Montag, 17. Juni 2024

Systemgastronomie: BdS und NGG einigen sich

Berlin. (bds) Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben für die über 100.000 Beschäftigten in den Betrieben der deutschen Systemgastronomie ein neues Tarifpaket abgeschlossen, bestehend aus Entgelt- und Manteltarifvertrag. Nach vier erfolglosen Verhandlungsrunden konnte im Rahmen der angesetzten Schlichtung unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer eine Einigung erzielt werden. Die Schlichtung fand unter Führung von BdS-Präsident Wolfgang Goebel und NGG-Vizevorsitzendem Burkhard Siebert statt, die sich Anfang Dezember auf das Schlichtungsverfahren verständigt hatten. Das Tarifpaket tritt zum 01. Januar 2015 in Kraft. Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten, der Manteltarifvertrag wurde für fünf Jahre abgeschlossen. Der Entgelttarifvertrag sieht über den gesetzlichen Mindestlohn hinaus gehende Entgelterhöhungen in den unterschiedlichen Tarifgruppen vor. Der Manteltarifvertrag bleibt in weiten Teilen bestehen. Weiterhin wurden für die Beschäftigten in der Systemgastronomie folgende Eckpunkte vereinbart:

  • Ab dem 01. Januar 2015 gilt ein unterster Tariflohn von 8,51 Euro pro Stunde.
  • Die Entgelte der unteren Tarifgruppen steigen überdurchschnittlich.
  • Eine Ost-West-Angleichung in allen Tarifgruppen wird bis spätestens bis zum 01. August 2018 umgesetzt.
  • Der Manteltarifvertrag bleibt für Bestandsmitarbeiter unverändert. Für neue Mitarbeiter bestehen bis zum 31. Juli 2018 Übergangsregelungen.
  • Die Ausbildungsvergütungen werden deutlich erhöht.

Ursula Engelen-Kefer: «Ich bin besonders erfreut über das konstruktive und sachliche Klima für diese schwierigen Tarifverhandlungen nach Einführung des Mindestlohns von beiden Seiten. Ebenfalls möchte ich positiv hervorheben, dass sich beide Tarifparteien darauf geeinigt haben, den Mindestlohn ab dem 01. Januar 2015 voll umfänglich umzusetzen. Gerade in der Systemgastronomie wird der gesetzliche Mindestlohn für viele Arbeitnehmer/innen zu einer Verbesserung ihrer Löhne führen».