Donnerstag, 15. April 2021

WB-17-2012

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 17. KW 2012 (21.04. bis 27.04.)
Download: https://www.webbaecker.de/12archivphp/wb1712.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. SB-Bäckereien: «Marktpotenzial liegt bei 1.500 Standorten»
02. Pauly Biskuit: Die Staatsanwaltschaft ermittelt …
03. NRW: legt Ergebnis der Sonderprüfung Großbäckereien vor
04. Edeka: Backwaren-Einzelhandel setzt 679 Millionen Euro um

TERMINE + EVENTS:
05. KMZ: unterstützt Intensiv-Seminar (nicht nur) für Bäcker
06. Food Future Day: Karrieretag und Symposium

MANAGEMENT + BETRIEB:
07. Liquiditätskrise? Agieren, bevor das Kind in den Brunnen fällt!
08. Lekkerland: blickt auf stabiles Geschäftsjahr 2011
09. «nexxt-change»: Nachfolgebörse wird international
10. BIV: gibt positives Signal für den alten Standort
11. Edeka: Verbund steigert Umsatz auf 45,6 Milliarden Euro
12. Studie: Wie deutsche Unternehmen Google einsetzen
13. Familien-Pflege-Zeit: Bund sichert Arbeitgeber ab

TRENDS + KONZEPTE:
14. 25.000 Artikel: myTime.de bringt Lebensmittel bundesweit
15. EnEff Bäckerei: Energieeffizient backen
16. Fraunhofer FEP: mischt US-Verpackungsmarkt auf

MARKETING + VERKAUF:
17. Filial-Kassenmanager: Flexibel, schnell, vielseitig
18. AMA-Gütesiegel: ein Zeichen fürs Handwerk
19. «Amazon Tax Laws»: betrifft Ihr Export-Geschäft via Internet
20. EHI-Studie: künftig mehr Kartenzahlung, mehr Mobilität

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
21. Downloads: Enzyme in der Lebensmittelproduktion
22. Kaffee 2011: Über fünf Milliarden Pads und Kapseln verkauft
23. BVE: über die Vermeidung von Lebensmittelabfällen
24. Fairtrade: wächst in Deutschland um 18 Prozent

PERSONEN + EHRUNGEN:
25. Trophelia Deutschland 2012: «So backt man heute …»

BOOKMARKS + BOOKS:
26. Global Industry: U.S. Organic foods industry creates 500’000 jobs

REZEPTE + IDEEN:
27. GMF: Feinschmecker-Tarte für die Spargelzeit


MARKT + UNTERNEHMEN


SB-Bäckereien: «Marktpotenzial liegt bei 1.500 Standorten»

Hamburg. (27.04. / ots / bf) Vor zehn Jahren öffnete in Deutschland die erste Selbstbedienungs-Bäckerei ihre Tür. Heute existieren fast 1.000 Verkaufsstellen nach dem SB-Prinzip. Mit Ausnahme der fünf Anbieter Backbude, BackFactory, Back-König, Backwerk und Mr. Baker, die ausschließlich mit SB-Bäckereien am Markt sind, betreiben Handwerksbäckereien das SB-Konzept zusätzlich zu ihren Filialen. Die bundesweit größten SB-Bäckereien setzen dabei in der Expansion auf Franchise-Partner. So verantworten allein BackFactory, Backwerk und Mr. Baker 45 Prozent der Verkaufsstellen in Deutschland, heißt es in der aktuellen Marktanalyse von BackFactory «Quo vadis? Von Discount zu Gastro», die den Backwarenmarkt im Allgemeinen und SB-Bäckereien im Besonderen betrachtet. Back-Factory ist mit über 130 Standorten bundesweit einer der Marktführer unter den SB-Bäckereien und nach eigenen Angaben Begründer der Backgastronomie in Deutschland.

Pauly Biskuit: Die Staatsanwaltschaft ermittelt …

Dessau-Roßlau. (27.04. / ebp) Über das Vermögen der 1. Dessauer Beteiligungs AG – vormals Pauly Biskuit AG – hat das zuständige Amtsgericht unter dem Aktenzeichen 34 IN 37/12 ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet, berichtet die Münchener Rechtsanwaltskanzlei Engelhard, Busch + Partner (EBP). Geschädigte Kapitalanleger, die Inhaberschuldverschreibungen der Pauly Biskuit AG 2010/2015 erworben hatten, erhalten das angelegte Kapital sowie die ausstehenden Zinsen also nicht mehr außergerichtlich von der 1. Dessauer Beteiligungs AG (1DBAG) zurück. Trotz wirksamer außerordentlicher Kündigungen können die Verantwortlichen der 1DBAG nicht mehr über Vermögenswerte verfügen und den Nominalbetrag sowie die ausstehenden Zinsen zurück bezahlen. Klagen auf Zahlung gegen die 1DBAG sind aufgrund des vorläufigen Insolvenzverfahrens unzulässig. Es bleibt abzuwarten, ob ein endgültiges Insolvenzverfahren eröffnet wird, in dem die Forderungen der Anleger ordnungsgemäß und fristgerecht angemeldet werden müssen. Parallel wird seitens der Staatsanwaltschaft gegen die Verantwortlichen des Keksproduzenten Pauly Biskuit AG / 1DBAG wegen Insolvenzverschleppung und Kapitalanlagebetrugs ermittelt, da Strafanzeigen gestellt wurden. Die Kanzlei EBP prüft für eine Geschädigtengruppe mögliche Schadensersatzansprüche gegen die persönlich Verantwortlichen und wird die Geschädigten auch im Insolvenzverfahren vertreten. EBP hält es für «äußerst merkwürdig», dass die Pauly Biskuit AG vor kurzem in eine Besitzgesellschaft und in eine Produktionsgesellschaft aufgespalten wurde. Geschädigten Anlegern wird empfohlen, anwaltlichen Rat in Anspruch zu nehmen.
Info: Lesen Sie hierzu auch «Das heimliche Verschwinden der Pauly Biskuit AG» (MDR) oder «Anlegern der Pauly-Biskuit AG droht Totalverlustrisiko» (Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt) oder / und «Es hat sich ‘ausgekekst’ – Pauly-Biskuit-Anlegern droht der Totalverlust» (Deutscher Verbraucherschutzring).

