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 Ausgabe 43/11 -- 28. Oktober 2011

11. Jahrgang 

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Südback: entwickelt sich positiv gegen den Trend

 

 

Stuttgart. (26.10. / mstgt / eb) Mit dem Verkünden von Rekorden ist das so eine Sache. Sicher ist es richtig, dass wir alle zusammen eher dazu neigen, unser Kurzzeitgedächtnis zu füttern als dass wir unserem Langzeitgedächtnis vertrauen. Andererseits gibt es spätestens seit 2001 ein nach Schlagworten durchsuchbares WebBaecker Archiv im Internet, das - seit eh und je frei zugänglich - Rechercheuren auf die Sprünge hilft. Das nutzt der WebBaecker natürlich auch selbst.

 

Nicht, dass wir an dieser Stelle die gute Stimmung verderben wollen, welche die Südback 2011 - zweifellos - auf Fachbesucher und Aussteller gleichermaßen übertragen hat. Im Ergebnis steht denn auch eine hohe Zufriedenheit. Wer während des Messeverlaufs mit Ausstellern ins Gespräch kam oder einfach nur mit dem Besucherstrom mitfloss, der konnte eine Gelassenheit spüren, die sich wohltuend von den teils akademisch anmutenden Krisenszenarien abhob, denen wir dieser Tage auf Schritt und Tritt begegnen.

 

 

«Rekord: Mehr als 32.000 Besucher auf der Südback 2011» steht voller Begeisterung über dem vorläufigen Schlussbericht der Landesmesse Stuttgart. So freundlich, offen, investitionsbereit und der Zukunft zugewandt sich das Messeklima ohne Zweifel zeigte, bedarf es dazu keiner Übertreibung. Pieselige Rechercheure, wie der WebBaecker manchmal einer ist, sehen dann nämlich gleich mal nach, ob das denn auch wirklich stimmt - in ihrem WebBaecker Archiv.

 

Zugegeben, wir haben uns jeweils nur die vorläufigen Zahlen gemerkt. Doch auch so können wir mit ungefähren Angaben folgenden Trend nachweisen: Südback 1999 37'000 Besuche/r, Südback 2001 32'000 Besuche/r, Südback 2002 30'000 Besuche/r, Südback 2004 27'500 Besuche/r, Südback 2005 (zum letzten Mal am Killesberg) 28'000 Besuche/r, Südback 2007 (erstmals in Leinfelden-Echterdingen) 28'000 Besuche/r, Südback 2008 30'000 Besuche/r, Südback 2010 30'000 Besuche/r, Südback 2011 32'000 Besuche/r.

 

Langzeitbetrachtung: Die Messe hat den Turnaround geschafft

Die Langzeitbetrachtung, die Leser/innen unter den angegebenen Adressen zu den Stichworten «Anzahl Aussteller» oder «xx vertretene Nationen» jederzeit wiederholen können, zeigt uns eine andere Perspektive:

  • Die Landesmesse Stuttgart und mit ihr die Südback waren am Killesberg an ihre Grenzen gestoßen. Die Fachmesse drohte ob des «Kleinkleins» kontinuierlich an Attraktivität zu verlieren. Mit dem Bau der «Neuen Messe» vis-a-vis zum Flughafen in Leinfelden-Echterdingen hat die Messegesellschaft die Kurve gekriegt - und mit ihr die Südback.
  • Dies ist umso erfreulicher, je mehr wir uns in Erinnerung rufen, welchen Wandel die backenden Branchen im zurückliegenden Jahrzehnt absolviert haben. Verbunden mit einem unerbittlichen Prozess der Auslese, der sich zwar abgeschwächt hat, doch immer noch im Gang ist.

Unter diesem Eindruck brauchen wir den «Rekord» also nicht, sondern freuen uns mit den Veranstaltern schlicht über die 32'000 Besucheee oder tatsächlich Besucherrr, die die Südback 2011 zu einer interessanten und sicher auch dynamischen Veranstaltung gemacht haben. 521 Aussteller aus 14 Ländern präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen einem Messepublikum, das sich zu über 50 Prozent aus allen Landesteilen Baden-Württembergs rekrutierte, gefolgt von Fachbesuchern aus Bayern (21 Prozent), Rheinland-Pfalz (sechs Prozent) und Hessen (fünf Prozent). Auch aus dem angrenzenden Ausland wie der Schweiz, aus Österreich, Italien und Frankreich sowie verstärkt aus Osteuropa informierten sich Fachbesucher an den Messeständen über Produktneuheiten und Ernährungstrends. Insgesamt lag der Auslandsanteil mit acht Prozent leicht über dem Niveau von 2010.

