Donnerstag, 29. Februar 2024

WB-14-2012

WEBBAECKER AKTUELL FÜR DIE 14. KW 2012 (31.03. bis 05.04.)
Download: https://www.webbaecker.de/12archivphp/wb1412.php

In der Zusammenfassung für diese Woche lesen Sie:

MARKT + UNTERNEHMEN:
01. Landbäckerei Tönjes: «Hygiene sells!»
02. Sutter Begg: jetzt auch im Kanton Solothurn
03. Bayern: schon wieder eine unappetitliche Affaire …
04. Müller-Brot: Alles zurück auf Anfang …
05. Gläserne Produktion: Goeken backen eröffnet BackGalerie

OSTERGRUSS:
06. Liebe Leserinnen und Leser …

MANAGEMENT + BETRIEB:
07. Bäckerinnung Köln: wirbt um «Schlecker-Frauen»
08. Familienbetrieb abzugeben? Der SWR hilft!
09. Download: Leitfaden Weiterbildung finanzieren
10. Mittelstand: Geschäftsklima weiter auf hohem Niveau
11. Download: Leitfaden Enterprise Content Management
12. Anerkennungsgesetz: Fortschritt für die Fachkräftesicherung

MARKETING + VERKAUF:
13. NRW: Regionalfernsehen präsentiert «Brot des Monats»

ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER:
14. BVLO: Lebensmittel-Online-Händler gründen Verband
15. Ernährung: Was den Deutschen heute schmeckt …

ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN:
16. Ökologischer Landbau: Überwachung wird gestärkt
17. BLE: Struktur der Mühlenwirtschaft 2010/2011

PERSONEN + EHRUNGEN:
18. Bayern: ehrt freiwilliges Engagement im Umweltschutz
19. Ostfriesland: drei Bäckerinnungen fusionieren

BOOKMARKS + BOOKS:
20. Global Industry: Burger King to return to NY exchange

REZEPTE + IDEEN:
21. GMF: Kürbiskernbrötchen «Kräutergarten»


MARKT + UNTERNEHMEN


Landbäckerei Tönjes: «Hygiene sells!»

Ganderkesee. (05.04. / dk) Knapp 150 Mitarbeitende zählt die Landbäckerei Tönjes OHG, darunter etwa 40 Auszubildende. Vor ziemlich genau 112 Jahren gegründet, führt Axel Tönjes den Familienbetrieb seit 1998 in vierter Generation und hat viel zu erzählen. Zum Beispiel vom Neubau 1999, als die Bäckerei ihren Produktionsbetrieb von 4.000 Quadratmetern Größe auf einem 1,6 Hektar großen Grundstück errichtete. Oder von den namhaften Kunden im LEH – unter anderem Lidl, Netto, Kaufland – die mit dazu beitragen, die 3.000 Quadratmeter große Backstube mit weiteren 1.000 Quadratmetern Nebenfläche auszulasten – nicht zu vergessen die 60 computergesteuerten Öfen und Maschinen, die 500 Quadratmeter Tiefkühlfläche. Darüber hinaus bewirtschaftet das Unternehmen in einem Umkreis von 100 Kilometern 30 eigene Filialen, größtenteils mit angeschlossenem Sitz-Cafe-Breich. Tönjes ist also nicht «nur» Co-Produzent für Eigenmarken bedeutender TK-Firmen im bundesdeutschen und europäischen Backwarenmarkt, sondern hat eine gewichtige Rolle als Regionalversorger zu erfüllen. Das alles und noch ein bischen mehr verklickerte das «Delmenhorster Kreisblatt» (DK) unlängst seinen Lesern in der Rubrik «Wirtschaft vor Ort». Doch was interessiert die Leute am meisten? Hygiene und Sauberkeit, lange Zeit als selbstverständlich vorausgesetzt, sind heute Themen, die die Menschen bewegen. So auch in der kleinen DK-Reportage, die Tönjes einleitend als Unternehmen beschreibt, das sich regelmäßig strengsten Hygiene-Kontrollen unterziehen muss. Und im Abspann fehlt nicht der Hinweis, dass die Bäckerei nach eigenen Angaben im Umkreis von 200 Kilometern die einzige ist, die nach IFS zertifiziert ist.