NRW: legt Ergebnis der Sonderprüfung Großbäckereien vor

Düsseldorf. (26.04. / lmkulnv) Nach den Meldungen über Hygieneprobleme in einer Großbäckerei in Süddeutschland Ende Februar wurden die Hygienezustände in Bäckereien mit mehr als zehn Filialbetrieben in Nordrhein-Westfalen (NRW) auf Weisung des NRW-Verbraucherschutzministeriums bei den zuständigen Behörden der Kreise und kreisfreien Städte abgefragt. Im Fokus standen dabei hygienebedingte Betriebsschließungen, erfolgte Nachkontrollen, erhobene Bußgelder von mehr als 200 Euro sowie mögliche eingeleitete staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren auf Grund festgestellter Hygienemängel. Insgesamt gibt es in NRW 227 Betriebe, die Handelsketten und Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung beliefern oder/und mehr als zehn Filialen betreiben. In den Berichtsjahren 2010 und 2011 wurden demnach 212 Nachkontrollen in Zusammenhang mit mangelhaften Hygieneumständen in den Bäckereibetrieben durchgeführt. Insgesamt wurden neun Betriebsschließungen oder Schließungen von Teilbereichen solcher Betriebe auf Grund von Mängeln in der Betriebshygiene veranlasst, zwei weitere Betriebe hatten zur Durchführung von Reinigungsarbeiten freiwillig geschlossen. In 49 Fällen mussten Bußgelder von mehr als 200 Euro erhoben werde und in sieben Fällen wurden sogar staatsanwaltschaftliche Ermittlungen eingeleitet – heißt es im Bericht des Ministeriums unter dem Titel «NRW: Druck auf schwarze Schafe muss erhöht werden».

Edeka: Backwaren-Einzelhandel setzt 679 Millionen Euro um

Hamburg. (25.04. / ez) Die Backwarenbetriebe des Edeka-Verbunds entwickelten sich im Geschäftsjahr 2011 erneut erfolgreich, heißt es im Unternehmensbericht 2011 (Format PDF; 54 Seiten; 5.503 KB). Bundesweit 17 Großbäckereien produzieren ein vielfältiges Angebot, das täglich frisches Brot, Kuchen und Gebäcke, aber auch wechselnde Saison-Spezialitäten umfasst. Die Verkaufsstellen sind überwiegend als Shops in die Lebensmittelmärkte integriert, häufig mit Sitzgelegenheiten für den Direktverzehr. Dieses Gastronomieangebot hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Der Umsatz des regionalen Backwaren-Einzelhandels konnte 2011 um 6,0 Prozent auf insgesamt 679 Millionen Euro ausgebaut werden. Mit annähernd 900 Filialen zählt die Schäfer’s Brot und Kuchen-Spezialitäten GmbH (Edeka Minden-Hannover) zu den größten regionalen Anbietern im Verbund. Die Bäckerei K+U (Edeka Südwest) beliefert aus vier Produktionsbetrieben rund 800 Verkaufsstellen. Weitere regionale Anbieter der Gruppe sind die Bäckerei Büsch (Edeka Rhein-Ruhr), die Backstube Wünsche (Edeka Südbayern) oder auch Dallmeyers Backhus (Edeka Nord).


TERMINE + EVENTS


KMZ: unterstützt Intensiv-Seminar (nicht nur) für Bäcker

Image Hechingen / Dreieich. (24.04. / KMZ) An verschiedenen Pro-Mensch-Foren für Bäcker, Fleischer und Caterer nahm Peter Kaierle von der KMZ Kassensystem GmbH Ende März und Mitte April als Sponsor teil, um die Durchführung der gefragten Intensiv-Seminare für Berufsleute aus backenden Betrieben zu unterstützen. Die Veranstaltungen fanden in Leipzig und Erlangen statt. Im Herbst gibt es weitere Pro Mensch-Foren, die KMZ gerne wieder unterstützt. Am 25. September findet ein Intensiv-Seminar in Stuttgart statt, am 16. Oktober in Hannover. Details zu den Tagesseminaren (Teilnehmerstimmen, Video, Prospekt, Anmeldeformular …) finden Interessenten auf promensch.de.

Food Future Day: Karrieretag und Symposium

Quakenbrück. (21.04. / dil) Den 22. Mai sollten sich Personalverantwortliche, Studierende und Experten aus dem Bereich der Lebensmittelindustrie vormerken. Dann veranstalten das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) und die Hochschule Osnabrück den «Food Future Day» 2012. Dieser Branchentreffpunkt umfasst einen Karrieretag für die Lebensmittelindustrie sowie das «Food Future Day»-Symposium zum Thema «Nachhaltigkeit – Vom Schlagwort zur Strategie?». Aufgrund der großen Resonanz im letzten Jahr mit rund 400 Teilnehmern aus Wirtschaft und Hochschulen veranstalten das DIL und die Hochschule Osnabrück wieder gemeinsam für die Unternehmen der Lebensmittelindustrie im Nordwesten ein Forum für die Vernetzung mit Nachwuchskräften und Wissenschaft aus der Branche (Volltext).


MANAGEMENT + BETRIEB


Liquiditätskrise? Agieren, bevor das Kind in den Brunnen fällt!