 

Für Aussteller war die Südback 2011 eine erfolgreiche Fachmesse

Und wie stellt sich der Messeerfolg aus Sicht der ausstellenden Unternehmen dar? Zum Beispiel ELEKOM verzeichnete an allen Messetagen eine weiterhin positive Grundstimmung und Investitionsbereitschaft der Fachbesucher. Mehrere Vereinbarungen zu Folgeterminen unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Interessenten. «Aufgefallen ist an unserem Stand eine verstärkte Nachfrage aus dem osteuropäischen Ausland», sagt Geschäftsführer Dirk Marben. Das Interesse der Besucher am Stand von ELEKOM bezog sich im Wesentlichen auf Betriebserweiterungen am Bestand, Neubauplanung und Realisierung, Energiezweitnutzung und Energierückgewinnung sowie die Beseitigung von Abwasserproblematiken. Marben ist sicher: «Für ELEKOM war die Südback 2011 erneut eine positive Messe, die unsere Erwartungen voll erfüllt hat».

 

Sicher gibt es verschiedene Lösungsansätze, um das Thema «Revisionssicherheit» für ein Programmpaket wie Marvin zu bewältigen. Die reichen von täglichen Backups bis hin zu kostspieligen Spezialprogrammen. Der Haken ist, dass Backups immer dann nicht vollständig oder bereits vernichtet sind, wenn man sie wirklich braucht. Spezialprogramme machen ihren Job sicher gut, dokumentieren aber keine grundlegenden Änderungen. «Wir gehen hier einen anderen Weg», sagt Christine Klepsch, seit dem Jahreswechsel 2010/2011 Geschäftsführerin beim Software-Spezialisten GOECOM aus Kronau. «Sämtliche Informationen werden in einer Datenbank vorgehalten, jede Änderung wird dokumentiert und kann jederzeit nachvollzogen werden. Eine undokumentierte Änderung gibt es weder in den Stammdaten, in der Produktion, in der Verwaltung, im Rechnungs- und Zahlungswesen noch in anderen Bereichen von Marvin». Das hat sich in der Branche herumgesprochen und so wundert es nicht, dass der Stand von GOECOM während der Südback sehr gut besucht war. Allgemeine Fragen zur neuen Marvin Edition 2012 beschäftigten die Experten in Stuttgart ebenso wie konkrete Anfragen zu Programm-Details und -Modulen. «Die Integration von T.I.M. in Marvin und die neue Personaleinsatzplanung wurde mit großem Interesse aufgenommen», weiß Klepsch. Ausführlichen Gesprächsstoff boten die Themen «Kassenanbindung» und «Zertifizierte Schnittstellen». Für GOECOM eine Selbstverständlichkeit, da Marvin mit jeder Kasse kommuniziert und regelmäßig weitere zertifizierte Schnittstellen hinzu kommen. Entgegen vorangegangener, vorsichtiger Schätzungen verbuchte GOECOM eine «sehr positive» Südback, die auf ein umfangreiches Nachmessegeschäft schließen lässt.

 

Während der Südback stellte IsernHäger erstmals ein Innovations-Forum vor, das von den Fachbesuchern sehr gut angenommen wurde. Spannende und abwechslungsreiche Themen zu innovativen Lösungen rund um Technologie und Technik verfehlten ihre Wirkung nicht. «Heutzutage sind alle Informationen frei verfügbar», sagt Verkaufsleiter Frank Henze. «Doch um daraus den größtmöglichen Nutzen ziehen zu können, muss man wissen, wie man diese am besten kombiniert». Dafür stehen die Vorteig-Experten von IsernHäger mit ihrem umfangreichen Fachwissen. So lag es nahe, mit dem Innovations-Forum eine Plattform zu schaffen, über die sich der fachliche Dialog intensivieren lässt. Den Informationen über kundenorientierte Lösungen zu allen Vorteigformen in der modernen Bäckerei schloss sich die fachpraktische Demonstration an - live und schmeckbar in der Backstube, die IsernHäger gemeinsam mit Heuft, Koma und Rheon betrieb. «Das erweiterte Angebot an gebrauchsfertigen, gebrühten Vorteigen nach der Add-Predough-Technologie (APT) stieß in Stuttgart wieder auf herausragendes Interesse», sagt Henze. APT bietet Unternehmen schließlich die Option, Investitionskosten in eine Anlage zu «schieben» und sich in aller Ruhe zu entscheiden. Andererseits beobachten die Vorteig-Experten aus Isernhagen durchaus eine hohe Investitionsbereitschaft und berichten von Wartezeiten bei der Bearbeitung von Projekten. Insgesamt erlebte IsernHäger eine «gut besuchte» Südback. Der Anteil an internationalen Gästen hat für die Vorteig-Spezialisten messbar zugenommen.

