrift «Export und Wissenstransfer gehören zusammen» als auch bei der BVE als «Bildergalerie und Vortragssammlung».


MANAGEMENT + BETRIEB


Fachkräfte finden: zum Beispiel dank Nachqualifizierung

Nürnberg. (17.06. / hwk) An der Handwerkskammer für Mittelfranken gibt es ein Ausbildungsprojekt namens «Passgenaue Nachqualifizierung». Die Nachqualifizierung rund um Nürnberg (NQ RuN), ein Projekt im Rahmen der Initiative Perspektive Berufsabschluss des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), zielt darauf ab, an- und ungelernte Personen zur externen Abschluss- oder Gesellenprüfung zu führen. Teilnehmer/innen müssen älter als 24 Jahre sein, damit «NQ RuN» nicht mit dem dualen Ausbildungssystem in Konflikt gerät. Das Projekt, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ESF und des BMBF finanziert wird, läuft bis August 2013. Dank «NQ RuN» sei es unter anderem gelungen, aus Hilfskräften hochmotivierte Bäckergesellen und Fachverkäufer/innen zu machen. Das Projekt richte sich nicht nur an Ungelernte, sondern auch an Berufsleute, deren Abschluss in Deutschland noch nicht anerkannt wird. Der Aufwand lohne sich für alle Beteiligten, heißt es aus Nürnberg. Ein Gesellenbrief hebe das Selbstbewusstsein und setze auch in den Familien der Mitarbeitenden neue Impulse. Zudem gewännen Unternehmer dank «NQ RuN» loyale Arbeitskräfte mit hoher Leistungsbereitschaft. Die Befürchtung, dass Mitarbeiter/innen – mit dem Berufsabschluss in der Hand – sofort mehr Lohn verlangten, sei unbegründet, weiß die Handwerkskammer. Sie ließen sich auch nicht bei nächster Gelegenheit abwerben, zeige die Erfahrung.

Bäckerasthma: «Ich und mein Betrieb haben viel profitiert»

Mannheim. (15.06. / bgn) Bäcker- und Konditormeister Jochen Baier aus Herrenberg hatte den väterlichen Betrieb gerade übernommen und viel investiert, als er an Bäckerasthma erkrankte. Mit Unterstützung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) kann er im Beruf bleiben und seinen Betrieb weiterführen. Heute sagt er: «Ich und mein ganzer Betrieb haben aus der Zusammenarbeit mit der BGN viel profitiert».
Info:

Bio-Kontrolle: europaweite Transparenz ab 2013

Frankfurt / Main. (14.06. / bf) Die Bio-Bescheinigungen der Kontrollstellen für Unternehmen der ökologischen Lebensmittelwirtschaft müssen ab Anfang 2013 im Internet veröffentlicht werden. Dies hat die Europäische Kommission vor kurzem bekannt gegeben. Derzeit stellen 14 deutsche Kontrollstellen Daten bei bioC ein, der einzigen Internetplattform dieser Art in Deutschland. Ziel ist es, künftig alle Bescheinigungen aus Deutschland über bioC zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird das Verzeichnis europaweit ausgebaut. Der Hintergrund der neuen EU-Vorgabe: Vor dem Zukauf von Erzeugnissen muss sich ein Hersteller von Bio-Lebensmitteln überzeugen, ob sein Vorlieferant selbst zertifiziert ist. Die Unternehmensbescheinigungen enthalten neben der Betriebsadresse und der zuständigen Kontrollstelle auch Angaben über die Produktgruppen, für die das Unternehmen zertifiziert ist. Der Abnehmer kann somit überprüfen, ob eine Bio-Bescheinigung korrekt ausgestellt ist und nicht etwa gefälscht (Quelle: BioFach).


