Montag, 17. Juni 2024

Stichwort Energieverbundkonzepte: Was ist neu an der EnEV 2014?

Buchholz / Nordheide. (ele) Die seit Mai dieses Jahres in Kraft getretene neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) verschärft die Regeln für Neubauten ab 2016. Sowohl Handwerksunternehmen als auch Privatpersonen mit Immobilienbesitz müssen sich nach der EnEV 2014 richten, um teils empfindliche Strafen zu vermeiden. Zweck der Verordnung ist die Einsparung von Energie in Gebäuden. In diesem Rahmen und unter Beachtung des gesetzlichen Grundsatzes der wirtschaftlichen Vertretbarkeit soll die Verordnung dazu beitragen, dass die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung, besonders ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050, erreicht werden. Neben den Festlegungen in der Verordnung soll dieses Ziel auch mit anderen Instrumenten verfolgt werden – insbesondere mit einer Modernisierungsoffensive für Gebäude, Anreizen durch die Förderpolitik und einem Sanierungsfahrplan. Die Verordnung gilt für Gebäude an sich, soweit sie unter Einsatz von Energie beheizt oder gekühlt werden – und für Anlagen und Einrichtungen der Heizungs-, Kühl-, Raumluft- und Beleuchtungstechnik sowie der Warmwasserversorgung eben solcher Gebäude. Ab 2016 müssen entsprechende Neubauten höhere energetische Anforderungen erfüllen. Der zulässige Wert für den Jahres-Primärenergiebedarf wird nochmals um 25 Prozent gesenkt. Ab 2021 gilt für alle Neubauten dann der von der EU festgelegte Niedrigstenergie- Gebäudestandard. Die hierfür gültigen Richtwerte sollen bis Ende 2018 bekanntgegeben werden. Ist für einen Neubau eine Kühl- oder Tiefkühlanlage vorgesehen, müssen auch bauliche Maßnahmen zum Wärmeschutz im Sommer getroffen werden. Bei Altbauten ist zum Beispiel wichtig, dass Öl- und Gasheizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, ab 2015 außer Betrieb genommen werden müssen. Heizungsanlagen, die nach dem 01. Januar 1985 eingebaut wurden, müssen laut EnEV 2014 spätestens nach 30 Jahren ersetzt werden. Für diese Regel gibt es allerdings eine Reihe von Ausnahmen. Dagegen normiert die EnEV 2014 die Dämmpflicht auch für Bestandsbauten. Wer seine Nachrüstpflichten nicht erfüllt, dem drohen hier Bußgelder.

Info: Tragen Sie sich mit Bau- oder Sanierungsvorhaben, sollten Sie auf jeden Fall das unverbindliche Gespräch mit den Experten von ELEKOM suchen. Je früher sich Bauherren mit den Fachleuten aus Buchholz in der Nordheide in Verbindung setzen, desto mehr Chancen bestehen, Ausnahmen und Abweichungen durch Ersatzmaßnahmen zu erreichen.