Donnerstag, 13. Mai 2021

Speiseeis: Pro-Kopf-Verbrauch 2020 leicht rückläufig

Bonn. (bdsi) Die Verbraucher sehnen sich gerade in Zeiten voller persönlicher Einschränkungen nach kleinen Verwöhnmomenten – zum Beispiel mit einem leckeren Speiseeis. Dies zeigen die aktuellen Marktzahlen des Eis Info Servive des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) zum Speiseeis-Konsum in Deutschland im Jahr 2020. Aufgrund der pandemiebedingten Restriktionen haben die Deutschen 2020 deutlich mehr Eis als in den Vorjahren mit der Familie oder Freunden in den eigenen vier Wänden, auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten geschleckt.

Die industriellen Hersteller von Speiseeis haben im Jahr 2020 im Inland 575,5 Millionen Liter Speiseeis abgesetzt. Dies entspricht einem Mengenzuwachs von 2,5 Prozent (2019: 561,3 Millionen Liter). Der Umsatz 2020 ging allerdings deutlich um -8,1 Prozent auf 2,37 Milliarden Euro (2019: 2,58 Milliarden Euro) zurück. Mit 8,0 Litern (dies entspricht rund 114 Kugeln) verzeichnete der Pro-Kopf-Verbrauch gegenüber dem Jahr 2019 (8,4 Liter) einen leichten Rückgang. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch umfasst neben Markeneis auch Eisdielen-Eis sowie Soft-Eis.

«Die starken Unterschiede zwischen Absatz und Umsatz erklären sich durch den regelrechten Einbruch im Außer-Haus-Verkauf von Speiseeis wegen der langanhaltenden Lockdown-Maßnahmen», teilt Ernst Kammerinke, Geschäftsführer des BDSI, mit.

Die deutlichen Mengenzuwächse bei den Haushaltspackungen (+7,8 Prozent) und Multipackungen (mehrere Klein-Eise in einer Verpackung +8,5 Prozent) im Lebensmitteleinzelhandel konnten die dramatischen Rückgänge beim Impuls-Eis (-29,6 Prozent,) und beim Gastronomie-Eis (-47,9 Prozent) nach Einschätzung des BDSI zwar in der Menge, aber nicht beim Umsatz kompensieren.

«Die Verbraucher haben 2020 die Lust auf Eis auch in Corona-Zeiten nicht verloren und mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 8,0 Litern die Attraktivität der Kategorie Speiseeis untermauert», ist das abschließende Fazit von Ernst Kammerinke.