Isernhagen. (27.04. / ge) Für viele Unternehmer sind Liquiditätsengpässe ein tägliches Dauerproblem, andere Unternehmer werden durch unvorhersehbare Ereignisse überrascht, die das Konto belasten. Letztendlich ist aber unerheblich, ob der Liquiditätsengpass vorhersehbar war oder plötzlich auftrat. Vielmehr sollten sich Unternehmer fragen, wie es zu dieser Situation gekommen ist und was man kurz- als langfristig tun kann, um derartige Situationen zu vermeiden. Häufig verbleibt den Unternehmern nur noch die Möglichkeit zu reagieren, aber nicht mehr zu agieren, weiß Carsten Klingebiel von der Gehrke Econ Steuerberatungsgesellschaft. Als Unternehmer wird man dann mit vielen unangenehmen und kritischen Fragen der Banken konfrontiert. Als letzter Ausweg verbleibt in der Regel nur noch das «Umschuldungsdarlehen», welches bei allen Beteiligten Unbehagen auslöst. Daher ist für eine zukunftsorientierte Unternehmensführung extrem wichtig, Anzeichen und Ursachen für eine mögliche Liquiditätskrise im Vorfeld zu erkennen, um dadurch Zeit für Lösungsmöglichkeiten bzw. Ansatzpunkte für vorausschauende und «heilende» Aktivitäten zu gewinnen.

Lekkerland: blickt auf stabiles Geschäftsjahr 2011

Frechen. (27.04. / lk) Im Jahr 2011 hat der Convenience-Großhändler Lekkerland AG + Co. KG seinen Umsatz um rund 120 Millionen Euro auf 12’319 Millionen Euro gesteigert. Das Unternehmen beliefert Kunden in neun europäischen Ländern mit Produkten aus den Sortimentsbereichen Tabak, Food/Non-Food und Electronic Value. «Mit dieser Entwicklung sind wir zufrieden», sagt Michael Hoffmann, Vorstandsvorsitzender der Lekkerland Gruppe. «Besonders erfreulich ist, dass wir wichtige Kundenverträge erfolgreich verlängern konnten». So wird Lekkerland künftig eine führende Mineralölgesellschaft in acht europäischen Ländern mit allen ausgeschriebenen Sortimenten beliefern. Auch in Deutschland, Österreich und Belgien haben große Mineralölgesellschaften die Vertragsbeziehung mit Lekkerland verlängert und zum Teil sogar erweitert. Insgesamt zeigt sich mit 51 Millionen Euro ein um 13 Millionen Euro geringeres Konzernjahresergebnis als im Vorjahr. Berücksichtigt man einmalige Sondereffekte, die das Ergebnis 2010 um rund zehn Millionen Euro steigerten, liegt das Konzern-Jahresergebnis 2011 auf vergleichbarem Niveau. 2012 steht die strategische Neuausrichtung des Unternehmens im Fokus. «Es gilt, die Weichen für den Erfolg in den kommenden Jahren zu stellen. Unsere zentrale Aufgabe besteht daher in diesem Jahr darin, ein Zukunftsmodell zu entwickeln, um das nächste Kapitel der Lekkerland Geschichte zu schreiben», sagt Hoffmann.

«nexxt-change»: Nachfolgebörse wird international

Berlin. (27.04. / kfw / bmwi) Deutschlands größte Nachfolgebörse «nexxt-change» steht künftig auch ausländischen Investoren und Übernehmern offen. Möglich ist dies, da die Initiatoren der nexxt-change-Börse – das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI), die KfW Bankengruppe, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband – eine Kooperation mit Germany Trade + Invest (GTAI) und der Nachfolgebörse der Wirtschaftskammern Österreichs geschlossen haben. Die GTAI wird als neuer Partner von nexxt-change über ihre rund 40 Auslandsstandorte ausländische Investoren für Unternehmensnachfolgen in Deutschland betreuen. Über eine Verlinkung mit der österreichischen Nachfolgebörse nachfolgeboerse.at können künftig potenzielle Nachfolger in beiden Ländern nach passenden Unternehmen suchen und zusammenfinden. Die österreichische Nachfolgebörse umfasst aktuell über 1.200 Nachfolgeangebote und fast 300 Unternehmensgesuche. Die Nachfolgebörse nexxt-change konnte seit ihrem Start im Jahr 2006 bereits mehr als 8.600 kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, ihren Nachfolger zu finden.

BIV: gibt positives Signal für den alten Standort

Hannover. (26.04. / biv) Der Bäckerinnungs-Verband Niedersachsen / Bremen (BIV) hat mit seiner ordentlichen Mitgliederversammlung in Wilhelmshaven einen wichtigen Impuls zu neuer Geschlossenheit seiner Reihen erhalten. Nach massiven und nach BIV-Darstellung schnell als haltlos erwiesenen Vorwürfen gegen die Verbandsspitze zu Jahresbeginn wurde Vorstand und Geschäftsführung von allen Delegierten einstimmig Entlastung erteilt. Außerdem erzielten richtungsweisende Anträge zur Weiterentwicklung der verbandseigenen Bäckerfachschule und zur sozialen Besserstellung der Mitarbeiter über einen neuen Lohn- und Gehaltstarifvertrag bei jeweils nur drei Gegenstimmen eine überaus breite Zustimmung. Im BIV sind derzeit rund 60 Prozent aller in den beiden Bundesländern beheimateten handwerklichen Backbetriebe organisiert (Volltext).