MARKETING + VERKAUF


Verwirrspiel: Werbung mit Regionalität

Stuttgart. (17.06. / vzbw) Für ein Verwirrspiel hält die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg (VZ) die Werbung mit regionalen Lebensmitteln. Anlass: In einem Marktcheck hatte sie als regional beworbene Lebensmittel in Stuttgart und Umgebung unter die Lupe genommen. Allerdings war nur bei fünf von insgesamt 57 untersuchten Produkten die beworbene Regionalität eindeutig nachzuvollziehen. Für die meisten Produkte ist der regionale Bezug bestenfalls der Standort des Verarbeiters – zum Beispiel eine lokale Molkerei. Woher die dort verarbeitete Milch stammt, ist hingegen nicht eindeutig nachvollziehbar. Anderes Beispiel: Bei Linsen, beworben mit dem Slogan «So schmeckt Württemberg unsere Heimat» sei eindeutig, dass sie aus den Niederlanden stammten. «Verbraucher erwarten, wenn sie regionale Produkte kaufen, dass die verarbeiteten Rohstoffe auch aus der Region stammen», sagt VZ-Ernährungsexpertin Sabine Partheymüller. «Doch gerade die Herkunft der verarbeiteten Rohstoffe ist auch bei regional beworbenen Lebensmitteln für Verbraucher am Produkt selbst nicht nachvollziehbar». Weder die Unternehmensadressen auf der Verpackung noch regionale Marken- oder Produktbezeichnungen wie etwa «Schurwalder Wurst» oder «Schwarzwaldplatte» geben unmittelbar Auskunft über die Herkunft der verwendeten Zutaten. Partheymüller: «Ein regelrechtes Verwirrspiel. Hier werden dringend einheitliche Kriterien und ein gesetzlicher Rahmen zur Kennzeichnung regionaler Lebensmittel benötigt».

Schönes Leben: über die süßen Seiten der Politik

Puchheim. (14.06. / ms) Seit Jahren schon arbeitet Konditormeister Martin Schönleben aus dem oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck gerne und erfolgreich mit den Medien zusammen. Zwar ist der Marketing-Etat des Unternehmers klein, doch macht er diesen Umstand durch viel Kreativität wieder wett. So ist das Cafe Schönleben heute ebenso auf Facebook zu finden wie auf YouTube. Produktvideos und Bilderserien sind natürlich auch auf der Homepage des Unternehmens zu finden. Für die Netzzeitung isarbote.de betreibt Schönleben zudem eine Rezeptkolumne und seit neuestem ein eigenes Blog unter der Adresse schoenesleben.eu. Dafür hat er die «süßen Seiten der Politik» ins Leben gerufen, in dem er Spitzenpolitiker anschrieb und nach ihrem Lieblingsgebäck fragte. Einige haben bereits geantwortet. So finden Interessenten auf schoenesleben.eu zum Beispiel einen «Seehofer Apfelkuchen», einen «Kranzkuchen Lothar Bisky» und einen «Reis-Quark-Auflauf nach Leutheusser-Schnarrenberger Art». Diverse Rubriken (Bärlauch, Brauchtumsgebäcke, Italienisches …) ergänzen schoenesleben.eu und warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


DGE: ändert Zertifizierung für Gemeinschaftsverpflegung

Bonn. (16.06. / dge) Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ein aktualisiertes Modell der Zertifizierung für Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung (GV) vorgestellt. Ab sofort haben diese zwei Möglichkeiten, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Qualitätssicherung zu leisten und ihr Engagement für eine vollwertige Ernährung zu dokumentieren. Erfolgreich auditierte Einrichtungen erhalten künftig die DGE-Zertifizierung bereits bei Erfüllung der Kriterien der drei Qualitätsbereiche Lebensmittel, Speisenplanung und -herstellung sowie Lebenswelt. Bei zusätzlicher Umsetzung einer Nährstoffoptimierung erfolgt die DGE-Premium-Zertifizierung. Hintergrund: Die GV übernimmt eine immer wichtigere Rolle in unserem Alltag. Jede Lebenswelt – Kindertagesstätte, Schule, Arbeitsplatz, Krankenhaus, Rehaklinik oder Senioreneinrichtung und Anbieter von «Essen auf Rädern» – stellt ihre spezifischen Anforderungen an die Bereitstellung einer vollwertigen Ernährung. Transparent und öffentlichkeitswirksam wird die tägliche Umsetzung dieser Ansprüche durch die DGE-Zertifizierung dokumentiert. Neben GV-Einrichtungen haben auch Caterer die Möglichkeit zur Zertifizierung durch die DGE (Volltext).

