Freitag, 3. Dezember 2021

Studie zeigt große Unzufriedenheit mit digitalen Angeboten von KMU

Essen / Ruhr. (doe) Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass Gewerbetreibende mit ihren Konzepten, Produkten und Dienstleistungen auch in digitalen Umfeldern präsent sein müssen, um nicht den Anschluss zur Konkurrenz zu verlieren. Dies zeigt – unter anderem – eine aktuelle repräsentative Befragung von Das Örtliche. Demnach ist es für über zwei Drittel der Verbraucher im C2B-Segment wichtig, Handwerksbetriebe gut im Internet zu finden, bevor es zu einer Beauftragung kommt. Die Unzufriedenheit mit Blick auf die Auffindbarkeit von Selbstständigen und kleinen Unternehmen ist jedoch groß. Selbst die Gewerbetreibenden sehen Handlungsbedarf. Der Elan ist allerdings durch die Furcht vor teuren Fehlinvestitionen ziemlich gedämpft.

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Internet als Neukundenquelle – doch eine Webseite allein reicht nicht aus

Wichtigster Treiber in der Neukundenakquise ist das Internet – 86 Prozent der befragten Gewerbetreibenden nutzen digitale Plattformen, um neue Kunden zu gewinnen. Das passt auch zur Seite der Endverbraucher: 46 Prozent der Befragten gaben an, sich vorab online informiert zu haben. Bei den 16 bis 29-Jährigen recherchierten sogar 63 Prozent vorab im Netz. Entsprechend groß sehen die Gewerbetreibenden die Bedeutung der eigenen Webseite, die von 96 Prozent als wichtigste Anlaufstelle genannt wird. Genau hier sehen Endverbraucher großen Verbesserungsbedarf: Nur 52 Prozent halten die Webseiten von regional ansässigen KMU für nützlich. Noch gravierender: Nur 19 Prozent der Befragten gaben an, dass lokale Betriebe sehr leicht im Internet zu finden sind. «Bei der Betrachtung der Zahlen wird ein Mismatch zwischen Verbraucher-Bedürfnissen und der aktuellen digitalen Präsenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen deutlich», ordnet Dirk Schulte, Geschäftsführer Das Örtliche Service- und Marketing GmbH die Ergebnisse ein: «Oft wird unterschätzt, dass eine Webseite allein noch nicht zu mehr Sichtbarkeit im Netz führt, sondern die eigentliche Arbeit erst danach beginnt.»

Starke Diskrepanz zwischen Verbraucherwünschen und digitaler Präsenz der Betriebe

Ein Beispiel: 62 Prozent der Endverbraucher halten es für wichtig, dass Handwerksunternehmen bei Google und Co. gut sichtbar sind. Dem entgegen steht die Ist-Situation bei den Gewerbetreibenden: Nur 19 Prozent der befragten Entscheider aus kleinen und mittelständischen Unternehmen kümmern sich häufig oder regelmäßig um die Optimierung der eigenen Suchmaschinen-Sichtbarkeit.

Investitionsbereitschaft vorhanden – Beratungsbedarf ist allerdings groß

In Zeiten der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen war die Bereitschaft, «aus der Not» heraus zu investieren, besonders ausgeprägt. 38 Prozent der Unternehmen haben im Corona-Jahr trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit deutlich oder etwas mehr in die digitalen Auftritte ihrer Unternehmen investiert. Doch auch in der Zeit nach Corona wollen 49 Prozent künftig deutlich oder etwas mehr investieren, nur 15 Prozent weniger.

Gleichzeitig geben die befragten Gewerbetreibenden an, die Vielfalt der digitalen Möglichkeiten und Angebote nicht zu durchschauen (43 Prozent) und hohe Kosten zu scheuen (42 Prozent). Auch der Zeitfaktor spielt eine Rolle. 22 Prozent der befragten KMU sagen, dass sie keine Zeit haben, sich mit den digitalen Möglichkeiten auseinander zu setzen. Entsprechend groß ist die Relevanz von Beratungsdienst-leistern wie den Verlagen Das Örtliche, die kleine und mittelständische Gewerbetreibende bei der Auswahl von geeigneten digitalen Angeboten und Tools unterstützen. Bei der Auswahl eines Beratungsdienstleisters legen KMU besonders viel Wert darauf, dass diese das jeweilige Unternehmen kennen (65 Prozent) und in der Lage sind, ein bedarfsgerechtes (61 Prozent) und finanziell passendes (60 Prozent) Angebot abzugeben.

Über die Studie

Die Umfrage wurde von Mente>Factum im Auftrag von Das Örtliche durchgeführt. Der Endverbraucher-Teil mit 1.000 Befragten bildet einen repräsentative Querschnitt Deutschlands ab. Für den KMU-Teil wurden 200 Entscheider aus Unternehmen der Branchen Handwerk, Garten- und Landschaftsbau, Bestattung, Heilberufe sowie Senioren-Einrichtungen befragt (Grafik: Das Örtliche).