Sonntag, 14. August 2022

Tegut Gruppe: visiert klimaneutrale Lieferkette bis 2050 an

Fulda. (tgg) Die Tegut Gruppe, ein Unternehmen der Genossenschaft Migros Zürich, unterzeichnete kürzlich den sogenannten «EU Code of Conduct on Responsible Food Business and Marketing Practices (ECRFM)» – EU-Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Unternehmens- und Marketingpraktiken in der Lebensmittelversorgung (EVUML). Als eines von über 50 Unternehmen in Europa hat sich der Lebensmittel- Einzelhändler aus Fulda freiwillig dazu entschieden, dem Verhaltenskodex beizutreten. Der EU-Verhaltenskodex enthält eine Reihe von ehrgeizigen Zielen als freiwillige Handlungsverpflichtung.

Damit verpflichtet sich Tegut unter anderem zu einer klimaneutralen Lebensmittellieferkette in Europa bis 2050. Der Bio-Pionier will so auch weiterhin seiner Vorreiterrolle gerecht werden und zeigen, dass eine nachhaltige Lebensweise und der Lebensmitteleinkauf Hand in Hand gehen können. Tegut vertieft so sein Kundenkonzept um die drei Säulen Bio, Nachhaltigkeit und Regionalität.

«Nachhaltiges Wirtschaften ist für Tegut fester Bestandteil der Geschäftspolitik und damit eine zentrale Messgröße für jegliches Handeln», sagt Geschäftsführer Thomas Gutberlet. Der Verhaltenskodex wurde von der Europäischen Kommission unter Einbezug der Lebensmittelwirtschaft als Teil des European Green Deal entwickelt. Mit sieben ehrgeizigen gemeinsamen Zielen sollen ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung nachhaltig miteinander in Einklang gebracht und die Auswirkungen des Klimawandels eingedämmt werden. Mit Blick auf die soziale Verantwortung regelt Tegut zudem seine grundsätzlichen Anforderungen an Lieferanten. «Für die Herausforderungen in der nachhaltigen Lebensmittellieferkette brauchen wir innovative europäische Lösungen und möchten durch diesen Vertrag ein Signal von Seiten des Handels senden», sagt Gutberlet.

Das Unternehmen verpflichtet sich zum Beispiel zum Ausbau seiner Saisongärten, um den Bezug der Kunden zu Herkunft und Anbauweise unserer Lebensmittel zu fördern und damit eine gesunde und nachhaltige Ernährung auszubauen. Außerdem wird durch das EU-Verhaltenskodex eine nachhaltige Wertschöpfung in EU-Lieferketten gefördert. Bis 2025 soll gentechnikfreie Fleisch und Wurst an der Bedientheke sowie nur nachweisbar nachhaltiger Fisch im gesamten Tegut-Sortiment verfügbar sein, um eine nachhaltige Rohwarenbeschaffung zu fördern.

«Wir sehen die Ziele aus dem ECRFM im Einklang mit unserem Handeln und unserer Entwicklung als Unternehmen», sagt Gutberlet. Durch die ambitionierten Handlungsverpflichtungen des Unternehmens werden den Kunden die Fragen nach einem möglichst nachhaltigen Einkauf und die Herkunft der Produkte ein Stück weit abgenommen. Seinen Kunden bietet Tegut dadurch zukünftig ein neues und entspanntes Einkaufserlebnis. Als Teil der Genossenschaft Migros Zürich übernimmt Tegut in Europa Verantwortung und setzt sich für europaweite Standards in der Lebensmittelbranche ein. Um bei diesem Prozess möglichst transparent zu bleiben, werden die Fortschritte nachvollziehbar auf der Webseite veröffentlicht.