Mittwoch, 28. Februar 2024

Verbesserung von Arbeitsbedingungen durch Automation

Tokio / JP. (ifr) In Japan treten im kommenden Jahr neue Regelungen für Überstunden von Lkw-Fahrern in Kraft. Beobachter rechnen mit einer Logistik-Krise – kurz als «2024-Problem» bezeichnet. Künftig stehen technologische Lösungen hoch im Kurs, die dabei helfen können, negative Folgen des steigenden Mangels an Arbeitskräften abzuwenden. Als weltweit führendes Herstellerland von Robotern arbeitet Japan an passgenauen Automationsstrategien. Die Entwickler befassen sich nicht nur mit der Logistik, sondern mit Lösungen für eine ganze Reihe von Herausforderungen rund um die neuen Arbeitszeitvorschriften.

«Die von der japanischen Regierung beschlossene Obergrenze für Überstunden ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigen in der Logistikbranche», sagt Takayuki Ito, Vizepräsident der International Federation of Robotics (IFR). «Industrie- und Serviceroboter bieten großartige Lösungen zur Automatisierung. Roboter nehmen den Menschen schmutzige, repetitive und gefährliche Arbeiten ab und helfen dabei, Lücken in der Produktivität zu schließen.»

Das sagt Takayuki Ito nicht zuletzt mit Blick auf die iREX 2023. Die Internationale Roboter-Messe vom 29. November bis 02. Dezember in Tokio ist eine der größten Roboterausstellungen weltweit. Präsentiert werden modernste Lösungen und Automationstechnologien für nahezu jede Branche.

Professionelle Service-Roboter boomen. Der aktuelle World Robotics 2023 Report zeigt eindrucksvoll die Vorteile von Robotik-Lösungen in der Transport- und Logistikbranche: Für dieses Segment wurden weltweit mehr professionelle Service-Roboter hergestellt als für jedes andere Einsatzgebiet. Die Verkäufe stiegen 2022 weltweit um 44 Prozent, wie die International Federation of Robotics anlässlich der «iREX 2023» in Tokio berichtet (Foto: Neura Robotics – IFR)20231121-NEURA-ROBOTICS-IFR

Roboter laden und entladen Fracht

Zurück zum japanischen Logistikproblem: Die durchschnittliche Jahresarbeitszeit eines Lkw-Fahrers in Japan liegt bei 2.568 Stunden. Das übertrifft den nationalen Durchschnitt aller Berufe um 444 Stunden – wie aus Daten des Arbeitsministeriums aus dem Jahr 2022 hervorgeht. Zu den zeitaufwändigsten Aufgaben der LKW-Fahrer zählt dabei das Ein- und Ausladen von Gütern in Lastkraftwagen und Lagerhallen. Mobile Roboterlösungen für den Transport und die Logistik können hier Abhilfe schaffen. Die Entlastung der Lkw-Fahrer vom Laden und Entladen der Fracht spart während einer Tagesschicht bis zu 25 Prozent der Arbeitszeit. Roboter tragen zudem dazu bei, Fehler bei der Auftragsabwicklung zu reduzieren, indem Standardaufgaben wie das Kommissionieren und Verpacken automatisiert werden.

Roboter beschleunigen die Lagerhaltung

Die heute eingesetzte Lagerhaus-Automation reicht von kompakten autonomen mobilen Robotern bis hin zu großen automatisierten Lager- und Bereitstellungssystemen. Ihr Einsatz verkürzt die Zeit, die für den Warentransport von schweren Lasten und gefährliche Materialien benötigt wird, ohne die menschlichen Kollegen zu gefährden.

Professionelle Service-Roboter boomen

Aktuelle Statistiken zeigen eindrucksvoll die Vorteile von Robotik-Lösungen in der Transport- und Logistikbranche: Für dieses Segment wurden weltweit mehr professionelle Service-Roboter hergestellt als für jedes andere Einsatzgebiet. Die Verkäufe stiegen 2022 weltweit um 44 Prozent mit mehr als 86.000 verkauften Einheiten, wie die IFR berichtet.

Arbeitsplätze der Zukunft

«Die Regulierung von Überstunden und der demografische Wandel werden den Einsatz von Automatisierung in vielen Bereichen der japanischen Wirtschaft erforderlich machen,» sagt Takayuki Ito. «Die Herausforderungen der neuen Arbeitszeitregeln für Lkw-Fahrer sind ein gutes Beispiel dafür, wie Robotik und Automation adäquate Lösungen für unsere Arbeitsplätze der Zukunft liefern können.»

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