Sutter Begg: jetzt auch im Kanton Solothurn

Basel / CH. (05.04. / stz) Die Bäckerei Sutter AG ist eine der größten Handwerksbäckereien in der Schweiz. Jetzt hat der «Sutter Begg» seine 26. und damit die erste Filiale im Kanton Solothurn eröffnet. Dem hat die «Solothurner Zeitung» eine hübsche kleine Reportage gewidmet, die nebenbei auch schweizweite Trends beschreibt. Interessante Details zum Sutter Begg an sich gibt es zudem auf der firmeneigenen Homepage, vorneweg ein unterhaltsames Image-Video.

Bayern: schon wieder eine unappetitliche Affaire …

München. (04.04. / div) «Was ist nur in unseren Backstuben los?», fragt die «TZ». Auch die Münchener «Abendzeitung» (AZ) gibt sich ratlos – hatte sie doch gerade erst gelernt und empfohlen, dass so ein handfester Hygiene-Skandal nur bei den «Großen» passieren kann, nicht bei einem Familienbetrieb seit 1891, in fünfter Generation vom Umfeld längst schon adoptiert. Doch es ist wie es ist. Und weil – bis dato – auch der «Bayerische Rundfunk» zu den Stammkunden der Bäckerei-Konditorei Segl gehörte, hat er einen adäquaten Radio-Beitrag verfasst. Tenor in eigener Sache: Das über Jahre aufgebaute Vertrauen ist futsch, der Sender hat jetzt einen neuen Lieferanten und zurückkehren werde man sicher nicht – zum Segl. Journalistisch geschliffene Notiz: Bei einer Routinekontrolle am 07. März machte der Betrieb laut Kreisverwaltungsreferat (KVR) einen derart verunreinigten Eindruck, dass die Bezirksinspektion über die Produktion einen Betriebsstopp verhängte. Ausgelieferte Backwaren mussten sofort zurückgerufen werden. Das KVR wolle zusätzlich auch die Staatsanwaltschaft einschalten, erklärt eine KVR-Sprecherin in der «AZ». Bei der Justiz sei Segl überdies kein unbeschriebenes Blatt: Bereits 2010 sei ein Strafbefehl wegen diverser Verstöße gegen Lebensmittelgesetze ergangen und Segl habe mehrere tausend Euro Strafe zahlen müssen, sagt ein Oberstaatsanwalt in der «TZ». Aktueller Stand: Derzeit wird der Betrieb saniert und die Kunden bekämen von der Sperre kaum etwas mit. «Wir lassen uns von einem Kollegen beliefern», sagt Thomas Segl (43) der «AZ». Der Verkauf gehe weiter …

Müller-Brot: Alles zurück auf Anfang …

Oberbayern. (03.04. / div) «Wir haben es der Commerzbank, den Geschäftsleuten Klaus Ostendorf und Stefan Huhn und dem Insolvenzverwalter Hubert Ampferl zu verdanken, dass trotz hochtrabender Ankündigungen noch immer keine Verträge unterzeichnet sind», mault Hans Hartl von der NGG Bayern in einer Mitteilung an die Medien mit Blick auf die Causa Müller-Brot. Sie erinnern sich: «Der neue Chef ist der alte» hieß es an dieser Stelle vor einer Woche und passiert ist seither wenig. Gegenseitige Schuldzuweisungen brechen sich Bahn und das Tandem Ostendorf/Huhn realisiert auf einmal den ungeheuren Druck, unter dem es öffentlich steht. Nun lautet die neueste Entwicklung: «Rückkauf von Müller-Brot ist gescheitert». Demnach sind Ostendorf und Huhn von ihrer Absichtserklärung zurückgetreten mit Blick auf den erwähnten Druck und die nicht zufriedenstellende Verhandlungsführung durch den Insolvenzverwalter. Ampferl gibt sich ob dieser Entwicklung «geschockt» und Klaus Ostendorf lässt mitteilen, worauf der WebBaecker schon hinwies: Über 700 Arbeitsplätze abzubauen, ist natürlich hart. Doch bis zu 400 Mitarbeitenden eine Zukunft anzubieten, ist angesichts der Umstände besser als nichts. Ostendorf glaubt an einen wirtschaftlich sinnvollen Neustart nach seinem Konzept und signalisiert in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa weitere Verhandlungsbereitschaft. Andererseits hat der Gläubiger-Ausschuss nun die Freiheit, sich noch einmal dem zweiten Angebot zuzuwenden; eben jenem von Evi Müller gemeinsam mit der Höflinger Backwaren Vertriebsgesellschaft. Fortsetzung folgt bestimmt.

