Montag, 17. Juni 2024

WB-18-2015

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 18. KW 2015 (25.04. bis 30.04.)
Download: https://www.webbaecker.de/15archivphp/wb1815.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Bäcker Lang: 109 Arbeitsplätze fallen wohl weg
02. Lambertz: bekräftigt Erhalt neu erworbener Standorte
03. Systemgastronomie: McDonalds ist nicht zu unterschätzen
04. Frankfurt: Ordnungsamt schließt Bäckerei
05. Frischbackwaren: Aldi Süd denkt über neues Konzept nach
06. Bäckerei Lubig: Pionier in Nöten

TERMINE + EVENTS:
07. Große Nachfrage: Bundesakademie erweitert Seminarangebot
08. dialog food+drink: Branchentreff lädt ins Ruhrgebiet

MANAGEMENT + BETRIEB:
09. Bayern: Bäcker zuversichtlich trotz bürokratischer Lasten
10. Dr. Oetker: setzt weiter auf Internationalisierung
11. «Emergency Call»: Notrufsystem für Fahrzeuge wird Pflicht
12. Betriebliche Altersversorgung macht Arbeitgeber attraktiver
13. BGN: Neuer Grenzwert beim Betrieb von Gasgeräten
14. Schon wieder Montag: Wenn das Leiden zur Gewohnheit wird
15. HDE: startet Informations-Kampagne zu Minijobs

MARKETING + VERKAUF:
16. Bäckerei Leitner: «Diese Entscheidung hat uns richtig was gebracht»
17. Handel 4.0: Händler müssen Digitalisierung ernst nehmen
18. GfK-Studie zeigt: Sichern Sie sich Marktanteile beim Kaffee!

PERSONEN + EHRUNGEN:
19. DLG: Hohe Auszeichnung für Meinolf G. Lindhauer

BOOKMARKS + BOOKS:
20. Global Industry: Q1/2015 was one of Burger King’s best quarters

REZEPTE + IDEEN:
21. Zu Muttertag: Herztorte mit Himbeeren


MARKT + UNTERNEHMEN


Bäcker Lang: 109 Arbeitsplätze fallen wohl weg

Stuttgart. (30.04. / gb) Insolvenzverwalter Dr. Wolfgang Bilgery von der Kanzlei Grub Brugger informierte in dieser Woche die Belegschaften der Max Lang Bäckerei-Konditorei und der Bäckerschmiede über den Stand der Insolvenzverfahren und die voraussichtliche weitere Entwicklung. Ziel ist es nach wie vor, im Rahmen des laufenden Insolvenzverfahrens die Gruppe zu erhalten und langfristig weiterzuführen. Dies setzt jedoch einschneidende Sanierungsmaßnahmen voraus. «Ich habe in der kurzen Zeit, in der ich als Insolvenzverwalter der Max Lang Bäckerei-Konditorei und der Bäckerschmiede tätig bin, eine Vielzahl von Mängeln auf allen Ebenen und in allen Bereichen der Unternehmen festgestellt, die es zu beheben gilt. Diese Mängel haben in der Vergangenheit zu hohen Verlusten und schließlich zur Insolvenz der beiden Gesellschaften geführt. Es wird eine große Herausforderung sein, die Verlustursachen zu beseitigen und die Bäckerei-Gruppe wieder zu einem Unternehmen zu formen, das verlustfrei arbeitet», sagt Bilgery. Hierfür notwendige Umstrukturierungen betreffen nicht nur die Produktion und die Verwaltung am Sitz in Freiberg, sondern auch das Filialnetz. Es wird notwendig sein, eine Anzahl von Filialen zu schließen und den Verkauf auf ertragreiche Filialen in guten Lagen zu konzentrieren. Die geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen führen zum Wegfall von 109 Arbeitsplätzen, davon 64 in den Filialen und 45 am Sitz in Freiberg. Der Insolvenzverwalter versucht dabei, die Auswirkungen für die betroffenen Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten (Volltext).

Lambertz: bekräftigt Erhalt neu erworbener Standorte

Aachen. (30.04. / lg) Wie im Januar angekündigt, übernimmt die Lambertz Gruppe zum 01. Mai die Geschäftsbetriebe der Nürnberger Lebkuchen- und Dauerbackwarenfabrik ifri Schuhmann GmbH + Co. KG, der Burg Lebkuchen GmbH Nürnberg sowie der Josef Wendler Nougat Fabrik GmbH + Co. KG Nürnberg. Lambertz bekräftigt jetzt noch einmal die Absicht, sowohl die Backwarenherstellung als auch die Nougatherstellung am bisherigen Standort weiterzuführen, wo in der Saison rund 400 Mitarbeitende beschäftigt sind. Die etablierten Produkte sollen am Markt erhalten respektive weiterentwickelt werden. Die Lambertz Gruppe erwirtschaftete im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 585 Millionen Euro. Um die 4.000 Mitarbeitende werden in den kommenden Monaten mit der Herstellung der Spezialitäten in neun verschiedenen Standorten beschäftigt sein. «Insgesamt sieht sich die Lambertz Unternehmensgruppe als mittelständiges Familienunternehmen für die Zukunft gut gerüstet. Wir sind nicht nur Weltmarktführer bei Herbst- und Weihnachtsgebäck, sondern verfügen neben den reinen Saisonartikeln auch über ein erhebliches Ganzjahresgeschäft», sagt Alleininhaber Prof. Hermann Bühlbecker.

