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Update 2019: Digital bezahlen im Handel

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Hechingen. (kmz) Die KMZ-Gruppe, gegründet 2003, ist national aufgestellt und bietet Kunden aus Handwerk, Handel und Gastronomie durch die Standorte Hechingen (Baden-Württemberg), München (Bayern), Darmstadt (Rhein-Main), Bergisch Gladbach, Dresden, Bremen (Nord) sowie Hamburg deutschlandweit besten Service. Mit 52 Mitarbeitern, darunter auch Software-Entwickler, ist KMZ innovativer Impulsgeber im Bereich Kassensysteme. Fachkompetenz, Branchenkenntnis und Servicegedanken prägen die Zusammenarbeit. Über 14.000 Kassen in Deutschlands wurden von KMZ implementiert und werden laufend betreut.

KMZ-Payment: Ein Tochterunternehmen des Kassenspezialisten KMZ

Das Tochterunternehmen KMZ-Payment bündelt die Fachkompetenz zum Thema bargeldloses Bezahlen. Kunden haben die Möglichkeit, EC-Bezahlsysteme wie EC-Kartenlesegeräte zu mieten oder zu kaufen. KMZ bietet eine große Auswahl an mobilen und stationären EC-Kartenlesegeräten, die auch unabhängig von der Investition eines neuen Kassensystems angeschafft und an das bestehende Zahlungssystem in einer Filiale angebunden werden können. Jede Art des bargeldlosen Zahlens ist so möglich, ob mit EC-Karte, Kreditkarte oder kontaktlos. Die Anbindung an Kassensysteme ist selbstverständlich bei den Terminals gegeben. Da die Terminals einfach zu bedienen sind, ist das Verkaufspersonal schnell eingelernt.

«Wer eine Kasse bedienen kann, für den ist die Nutzung der EC-Terminals ein Kinderspiel. Betrag eingeben oder von der Kasse übergeben lassen, Karte durchziehen oder anhalten, PIN eingeben lassen, Bon abreißen, fertig», bestätigt Sascha Kaierle, Geschäftsführer KMZ Kassensystem GmbH.

Als positiver Nebeneffekt ist zu werten, dass das Verkaufspersonal beim kontaktfreien, bargeldlosen Zahlen nicht mehr in Kontakt mit Geld kommt. Auch die Chance auf Zusatzverkäufe ist gegeben. «Die Möglichkeit zum bargeldlosen Zahlen ist ein Service, der sich schnell auszahlt, so unsere Beobachtung bei Kunden. Der Durchschnittsbon bei digitalen Zahlungen mit EC-Karte oder Kreditkarte fällt um etwa zwei oder drei Prozent höher aus als beim Einkauf mit Bargeld in den gleichen Standorten», beschreibt Sascha Kaierle. Das bargeldlose Bezahlen ist zudem ein Generationsthema. Es wird auch in fünf Jahren immer noch Bargeld in Deutschland geben, aber die jüngeren Generationen haben eine sehr viel niedrigere Hemmschwelle, online und bargeldlos zu zahlen. Sascha Kaierle sagt: «Die Erwartungshaltung zum bargeldlosen Zahlen wird vom Kunden gesteuert. Kunden und Gäste werden Bäcker, Konditoren und Gastronomen in den Zugzwang bringen, sich dem Thema zu nähern und auch das mobile Payment einzuführen.»

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Wie sehen Sie den Stand digitaler/mobiler Bezahloptionen in Deutschland?

Sascha Kaierle: Nach wie vor stehen digitale und mobile Bezahloptionen in Deutschland am Anfang, auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern in Bezug auf Apple Pay und Google Pay. Aber die Tendenz ist stark wachsend. Die Einführung von Apple Pay zum Bezahlen per Handy und Uhr und die NFC Technologie haben Bewegung reingebracht. Die Akzeptanzstellen werden täglich mehr und so bekommt auch der Konsument einen stärkeren Bezug. Die Frage ist nicht, ob es sich durchsetzt, sondern in welcher Geschwindigkeit.

Hinweise auf die «beliebtesten Fehler», die in diesem Bereich gemacht werden

Sascha Kaierle: Ein beliebter Fehler ist, Kunden nicht über die Bezahloptionen zu informieren oder zu denken, der Kunde ist daran nicht interessiert. Es ist wichtig, alle Möglichkeiten, die gewählt werden können, im persönlichen Gespräch oder mit optischen Hinweisen anzubieten. Ein weiterer Fehler ist, einen Mindestbetrag festzulegen, ab dem man Kartenzahlungen akzeptiert. Zu Beginn der digitalen Bezahlmöglichkeiten, als teils hohe Gebühren pro Transaktion erhoben wurden, war das oft üblich. Heute werden Gebühren prozentual berechnet, sodass sich Kartenzahlungen auch bei kleinen Beträgen rechnen, gerade, wenn der Bonwert dadurch höher ausfällt.

Wo sehen Sie Nachhol- und/oder Verbesserungsbedarf?

Sascha Kaierle: Viele Betriebe haben die Akzeptanz von Kreditkarten untersagt, weil die Gebühren zu Beginn mit zwei bis drei Prozent pro Zahlung teuer waren. Heute ist es maximal ein Prozent. Da ohne Kreditkartenakzeptanz auch die NFC-Variante automatisch nicht zugelassen wird, sollte geprüft werden, ob die Terminals durch neuere Geräte mit NFC-Funktion getauscht werden können und ob Tarifanpassungen für bessere Konditionen bei den digitalen Bezahloptionen möglich sind. Ein weiterer Verbesserungsbedarf besteht in der Anzahl der Terminals, die im Umlauf sind. Die Anzahl sollte zur Größe passen, um Wartezeiten für Kunden und Verkaufspersonal so gering wie möglich zu halten. Unsere Faustregel lautet: an der Bäckereitheke pro Kasse ein Terminal, in gastronomisch ausgelegten Standorten pro Servicekraft ein Terminal.

Gibt es auch Nachteile digitaler/mobiler Bezahloptionen?

Sascha Kaierle: Eigentlich nicht. Digitale und mobile Bezahloptionen sind ein Service für die Kunden. Und für die Inhaber sind EC- und Kreditkartenzahlung mit Verifizierung ein absolut sicheres Zahlungsverfahren, da das Risiko vom jeweiligen Karteninstitut getragen wird. Selbst das Thema Trinkgeld kann über die Terminals gelöst werden, denn sie haben eine Trinkgeldfunktion. Mit der Frage: «Das macht 34 Euro, was darf ich eingeben?» ist auch der Gast charmant informiert. So wird das Trinkgeld ergänzend zum Rechnungsbetrag im Terminal eingegeben und gesondert überwiesen (Fotos: KMZ).