Samstag, 22. Juni 2024

Warenschwund: Einzelhandel verliert 4,7 Milliarden Euro

Hirschhorn. (ots) Warenschwund kostete den weltweiten Einzelhandel 2013 rund 96,8 Milliarden Euro. Das entspricht 1,29 Prozent des Umsatzes, heißt es im «Globalen Diebstahlbarometer 2013/2014», einer unabhängigen Studie von «The Smart Cube» in London/UK, unterstützt von Checkpoint Systems in Hirschhorn. In Deutschland steht der Handel deutlich besser da, doch auch hierzulande summierten sich die Verluste auf 4,7 Milliarden Euro (1,1 Prozent des Umsatzes). Berücksichtigt man dazu die Aufwendungen des Einzelhandels gegen Warenschwund, so «zahlte» jeder Deutsche rein rechnerisch eine «Diebstahl-Steuer» von 87 Euro. Hauptursache für Warenschwund ist der Ladendiebstahl. Unehrliche Kunden sind für 37,6 Prozent der Verluste verantwortlich. Fast genauso hoch schlagen die Kosten durch unehrliche Mitarbeiter (35,4 Prozent) zu Buche, gefolgt von administrativen Fehlern (22,1 Prozent) und unehrlichen Lieferanten (4,9 Prozent). Gestohlen wird, was klein und teuer ist und sich gut weiterverkaufen lässt. Doch auch auf Weine, Spirituosen, Frischfleisch und Delikatessen haben es Langfinger abgesehen. Dass der deutsche Einzelhandel im Ländervergleich verhältnismäßig gut abschneidet, liege auch am konsequenten Einsatz von Anti-Diebstahl-Maßnahmen. Diese lässt sich der Handel 0,82 Prozent seines Umsatzes (3,5 Milliarden Euro) kosten. Schaden entsteht aber nicht nur durch gestohlene Waren, sondern auch durch fehlende Warenverfügbarkeit. Für den stationären Einzelhandel sei eine hohe Warenverfügbarkeit – gerade in Zeiten eines zunehmenden Internethandels – für den Erfolg entscheidend, um Kunden über ein positives Einkaufserlebnis binden zu können.