Systemgastronomie: McDonalds ist nicht zu unterschätzen

Hamburg. (29.04. / eb) Der McDonalds Konzern veröffentlichte in diesen Tagen seine Ergebnisse für das erste Quartal 2015. Weltweit ging der vergleichbare Umsatz (Global Comparable Sales) im Schnitt um 2,3 Prozent zurück, was die rückläufigen Gästezahlen in allen wichtigen Segmenten reflektiert. Der Konzernumsatz (Consolidated Revenues) ging um elf Prozent zurück, was allerdings auf einen – im Vergleich zum derzeit schwachen Euro – starken US-Dollar zurückzuführen ist. Bei konstanten Wechselkursen wäre der Konzernumsatz nur um ein Prozent zurückgegangen. Wie auch immer: «Das Management-Team ist stark darauf fokussiert, schneller zu handeln, um besser auf die heutigen Bedürfnisse der Verbraucher, die Erwartungen und den Wettbewerbs- intensiven Markt zu reagieren. Wir entwickeln einen Turnaround-Plan, um unsere Leistung zu verbessern», sagt Konzernchef Steve Easterbrook in einer Mitteilung. Man freue sich, erste Details am 04. Mai vorstellen zu können. Wir dürfen gespannt sein. Sicher haben auch Sie schon irgendwo gelesen, dass die Zeit der Standard-Burger «vorbei» sei, die weltweit immer noch führende Schnellkostkette ihren Zenit überschritten habe. Betrachten Sie solche Äußerungen mit Vorsicht, denn die Probleme, die McDonalds aktuell hat, sind von Region zu Region verschieden. In Deutschland sind es die Bäcker, die dem Konzern zusetzen, in Asien ist es ein Fleisch-Skandal, der von Easterbrook-Vorgänger Don Thompson skandalös verpennt wurde. Dass die Hauptursache für die Delle in der Geschäftsentwicklung kaum im perfektionierten Standard liegt, belegte – ebenfalls in diesen Tagen – Mitbewerber Burger King, der eines seiner besten Quartale in der Firmengeschichte vorlegte. Der vergleichbare Umsatz stieg um 4,6 Prozent. Der Gesamtumsatz legte um 3,6 Prozent auf 249,6 Millionen US-Dollar zu. 14,5 Millionen US-Dollar fielen durch Wechselkursschwankungen leider hinten runter. Auf organischer Basis, ohne die Auswirkungen dieser Schwankungen, konnte Burger King den Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 9,6 Prozent steigern. Das bereinigte Ebitda stieg gegenüber dem Q1/2014 um 6,9 Prozent. Branchenkenner tippen richtig wenn sie vermuten, dass Deutschland – nach den Aufregungen im letzten Jahr – kaum zu diesem Höhenflug beigetragen hat.

Frankfurt: Ordnungsamt schließt Bäckerei

Frankfurt. (29.04. / gov) Wiederholt festgestellte, gravierende Hygienemängel sind der Grund, warum Mitarbeiter der Veterinärabteilung des Ordnungsamts sowie des Regierungspräsidiums Darmstadt am frühen Montag dieser Woche eine Frankfurter Bäckerei schlossen. Weder am Produktionsort noch in den 15 über das Stadtgebiet verteilten Filialen dürfen derzeit weiter Backwaren hergestellt und verkauft werden. Dem kompletten Betrieb wurde bis zur Behebung der eklatanten Hygienemängel das Produzieren und Verkaufen jeglicher Backprodukte untersagt. Bei dieser Kontrolle spielten verunreinigte, verschlissene und defekte Arbeitsmaterialien, Kühlschränke, Wände und Böden nur eine untergeordnete Rolle. Wesentlich schlimmer waren der festgestellte Schädlings- und Schimmelbefall. Während der Kontrolle stießen die Bediensteten mehrfach auf lebende oder bereits tote Schädlinge sowie Verunreinigungen durch Ratten- und Mäuseexkremente. Schlimmer noch: Die Kontrolleure fanden in den Produktionshallen Ratten, die an Menschen gewöhnt zu sein scheinen. Allein die Tatsache, dass die gesichteten Tiere beim Erblicken der Kontrolleure jegliche Scheu vermissen ließen, lässt den Schluss zu, dass diese Zustände zum Arbeitsalltag in diesem Betrieb gehören (Volltext).

