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Schnellkost: McDonalds ist nicht zu unterschätzen

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Hamburg. (eb) Der McDonalds Konzern veröffentlichte in diesen Tagen seine Ergebnisse für das erste Quartal 2015. Weltweit ging der vergleichbare Umsatz (Global Comparable Sales) im Schnitt um 2,3 Prozent zurück, was die rückläufigen Gästezahlen in allen wichtigen Segmenten reflektiert. Der Konzernumsatz (Consolidated Revenues) ging um elf Prozent zurück, was allerdings auf einen – im Vergleich zum derzeit schwachen Euro – starken US-Dollar zurückzuführen ist. Bei konstanten Wechselkursen wäre der Konzernumsatz nur um ein Prozent zurückgegangen. Wie auch immer: «Das Management-Team ist stark darauf fokussiert, schneller zu handeln, um besser auf die heutigen Bedürfnisse der Verbraucher, die Erwartungen und den Wettbewerbs- intensiven Markt zu reagieren. Wir entwickeln einen Turnaround-Plan, um unsere Leistung zu verbessern», sagt Konzernchef Steve Easterbrook in einer Mitteilung. Man freue sich, erste Details am 04. Mai vorstellen zu können. Wir dürfen gespannt sein. Sicher haben auch Sie schon irgendwo gelesen, dass die Zeit der Standard-Burger «vorbei» sei, die weltweit immer noch führende Schnellkostkette ihren Zenit überschritten habe. Betrachten Sie solche Äußerungen mit Vorsicht, denn die Probleme, die McDonalds aktuell hat, sind von Region zu Region verschieden. In Deutschland sind es die Bäcker, die dem Konzern zusetzen, in Asien ist es ein Fleisch-Skandal, der von Easterbrook-Vorgänger Don Thompson skandalös verpennt wurde. Dass die Hauptursache für die Delle in der Geschäftsentwicklung kaum im perfektionierten Standard liegt, belegte – ebenfalls in diesen Tagen – Mitbewerber Burger King, der eines seiner besten Quartale in der Firmengeschichte vorlegte. Der vergleichbare Umsatz stieg um 4,6 Prozent. Der Gesamtumsatz legte um 3,6 Prozent auf 249,6 Millionen US-Dollar zu. 14,5 Millionen US-Dollar fielen durch Wechselkursschwankungen leider hinten runter. Auf organischer Basis, ohne die Auswirkungen dieser Schwankungen, konnte Burger King den Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 9,6 Prozent steigern. Das bereinigte Ebitda stieg gegenüber dem Q1/2014 um 6,9 Prozent. Branchenkenner tippen richtig wenn sie vermuten, dass Deutschland – nach den Aufregungen im letzten Jahr – kaum zu diesem Höhenflug beigetragen hat.