«Mahlzeit!»: Oxfam fordert ökologisches Zeitalter

Berlin. (14.06. / bf) Die Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam Deutschland veröffentlicht zum Beginn der weltweiten Kampagne «Mahlzeit!» den Bericht «Aufbruch in ein neues Zeitalter». Im Vergleich zu 2010 lassen die Folgen des Klimawandels demnach die Weltmarktpreise für Nahrungsmittel bis 2030 um 120 bis 180 Prozent steigen, lauten die Berechnungen aus Berlin. «Wir befinden uns auf Kollisionskurs mit dem ökologischen System. Unsere Art und Weise zu produzieren und zu konsumieren sprengt die ökologischen Grenzen unseres Planeten und treibt immer mehr Menschen in den Hunger», sagt Oxfams Agrarexpertin Marita Wiggerthale. Die Organisation fordert nicht weniger als einen grundlegenden Wandel hin zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft, einem neuen ökologischen Zeitalter und mehr Verteilungsgerechtigkeit bei Nahrungsmitteln (Quelle: BioFach).
Info: Die deutsche Kurzfassung von «Aufbruch in ein neues Zeitalter» (Format PDF; 14 Seiten; 663 KB) und die englische Vollversion von «Growing A Better Future» (Format PDF; 76 Seiten; 3’867 KB) finden Interessen auf dem Server von Oxfam Deutschland.

EHEC/HUS: Behörden heben Verzehrswarnung auf

Berlin. (11.06. / rki) In einer Mitteilung von BfR, BVL und RKI kommen die genannten Behörden gemeinsam zu dem Schluss, dass die bestehende allgemeine Empfehlung, in Norddeutschland auf den Verzehr von Gurken, Tomaten und Blattsalat zu verzichten, nicht mehr aufrecht erhalten werden muss. BfR, BVL und RKI empfehlen, über die üblichen Hygienemaßnahmen hinaus, vorsorglich bis auf weiteres Sprossen nicht roh zu verzehren. Haushalten und Gastronomiebetrieben wird empfohlen, noch vorrätige Sprossen sowie möglicherweise damit in Berührung gekommene Lebensmittel zu vernichten. BfR, BVL und RKI empfehlen weiterhin, dass alle Lebensmittel, die aus einem Betrieb in Niedersachsen stammen, aus dem Verkehr gezogen werden. BfR, BVL und RKI empfehlen, die üblichen Hygieneempfehlungen im Umgang mit Lebensmittel und Patienten streng zu befolgen. Die aktuelle Mitteilung ersetzt den bisherigen Hinweis von BfR, BVL und RKI, auf den Verzehr von Gurken, Tomaten und Blattsalat zu verzichten, da es nach jetzigem Kenntnisstand sehr wahrscheinlich ist, dass Produkte aus einem niedersächsischen Gartenbaubetrieb Ausgangspunkt der EHEC-Infektionen sind.
Nachtrag: Wichtige Aktualisierungen zum Thema gibt es beim BfR, BVL und RKI. Auf dem Server der WHO finden Interessenten zudem Details zum internationalen Ausmaß des aktuellen EHEC-HUS-Ausbruchs. Unter Verwendung der Daten vom 15. Juni (15:00 Uhr) und gemäß Infektionsschutzgesetz zählt allein Deutschland 3.304 EHEC- oder HUS-Fälle, darunter 38 verstorbene EHEC- oder HUS-Patienten.


PERSONEN + EHRUNGEN


Tiefkühlinstitut: setzt auf Kontinuität

Berlin. (17.06. / dti) Während der Tiefkühltagung 2011, dem Branchentreff der deutschen Tiefkühlwirtschaft, wurde der Gesamtvorstand des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) von seinen Mitgliedern im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung einstimmig wiedergewählt. Damit bestätigten die 171 Mitgliedsunternehmen des dti die Zufriedenheit mit der Arbeit des Gesamtvorstands. Vorstandsvorsitzender für die nächsten drei Jahre bleibt Udo Perenz von der iglo GmbH. Unterstützt wird er weiterhin durch seine ebenfalls in ihrem Amt bestätigten Stellvertreter Gottfried Hares von der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH und Martin Möllmann von der Conditorei Coppenrath + Wiese GmbH + Co. KG. Einziges neues Mitglied im Gesamtvorstand ist Dr. Dirk Zantow von der bofrost Dienstleistungs GmbH + Co. KG. Er folgt auf Hugo Ingenpaß, der sich 2010 in den Ruhestand verabschiedet hatte.