Frischbackwaren: Aldi Süd denkt über neues Konzept nach

Hamburg. (28.04. / eb) Bis 2016 soll jeder Hofer in Österreich um eine BackBox reicher sein. Hofer-Kunden bekommen damit nicht nur von früh bis spät frisch aufgebackenes, sondern vor allem regionales Gebäck, denn: Namhafte heimische Bäckereien sorgen für Nachschub. Insgesamt zählt der Diskonter um die 450 Filialen. Die Hofer KG ist mit ihren «BackBoxen» so erfolgreich, dass es längst auch «CoolBoxen» gibt für die kleinen Snacks zwischendurch. Das wiederum ist der Konzernmutter, der deutschen Aldi Süd Gruppe, nicht entgangen. Die zählt allein in Deutschland etwa 1.850 Filialen. Seit 2009 wurden die zwar nach und nach mit den vielzitierten Backautomaten ausgestattet, doch der große Knaller ist das nicht. Jedenfalls verzichtete die Aldi Nord Gruppe mit ihren rund 2.500 bundesdeutschen Filialen auf die wenig flexiblen Boxen, die noch dazu hohe Investitionen erfordern. Seit 2011 tüftelte man in Essen an einem eigenen Konzept. Was 2012 dabei als «Backstation» herauskam, bereichert seither – nach und nach – jede Filiale des Diskonters. Das Angebot muss in irgendeinem Sinn profitabel sein, denn selbst dort, wo kaum Platz ist, wird Platz geschaffen für Frischbackwaren. Wo man sie anspricht, zeigen sich Marktleiter begeistert – auch wenn sie selten über die Details verfügen, die wir Journalisten gerne hätten. Dass der Aldi-Süd-Backautomat hingegen kaum eine Zukunft hat, zeigt auch ein Blick auf die Webseiten von Hofer, Aldi Nord und Aldi Süd: Während Hofer sogar eine eigene BackBox-Seite pflegt und 20 Artikel bewirbt, integriert Aldi Nord die Frischbackwaren zwar auf die Diskonter-Homepage, kommt aber auf immerhin zwölf Artikel. Bei Aldi Süd hingegen hat man den Eindruck, dass das, worüber die backenden Branchen seit Jahren diskutieren, gar nicht mehr stattfindet. Das spricht Bände und so wundert es nicht, dass Aldi Süd jetzt über konzeptionelle Änderungen nachdenkt. Entsprechende Tests sollen in Bingen und St. Augustin laufen, raschelte es im Blätterwald. Anlehnungen an den Diskonter Lidl wollen wir nicht unterstellen, denn der ist gerade auf einem ganz anderen Trip. Warten wir’s ab – des Rätsels Lösung wird Deutschlands Bäckereien noch früh genug ereilen.

Bäckerei Lubig: Pionier in Nöten

Bonn. (27.04. / div) Die Bäckerei Lubig GmbH steckt in Zahlungsschwierigkeiten und hat vor dem Amtsgericht Bonn Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Dem wurde stattgegeben. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Amtsgericht die Kanzlei Piepenburg-Gerling aus Düsseldorf. Die Experten für Insolvenzverwaltung und Restrukturierung sollen Optionen für die nötige Sanierung identifizieren – sowie einen Investor finden, der das Unternehmen mit seinen (je nach Quelle) 28 bis 31 Filialen erfolgreich weiterführen kann. Gegründet 1894, zog sich die Unternehmerfamilie Lubig schon Anfang 2014 aus dem Geschäft zurück. Alleiniger Gesellschafter ist heute die BIG Beteiligungen Immobilien Grundbesitz. Die Bäckerei mit ihren rund 170 Mitarbeitenden erzielt einen Jahresumsatz von etwa acht Millionen Euro. Die branchenweit bekannten Variablen, die handwerklichen Backbetrieben heute das Leben schwer machen, führten in Bonn dazu, dass nötige Investitionen in die Produktionsanlagen nicht mehr aus eigenen Mitteln finanziert werden konnten. Die Insolvenz in Eigenverwaltung verschafft nun etwas Luft nach oben und mehr Gestaltungsspielraum bei der Sanierung. Löhne und Gehälter sind zunächst gesichert; Produktion und Filialbetrieb ebenfalls – bis auf Weiteres. Die interessante Geschichte der «Lubig Gesellschaft für biologische Backerzeugnisse und diätetische Lebensmittel mbH» gibt es zum Nachlesen auf der Homepage des Unternehmens.