P.S.: Die eingangs erwähnte Commerzbank steht am Pranger, weil sie – Medienberichten zufolge – kein Interesse an einem schlüssigen Konzept habe, welches langfristig die Großbäckerei retten könnte. Es gehe ihr einzig darum, möglichst viel von ihren Krediten an das Unternehmen wieder ins Trockene zu bringen. Allein deshalb habe die Bank das Konzept Müller/Höflinger vor einer Woche abgelehnt.

Nachtrag: (04.04. / div) «Morgen oder gar nicht» – das wäre Gründonnerstag – wollte/will die Bietergruppe Müller/Höflinger 156 Filialen der Müller-Brot GmbH übernehmen. Aus dem Umfeld von Insolvenzverwalter Hubert Ampferl heißt es, die Gespräche liefen. Das Werk Neufahrn möchte die Bietergruppe dann nach Ostern übernehmen – sofern dies überhaupt möglich ist. Wie verschiedenen Quellen zu entnehmen ist, hängt viel von der «Linie 25» ab. Wie wir wissen, ist die im Besitz der zur Ostendorf Gruppe gehörenden Back Welt GmbH (Cloppenburg). Müller-Brot wiederum führt 250.000 Euro Miete per Anno an Back Welt ab – heißt es den Quellen zufolge. Wie wir ebenfalls wissen, soll sich zudem das komplette EDV-System im Besitz der Back Welt befinden. Auch dieser Umstand wird wohl noch Gesprächsstoff liefern …

Gläserne Produktion: Goeken backen eröffnet BackGalerie

Bad Driburg. (03.04. / gb) Zwölf Monate nach Spatenstich (siehe WebBaecker 15/2011) eröffnete Goeken backen im Kreise von rund 250 Gästen offiziell die BackGalerie am Produktionsstandort nahe Höxter. Drei Millionen Euro investierte das Unternehmen, denn alle Zeichen stehen auf Wachstum. Die Erweiterung umfasst insgesamt etwa 11.000 Quadratmetern. Neben dem dreigeschossigen Gebäude sind Parkplätze und Laderampen errichtet worden. Unter anderem mit einer Wärmerückgewinnungsanlage, einer Photovoltaikanlage sowie dem Einsatz von LED-Beleuchtung hat die Bäckerei viele Maßnahmen zur energieeffizienz umsetzen können. Zusätzliche 1.000 Quadratmeter Produktionsfläche sind entstanden. Hier haben nun die Konditorei, Feinbäckerei und die Snackbereitung ihren Platz. Interessenten können über das Holzofencafe in ein Zwischengeschoss gelangen, von dem aus sie Einblick in diese Bereiche bekommen. «Wir haben nichts zu verbergen. Uns kann man jederzeit besuchen und sich über unsere Arbeitsweise informieren», sagt Geschäftsführer Matthias Goeken. In der Etage über dieser Galerie sitzt nun die Verwaltung, gibt es einen Fitnessraum sowie einen voll ausgestatteten Seminarraum für interne Schulungen. Der Fitnessraum steht allen Beschäftigten vor und nach der Arbeit zur Verfügung. «Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter gesund bleiben. Darum haben wir uns im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung dafür entschieden», sagt Juniorchef Benedikt Goeken. Derzeit studiert der 24-jährige Bäcker- und Konditormeister an der TU München «Technisch- und managementorientierte BWL». Nach dem Abschluss 2014 will er – in fünfter Generation – voll in das Familien geführte Unternehmen einsteigen.


OSTERGRUSS:


Liebe Leserinnen und Leser,

der Frühling steht vor der Tür und die ersten Sonnenstrahlen blicken vom Himmel herunter. Die WebBaecker Herausgeber-Gemeinschaft wünscht Ihnen frohe, ertragreiche Ostern und einen schönen Start in die warme Jahreszeit. Machen Sie’s gut bis nächste Woche!