Edeka: Verbund steigert Umsatz auf 45,6 Milliarden Euro

Hamburg. (25.04. / ez) Insgesamt hat der Edeka-Verbund seine Position im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel im Geschäftsjahr 2011 erneut gestärkt. Wichtigster Wachstumstreiber ist das von 4.500 selbstständigen Edeka-Einzelhändlern geführte Vollsortimentsgeschäft. Die Kaufleute steigerten ihre Umsätze um 1,6 Milliarden Euro auf erstmals über 20 Milliarden Euro. Netto Marken-Discount verzeichnete ein Umsatzplus von 3,3 Prozent auf insgesamt 10,7 Milliarden Euro. Im Jahresverlauf eröffnete der Edeka-Einzelhandel mehr als 190 neue Märkte, die Verkaufsfläche stieg erstmals auf über zehn Millionen Quadratmeter. «2012 werden wir rund 1,4 Milliarden Euro in den Ausbau und die Modernisierung unserer Handels-Infrastruktur investieren», kündigte Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der Edeka AG, in Hamburg an. «Das Modell des Unternehmer-Unternehmens funktioniert so gut wie noch nie», betonte Mosa. «Unsere 4.500 selbstständigen Kaufleute haben 2011 die Marke von 20 Milliarden Euro überschritten und damit ein Rekordjahr hingelegt». Ein Wachstum von nominal 1,6 Milliarden Euro (plus 8,8 Prozent) und 3,6 Prozent auf vergleichbarer Fläche setzt branchenweit Maßstäbe. Das unternehmerische Element wurde 2011 massiv gestärkt: Im Jahresverlauf wurden 75 Vollsortimentsmärkte privatisiert, also in die Hände selbstständiger Kaufleute gegeben. Darüber hinaus begleitete Edeka 95 Existenzgründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit mit einem eigenen Markt. Insgesamt erzielte der Edeka-Verbund in 2011 mit seinen rund 12.000 Märkten und über 306.000 Mitarbeitenden einen Umsatz von 45,6 Milliarden Euro, heißt es in der Mitteilung «Rekordjahr für selbstständige Edeka-Kaufleute».

Studie: Wie deutsche Unternehmen Google einsetzen

Köln. (25.04. / iw) Im September 2011 hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in der Studie «Faktor Google» untersucht, wie deutsche Unternehmen Google-Produkte und das Internet einsetzen. Grundlage dazu war die Befragung von über 11.000 deutschen Google-Kunden. Im November 2011 hat das IW gemeinsam mit dem Branchenverband Bitkom eine weitere Studie vorgestellt, welche die Bedeutung des Internets für die deutsche Wirtschaft ermittelt hat. Hierzu wurden rund 2.500 deutsche Unternehmen aus dem IW-Zukunftspanel zur Rolle des Internets in ihren Geschäftsmodellen befragt. Daraus haben die Beteiligten interessante Analysen abgeleitet, die unter anderem in folgenden Publikation zum Ausdruck kommen:

Wie Deutschlands Unternehmen von Google profitieren können und welche Google-Dienste sie dabei einsetzen, lesen Interessenten nicht zuletzt unter faktorgoogle.de …

Familien-Pflege-Zeit: Bund sichert Arbeitgeber ab

Berlin. (25.04. / bmfsfj) Zum Jahreswechsel 2011/2012 wurde in Deutschland die Familienpflegezeit eingeführt, die eine zeitgemäße Antwort auf die Herausforderungen des demografischen Wandels in unserer Gesellschaft gibt. Denn viele Bürger/innen wünschen sich eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht nur vor dem Hintergrund der Kindererziehung, sondern auch mit Blick auf die Pflege eines Familienmitglieds. «Mit der Familienpflegezeit können sich Arbeitnehmer/innen für pflegebedürftige Angehörige Zeit nehmen, ohne Angst haben zu müssen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren», sagt Bundesministerin Kristina Schröder (BMFSFJ). Den Unternehmen bleiben ihre qualifizierten Beschäftigten erhalten – ohne finanziellen Mehraufwand. Konkret bedeutet die Familienpflegezeit: Beschäftigte können ihre Wochenarbeitszeit für die Pflege Angehöriger über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 15 Stunden reduzieren. Der Arbeitgeber gewährt in dieser Zeit einen Lohnvorschuss, den die Beschäftigten nach der Pflegephase zurückzahlen. Das Familienpflegezeitgesetz sichert Arbeitgeber durch eine Versicherung gegen Ausfall- und Liquiditätsrisiken ab. Damit wird die Familienpflegezeit den Bedürfnissen der Beschäftigten und der Unternehmen gleichermaßen gerecht: Mitarbeiter/innen können ihre nahen Angehörigen selbst pflegen und den Unternehmen bleibt das Know-how erfahrener Kräfte erhalten. Darüber hinaus fördert die Familienpflegezeit den Zusammenhalt in der Gesellschaft, denn sie gibt den Menschen die Zeit, Verantwortung füreinander zu übernehmen.


