Mittwoch, 24. Juli 2024

Rewe To Go: über den Unterwegskonsum der Zukunft

Köln. (rg) Der Unterwegskonsum kann gleich von mehreren Trends profitieren und wächst. Wichtigster Wachstumstreiber ist die Nachfrage der Konsumenten nach Speisen, Snacks und Getränken zum Mitnehmen. Zugleich verändert sich der Unterwegskonsum, weil sich Mobilität verändert. Lekkerland hat deshalb damit begonnen, sein Geschäftsmodell neu aufzustellen. Zugleich baut die Convenience-Sparte der Rewe Gruppe neue Geschäftsfelder auf und aus, wie Smart Stores und eigene Rewe To Go-Standorte. In einer als Interview verfassten Medienmitteilung spricht Kerstin Meier, Director Corporate Sales bei Lekkerland, über die Tankstelle der Zukunft, neue Chancen und eine sehr fruchtbare Kooperation.

Das Geschäft von Lekkerland – der Unterwegskonsum – wächst stark und wandelt sich zugleich weitreichend. Mit attraktiven Tankstellenshops will auch Aral weiter wachsen. Eine wichtige Rolle spielt dabei Rewe To Go. Das Convenience-Format ist heute an rund 900 Aral-Tankstellen bundesweit zu finden. In den nächsten Jahren sollen weitere hinzukommen und das Format zugleich weiterentwickelt werden.

20240303-REWE-READY-01(Fotos: Rewe Gruppe – Lekkerland)

Mit der Mobilitätswende hat Lekkerland begonnen, neue Geschäftsfelder zu erschließen und sich breiter aufzustellen. So will das Unternehmen die Zahl der Rewe To Go-Standorte außerhalb von Tankstellen und Ladeparks deutlich ausbauen. Derzeit gibt es 20 an der Zahl. Diese Standorte, von Lekkerland selbst oder durch Franchisenehmer betrieben, sind häufig an Bahnhöfen sowie an Flughäfen angesiedelt.

Zudem hat das Unternehmen im Bereich sogenannter Smart Stores – also voll- oder teilautomatischer Shops – ein in Deutschland einzigartiges Portfolio aufgebaut. Kerstin Meier betreut für Lekkerland den Kunden Aral, der an rund 900 Tankstellen Rewe To Go-Shops führt. In der als Interview verfassten Medienmitteilung spricht sie über die Tankstelle der Zukunft, neue Chancen und die Kooperation.

20240303-REWE-READY-02(Fotos: Rewe Gruppe – Lekkerland)

  • Man hat ja immer wieder gelesen, dass das Tankstellengeschäft selbst für einen sehr erfahrenen Supermarktbetreiber die eine oder andere Herausforderung bereithält. Wie meistern Sie das?
    Kerstin Meier: Die Logistik von Lekkerland ist voll und ganz auf die Belieferung des kleinflächigen Einzelhandels ausgerichtet – angefangen bei den Verkaufseinheiten über das Design der Lager bis zu den Lkw. Das ist eine unserer Kernkompetenzen, die wir seit Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickeln und verfeinern. Vor diesem Hintergrund hat Lekkerland die Belieferung der Aral-Tankstellen inzwischen wieder vollständig übernommen. Zugleich sind wir sehr dankbar für die tolle Unterstützung der Rewe-Logistik während der Übergangsphase.
  • Wie entwickelt sich generell das Tankstellengeschäft, vor allem in den Shops?
    Kerstin Meier: Zwei Beispiele, damit besser verständlich wird, welche Entwicklungen maßgeblichen Einfluss auf das Geschäft hatten und haben: Früher lebte die Tankstelle davon,«teuer Bier nach Ladenschluss» zu verkaufen. Heute haben die Supermärkte viel länger geöffnet. Auch die Mobillitätswende hat Einfluss auf das Tankstellengeschäft. Künftig kommen weniger Menschen zur Tankstelle, um ihr Auto zu betanken. Unser Ziel ist, dass die Kunden zu uns kommen, ohne ein Tankbedürfnis zu haben. Es geht darum, die Shops attraktiver zu machen. Die Verbraucher sollen bewusst die Tankstelle wählen, um sich mit leckeren Snacks, Kaffee oder Sonstigem zu versorgen oder den Wein zum Abendessen zu kaufen. Bei der Transformation hilft ein Format wie Rewe To Go, weil jeder Konsument Rewe kennt. Das ist eine vertraute Marke in Deutschland.
  • Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Mobilitätswende?
    Kerstin Meier: Die hat die Bedeutung des Shopgeschäfts für Tankstellen enorm gesteigert. Es ist absehbar, dass die Umsätze aus dem Kraftstoffgeschäft zurückgehen. Deshalb entwickeln alle Mineralölgesellschaften ihr Geschäftsmodell weiter – mit dem Fokus auf das Shopgeschäft.