MANAGEMENT + BETRIEB


Bäckerinnung Köln: wirbt um «Schlecker-Frauen»

Köln. (05.04. / bi) Wie die Bäckerinnung für die Stadt Köln und den Rhein-Erft-Kreis mitteilt, haben in ihrem Einzugsgebiet etwa 170 Frauen die Kündigung durch den Insolvenzverwalter der Firma Schlecker erhalten. Die Innungsbetriebe bieten diesen Frauen Arbeitsplätze im Verkauf an. Darüber hat die Innung die Arbeitsagenturen in Köln und Brühl informiert, berichtet Geschäftsführerin Alexandra Dienst. Interessierte «Schlecker-Frauen» erhalten weiterführende Informationen unter der Rufnummer 0221/483011 bei der Innungs-Geschäftsstelle.

Familienbetrieb abzugeben? Der SWR hilft!

Berlin. (04.04. / ots) Familienbetrieb abzugeben? Der SWR hilft! Gerade im ländlichen Bereich haben es Familien-Unternehmer oftmals nicht leicht, einen neuen Inhaber für ihren Betrieb zu finden. Wer hat die nötige Qualifikation, ist genauso freundlich zu Mitarbeitern und Kunden wie «der Alte» und bringt genug Durchhaltevermögen mit? Ob Bäcker, Arzt, KFZ-Schlosser, Lebensmittelhändler, Friseur, Tierarzt, Landgastwirt oder Apotheker: Es ist nicht einfach, «den Richtigen» zu finden. Für eine neue Sendereihe sucht der Südwestrundfunk (SWR) Menschen, die ihre Firma, ihre Praxis oder ihr Geschäft abgeben möchten sowie ernstzunehmende potenzielle neue Inhaber. In den Sendungen werden diese Bewerber dem Chef des Betriebs sowie Angestellten und Kunden vorgestellt. In einer Probearbeitszeit stellt sich heraus, wer der geeignetere Kandidat ist. Das Ganze wird mit der Kamera begleitet und auch die jeweilige Region wird im Film porträtiert. Wer also auf der Suche nach einem neuen Inhaber für seinen Betrieb in Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg ist, einen solchen Betrieb kennt oder selbst «der neue Chef» werden möchte, der meldet sich bei Jürgen Schramm, Telefon 030/3001.3088.3364, E-Mail juergen.schramm@mazandmore.de von der MAZ+More TV-Produktion in Berlin.

Download: Leitfaden Weiterbildung finanzieren

Berlin. (04.04. / stw) Wer sich heute für seinen Job weiterbildet, hat gute Chancen auf einen Zuschuss. So fördert der Bund zum Beispiel über die Bildungsprämie oder das Meister-Bafög das Lernengagement seiner Bürger. Auch viele Länder unterstützen die Fortbildung von Berufstätigen, meist gibt es bis zu 500 Euro pro Kurs. Der kostenfreie Leitfaden der Berliner Stiftung Warentest zeigt, wer welche Förderung bekommen kann und was er dafür tun muss (Format PDF; acht Seiten; 721 KB).

Mittelstand: Geschäftsklima weiter auf hohem Niveau

Frankfurt / Main. (04.04. / kfw) Die Stimmung der deutschen Mittelständler bleibt unverändert gut: Im März stagnierte das Geschäftsklima knapp und hielt damit das hohe Niveau des Vormonats, das es nach seinem rasanten Anstieg seit Jahresbeginn erobert hatte. Die mittelständischen Unternehmen schätzten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate kaum anders ein als im Februar. Dem gegenüber gaben die Beschäftigungserwartungen zwar etwas nach, blieben aber klar im expansiven Bereich – heißt es im KfW Mittelstandsbarometer.