TRENDS + KONZEPTE


25.000 Artikel: myTime.de bringt Lebensmittel bundesweit

Leer. (27.04. / bg) Die ostfriesische Bünting Gruppe hat es erkannt: Es ist meine Zeit oder «myTime.de», die sich locker einsparen ließe, gäbe es in Deutschland ein ähnliches Angebot, wie es zum Beispiel die Schweizer mit ihrem «leshop.ch» seit Jahren und mit stetig wachsendem Erfolg längst haben. Doch wir müssen nicht mehr darben, denn – endlich, endlich – «myTime.de» ist keine Fata Morgana, sondern tatsächlich das (!) Angebot, aus 25.000 Artikeln schnell und einfach einen Einkaufskorb zusammen zu stellen – inklusive Obst und Gemüse, Kühl- und Tiefkühlprodukte. Bestellungen von frischem Aufschnitt, Fleisch und Käse werden individuell geschnitten und gewogen, genau wie von der Bedientheke gewohnt. Geliefert wird über DHL, wann immer Kunden es wollen. Mit der Möglichkeit, einen Termin am Vormittag (07:00 bis 12:00 Uhr) oder eine Lieferung am Feierabend (17:00 bis 22:00 Uhr) zu wählen, erhalten alle, die nicht mehr gestresst durch den Supermarkt hetzen und an der Kasse warten wollen, ihre Bestellung zum individuell gewünschten Zeitpunkt – ab einem Einkaufswert von 25 Euro sogar kostenfrei. Zum optimalen Transport von Kühl- und Tiefkühlartikeln verwendet myTime.de dickwandige Styroporboxen, die für eine mehrfache Nutzung ausgelegt sind. Das Zurücksenden dieser Pfandboxen ist für Kunden absolut kostenfrei.
Über Bünting: Die Unternehmensgruppe ist mit über 9.000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber im Nordwesten Deutschlands. Auf diversen Online-Plattformen bietet die Bünting E-Commerce GmbH + Co. KG eine große Auswahl an Markenartikeln rund um die Themen Lifestyle, Wohnen, Haushalt, Deko, Geschenkideen, Unterhaltungselektronik, Spielwaren. Im Rahmen dauerhafter Kooperationen – unter anderem mit dem Online-Händler Amazon – hat Bünting in den zurückliegenden Monaten wohl ausreichend Erfahrungswerte sammeln können, um sich nun selbst mit «myTime.de» zu profilieren.

EnEff Bäckerei: Energieeffizient backen

Bremerhaven. (23.04. / ttz) Das Bäckereigewerbe ist eine der energieintensivsten Branchen Deutschlands. Es hat den größten Anteil am Energieverbrauch im verarbeitenden Gewerbe. Nicht nur das Backen – auch das Kühlen und Frosten benötigt viel Strom. In welchen Produktionsschritten stecken ungenutzte Einsparpotentiale? Im ZIM-Nemo-Netzwerk «EnEff Bäckerei» will das ttz Bremerhaven als Netzwerkmanager gemeinsam mit Bäckern, Systemtechnikern, Maschinen- und Anlagenbauern den Energieverbrauch in Bäckereien ermitteln und durch die Entwicklung neuartiger Anlagen und Prozesse Einsparmöglichkeiten realisieren. Während der Auftaktveranstaltung in den Räumen des Forschungsdienstleisters ttz Bremerhaven brachten die Partner unlängst ihre Ideen und Erwartungen an das Netzwerk zusammen (Volltext).

Fraunhofer FEP: mischt US-Verpackungsmarkt auf

Dresden. (23.04. / fep) Transparente Verpackungsfolien mit aromadichten Schutzschichten des Fraunhofer FEP sorgen für mehr Frische bei amerikanischen Lebensmitteln. Aber die Dresdener Plasmatechnologie kann noch viel mehr. «Diese Technologie ist das Beste, was der Markt für die Beschichtung von Polypropylen-Verpackungsfolie mit transparenten Barriereschichten derzeit zu bieten hat». Gabriel Durana, Produktmanager für Spezialtechnologien beim Verpackungshersteller Biofilm S.A. in Mexiko, ist von der Beschichtungstechnologie des Fraunhofer-Instituts für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP überzeugt. Im November letzten Jahres ist die zweite Produktionsanlage mit der Plasmatechnologie aus Dresden am Produktionsstandort von Biofilm in Altamira, Mexiko, in Betrieb gegangen. Seit Inbetriebnahme der ersten Anlage im Jahre 2009 beliefert Biofilm Hersteller von Snacks und Backwaren in Nordamerika und Europa mit der innovativen Folie. Die Folie ist so beliebt unter den Kunden und hat zu neuen Anwendungen, wie der Mikrowellen-geeigneten Hochbarriere-Verpackung, die Produkten einen ofenfrischen Eindruck verleiht, geführt, dass eine zweite Produktionsanlage notwendig wurde. Die neue Anlage läuft nun auf Hochtouren und beschichtet Folien von bis zu 2,85 Metern Breite (Volltext).


MARKETING + VERKAUF


Filial-Kassenmanager: Flexibel, schnell, vielseitig

Kronau. (27.04. / goe) Mit dem Filial- und Kassenmanager erhalten Sie ein leistungsstarkes Modul für Goecom,:::::.de/Produkte/marvin/marvin.php” >Marvin, welches zum einen die Kommunikation mit fast allen aktuell auf dem Markt befindlichen Kassensystemen ermöglicht und zum anderen die gelesenen Daten aussagekräftig aufarbeitet und auswertet. Neben den üblichen Berichten, die aus den Kassen gelesen werden können, kann natürlich auch eine Vielzahl an Daten an die Kassen gesendet werden. Artikel, Preise, Angebote, Bestellvorschläge (für einen oder mehrere Tage), EAN-Daten, Kostenartikel und/oder Handelswaren und Mitarbeiter – um nur einige der Möglichkeiten zu nennen. Aufgrund der hohen Flexibilität der Schnittstelle können auch sehr ungewöhnliche Datenkonstellationen verarbeitet werden. Ein weiteres Plus ist die extrem hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit, die durch eine komplett neue Struktur der Daten ermöglicht wird. Lästige Performanceprobleme gehören somit der Vergangenheit an. Eine Reihe zertifizierter Schnittstellen zu diversen Kassensystemen sorgt zusätzlich für einen reibungslosen Betrieb von Beginn an. Fragen Sie Ihr Kassensystemhaus danach! Umfangreiche Kontrollfunktionen gewähren Ihnen Einblick in die Verkaufsgenauigkeit der Filialen, in den Personalkauf und –verzehr, sowie den Warenfluss. Snackkontrolle, Inventuren, Kostenstellen- und Deckungsbeitragsrechnungen und Schnittstellen zur Finanzbuchhaltung komplettieren diese Module. Informieren Sie sich über Vorteile und Nutzen bei Ihrem zuständigen Vertriebspartner oder bei der Goecom,:::::.de/Kontakt/kontakt.php” >Goecom Hotline.