20240303-REWE-READY-03(Fotos: Rewe Gruppe – Lekkerland)

Maßgeschneidert: Smart Stores

Gleich fünf verschiedene Store-Konzepte stehen zur Verfügung, die auf unterschiedliche Einkaufserlebnisse und Technologien setzen, von Self-Checkout bis zu einem ähnlichen Ansatz wie bei Pick+Go von Rewe. Zum Einsatz kommen diese derzeit in Krankenhäusern und Ladeparks. Auch an Universitäten, Bahnhöfen und Tankstellen werden sie demnächst zu finden sein. Teils unter der Marke Rewe To Go, teils unter der noch jungen Marke Rewe ready. Um Know-how zu bündeln und von den jeweiligen Erfahrungen zu profitieren, arbeiten die Smart-Stores-Experten bei Lekkerland und Rewe eng zusammen.

  • Fließen Ihre Erfahrungen als Aral-Kundenbetreuerin auch in die weitere Entwicklung der Marke Rewe To Go ein?
    Kerstin Meier: Die 900 Standorte bei Aral spielen eine große Rolle für die Wahrnehmung von Rewe To Go. An der Weiterentwicklung dieses Formats, auch außerhalb des Tankstellen-Kanals, arbeiten viele Experten, bei Lekkerland und bei Rewe, gemeinsam. Eine davon bin ich.
  • Was bedeutet die Lekkerland-Vision, «your most convenient partner» zu werden?
    Kerstin Meier: Das bedeutet, dass wir es unseren Kunden so einfach wie möglich machen wollen, mit uns zusammenzuarbeiten. Ein großer Unterschied zur Rewe ist, dass Lekkerland als Großhändler ein B2B-Geschäft betreibt. Das heißt, unsere Kunden sind etwa Tankstellen- und Kioskbetreiber und nicht direkt Endverbraucher wie im Einzelhandel. Es geht uns darum, den Geschäftserfolg zu steigern und ihnen alles anzubieten, was sie für ein erfolgreiches Shopgeschäft brauchen. Ein Beispiel ist die erwähnte, auf kleine Einzelhandelsflächen zugeschnittene Logistik. «Your most convenient partner» für unsere Kunden zu sein ist unsere Vision, für die wir stehen und für die wir unser Bestes geben.

20240303-REWE-READY-04(Fotos: Rewe Gruppe – Lekkerland)

Über Lekkerland: Lekkerland ist der Spezialist für den Unterwegskonsum in vier Ländern Europas. Im Jahr 2022 betreute Lekkerland europaweit rund 74.000 Verkaufspunkte und beschäftigte rund 5.400 Mitarbeitende. Der Umsatz lag bei rund 14,2 Milliarden Euro. Seit 2020 gehört das Unternehmen zur Rewe Group, einem der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Im Jahr 2022 erzielte die Rewe Group einen Gesamtaußenumsatz von 84,8 Milliarden Euro. Die 1927 gegründete Rewe Group ist mit ihren rund 380.000 Beschäftigten in 21 europäischen Ländern präsent (Fotos: Rewe Gruppe – Lekkerland).