TERMINE + EVENTS


Große Nachfrage: Bundesakademie erweitert Seminarangebot

Weinheim. (29.04. / adb) Immer mehr Bäcker und Konditoren besinnen sich offenbar auf ihre fachlichen Fähigkeiten, was sich unter anderem daran zeigt, dass die Nachfrage nach entsprechenden Seminaren der Bundesakademie des Bäckerhandwerks (ADB) in Weinheim deutlich zugenommen hat. Viele davon waren bereits lange vor dem Start ausgebucht – mit Warteliste. Inzwischen konnte das Weinheimer Team auf der Angebotsseite reagieren und zusätzliche Kapazitäten für viele der ausgebuchten Seminare schaffen. Dies gilt für das Seminar mit Weltmeister Peter Yuen aus Chicago ebenso wie für «Innovative Brotideen» mit Peter Kapp. Mit Konditoren- Weltmeister Bernd Siefert konnten für seine Seminare «Vegane Kuchen und Torten» sowie «Traumhafte Hochzeitstorten» weitere Termine vereinbart werden. Auch das Basisseminar für Teigmacher, das Dinkel-Intensivseminar sowie das Seminar «Alte Backverfahren neu entdeckt» werden noch ein weiteres Mal angeboten. Weitere Zusatztermine sind in Planung. Alle Seminare sind auf akademie-weinheim.de zu finden. Interessenten sollten sich mit der Anmeldung beeilen, weil auch die Zusatztermine bereits rege Nachfrage finden.

dialog food+drink: Branchentreff lädt ins Ruhrgebiet

Bochum. (29.04. / dfd) Schon mal was vom «dialog food+drink» gehört? Das Forum für Gastronomen in Nordrhein-Westfalen findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt – am 12. Mai in der Jahrhunderthalle Bochum. Für die Premiere 2014 zogen die Veranstalter eine positive Bilanz: Mit 400 Besuchern – die jeweils 69 Euro Eintritt gezahlt haben sollen – und rund 70 Ausstellern aus der Lebensmittelbranche sei das Forum ein zufriedenstellender Auftakt gewesen, heißt es aus Bochum. Vielleicht ist das «Experten- und Kommunikationsforum» auch was für Sie …


MANAGEMENT + BETRIEB


Bayern: Bäcker zuversichtlich trotz bürokratischer Lasten

München. (30.04. / liv) Der diesjährige Verbandstag des bayerischen Bäckerhandwerks fand Mitte April im unterfränkischen Schweinfurt statt. Er stand ganz im Zeichen des durch das Mindestlohngesetz geschürten offenen Misstrauens der Politik gegenüber der Gesamtheit der Unternehmer. Pauschale Vorverurteilung, unverhältnismäßige Kontrollen und mangelnde politische Perspektiven fordern das Bäckerhandwerk heraus. Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann zählte in seiner Rede an die Delegierten der bayerischen Bäckerinnungen die Vielzahl der im zurückliegenden Jahr hinzugekommenen Gesetze und Vorschriften auf. Diese erhöhen den bürokratischen Aufwand der Betriebe in immer schnellerem Tempo. «Viele dieser Vorschriften sind aus Sicht unserer Betriebe nicht nachvollziehbar», stellte Hoffmann fest. Als besonders erschreckendes Beispiel der um sich greifenden Ordnungswut hob er die in der geplanten Arbeitsstätten-Verordnung vorgesehenen Forderung hervor, dass Toiletten Tageslicht und Außenfenster haben müssten. «Es ist höchste Zeit», ermahnte Hoffmann, «ordnungspolitischen Grundsätze wieder mehr Geltung gegenüber gängelnden Einzelregelungen zu verschaffen». Festredner war Staatssekretär Gerhard Eck, MdL aus dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr (Volltext).

Dr. Oetker: setzt weiter auf Internationalisierung

Bielefeld. (30.04. / oe) «Wirtschaftlich betrachtet war das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 bei Umsatz und Ertrag durchwachsen. Wir konnten es jedoch trotz anhaltendem Preisdruck auf den Rohstoffmärkten und weltwirtschaftlichen Schwankungen ordentlich abschließen und haben insbesondere durch unsere erfolgreichen Akquisitionen den Kurs klar in Richtung Zukunft gestellt», sagte Richard Oetker, persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG sowie Vorsitzender der Geschäftsführung der Dr. Oetker GmbH anlässlich der Veröffentlichung des Jahresergebnisses. Das Unternehmen erzielte mit 2,16 Milliarden Euro ein organisches Umsatzwachstum in Höhe von 1,8 Prozent, bedingt durch Kurs- und Währungseffekte betrug das nominale Wachstum 0,9 Prozent. Damit wurde erneut die Zwei-Milliarden-Grenze im Umsatz überschritten. Im Inland blieb der Umsatz mit 706 Millionen Euro konstant auf Vorjahresniveau. Im Ausland erhöhte er sich um 1,3 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro. Hier betrug das kurs- und akquisitionsbereinigte Wachstum 2,7 Prozent. Der Anteil der rund 40 ausländischen Landesgesellschaften am Gesamtumsatz betrug wie im Vorjahr 67 Prozent. Einmal mehr habe sich die Strategie, gezielt in die Erschließung und Bearbeitung ausländischer Märkte zu investieren, für das Unternehmen ausgezahlt, erläuterte Richard Oetker. Das Jahresergebnis bezeichnete er als befriedigend, dies gelte insbesondere auch im Hinblick auf die globalen Rahmenbedingungen (Volltext).