AMA-Gütesiegel: ein Zeichen fürs Handwerk

Wien / AT. (26.04. / ama) Lebensmittelhandwerker, die sich heimischen Rohstoffen, traditionellen Spezialitäten und dem meisterlichen Handwerk verbunden fühlen, bekommen ein Zeichen – das AMA-Handwerksiegel. Es wird vor allem an Fleischer, Bäcker und Konditoren verliehen. Bereits in der Anlaufphase ist das Interesse so groß, dass es schon 16 zertifizierte Lebensmittelhandwerker in Österreich gibt. Weitere 100 haben ihr Interesse an der Auszeichnung bekundet, heißt es seitens der AMA Agrarmarkt Austria. Das AMA-Handwerksiegel steht auf drei Säulen: die meisterliche Verarbeitung, die regionale Herkunft und die unabhängige Kontrolle. Es zeichnet nicht die einzelnen Produkte aus, sondern das angeschlossene Fachgeschäft zum Produktionsbetrieb. «Endlich hat das Handwerk ein eigenes Zeichen», freut sich Dr. Paulus Stuller, Bundesinnungsmeister der Lebensmittelgewerbe. «Die Fachgeschäfte mit handwerklich hergestellten Produkten sind für die Konsumenten ab sofort mit dem AMA-Handwerksiegel klar erkennbar. Das ist eine einmalige Chance, sich als Lebensmittelhandwerker mit Tradition zu positionieren und zu profilieren».

«Amazon Tax Laws»: betrifft Ihr Export-Geschäft via Internet

New York / NY. (26.04. / gtai) Online-Händler gewinnen in den USA gegenüber dem Einzelhandel immer mehr an Bedeutung und stehen mit diesem im Preiskampf. Bislang konnten Online-Händler diesen aufgrund eines Steuerschlupflochs oft für sich entscheiden, denn sie mussten weder Sales Tax noch Use Tax erheben – die im weitesten Sinn mit der europäischen Mehrwertsteuer verwandt sind. Sowohl Bundesstaaten als auch Bund haben längst erkannt, dass ihnen aufgrund des noch geltenden Systems etliche Steuereinnahmen entgehen. Allein Amazon macht heute etwa 48 Milliarden US-Dollar Umsatz per Anno, die man in den USA gerne ordnungsgemäß versteuert sähe. Deshalb werkelt der Gesetzgeber in Übersee – ob auf Staats- oder Bundesebene – an einer zeitgemäßen Steuergesetzgebung. Die wird in den USA unter dem Stichwort «Amazon Tax Laws» vorangetrieben – und Germany Trade + Invest (GTAI) rät jedem Unternehmen, das seine Ware online in den USA vertreibt, sich über die Rechtslage auf dem Laufenden zu halten und bis zum Erlass eines solchen Bundesgesetzes jeden Bundesstaat, in dem es Geschäfte macht, auf die Existenz eines «Amazon Tax Laws» hin abzuklopfen.

EHI-Studie: künftig mehr Kartenzahlung, mehr Mobilität

Köln. (25.04. / ehi) Der Umsatz mit Zahlungskarten im deutschen Handel hat im letzten Jahr erstmals die Hürde von 150 Milliarden Euro überschritten, das Unterschrift-basierte Lastschriftverfahren erfreut sich wieder steigender Beliebtheit, und dem kontaktlosen sowie mobilen Bezahlen bescheinigt der Handel vielversprechende Zukunftsperspektiven. Dies sind drei zentrale Ergebnisse der aktuellen Jahres-Erhebung «Zahlungssysteme im Einzelhandel» des EHI Retail Instituts. «Ein Großteil der Händler prognostiziert mobilen und kontaktlosen Bezahlsystemen eine zukunftsträchtige Entwicklung», sagt Horst Rüter, Leiter des EHI-Forschungsbereichs Zahlungssysteme und Mitglied der EHI-Geschäftsleitung. Die Studie basiert auf den Angaben von 510 Unternehmen mit 60.000 Betrieben aus 34 Branchen. Interessenten können den Wälzer für knapp 500 Euro käuflich erwerben. Reicht die zusammenfassende Information, um über Trends grob auf dem Laufenden zu sein, dann lesen Sie die Medienmitteilung «Mehr Kartenzahlung mit mehr Mobilität – Aktuelle EHI-Studie zu den Zahlungsarten im Handel».


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


Downloads: Enzyme in der Lebensmittelproduktion

Bonn. (26.04. / fei) Die universelle Nutzbarkeit von Enzymen in der Lebensmittelproduktion und die dadurch steigende Nachfrage führen dazu, dass der Forschungsbedarf in diesem Themenfeld nach wie vor hoch ist. Der Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) stellte es daher in den Mittelpunkt des 11. Kooperationsforums Mitte April in Bonn: «Enzyme in der Lebensmittelproduktion: Neue Wege zur Gewinnung und Nutzung» lautete der Titel der interdisziplinären, branchenübergreifenden Veranstaltung mit zehn hochkarätigen Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft, zu der rund 130 Teilnehmer/innen kamen. Die umfangreiche Online-Dokumentation – Abstracts der Vorträge, Kurzviten der Referenten sowie Präsentationen – steht auf dem FEI-Server jetzt als kostenfreier Download zur Verfügung.