Download: Leitfaden Enterprise Content Management

Berlin. (03.04. / bk) Die Reduzierung der Bearbeitungszeit eines Geschäftsprozesses erfordert die Optimierung der zur Verfügung stehenden Informationen. Enterprise Content Management (ECM) umfasst Methoden und Lösungen zur Verwaltung geschäftsprozessrelevanter unstrukturierter Information. Der Einsatz moderner ECM-Lösungen erhöht die Informationsqualität, so dass Mitarbeiter schneller und fundierter entscheiden können. Die Vielzahl der möglichen Informationsquellen führt zu einer hohen Anzahl an ECM-Einsatzgebieten. Variierende Begriffe und Definitionen der Teildisziplinen führen zusätzlich zu einer Intransparenz bei ECM-Interessierten. ECM-Markt konforme Erläuterungen schaffen für Entscheider und Anwender aus Fach- oder IT-Abteilung den notwendigen Überblick. Der Leitfaden des Arbeitskreises Markt+Strategie des Kompetenzbereichs ECM (im Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien – Bitkom) stellt die Begriffe und Definitionen aus Sicht des ECM-Marktes dar. Durch die Einordnung von ECM in die Anwendungs-, Prozess- und Organisationsebene eines Unternehmens werden mögliche Einsatzfelder und deren Nutzen erläutert. Interessenten erhalten einen Überblick und ausführliche Begriffsdefintionen zu Enterprise Content Management. Der Leitfaden steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Anerkennungsgesetz: Fortschritt für die Fachkräftesicherung

Bonn. (02.04. / bibb) «Das neue Anerkennungsgesetz erleichtert den Zugang zum Arbeitsmarkt und stellt einen enormen Fortschritt für die Fachkräftesicherung in Deutschland dar». Das sagt Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), aus Anlass des Anerkennungsgesetzes des Bundes, das am 01. April in Kraft getreten ist. Es schafft einen Rechtsanspruch auf ein Verfahren zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen. In Zeiten zunehmender Globalisierung werde es immer wichtiger, Transparenz zu schaffen, Berufsausbildungen vergleichbar und Berufsbildungssysteme durchlässiger zu machen, sagt Esser. «Darin liegt eine zentrale Herausforderung für die Zukunft». Begleitend zum Gesetz gibt es das neue offizielle Informationsportal anerkennung-in-deutschland.de. Es wurde vom BIBB im Auftrag des BMBF entwickelt. Herzstück ist ein digitales Leitsystem – der so genannte «Anerkennungs-Finder». Dieses Online-Tool leitet Suchende und Berater/innen an die für den entsprechenden Berufsabschluss zuständige Stelle weiter und bündelt alle Details zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen. «Bei der Vielfalt der Zuständigkeiten ist es wichtig, Wege zu weisen. Dies leistet das neue Portal. Es trägt damit wesentlich zur Vereinfachung des Anerkennungsverfahrens bei», betont Esser. Die dem «Anerkennungs-Finder» zugrunde liegende Datenbank umfasst derzeit Hinweise zu mehr als 500 Berufen. Sie wurde vom BIBB in Kooperation mit der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) erstellt und inhaltlich gefüllt.


MARKETING + VERKAUF


NRW: Regionalfernsehen präsentiert «Brot des Monats»

Köln. (03.04. / wdr) Es muss nicht immer Graubrot sein – das beweist der Wattenscheider Brotkünstler und Bäckermeister Bernd Armbrust seit fast vier Jahren, in denen er während der WDR-Nachmittagssendung daheim + unterwegs außergewöhnliche Brote zum Nachbacken vorstellt. Jetzt sollen die TV-Brotrezepte auch in Profi-Backstuben einziehen. In Zusammenarbeit mit den beiden Landesinnungsverbänden der handwerklichen Bäckereien in NRW und der Bäckerfachschule Olpe präsentiert daheim + unterwegs neuerdings das «Brot des Monats»: Bäckermeister Armbrust präsentiert über das Jahr – jeweils zu Beginn eines Kalendermonats – eine Brotspezialität. Entwickelt wurden alle zwölf Rezepte an der Bäckerfachschule in Olpe: Im Trainingslager der westfälischen Meisterbäcker haben viele Experten im Kampf um die zwölf besten Rezepte Brot-Ideen gegeneinander abgewogen, Texturen und Temperaturen diskutiert, Backvorgänge und Brotzutaten ausprobiert, manches verworfen und alles immer wieder verbessert. Bäckereien, die sich an der Kooperation beteiligen, können das aktuelle «Brot des Monats» nachbacken und es nach der WDR-Ausstrahlung in ihren Verkaufsregalen anbieten. So könnten auch Zuschauer/innen in den Genuss der Brote kommen, die nicht selbst backen möchten, heißt es aus Köln.


