11. August 2020

«Sloppy Joes» aus Walnüssen und Pilzen

Frankfurt. (eb / cwc) Zu seinem Eintrag auf Wikipedia kam der «Sloppy Joe» vermutlich, weil er im US-amerikanischen Verzeichnis historischer Stätten geführt wird. Dies nicht, weil er besonders «sloppy», also schlampig wäre. Sondern weil es der Schriftsteller Ernest Hemingway war, der zu Lebzeiten in einer Bar im US-Bundesstaat Florida verkehrte namens «Sloppy Joe». Weil dieser Joe nicht in der Lage oder nicht Willens war, gewöhnliche Burger-Patties zu formen, entstanden «Sloppy Joes» – auf Brötchen servierte Hackfleischsoße. Das ist alles. Die Leute fanden Gefallen an der Art, wie Joe seine Nicht-Hamburger zubereitete. So dauerte es nicht lange, und die Idee vom «Sloppy Joe» fand irgendwie nach Europa.

Hier findet der Nicht-Hamburger allerdings wenig Beachtung abseits einer vielfältigen regionalen Küche, die mit jeder nur denkbare Hackfleisch-Zubereitung längst die Tafeln Europas bereichert. Auf einen «Sloppy Joe» hat diese Küche nicht gewartet. Es müsste schon einen besonderen Kniff geben, der den Nicht-Hamburger die Aufmerksamkeit zuteil werden lässt, die sich seine Anhänger für ihn wünschen.

Einen erstzunehmenden Anlauf unternimmt die Ideenküche der California Walnut Commission (CWC) mit ihren «Sloppy Joes aus Walnüssen und Pilzen». Die vegetarische Variante verfügt über ein fein abgestimmtes Aroma und die vielen ungesättigten Fettsäuren machen sie bekömmlich und gesund. Bleibt allein der ökologische Fußabdruck zu bemängeln, der weder den knappen Wasserreserven Kaliforniens noch der Atmosphäre gut tut, werden die «Welschen Nüsse» auf langen Wegen nach Europa geschippert.

Definition

Wikipedia definiert die echte Walnuss wie folgt: Die Echte Walnuss oder der Nussbaum (Juglans regia) ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae). Sie heißt meist umgangssprachlich einfach Walnussbaum oder Walnuss, regional auch Welschnuss (Österreich) oder Baumnuss (was ebenfalls die schweizerische respektive alte alemannische Bezeichnung der Frucht ist). Auf Englisch heißt sie Persian Walnut, von altenglisch walhnutu (wealh + hnutu, «fremde Nuss»), daher auch deutsch gelegentlich Persische Walnuss, dänisch Valnød, schwedisch Valnöt. Der Name «Walnuss» (von mittelhochdeutsch welsch nuz) – der Frucht von Juglans regia – bedeutet ursprünglich «welsche (also «von den Romanen her kommende») Nuss», da sie über Frankreich oder Italien ins Deutsche kam.

Erzeugung und Handel

  • Die größten Walnussproduzenten 2018 waren China (1.586.367 Tonnen), die Vereinigten Staaten (613.260 Tonnen), der Iran (409.562 Tonnen), die Türkei (215.000 Tonnen) und Mexiko (159.535 Tonnen).
  • Die größten Exporteure 2017 waren die USA (139.269 Tonnen), Chile (56.499 Tonnen) und Frankreich (26.370 Tonnen).
  • Nennenswerte Anbaugebiete in Europa befinden sich neben Frankreich (37.347 Tonnen) vor allem in der Ukraine (127.190 Tonnen) sowie in Rumänien (56.053 Tonnen) (Foto: CWC).

«Sloppy Joes» mit kalifornischen Walnüssen

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