«Emergency Call»: Notrufsystem für Fahrzeuge wird Pflicht

Berlin. (30.04. / gdv) Ab 31. März 2018 müssen alle neuen Pkw-Modelle europaweit mit einem automatischen Notrufsystem, dem so genannten 112-eCall, ausgerüstet sein. Das EU-Parlament hat in dieser Woche der Einführung des Notrufsystems für Autos – dem eCall – zugestimmt und damit die entsprechende Einigung mit Rat und Kommission bestätigt. Für den Verbraucher ist nun der nächste Schritt entscheidend: Die EU-Kommission ist jetzt beauftragt, die technische Schnittstelle für den Austausch von Kfz-Daten zu prüfen und zu regeln. Damit Autofahrer in Zukunft frei entscheiden können, ob und wem sie ihre Daten zur Verfügung stellen, ist eine so genannte offene und standardisierte Schnittstelle nötig, erklärt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unter der Überschrift «Nur eine offene Schnittstelle gewährleistet faire Wettbewerbsbedingungen».

Betriebliche Altersversorgung macht Arbeitgeber attraktiver

Königswinter. (28.04. / SHB) In Zeiten des Fachkräftemangels tobt auf dem Arbeitsmarkt ein «Kampf um die Talente». Längst haben Großunternehmen ausgefeilte Konzepte entwickelt, um gute Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Dazu gehört auch eine attraktive Betriebliche Altersversorgung (BAV). Dass viele kleinere Unternehmen noch kein vergleichbares Angebot machen, wird zunehmend zu einem Wettbewerbsnachteil. «Für Unternehmen, die sich am Arbeitsmarkt besonders interessant machen wollen, ist die BAV ein überlegenswertes Instrument», sagt Sven Goerigk, geschäftsführender Vorstand der SHB Allgemeinen Versicherung VVaG in Königswinter. Dass sich die BAV gerade in kleineren Unternehmen nur schwer verbreitet, hat Gründe, die nicht allein bei den Betrieben liegen – nachzulesen auf dem Server des GDV Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft unter der Überschrift «Betriebliche Altersversorgung steigert Attraktivität von Arbeitgebern».

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BGN: Neuer Grenzwert beim Betrieb von Gasgeräten

Mannheim. (27.04. / bgn) Geräte wie Herde, Grille oder Heizstrahler, die mit Flüssig- oder Erdgas betrieben werden, erzeugen Abgase. Aus geschlossenen Räumen müssen diese Abgase hinausgeleitet werden. Ob hierfür technische Maßnahmen nötig sind oder organisatorische ausreichen, richtet sich nach der sogenannten Gesamt- Nennwärmebelastung der aufgestellten Gasgeräte, also die im Dauerbetrieb erreichbare Leistung, gemessen in Kilowatt (kW). Seit dieser Grenzwert im März 2012 von 50 auf 14 kW gesenkt wurde, erreichen die BGN immer wieder Anfragen verunsicherter Unternehmer, die von ihrer Berufsgenossenschaft wissen wollen, ob bei ihnen noch alles regelgerecht ist. Die BGN hat dafür eine «Beratungshilfe zur Sicherstellung der Abgasführung von Gasgeräten bei Neuanlagen und bestehenden Anlagen» formuliert. Die erläutert anhand zahlreicher Beispiele, ob und welche Maßnahmen unter welchen Voraussetzungen ergriffen werden müssen. Diese reichen von der Betriebsanweisung und Unterweisung der Mitarbeiter, die die Dunstabzugshaube vor Inbetriebnahme der Gasgeräte einschalten müssen, bis hin zu technischen Einrichtungen, die den Betrieb nur zulassen, wenn die Abgas-Abführung sichergestellt ist. Grundsätzlich gilt: Für alle Anlagen, die vor dem ersten März 2012 errichtet wurden, liegt der Grenzwert weiterhin bei 50 kW. Unkritisch sind die Änderungen auch, werden Geräte entweder nur durch eine 33-Kilo-Flüssiggasflasche oder durch maximal zwei 11-Kilo-Flaschen versorgt. Hier ist die tatsächlich erreichbare Leistung durch die Entnahmeleistung der Flaschen auf 7,72 kW begrenzt. Wer unter diesen Voraussetzungen ein Gerät betreibt und die Anforderungen an die Abgas-Abführung bereits erfüllt hatte, muss auch nach den aktuellen Änderungen keine weiteren Maßnahmen treffen. Seminare zum Betreiben von Flüssiggasanlagen erfragen Interessenten unter ausbildung@bgn.de.

