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Registrierpflicht: So lässt sich die psychologische Hürde senken

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Bremerhaven. (eb) Das Ausfüllen von «Corona-Formularen», wie es Gäste derzeit leisten müssen, um in ein Restaurant oder Bäckerei-Café einkehren zu können, sollte weder Gästen noch Gastgebern «lästig» sein. Der Vorgang ist vielleicht «zeitaufwändig» und könnte von den Betrieben logistisch effizienter und ressourcenschonender gestaltet werden. Doch er ist nicht «lästig», sondern rettet im Zweifelsfall Leben.

Hintergrund: Deutschland zählt insgesamt gut 176’000 Erkrankungen, die von Beginn der Zählung an bis heute mit der Covid-19-Pandemie in Verbindung gebracht werden. Gut 8’000 davon haben ihren Kampf gegen SARS-CoV-2 verloren. Auch jetzt in diesem Moment ringen irgendwo in Deutschland Menschen mit dem Tod. Wenn also jeder Bürger heute mehr Verantwortung übernehmen muss, heißt das nicht, dass die Gefahr vorbei wäre: Wir befinden uns weiterhin mitten in einer Pandemie. Die eingangs genannten Formulare sollen helfen, Mitbürger im Zweifelsfall schnell ausfindig zu machen, um Infektionsketten noch schneller unterbrechen zu können. Weltweit werden aktuell fünf Millionen Erkrankungen mit Covid-19 in Verbindung gebracht, davon mindestens 324’000 mit tödlichem Ausgang. Die Zahl der Toten ist hierzulande verhältnismäßig gering, weil wir über ein sehr gutes Pandemie-Management verfügen. Die ganze Welt blickt auf Deutschland und die DACH-Region. Die weltweite Stimme der Vernunft hat einen Namen und ist auf wissenschaftlicher Einschätzung begründet – nicht auf riskanten Wünschen persönlicher Profilierung.

Stolperfallen in der Praxis: Zurück zum Zeitaufwand für die nötige Registrierung, der selbstverständlich eine Hürde beim Restaurant- oder Cafébesuch darstellt. Das ist eine echte Schwelle, an der sich entscheidet, ob Leute ihr Brötchen zum Mitnehmen einpacken lassen – ohne Registrierungspflicht – oder einfach vorbeigehen, weil sie zum Beispiel ihre Telefonnummer nicht auswendig wissen. Sicher muss sich vieles erst einspielen bei der Dokumentation möglicher Infektionsketten. Dazu gehört einerseits, dass potenzielle Gäste ihre elementaren Kontaktdaten beherrschen. Dazu gehört aber auch, dass Gastronomen ihre Gäste nicht nur mit Zettel und Kugelschreiber konfrontieren, sondern mindestens eine digitale Alternative anbieten.

Alternative 1: Kostenfrei und universell einsetzbar. Seit dem 18. Mai 2020 dürfen gastronomische Betriebe unter bestimmten Voraussetzungen schrittweise wieder öffnen. Details können von Bundesland zu Bundesland variieren. Schon seit dem 07. Mai besteht bundesweit die Möglichkeit, kostenfrei das safe-the-table Tool aus Bremen zu nutzen. Es ist ohne Vorkenntnisse einfach und schnell zu bedienen. Es funktioniert auch dann, wenn Betriebe bislang noch kein Erfassungssystem hatten und auch keine eigene Website. Ein Video auf «buten un binnen» (02:02 Minuten – verfügbar bis Mai 2021) stellt das Tool vor.

Alternative 2: Kassensystem-Fachleute wissen bestimmt Rat. Wie die Schwelle möglichst gering gehalten werden kann, die zwischen Bäckerei-Cafés und potenziellen Gästen neuerdings nun mal steht, wissen nicht zuletzt die Systemanbieter von PC-Kassen. Wer bereits über ein PC-Kassensystem verfügt und auf digitale Instrumente zur Kundenbindung setzt, der ist selbstverständlich daran interessiert, Kunden eine DSGVO-konforme Brücke zu bauen, die einen relativ spontanen Cafébesuch ohne größeren Mehraufwand zulässt. Vermutlich sind entsprechende Tools längst in Umlauf (Foto: pixabay.com).