Allianz: HK Food und Müllermilch rücken zusammen

Fischach-Aretsried. (15.06. / div) Die Unternehmensgruppe Theo Müller und die HK Food Gruppe unter Leitung von Heiner Kamps bilden seit neuestem eine operative Allianz, ohne dass sich die Eigentumsverhältnisse hier oder dort ändern würden. Wie nach Pfingsten bekannt wurde, übernimmt der ehemalige Großbäcker Kamps mit sofortiger Wirkung als Sprecher der Geschäftsführung die operative Leitung der gebündelten Aktivitäten der Müller-Gruppe und HK Food GmbH. Insgesamt zeichnet Kamps damit für 3,3 Milliarden Euro Umsatz per Anno verantwortlich, erwirtschaftet von rund 14.000 Beschäftigten. Müller steht für 2,2 Milliarden Euro, HK Food für etwa 1,1 Milliarden Euro. Zu Müller gehören bekannte Marken wie «Müllermilch», «Weihenstephan» oder «Käserei Loose». 2007 als International Food Retail Deutschland GmbH gegründet, verhalf die heutige HK Food Gruppe im Segment «Grocery» schon Marken wie «Homann» oder «Livio» zu neuem Glanz. Der Bereich «Food Service» steht nicht nur für die erfolgreiche Modernisierung der Restaurantkette «Nordsee», sondern ebenso für Steckenpferde wie «Bastians», «Campos» und «Strandcafe». Wie der neue Müllermilch-Chef verlauten lässt, ist die jetzt geschmiedete Allianz nicht nur offen für Akquisitionen auf bekanntem Terrain, sondern ebenso in – für Kamps und Müller – unbekannten Segmenten der Lebensmittelbranche. Die neue Geschäftsführung in Aretsried wird durch die Müller-Söhne Stefan und Theo komplettiert. Müller Senior behält sich das letzte Wort vor, in dem er in den Beirat wechselt. Die Müller-Gruppe hält eine 80-prozentige Beteiligung an der Düsseldorfer HK Food GmbH.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Sara Lee Provides Update on Spin-off

Hamburg. (bm) Sara Lee Corporation provided an update on its separation into two publicly-traded pure-play companies at the Deutsche Bank Global Consumer Conference in Paris, France. Jan Bennink, executive chairman, and Marcel Smits, chief executive officer, both noted that the separation is progressing well, with key work under-way to realize cost-saving opportunities and address new company structures. Other topics of the week:

Title Region Date
Quiznos: Expands Growth Strategy into Brazil (US) Fri 06-17
FDA Official: E. coli Outbreak «Inevitable» (US) Fri 06-17
Hershey: Confirms Bilbrey As President and CEO (US) Fri 06-17
ConAgra: Acquires Brand Trademarks for Marie Callender’s (US) Thu 06-16
PMCI: Wins Approval of First Day Motions (US) Thu 06-16
Barilla CFN: New Rules Needed for Food Market (IT) Thu 06-16
Cargill: New Member Elected to Board of Directors (US) Thu 06-16
WHO: EHEC outbreak – Update (DE) Wed 06-15
Sara Lee: Corporation Provides Update on Spin-off (US) Wed 06-15
PMCI: files for Chapter 11 bankruptcy (US) Wed 06-15
Wendy’s/Arby’s: Group Sells Arby’s to Roark Capital (US) Tue 06-14
Roark Capital: Acquires Corner Bakery and Il Fornaio (US) Tue 06-14
Study: about private-label attitudes in the U.S. (US) Tue 06-14
Cargill: inaugurates grain silo in Morocco (US) Mon 06-13
WHO: Food safety remains a constant challenge (DK) Mon 06-13
Germany: Information update on EHEC outbreak (DE) Sat 06-11
Crumbs: Founders Named NY Entrepreneur Of The Year (US) Sat 06-11


REZEPTE + IDEEN


Saftig: attraktive Ideen für die Erfrischnung

Image Bonn. (17.06. / vdf) Ein «Kiwi-Traum» nach Lesart des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) benötigt nur wenige Zutaten, um als attraktive Erfrischung die Bäckergastronomie zu ergänzen: 200 Gramm Kiwi, 0,2 Liter Ananassaft, 0,2 Liter Apfelsaft und zur Dekoration zwei Apfelspalten. Die Kiwi schälen und pürieren. Die Säfte gut mischen. In zwei Gläser füllen und mit den Apfelspalten garnieren. Kühl servieren – fertig.

«Kirsch-Pfirsich-Crush», «Running Plum» und «Sports-Up-Fitnessdrink» sind weitere Beispiele für die Rezeptvielfalt unter fruchtsaft.org, von der Sie sich inspirieren lassen können.

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