ERNÄHRUNG + VERBRAUCHER


BVLO: Lebensmittel-Online-Händler gründen Verband

Berlin. (04.04. / ots / eb) Deutschlands Konsumenten können hoffen: Was die Republik bislang überhaupt an namhaften Lebensmittel-Online-Händlern hervorgebracht hat, formierte sich dieser Tage zum Bundesverband Lebensmittel-Online-Handel (BVLO). Damit wollen die Händler – einerseits – auf die rasant wachsenden Umsätze im Lebensmittel-Online-Handel reagieren. Andererseits wollen sie die Möglichkeiten, die der Online-Handel Verbrauchern zweifellos bietet, künftig gemeinsam kommunizieren und entwickeln. Wir brauchen doch nur mal über den Tellerrand zu schauen: Quartal für Quartal führt uns etwa die Schweizer Migros-Tochter «LeShop.CH» vor, wie sich mit den gar nicht mehr so «neuen» Vertriebskanälen viel Geld verdienen lässt. Doch irgendwie sitzen Deutschlands Platzhirsche immer noch auf dem Mond, können oder wollen nicht auf ihre Kunden zugehen. Da kommt der neue BVLO gerade recht: «Der LEH steht vor großen Herausforderungen. Neue Lebenskonzepte erfordern neue Vertriebskonzepte. Die aktuelle Entwicklung der Technik macht eine rasche Umsetzung möglich: mobiles Internet, Smart-Devices und, und, und. Sie funktionieren und sie verändern Märkte. Oder sie bilden sogar neue, wie etwa den LOEH (Lebensmittel Online Einzelhandel). Hier erwarten wir ein Wachstum auf etwa 15 Prozent Marktanteil bis 2015. Ich weiß, die Traditionalisten trauen uns gerade mal 1,5 Prozent zu. Doch Personal Computer im Haushalt hielt man zunächst auch für völlig abwegig …», sagt BVLO-Präsident Christian Heitmeyer. BVLO-Gründungsmitglieder sind: allyouneed.com; amorebio.de; deinbiogarten.de; emmas-enkel.de; food.de; froodies.de; gourmondo.de; supermarkt.de; topkauf-service.de.

Ernährung: Was den Deutschen heute schmeckt …

Wiesbaden. (31.03. / destatis) Die Konsumgewohnheiten privater Haushalte in Deutschland haben sich in den letzten 20 Jahren in einigen Bereichen stark verändert. Auffällig sind zum Beispiel die Änderungen bei Konsumausgaben für Lebensmittel, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilt. So ist etwa die Nachfrage nach Fleischprodukten zwischen 1991 und 2011 preisbereinigt um 17,8 Prozent gesunken, während die Nachfrage nach Gemüse (plus 35,1 Prozent) sowie Fisch (plus 15,3 Prozent) im selben Zeitraum spürbar gestiegen ist. Die Ausgaben für Brot und Getreideerzeugnisse konnten immerhin noch um 6,53 Prozent zulegen. Wo Gewinner sind, gibt es auch Verlierer: So wurden zum Beispiel slkoholische Getränke in 2011 deutlich weniger konsumiert als noch 1991. Die Nachfrage sank preisbereinigt insgesamt um 17,1 Prozent. Vor allem der Verbrauch von Bier (minus 13,8 Prozent) und Spirituosen (minus 38,8 Prozent) reduzierte sich. Entgegen dem Trend nahm die Nachfrage nach Wein seit 1991 preisbereinigt um 4,7 Prozent zu. Unter dem Strich steht die Annahme, nach der die Deutschen ihre Ernährung zunehmend ausgewogener gestalten.
Info: «Private Konsumausgaben und Verfügbares Einkommen – 4. Vierteljahr 2011»; Statistisches Bundesamt 2012; Format PDF; 127 Seiten; 748 KB. Die Zeitreihen sind unter der angegebenen Adresse auch im Format XLS für Excel erhältlich.