Schon wieder Montag: Wenn das Leiden zur Gewohnheit wird

Kronau. (27.04. / goe) Es gibt sie in vielen Unternehmen: Beschäftigte, die nur an ihre eigenen Befindlichkeiten denken und alles andere dem unterordnen. Diese Mitarbeiter fühlen sich häufig nicht richtig wahrgenommen, Ängste und Sorgen sehen sie zu wenig beachtet und Leistungen nicht genügend honoriert. Arbeiten, die ihnen aufgetragen werden, können nicht mit Freude erfüllt werden, sondern sind Belastung. Noch dazu schwingt mit jedem Auftrag der Vorwurf mit, man nehme auf etwaige Unpässlichkeiten keine Rücksicht. Kurz: Diese Beschäftigten bremsen gnadenlos jedes Team aus – und oft genug ganze Teile des Unternehmens. Damit Sie diesen Missstand beseitigen können, sollten Sie die entsprechenden Leute präzise identifizieren. Das gelingt recht einfach, denn oft wird eine gewisse «Leidensmiene» zur Schau getragen, die allen Kollegen signalisiert, wie schlecht es dem Betreffenden gerade wieder geht. Zudem klingt bei Gesprächen ein leicht klagender Unterton mit, der nochmal extra auf das Gewicht der Welt hinweist, das diese Leute zu tragen haben. Lassen Sie sich nicht beirren. Diese Beschäftigten sind nicht nur leistungsfähig, sie sind sogar außerordentlich belastbar – finden sie doch stets noch die Zeit, sich während der Arbeit ausführlich mit ihren Befindlichkeiten zu befassen und diese jedem, der es hören will oder nicht, auf die Nase zu binden. Die Lösung heißt nicht, diese Mitarbeiter zu schonen, sondern im Gegenteil: Steigern Sie deren Pensum kontinuierlich und fordern Sie regelmäßig eine korrekte und zeitnahe Ausführung. Eine gewisse Dickfelligkeit wird Ihnen helfen (müssen), die Ohren auf Durchzug zu stellen. Sie als Chef wissen, dass sich diese speziellen Mitarbeiter nur deshalb benachteiligt fühlen, weil sie nicht bevorzugt werden. Also wird es Ihnen gelingen, sie zu deutlich mehr Leistung zu motivieren. Ihr Team wird es Ihnen danken, wissen Christine Klepsch (Geschäftsführerin) und Bernd Ratzel (Leiter Abteilung Software) von Goecom.

HDE: startet Informations-Kampagne zu Minijobs

Berlin. (25.04. / hde) Der Handelsverband Deutschland (HDE) informiert auf seiner Internetseite detailliert zum Thema Minijobs. «Wissenschaftliche Untersuchungen und Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass oftmals Rechtsunsicherheiten bei der Handhabung von Minijobs bestehen. Hier wollen wir für mehr Klarheit bei den Unternehmern sorgen», sagt HDE-Geschäftsführer Heribert Jöris. Die frisch erschienene Broschüre zeigt außerdem, dass ein Minijobber für die Unternehmen keineswegs immer die kostengünstigere Lösung darstellt. «Es kann sich sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer lohnen, dort, wo dies organisatorisch möglich ist, über eine Umwandlung des Minijobs in eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung nachzudenken». Zum Jahreswechsel war die Zahl der Minijobs im Einzelhandel in Deutschland um rund 45.000 gesunken. Eine wesentliche Ursache für diesen Rückgang sieht der HDE in der Einführung des Mindestlohns und seinen bürokratischen Regelungen.


MARKETING + VERKAUF


Bäckerei Leitner: «Diese Entscheidung hat uns richtig was gebracht»