Kaffee 2011: Über fünf Milliarden Pads und Kapseln verkauft

Hamburg. (25.04. / kv) Der Kaffeemarkt 2011 zeigt einen starken Trend zur komfortablen und schnellen Zubereitung von Kaffee. Der Konsum von Einzelportionen – Pads und Kapseln – ist im letzten Jahr erneut deutlich (um 30 Prozent) gestiegen und liegt nun bei 37.650 Tonnen. Dies bedeutet, dass über fünf Milliarden Einzelportionen Kaffee verkonsumiert wurden. Auch der Verbrauch von löslichem Kaffee und Espresso ist gestiegen. Insgesamt wurden 2011 in Deutschland 402.000 Tonnen Röstkaffee und 12.650 Tonnen von purem löslichen Kaffee konsumiert, berichtet der Deutsche Kaffeeverband. Espresso und Caffe Crema legten gegenüber 2010 um 10,3 Prozent zu und kommen auf ein Absatzvolumen von 59.000 Tonnen. Klassischer Filterkaffee ist leicht rückläufig, was sich mit einem hauchzarten Minus von 1,1 Prozent bemerkbar macht. «Dies bedeutet, dass jeder Deutsche im letzten Jahr 50 Gramm Röstkaffee weniger gekauft hat als 2010. Angesichts dessen, dass der Pro-Kopf-Verbrauch bei 149 Litern liegt, ist dies aus Branchensicht ein stabiler Markt auf hohem Niveau», rechnet Holger Preibisch vor, Hauptgeschäftsführer des Verbands. Der Konsum von purem löslichem Kaffee ist hingegen leicht um 1,2 Prozent gestiegen. Dies entspricht rund 12.650 Tonnen purem Kaffee-Extrakt. Der Marktanteil von Kaffees aus nachhaltig zertifiziertem Anbau ist ebenfalls leicht gewachsen und liegt nun bei drei Prozent vom Gesamtmarkt. «Nachhaltigkeit wird in Zukunft einen größeren Stellenwert einnehmen. Derzeit sind Kaffees aus nachhaltigem Anbau noch ein Nischenprodukt, für das sich der Konsument bewusst entscheiden muss. Dies wird sich ändern. Zahlreiche Kaffeeunternehmen haben sich dazu verpflichtet, innerhalb der nächsten Jahre einen Großteil oder gar die komplette Produktion auf nachhaltige Kaffees umzustellen», heißt es aus Hamburg.

BVE: über die Vermeidung von Lebensmittelabfällen

Berlin. (24.04. / bve) Der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestags hat sich einmal mehr mit der Verschwendung von Lebensmitteln befasst. Zuletzt hatte das BMELV eine Studie der Universität Stuttgart veröffentlicht. Demnach entsorgen die Haushalte in Deutschland jährlich elf Millionen Tonnen Nahrungsmittel als Abfall. Während der öffentlichen Anhörung sagte BVE-Geschäftsführer Peter Feller vor dem Ausschuss: «Das Thema Lebensmittelabfälle betrifft die gesamte Wertschöpfungskette. Aufgrund der schwierigen Marktsituation, mit der die Ernährungsindustrie in Deutschland konfrontiert ist, tragen die Unternehmen der Branche schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen dafür Sorge, dass der Umfang der vermeidbaren Lebensmittelabfälle so gering wie möglich ist. Dies ist unabdingbar, um die Ertragsziele zu erreichen». Vorrangigen Handlungsbedarf sieht Feller daher bei privaten Verbrauchern, denn: Nach der Studie der Uni Stuttgart entfällt der größte Anteil der Lebensmittelverschwendung mit etwa 6,6 Millionen Tonnen oder 61 Prozent auf diesen Teil der Wertschöpfungskette. Es besteht weitgehende Einigkeit darüber, dass dies auf eine gesunkene Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln zurückzuführen ist und dass die Sensibilisierung der Verbraucher gestärkt werden muss. Eine Änderung des Mindesthaltbarkeitsdatums, die Einführung zusätzlicher Berichtspflichten der Wirtschaft oder sonstiger gesetzlicher Regeln, um den Umfang der Verschwendung zu reduzieren, bewertet die Ernährungsindustrie als nicht zielführend. Sie sieht ihren Beitrag zur Ressourceneffizienz eher in der qualifizierten Verwertung von Reststoffen, die im Rahmen der Produktion anfallen (Futter-, Düngemittel, Energiegewinnung).

Fairtrade: wächst in Deutschland um 18 Prozent

Bonn. (21.04. / ftr) Der Faire Handel ist nicht zu stoppen. Im letzten Jahr kauften Verbraucher in Deutschland Fairtrade-Produkte im Wert von rund 400 Millionen Euro. Mit einem Plus von 18 Prozent über alle Produkte hält der Wachstumstrend der letzten Jahre weiter an. «Der Faire Handel ist ein effektives Instrument zur Armutsbekämpfung und trägt zur ländlichen Entwicklung bei», sagte TransFair-Vorstandsvorsitzender Heinz Fuchs während der Jahrespressekonferenz. «Fairtrade ist ein entwicklungspolitisches Partnerschaftsmodell. Die Produzentenorganisationen sind Mitträger und aktive Gestalter des Systems». Durch den Verkauf von Fairtrade-Produkten in Deutschland erwirtschafteten die Produzenten 2011 Direkteinnahmen in Höhe von 82 Millionen Euro. Darin enthalten: 5,5 Millionen Euro Fairtrade-Prämiengelder für Gemeinschaftsprojekte (Volltext).


