Donnerstag, 13. Mai 2021

Re:Start: über die Wiederbelebung des stationären Handels

Düsseldorf. (huc / ots) Die Zahl der Neuinfektionen stagniert und im Moment sieht es so aus, als hätte es Deutschland mit seinen Anstrengungen rechtzeitig vor die dritte Welle geschafft. Schon werden die Rufe nach Lockerungen und Wiedereröffnungen lauter – ungeachtet der Tatsache, dass uns die dritte Welle dann wahrscheinlich doch einholen und die Zahl der Infekte wieder steigen wird. Eine sichere Erkenntnis in dieser Pandemie ist (leider) auch, dass nach wie vor viele Händler und Dienstleister denken, nach Corona wäre vor Corona. Doch wie werden Verbraucher (m/w/d) reagieren, wenn es wieder möglich sein sollte, den stationären Handel uneingeschränkt zu nutzen? Wird das Konsumverhalten wieder in den alten Status-quo zurückfallen? Oder werden wir nur noch bio, regional und nachhaltig einkaufen?

Die Top-Management-Beratung Horn + Company hat im Rahmen ihres regelmäßigen, repräsentativen Consumer Panels mehr als 1.000 Kunden (m/w/d) zum aktuellen und künftigen Einkaufsverhalten befragt. Untersucht wurde, wie sich das Einkaufsverhalten seit dem ersten Lockdown verändert hat und ob die Verhaltensänderungen als nachhaltig angesehen werden können. Die Kern-Ergebnisse:

  • Ein Drittel der befragten Kunden (m/w/d) plant, ihr durch die besonderen Umstände geändertes Einkaufsverhalten auch nach der Pandemie beizubehalten – unabhängig vom Handelssegment
  • Convenience – als Verbindung aus Zeitersparnis und Bequemlichkeit – gewinnt für Konsumenten (m/w/d) bei der Wahl der Kanäle respektibe Einkaufsstätten deutlich an Bedeutung. Der absolute Preis hingegen wird nicht länger als Kern-Kriterium angesehen.
  • Für die Artikel des täglichen Bedarfs hat sich der Trend hin zu weniger Einkaufsvorgängen mit höherem Volumen weiter verfestigt – also die klar erkennbare Absicht zum One-Stop-Shopping mit daraus resultierendem höheren Durchschnitts-Bon.

Die Studie Re:Start – Wiederbelebung des stationären Handels nach der Pandemie (PDF) ermöglicht eine detaillierte Branchensicht – inklusive der deutlichen Verschiebung der konsumentenseitigen Nachfrage durch die Auswirkungen der Geschäftsschließungen. Für manche Branchen entwickeln Kunden zudem eine alternative Shopping-Strategie – besonders bei Möbeln und DIY.

Durch die Frage, welche Händler als besonders anpassungsfähig gelten (in Bezug auf Hygiene-Konzepte, Sortimente, Omnichannel-Kompetenz, Services), konnten die Befragungen segmentspezifische «Corona-Champions» identifizieren. Unter den Omnichannel-Anbietern sind dies Deichmann (Schuhe), Thalia (Bücher) und Decathlon (Sport/Freizeit); unter sämtlichen Händlern gingen Zalando (Bekleidung), Amazon (Bücher), DM (Drogerie), Media Markt (Elektronik), Rewe (Lebensmittel), Ikea (Möbel) sowie Amazon (Sport/Freizeit) als «Corona-Champions» hervor.

Erfolgreiche Omnichannel-Konzepte werden von Kunden (m/w/d) honoriert. Thalia und Decathlon als «Corona-Champions» in ihren Fachhandelssegmenten zeigen, dass Kunden (m/w/d) auf einen erfolgreichen Channel-Mix reagieren. Oder anders herum: Seit Jahren ist das Thema Omnichannel im Gespräch. Es ist jetzt dringend an der Zeit, dass der stationäre Handel das längst vorhandene Wissen in die Tat umsetzt. Wenn nicht jetzt, wann dann?!

«Die Konsumenten werden nicht wegen des Preises zurück in die Filiale finden – Beratung, Service und das Einkaufserlebnis werden die Treiber für das stationäre Geschäft bilden. Das Thema ‘Plattform’ gewinnt in diesem Zusammenhang weiter an Bedeutung, auf das sich Einzelhändler einstellen und ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln müssen», sagt Dr. Kai-Michael Schaper, Geschäftsführender Partner von Horn + Company, der die Studie federführend betreute.

Das neue Whitepaper Re:Start – Wiederbelebung des stationären Handels nach der Pandemie (PDF) aus Düsseldorf fasst die wichtigsten Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen zusammen. Es steht auf der Homepage von Horn + Company kostenfrei zum Download bereit, ohne dass Interessenten dafür persönliche Daten preisgeben müssten (Foto: pixabay.com).