Home > Rohstoffe + Entwicklungen > Regionale Rohstoffe verkleinern den CO2-Footprint

Regionale Rohstoffe verkleinern den CO2-Footprint

Stuttgart. (mstgt) Der Klimawandel und die damit verbundene Diskussion um den CO2-Ausstoß ist auch in der backenden Branche ein heißes Thema. Inzwischen hat die Bewegung «Fridays for Future» bei vielen Menschen zum Umdenken für ein aktives Verkleinern des CO2-Footprints geführt. Einerseits belasten hohe Energiepreise zunehmend das Kostenmanagement jedes einzelnen Backbetriebs. Andererseits stellt die Kundschaft der Handwerksbäcker und -konditoren mehr Ansprüche bezüglich der CO2-Vermeidung. Das belegen Studien wie die «Nielsen Shopper Trends 2019», wonach Konsumenten ein gestiegenes Bewusstsein für die Herkunft von Rohstoffen zeigen. Ebenso schreibt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, dass Verbraucher – neben Frische und natürlichen Zutaten – bewusst auf Regionalität achten.

Diesen schon seit einigen Jahren anhaltenden Trend spiegelt auch das Angebot der Südback 2019 wider, die vom 21. bis 24. September in Stuttgart ihre Tore öffnet. Dank der neuen Messestruktur finden die Besucher in allen Messehallen relevante Rohstoffangebote. Während die Keyplayer der Branche schwerpunktmäßig die Themen Urgetreide, Superfood und Bioqualität abbilden, ergänzen mehrere regionale Anbieter das Messe-Portfolio. Mit dieser Bandbreite wird die Südback in diesem Jahr wieder wichtige Informationsplattform für die Backbetriebe.

Für Stefan Körber, Hauptgeschäftsführer des Landesinnungsverbands für das Württembergische Bäckerhandwerk, ist es ein Wesensmerkmal der in ihren Regionen verwurzelten Innungsbäcker, dass sie, wo immer es möglich ist, bei Erzeugern vor Ort einkaufen. Als Südback-Partner ermöglicht der Innungsverband daher seinen Mitgliedern auf der Messe, intensiv über diese Themen zu netzwerken, was dem Messebesuch zusätzlichen Nutzwert verleiht. Das macht sich auch Bäckermeister Heinrich Beck zunutze. Der Chef einer mittelständischen Handwerksbäckerei in Römerstein, Kreis Reutlingen, kauft schon viele seiner Rohstoffe bei landwirtschaftlichen Betrieben «von nebenan» auf der Schwäbischen Alb, inzwischen sogar Kümmel, Leinsamen oder Mohn. Becks Philosophie: «Mit dieser Ausrichtung zeigen wir Verantwortung gegenüber den Verbrauchern.» Und er fügt hinzu: «Die Kunden begrüßen das ausdrücklich.» Auf der Südback will er sich darüber mit vielen Kollegenbetrieben austauschen.

Abgesehen vom Anbieter sollten die Handwerksbäcker und -konditoren nach Meinung von Gunter Hahn, geschäftsführender Vorstand der Bäko-Zentrale eG, zwei Fragen in den Vordergrund stellen: «Mit welchen Produkten differenziere ich mich vom Wettbewerb?» und: «Mit welchen Rohstoffen trete ich als Handwerksbäcker authentisch auf?» Darauf, sagt Hahn, gebe die Südback viele gute Antworten. Die Bäko zum Beispiel präsentiere ein breites Sortiment für die backenden Betriebe. Aktuelle Vertriebskonzepte und Produktlinien aus relevanten Warenbereichen rundeten das Bild ab, kündigt Hahn an. Ähnlich wie die Bäko an ihrem Zentralstand, wo sie ein eigenes Forum für Praxistipps und Anwendungsbeispiele betreibt, haben viele Aussteller Schaubackstuben in ihre Messestände integriert. Die Südback-Besucher werden diesmal nicht nur viele Produktideen für ihre Betriebe mit nach Hause nehmen, sondern auch branchenspezifische Argumente für die tägliche Klimadiskussion.

Über die Südback

Die Südback gehört zu den wichtigsten Veranstaltungen für Bäcker und Konditoren und ist Treffpunkt für die backende Branche im deutschsprachigen Raum und dem benachbarten europäischen Ausland. An der Veranstaltung 2019 beteiligen sich auf einer Bruttoausstellungsfläche von 65.000 Quadratmetern in sechs Messehallen rund 700 Aussteller. Auch die 28. Ausgabe im 41. Jahr bietet mit dem erfolgreicher Mix aus Fachmesse und Rahmenprogramm viel Informations- und Austauschmöglichkeiten zu bekannten und kommenden Trends sowie die neuesten Produkte.