Neubeuern. (30.04. / KMZ) Die Bäckerei Leitner aus dem Landkreis Rosenheim hat in neue PoS-Touch-Kassen von Vectron investiert, um damit ihr Bestellwesen, das Filial-Controlling sowie die Kundenbindung auf einen neuen, zeitgemäßen Stand zu bringen. «Das war für uns und unsere 27 Mitarbeiter/innen im Verkauf eine große Umstellung», sagen Kathrin und Markus Leitner, «doch wir sind froh, dass wir diesen Schritt gemacht haben». Die Betreuung hatte Geschäftsführer Oliver Buch von der KMZ Kassen Buch GmbH aus München übernommen, ein Unternehmen der KMZ Gruppe in Hechingen. Die Liste der Anforderungen sei lang gewesen und sicher waren auch ein paar Sonderwünsche dabei. Die sind aber alle im Rahmen eines Komplettangebots lückenlos erfüllt worden, heißt es aus dem Chiemgau. Interessant: Neben individuell angepassten Software-Tools läuft auf Leitners PoS-Touch-Kassen jetzt auch die von KMZ Kassensystem entwickelte Controlling-Software FiliaFox. Die hilft einerseits, die Finanzbehörden bei Außenprüfungen zu unterstützen. Andererseits scannt sie Vectron-Kassenjournaldaten nach besonderen Ereignissen im Verkaufsalltag, und: «Wir haben dank FiliaFox sogar Diebstähle durch Mitarbeiter/innen entdeckt», stellten Leitners erstaunt fest – die wir an anderer Stelle sicher noch mal zu Worte kommen lassen.

Handel 4.0: Händler müssen Digitalisierung ernst nehmen

Berlin. (28.04. / hde) Zum Auftakt der neuen HDE-Veranstaltungsreihe «Forum Handel 4.0» forderte Gastredner Prof. Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein, die Digitalisierung ernst zu nehmen und außereuropäischen Händlern nicht kampflos das Feld zu überlassen. Viele Digitalisierungsprojekte im Handel würden noch zu zaghaft oder zu langsam angegangen. So hätten viele Händler noch keinen mobil optimierten Online-Shop und einige nicht einmal eine mobil lesbare Webseite. «Mobile ist der größte Trend im Handel. Smartphones bieten für die Unternehmen viele Chancen. Sie dürfen diese nicht verpassen», bestätigt auch Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE). «Die Vertriebskanäle des Handels werden weiter zusammenwachsen», sagt Prof. Heinemann. Schon deshalb, weil die Kunden es nicht mehr anders akzeptieren würden. Auch den anwesenden Vertretern der Politik gab er Hausaufgaben mit. Damit der Einzelhandel die Chancen der Digitalisierung nutzen und sich im internationalen Wettbewerb behaupten könne, müsse es WLAN in den Innenstädten geben, die Schul- und Ausbildung müsse auf die Anforderungen von morgen vorbereitet werden und innovative Geschäftsideen müssten durch entsprechende Finanzierungskonzepte für Startups möglich gemacht werden.

GfK-Studie zeigt: Sichern Sie sich Marktanteile beim Kaffee!

Isernhagen / Hannover. (28.04. / ge) Der Kaffeekonsum ist in Deutschland in den letzten Jahren rasant angestiegen. In 2014 wurden pro Kopf 162 Liter Kaffee getrunken. Dies sind zwar im Schnitt drei Liter weniger als 2013, jedoch im Vergleich zu 2011 ein Anstieg um 8,7 Prozent. Laut einer Studie der GfK werden im Außer-Haus-Verzehr 32,9 Prozent des Kaffeeumsatzes in Bäckereien / Stehcafés gekauft. Dies zeigt, welches Potenzial für Bäckereien im Kaffeemarkt liegt. Interessant ist besonders, dass der Kunde nicht nur auf den Preis achtet, sondern auch Merkmale wie
– Qualität
– Genuss
– Nachhaltigkeit
– Vertrauen und
– Glaubwürdigkeit
eine Rolle spielen. Viele Bäckereien haben dies bereits erkannt und Kaffee als Konzept- Erweiterung eingeführt. Vielerorts ist eine Mischung aus Bäckerei- und Kaffeestandort entstanden. Je nach Lage (zum Beispiel Hochfrequenzstandort, Vorkassenzone oder Wohngebiet) und Standorttyp (Freestander, Konzeptstore, klassische Bäckereifiliale und andere) gibt es unterschiedliche Kriterien und Faktoren, die beim Kaffeeverkauf beachtet werden sollten, um Marktanteile in diesem umworbenen Markt zu sichern. Haben Sie dazu Fragen, dann unterstützt Sie Till Weinkauf von der Gehrke Econ Unternehmensberatungsgesellschaft unter der Telefonnummer 0511/70050-400 oder schreiben Sie eine E-Mail an till.weinkauf@gehrke-econ.de.


