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SHB: Mitglieder-Vertreterversammlung tagte in Bremen

Königswinter. (shb) «Das erfreuliche Ergebnis stärkt das Eigenkapital der SHB und zeigt, dass kleine Nischenversicherer erfolgreich am Markt bestehen können», sagte Heinz Kugel, Aufsichtsratsvorsitzender der SHB Allgemeinen Versicherung VVaG, während der Mitglieder- Vertreterversammlung 2015 in Bremen. Hier berichtete Sven Goerigk, Vorstandsvorsitzender des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit, über ein normales Geschäftsjahr 2014.

Was die Versicherungswirtschaft heute als «normal» betrachtet, zeigt bei genauer Hinsicht Ausreißer in den Schadenstatistiken, die sich jährlich wiederholen. Elementarschäden werden zunehmend zur Normalität. Auch die SHB war 2014 mit einer Schadenquote von 198,6 Prozent (Vorjahr: 1.137,7 Prozent) mit dabei. Die Brutto-Schadenquote für das Gesamtgeschäft sank gegenüber 2013 (116,5 Prozent) auf erfolgreiche 56,9 Prozent. In den Sparten Unfall und Haftpflicht verzeichnet die SHB eine geringe Schadenquote; in den Feuer- und Sachsparten sank die Schadenquote auf 72,3 Prozent (Vorjahr: 126,3 Prozent). Bei den Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb machen sich die Anforderungen und die überbordende Bürokratie auf EU-Ebene bemerkbar. Im Verhältnis zu den gebuchten Brutto-Beiträgen entfielen 25,5 Prozent auf Abschluss- und Verwaltungskosten und lagen damit um 0,6 Prozent über denen des Vorjahrs.

Bei den gebuchten Brutto-Beiträgen konnte die SHB leicht zulegen. Gegenüber 2013 (6,577 Millionen Euro) lagen die gebuchten Brutto-Beiträge im Geschäftsjahr 2014 bei 6,663 Millionen Euro. In Folge des positiven Schadenverlaufs, aber auch durch Steigerung der gebuchten Beiträge, konnte die SHB einen versicherungstechnischen Gewinn für eigene Rechnung von 550.000 Euro realisieren. Das Kapitalanlageergebnis lag mit 98.000 Euro geringfügig über dem des Vorjahrs. Nach Abzug von sonstigen Aufwendungen und Steuern konnte die SHB einen Jahresüberschuss von 417.000 Euro erzielen.

Dieses Ergebnis nahm Heinz Kugel zum Anlass, auf die Vorteile hinzuweisen, die die SHB bietet: «Auch nach den Vorgaben der EU erfüllt die SHB mit Solvency II souverän die Kapitalanforderungen und ist damit für die Betriebe im Bäcker- und Lebensmittelhandwerk ein am Markt gut aufgestellter Partner». Wichtig für die Betriebe und durch die Mitgliedervertreter beschlossen, ist die Einführung des neuen Tarifs SBSplus. Sven Goerigk wies in Bremen darauf hin, dass die Bedingungen auf neue Bedürfnisse angepasst und zum Teil erweitert wurden. Dabei stand die Beibehaltung der einfachen Handhabung für SHB-Kunden im Vordergrund.

Die Versammlung wählte Heinz Kugel, Heiko Klages und Ute Sagebiel-Hannich erneut in den Aufsichtsrat. Der wiederum wählte nach seiner Konstituierung Heinz Kugel zu seinem Vorsitzenden sowie Wolfgang Schlösser und Heiko Klages zu dessen Stellvertreter.