Mittwoch, 28. Oktober 2020
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Verband Deutscher Großbäckereien kritisiert NGG NRW

Düsseldorf. (vdg) Mit Unverständnis reagiert der Verband Deutscher Großbäckereien (VDG) auf die von der Gewerkschaft Nahrung- Genuss- Gaststätten (NGG) organisierten Arbeitsniederlegungen in Nordrhein-Westfalen (NRW), besonders in Duisburg (FSB Backwaren), Lünen (Lieken), Troisdorf (Harry Brot) und Übach-Palenberg (Bonback). «Noch sind die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der 1. Welle der Pandemie nicht umfassend geklärt, noch befinden sich Mitarbeiter in Kurzarbeit (natürlich mit Aufstockungsgeld)», erklärte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Armin Juncker, am 11. August 2020. Zahlreiche Bäckereifilialen seien vorübergehend oder für immer geschlossen. Auf Bahnhöfen, Flughäfen und auch im touristischen Bereich liege vieles noch still. Auch der gesamte Out-of-home Bereich trage schwer an den Corona-Folgen.

Über diese Situation habe man bei der ersten Tarifrunde diskutiert und allen Beteiligten sei klar gewesen, dass die Verhandlungen fortgesetzt würden. «Wer aber bereits nach der ersten Verhandlungsrunde zu Arbeitsniederlegungen aufruft, handelt unverantwortlich.» Mit dieser Aktion verlasse die nordrhein-westfälische NGG den Weg der tarifpolitischen Vernunft. Belegschaften und Arbeitgeber, die gerade eine oft existenzbedrohende Krise gemeinsam überstanden haben, würden so in ein kräfteraubendes Gegeneinander gezwungen. Damit arbeite die NGG nicht im Sinne einer Tarifpartnerschaft, sondern zerstöre mutwillig Vertrauen (Foto: pixabay.com).