Freitag, 23. Februar 2024

«Regionaler Biomarkt NRW»: Umfassender Überblick über die Wertschöpfungskette auf 180 Seiten

Düsseldorf. (lanuv) Die vierte, vollständig überarbeitete Auflage der Broschüre «Regionaler Biomarkt NRW» (PDF) gibt einen umfassenden Gesamtüberblick über den überaus vielschichtigen Biomarkt in Nordrhein-Westfalen. Auf rund 180 Seiten werden Zahlen, Fakten und Trends des Marktes für Ökolebensmittel anschaulich dargestellt. Zahlreiche Fallbeispiele zeigen, mit welchen Konzepten und Ideen sich Anbieter in dem beachtlich wachsenden Markt positioniert haben. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette, von der Erzeugung, über die Verarbeitung, die Großverbraucher, den Handel und die Direktvermarktung beleuchtet. Aktuelle Marktanalysen verdeutlichen die Entwicklung des Absatzes von Getreide, Kartoffeln und Gemüse, Obst sowie von Milch, Fleisch und Eiern.

Landwirtschaftsminister Johannes Remmel: «Mein Ziel ist es, die heimische Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln noch stärker als bisher mit Produkten aus Nordrhein-Westfalen zu decken. Deshalb liegt der Fokus eindeutig auf dem regionalen Markt, der für die Ökolandwirtschaft in NRW große Potenziale zur Vermarktung bietet». Rund 20 Prozent des Umsatzes mit Bio-Lebensmittel in Deutschland werden allein in NRW getätigt. Dennoch kann die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln weder in Deutschland noch speziell in Nordrhein-Westfalen mit ausreichend heimischer Ware befriedigt werden. «Wir müssen die Situation allerdings differenziert betrachten: Es hängt vom Produkt und vom Weg der Vermarktung ab, wie groß einzelne Engpässe werden können», erläutert der Minister. «Insgesamt kann festgestellt werden, dass bei einigen Produkten die Importmengen nach wie vor zu hoch sind, was zu Engpässen im Markt führen kann».

In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit insgesamt 3.460 Unternehmen, die Ökolebensmittel erzeugen, verarbeiten und handeln. Darunter sind 1.798 landwirtschaftliche Betriebe mit 70.069 Hektar ökologisch bewirtschafteter Fläche. Das entspricht 4,8 Prozent der NRW-Landwirtschaftsfläche und 5,4 Prozent aller NRW-Landwirtschaftsbetriebe.

Die Erzeugnisse werden in knapp 1.500 spezialisierten Unternehmen weiterverarbeitet, dazu gehören zum Beispiel Bäcker, Metzger, Mühlen und Molkereien, aber auch Brauereien und Süßwarenhersteller. Während Ökolebensmittel anfangs fast ausschließlich in spezialisierten Fachgeschäften, wie Naturkostläden und Hofläden verkauft wurden, gibt es heute kaum mehr einen Lebensmittelladen, der keine Ökoprodukte anbietet. In Deutschland wurden 2014 etwa 7,91 Milliarden Euro mit Ökolebensmitteln umgesetzt, davon rund 1,5 Milliarden Euro in NRW.

WebBaecker.Net