ROHSTOFFE + ENTWICKLUNGEN


Ökologischer Landbau: Überwachung wird gestärkt

Berlin. (03.04. / bmelv) Der Bundesrat hat am der Verordnung über die Zulassung von Kontrollstellen nach dem Öko-Landbaugesetz zugestimmt. «Mit der Entscheidung des Bundesrates ist der Weg frei, um die Zulassung und Überwachung der privaten Kontrollstellen auf eine bundeseinheitliche rechtliche Grundlage zu stellen. Ein möglicher Betrug mit Bioprodukten wird künftig noch schwerer als bisher», heißt es aus dem BMELV in Berlin. Mit der Verordnung sollen Qualität und Effizienz der Kontrolle von Biolebensmitteln verbessert werden. «Die neue Verordnung sichert in Einklang mit den bestehenden Rechtsvorschriften, dass unser Kontrollsystem auch bei einem stetig wachsenden Markt mit immer komplexeren Strukturen dauerhaft funktioniert», heißt es in einer Mitteilung. Die beschlossene Verordnung enthält detaillierte Mindestanforderungen an die Kompetenz der privaten Kontrollstellen und damit bundeseinheitlich hohe Anforderungen im Zulassungsverfahren. Die neuen Vorgaben machen zudem das Vorgehen der Kontrollstellen bei der Risikoeinstufung von Unternehmen sowie das Niveau der daraus resultierenden Maßnahmen vergleichbarer. Auch die Bestimmungen für die Probenahme und Analyse sind risikoorientiert anzuwenden. Die Verordnung regelt außerdem den Informationsaustausch zwischen den Kontrollstellen und schreibt Anforderungen an Kontrollbesuche und an das Kontrollstellenpersonal fest.
Info: In Deutschland werden die Kontrollen der Unternehmen im ökologischen Landbau nach den Bestimmungen des Öko-Landbaugesetzes von privaten Kontrollstellen durchgeführt, die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zugelassen werden. Für die Überwachung der Kontrollstellen sind die Länder verantwortlich.

BLE: Struktur der Mühlenwirtschaft 2010/2011

Bonn. (03.04. / ble) Die jährlich erscheinende Broschüre «Struktur der Mühlenwirtschaft» der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gibt Auskunft über die Anzahl der Mühlen in Deutschland sowie deren regionale Verteilung und Vermahlungsmengen an Getreide. Nicht berücksichtigt sind seit dem Wirtschaftsjahr 2000/2001 Mühlen mit einer Jahresvermahlung unter 500 Tonnen sowie Lohn- und Umtauschmühlen. Im vorliegenden Heft wird die Struktur der Mühlenwirtschaft für das Wirtschaftsjahr 2010/2011 dargestellt (Format PDF; 56 Seiten; 497 KB). Der erste Tabellenteil gibt Auskunft über die Zahl der Mühlen, die Vermahlung nach Getreidearten sowie Marktanteile. Im zweiten Teil erfolgt eine detaillierte Darstellung der Vermahlungsmengen. Der dritte Teil enthält Tabellen zur Struktur der Mühlen in Deutschland. Der vierte Teil stellt Angaben zu einzelnen Mahlerzeugnissen dar.


PERSONEN + EHRUNGEN


Bayern: ehrt freiwilliges Engagement im Umweltschutz

München. (05.04. / sug) Zum Botschafter des Umweltpakts Bayern ernannte das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit Michael Hiestand, Vorstand der Landshuter Meyermühle. Der Umweltpakt würdigt damit die Leistungen der Bio-Mühle als Vorbild für die Umsetzung umfassender nachhaltiger Maßnahmen. Hiestand bestärkt in dieser Funktion künftig Unternehmen der Lebensmittelbranche, besonders Bäckereien, zur Implementierung und Umsetzung des betrieblichen Umweltschutzes. Als Vorstand der größten Bio-Mühle der Region ist es ihm ein besonderes Anliegen, nachhaltiges Handeln zu fördern und das Umweltengagement der regionalen Betriebe zu unterstützen. «Umweltpakt-Teilnehmer sind schon heute wichtige Vorbilder auf dem Weg zu einem nachhaltigen umweltfreundlichen Bayern. Wer Energie spart und Rohstoffe wiederverwertet, schützt die Umwelt und spart Kosten», sagt Bayerns Umweltminister Marcel Huber. Im Umweltpakt Bayern verpflichten sich Unternehmen seit 1995 zu freiwilligen zusätzlichen Umweltschutzleistungen. Derzeit sind im gesamten Freistaat über 3.400 Unternehmen Mitglied.