 

«Das Team von KMZ hat bundesweit tausende von Vectron-Kassensystem-Installationen in der Bäckereibranche realisiert und verfügt hiermit über hervorragende Kenntnisse im Schnittstellenbereich mit den unterschiedlichsten Anwendungen», sagt Peter Kaierle, Geschäftsführer Vertrieb der KMZ Kassensystem GmbH aus Hechingen. In diesem Sinn war die Stuttgarter Südback für die Systemspezialisten - gemeinsam mit der KMZ-Xetron GmbH aus Bremen - wieder einmal eine Bestätigung ihrer erfolgreichen Arbeit mit Vectron-Kassensystemlösungen für die Bäckereibranche made by KMZ. «Viele Kunden mit bereits bestehenden Vectron-Kassensystemlösungen made by KMZ zeigten sich während der Messe überaus zufrieden mit unseren Lösungen und vertrauen auch weiterhin unserem zuverlässigen bundesweiten Service in Hardware- und Softwarefragen rund ums Vectron-Kassensystem», sagt Kaierle nicht nur mit Blick auf zahlreiche Bestandskunden, die die Messe zum Informationsaustausch nutzten. Zahlreiche neue Interessenten haben sich zudem gut vorbereitet über die Vectron-Produktpalette, neue Softwaremöglichkeiten, die Zukunftsfähigkeit der Produkte sowie sonstige Leistungen informieren lassen. Betriebswirtschaftliche Themen waren in diesem Zusammenhang ebenso oft gefragt wie das Journalcontrolling Filiafox von KMZ oder das Internet-gestützte Kundenbindungssystem BonVito von Vectron. Auf der Hardwareseite wurden das «POS Mobile PAD», «POS Mobile Touch» und natürlich die «Pos Steel Touch II» oft nachgefragt. Weitere Details hat Peter Kaierle in einer KMZ Südback Nachlese (PDF) zusammengefasst.

 

Besucherqualität und Einzugsgebiet bestätigen: Die Positionierung ist klar

In Sachen Besucherqualität steht die Südback gut da. 80 Prozent (2010: 79 Prozent) der Besucher gaben an, an Entscheidungen zu Einkauf und Beschaffung beteiligt zu sein, 29 Prozent davon sogar ausschlaggebend. Der überwiegende Teil der Besucher (80 Prozent) stammt traditionell aus dem Handwerk. Ein Plus gab es mit Blick auf die Besucher aus der Brot- und Backwaren-Industrie. Hier stieg der Besucheranteil um zwei auf neun Prozent. Mehr als zwei Drittel der befragten Besucher (71 Prozent) kamen mit Investitions- und/oder Kaufabsichten. 52 Prozent davon (2010: 49 Prozent) wollen bereits innerhalb der kommenden sechs Monate investieren, wobei der Anteil an Anschaffungen von mehr als 100.000 Euro mit 20 Prozent deutlich zugenommen hat (2010: 16 Prozent). Für die Aussteller zeichnet sich somit ein gutes Nachmessegeschäft ab.

 

Alles in allem bestätige dies, dass die Südback zu den wichtigsten Veranstaltungen der Handwerksbranche gehört, freut sich Ulrich Kromer als Geschäftsführer der Landesmesse Stuttgart. Auch für Holger Knieling, dem Geschäftsführenden Vorstand der Bäko-Zentrale Süddeutschland, hat die Südback ein «absolutes Top-Niveau erreicht». Die Stuttgarter Fachmesse sei heute die wichtigste Veranstaltung für die handwerklich produzierende Branche. Die Südback habe ihre regionalen Grenzen überschritten und die Positionierung sei klar: «Sie ist die handwerkliche Messe für die Bäcker- und Konditorenbranche in Deutschland».

 

Auffällig sei, dass sich trotz der abnehmenden Zahl der Betriebe in Süddeutschland die Besucherzahl erhöht habe. Darauf wies Andreas Kofler hin, Geschäftsführer des Landesinnungsverbands für das Württembergische Bäckerhandwerk: «Eine positive Entwicklung gegen den Trend. Wir freuen uns schon jetzt auf die Südback 2013». Vom 19. bis 22. Oktober vis-a-vis zum Flughafen Stuttgart.

 

Achja. So ganz vermasselt haben wir der Messegesellschaft die Sache mit den Südback-Rekorden natürlich nicht. Wenn Sie so wollen, gibt es sogar zwei davon:

  • Die Messe verzeichnete 2011 erstmals am neuen Standort mehr als 32'000 Besucher.
  • Sie zählte 521 Aussteller und hat damit erstmals die 500er Marke überschritten.

     

     

     

     

  • DIESER BEITRAG GEHÖRT ZUM WEBBAECKER INFODIENST FÜR DIE 43. KALENDERWOCHE 2011

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