PERSONEN + EHRUNGEN


Trophelia Deutschland 2012: «So backt man heute …»

Bonn. (24.04. / fei) Mit der Produktidee «Cruemel – So backt man heute …!» sicherte sich das Team Anni Schütze und Florian Bark von der Technischen Universität Berlin den ersten Platz beim Wettbewerb «Trophelia Deutschland 2012». Der richtete sich an Studenten der Lebensmittelwissenschaften und wurde zum dritten Mal durch den Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) ausgerichtet. Die Berliner Gewinner haben sich damit für den europäischen Wettbewerb EcoTrophelia qualifiziert, der im Oktober in Paris im Rahmen der Sial stattfinden wird. «Cruemel» ist übrigens ein Chilled-Food-Produkt zum einfachen Herstellen einer warmen Speise aus Äpfeln, bedeckt mit knusprigen Streuseln. Durch eine schonende Ultra-Hochdruckbehandlung behalten die Äpfel hierbei sowohl ihre wertgebenden Inhaltsstoffe, als auch Aroma und Festigkeit … und bleiben gleichzeitig länger haltbar – ohne Konservierungsstoffe. Geliefert und gebacken wird «Cruemel» in einer biologisch vollständig abbaubaren Schale, die zu 100 Prozent aus Blättern der Betelnusspalme besteht. Ob die Ernährungsindustrie schon bei Schütze/Bark angeklopft hat, wissen wir nicht. Weitere Details zu den Ergebnissen 2012 gibt es auf der FEI-Homepage.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: U.S. Organic foods industry creates 500’000 jobs

Hamburg. (bm) Producing U.S. foods organically creates thousands more jobs than if that food were produced using conventional agricultural methods, according to a new economic study released at the Organic Trade Association´s (OTA´s) Policy Conference. The report, «2010 Impacts of the U.S. Organic Foods Industry on the U.S. Economy», which shows the organic food industry generated more than five hundred thousand American jobs in 2010, builds on data released by OTA earlier in the week revealing the overall U.S. organic market in 2011 surpassed 31 billion USD for the first time. Other topics of the week:

Title Region Date
Dunkin´ Brands: Reports First Quarter 2012 Results (US) Fri 04-27
Cheesecake Factory: Reports Results for Q1/2012 (US) Fri 04-27
OTA: Organic foods industry creates more than 500’000 jobs (US) Fri 04-27
Premier Foods: Building Momentum Behind Power Brands (UK) Thu 04-26
J+J Snack: reports second quarter sales and earnings (US) Thu 04-26
Hershey: Announces First Quarter Results, Updates Outlook (US) Thu 04-26
AarhusKarlshamn: Expands Production Capacity (SE) Thu 04-26
Panera Bread: First Quarter 2012 Earnings Report (US) Thu 04-26
C-Stores: Lawson Outlines Medium- to Long-Term Initiatives (JP) Thu 04-26
Mintel: University foodservice moves to the top of the class (US) Thu 04-26
WWF: Brinker VP Named to Board of Directors (US) Thu 04-26
ABF: Kingsmill promotions eat into profits (UK) Wed 04-25
Krispy Kreme: Signs New Development Agreement for Russia (US) Wed 04-25
Kellogg Company: Adjusts 2012 Full Year Guidance (US) Wed 04-25
Dunkin´ Donuts: Announces 25 New Restaurants In Texas (US) Wed 04-25
Study: Rice Eaters Have Healthier Diets (US) Wed 04-25
OTA: U.S. consumer-driven organic market surpasses 31 billion USD (US) Wed 04-25
Hostess Brands: Where has all the money gone? (US) Tue 04-24
Fraunhofer FEP: to rough up American packaging market (DE) Tue 04-24
Barilla CFN: Presents «Eating Planet 2012» (US) Tue 04-24
McDonald´s: Global Comparable Sales Drive Q1/2012 Results (US) Mon 04-23
Nestle first-quarter sales: 7,2 percent organic growth (CH) Mon 04-23
Cargill: upgrades cocoa facility in the Netherlands (US) Mon 04-23
Kellogg: Launches Global Corporate Responsibility Report (US) Sat 04-21
Instant noodles: Increased NPD could rehydrate demand (CN) Sat 04-21


REZEPTE + IDEEN


GMF: Feinschmecker-Tarte für die Spargelzeit

Image Bonn. (27.04. / GMF) Jetzt beginnt die Spargelzeit und passend dazu bietet die Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) ein verlockend klingendes Rezept für eine «Schwetzinger Feinschmecker-Tarte». Die Anleitung bezieht sich auf ein Blech oder sechs Portionen.

Zutaten: Für den Teig benötigen Sie 200g Weizenmehl (Type 405); 100g Weizenmehl (Type 1050); 200g Butter; 1/2 Tl Salz; Wasser. Für den Belag benötigen Sie 1.500g Spargel; 15g getrocknete Steinpilze; 50g (Schwarzwälder) Speck; 4 Schalotten; 300g Schmand; 3 Eigelb; 1 Ei; 10 Salbeiblättchen.

Zubereitung: Steinpilze in 100 ml warmem Wasser etwa zwei Stunden einweichen. Aus den angegebenen Zutaten einen Mürbeteig kneten und 30 Minuten kühl stellen. Spargel schälen und in Salzwasser 15 Minuten garen, abkühlen lassen. Speck und geschälte Schalotten fein würfeln. Speck in einer Pfanne auslassen und die Schalotten darin glasig dünsten.

Steinpilze mit Einweichflüssigkeit und grob gehackte Salbeiblättchen dazugeben und köcheln lassen bis die Flüssigkeit verdampft ist. Abkühlen lassen und mit Schmand, Eigelb und Ei verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Teig dünn ausrollen, ein gefettetes Backblech auslegen, an den Ränder etwas hochziehen. Den Spargel auf dem Teig verteilen und mit dem Eierschmand übergießen.

Backzeit: Im vorgeheizten Backofen bei 200° Celsius etwa 30 bis 40 Minuten backen.

Tipp: Dazu schmeckt ein trockener Weißwein, zum Beispiel Gutedel aus Baden.

Nährwert: je Portion 660 kcal/2770 kJ