Ostfriesland: drei Bäckerinnungen fusionieren

Aurich. (02.04. / hwk) Die drei Bäckerinnungen Aurich-Emden-Norden, Leer-Rheiderland und Wittmund haben sich zur neuen Bäckerinnung Ostfriesland zusammengeschlossen, der 71 Betriebe angehören. Die konstituierende Innungsversammlung wählte Stefan Meyer aus Horsten einstimmig zum Obermeister. Gleichzeitig wurde der Bäckerbezirksverband aufgelöst. Die Geschäftsführung der neuen Innung wird durch die Kreishandwerkerschaft Aurich-Emden-Norden mit Geschäftsführer Dieter Heuermann an der Spitze erfolgen, wobei die Kreishandwerkerschaften Wittmund und Leer weiterhin als Ansprechpartner vor Ort fungieren. Dem neuen Vorstand der Bäckerinnung Ostfriesland gehören an: Obermeister Stefan Meyer, Horsten; Stellvertreter Conrad Weber, Schirum und Volker Garrels, Leer. Lehrlingswarte: Wilhelm Trey, Leer, Lars Grünhoff, Norden und Peter Meeske, Friedeburg. Schriftführer Stefan Bürmann, Leer; Öffentlichkeitsarbeit Gesa Lüken-Hoppmann, Remels sowie die Vorstandsmitglieder Rainer Ubben, Upschört, Siegfried Rinderhagen, Esens und Frank Lorenz, Wallinghausen.


BOOKMARKS + BOOKS


Global Industry: Burger King to return to NY exchange

Hamburg. (bm) Burger King Worldwide, the world’s second largest fast food hamburger restaurant chain, and Justice Holdings Limited, a publicly listed British investment vehicle, announced that they have entered into a definitive business combination agreement. The goal is to merge Justice Holdings and Burger King, rename the new entity Burger King Worldwide, move its headquarters from Florida to Delaware, and relist the company on the New York Stock Exchange. 3G Capital will remain principal shareholder with 71 percent stake; Justice shareholders will own 29 percent of the combined company. Other topics of the week:

Title Region Date
Burger King: to return to New York exchange (US) Thu 04-05
Barry Callebaut: H1 Results for Fiscal Year 2011/2012 (CH) Wed 04-04
Food Ingredients: comes 2013 to Istanbul (UK) Wed 04-04
Kraft Foods Group: Separation Remains On-Track (US) Wed 04-04
Just-Eat: divests minority stake in Online Pizza (UK) Tue 04-03
USDA: Data Shows Increase in Organic Agriculture (US) Tue 04-03
Dunkin´ Brands: Announces Pricing of Upsized Offering (US) Mon 04-02
NRA: Performance Index Remains Cautiously Optimistic (US) Mon 04-02
Tate + Lyle: reports solid performance during Q4/2011 (UK) Sat 03-31
Fitch: Rates Flowers Foods’ Senior Notes «BBB» (US) Sat 03-31


REZEPTE + IDEEN


GMF: Kürbiskernbrötchen «Kräutergarten»

Image Bonn. (05.04. / GMF) «Kürbiskernbrötchen Kräutergarten» – so heißt ein lecker- leichter Frühlingssnack aus der Ideenwerkstatt der Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF). Er ist ebenso ansprechend wie schnell gemacht.

Zutaten: 4 Vollkornbrötchen; 100 g gemischte frische Kräuter (etwa Kerbel, Basilikum, Kresse, Petersilie); 1 Schalotte; 6 Kirschtomaten; 40 g Gouda; 4 El Schmand; 2 El Öl; 2 El Essig; 1 Messerspitze körniger Senf; Salz, Pfeffer.

Zubereitung: Von den Brötchen einen dünnen Deckel abschneiden. Das Innere aushöhlen und die Brötchen mit dem Schmand ausstreichen. Die Kräuter waschen, trocken schleudern und grob hacken. Aus Essig, Öl, Senf, Salz und Pfeffer eine Salatsoße rühren. Den Käse fein reiben, die Hälfte unter die Kräuter mischen. Gehackte Schalotte dazugeben und alles mit der Salatsoße vermengen. Den Kräutersalat in die Brötchen füllen und mit dem restlichen Käse bestreuen. Den Salat mit Kirschtomaten garnieren und den Deckel anlegen.

Nährwert: je Portion 410 kcal oder 1.700 kJ.

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