PERSONEN + EHRUNGEN


DLG: Hohe Auszeichnung für Meinolf G. Lindhauer

Frankfurt. (29.04. / dlg) Der Vorstand der DLG Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft hat Prof. Dr. Meinolf G. Lindhauer für sein außerordentliches Engagement mit der Max-Eyth-Denkmünze in Silber ausgezeichnet. Der wissenschaftliche Leiter der DLG-Qualitätsprüfungen für Brot, Kleingebäck, Getreidenährmittel sowie Backgrund- und Backrohstoffe hat an der fachlichen Entwicklung und der hohen Fachkompetenz der DLG-Tests einen wesentlichen Anteil. Die Ehrung fand in Potsdam statt. Lindhauer ist bereits seit 2001 als Prüfer im Rahmen der DLG-Qualitätsprüfung für Brot und Kleingebäck tätig. 2002 wurde er zum Prüfungsbevollmächtigten der DLG-Qualitätsprüfung für Brot und Kleingebäck berufen. 2013 übernahm er die Leitung der Qualitätsprüfung für Getreidenährmittel, Backgrund- und Backrohstoffe. Bisher stellte der ehemalige Leiter des Instituts für Sicherheit und Qualität bei Getreide am Max Rubner-Institut (MRI) 15 Mal seine hohe Fachkompetenz als ehrenamtlicher Sachverständiger und Prüfungsbevollmächtigter in den Dienst der DLG-Qualitätsprüfung. Seit 2006 ist Lindhauer zudem Mitglied im Beirat der DLG. «Professor Lindhauer bringt seine wertvollen Erfahrungen und profunden Fachkenntnisse seit vielen Jahren in die DLG-Qualitätsprüfungen für Brot und Kleingebäck sowie Getreidenährmittel, Backgrund- und Backrohstoffe ein. Die von ihm für die DLG geleistete Arbeit verdient höchste Anerkennung und Respekt. Wir bedanken uns für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement und die ausgezeichnete fachliche Unterstützung», sagte DLG-Vizepräsident Prof. Dr. Achim Stiebing anlässlich der Ehrung.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Q1/2015 was one of Burger King’s best quarters

Hamburg. (bm) Restaurant Brands International (RBI) reported financial results for the first quarter 2015. RBI Chief Executive Officer Daniel Schwartz: «We are off to a strong start in 2015, having achieved one of our best quarters of comparable sales growth in years for both of our iconic brands, Tim Hortons and Burger King. We continue to execute on brand-specific strategies across marketing, operations and development. We have established a solid foundation in our first full quarter as RBI and will look to build on this momentum throughout the rest of the year». Other topics of the week:

Title Region Date
Grupo Bimbo: reports Q1/2015 results (MX) Thu 04-30
RBI Q1/2015: Tim Hortons and Burger King performed well (CA) Thu 04-30
Chipotle: Company Now Only Uses Non-GMO Ingredients (US) Thu 04-30
Orkla ASA: enters into agreement with PepsiCo (NO) Thu 04-30
ADM: Oilseeds Plants to Increase Processing Flexibility (US) Thu 04-30
Wendy’s Company: Appoints Chief Concept Officer (US) Thu 04-30
Dunkin’ Brands: Reports First Quarter 2015 Results (US) Wed 04-29
McDonald’s: Reports First Quarter 2015 Results (US) Wed 04-29
Domino’s Pizza: Announces Q1/2015 Financial Results (US) Wed 04-29
Starbucks: Delivers Record Q2 Revenue and EPS (US) Tue 04-28
PepsiCo: Reports First Quarter 2015 Results (US) Tue 04-28
Gruma: Reported Results For Q1/2015 (MX) Tue 04-28
AAK: Interim Report for the First Quarter 2015 (SE) Mon 04-27
Cheesecake Factory: Reports Results for Q1/2015 (US) Mon 04-27
Cloetta AB: Interim Results for Q1/2015 (SE) Mon 04-27
Nestle USA: All 23 Factories Achieve Zero Waste to Landfill (US) Mon 04-27
Hershey: Announces Q1/2015 Results, Updates Outlook (US) Sat 04-25
Inspiring Growth: UTZ 2014 in Achievements (NL) Sat 04-25


REZEPTE + IDEEN


Zu Muttertag: Herztorte mit Himbeeren

Image Frankfurt. (29.04. / cwc) Am 10. Mai ist Muttertag und ob Sie es glauben oder nicht: Der Ehrentag hat seinen Ursprung in der englischen und US-amerikanischen Frauenbewegung von 1870. In Deutschland wurde der Muttertag erstmals 1922/23 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit Plakaten wie «Ehret die Mutter» etabliert und betont unpolitisch als Tag der Blumenwünsche gefeiert. Bis heute wird das Datum für den Ehrentag von Wirtschaftsverbänden festgelegt. In den USA werden die finanziellen Aufwendungen für den Muttertag (139 US-Dollar) nur durch die für Weihnachten übertroffen. Nach Angaben des Handelsverbands Deutschland gibt hingegen jeder Deutsche nur 25 Euro für Muttertagsgeschenke aus. Vielleicht die richtige Preisklasse für eine kleine «Herztorte mit Himbeeren» aus der Ideenbäckerei der California Walnut Commission (CWC).