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 Ausgabe 02/11 -- 14. Januar 2011

11. Jahrgang 

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Internorga: über Convenience und «Essen, das glücklich macht»

 

 

Hamburg. (08.01. / hmc) Die Nahrungsmittelindustrie bietet den Küchen-Profis immer hochwertigere und raffiniertere Produkte an. Aspekte wie Herkunftssicherheit, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit werden neben Qualität, Frische und Genuss zunehmend zu Verkaufsargumenten. Einen Überblick über die aktuellen Trends und neuen Produkte im Food-Bereich gibt die internationale Fachmesse Internorga. Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt öffnet vom 18. bis 23. März auf dem Hamburger Messegelände.

 

Im Außer-Haus-Markt herrscht wieder Zuversicht. Seit Mai weist nach der Langzeitstudie des Marktforschungsinstituts «The Business Target Group» die konjunkturelle Entwicklung wieder nach oben. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) aus Berlin schätzt die Halbjahresumsätze im Profibereich in 2010 auf insgesamt rund 30 Milliarden Euro. Die Lebensmittelbranche bietet ein breites Spektrum an Produkten und Neuheiten an, die den Gastronomen und Küchenchefs helfen sollen, ihre Gäste zu begeistern und zum Konsum anzuregen.

 

Zwei der großen Trends im vielschichtigen Außer-Haus-Markt heißen Qualität und Frische. Das Leitmotiv ist nach wie vor Convenience. Einerseits in Form von bequemer und gelingsicherer Zubereitung, andererseits in Hinblick auf eine bedarfsgerechte, kundenorientierte Vorbereitung. Gesundheit und Ernährung wachsen weiter zusammen. Neben Aspekten wie Natur und Natürlichkeit werden Glaubwürdigkeit und Transparenz bei Nahrungsmitteln immer wichtiger und zum Qualitätskriterium. Während «Clean Labeling» im Außer-Haus-Bereich schon länger auf dem Vormarsch ist, sind «Clean Products» für viele Unternehmen bereits das nächste zu erreichende Ziel.

 

Das gesellschaftspolitische Thema Nachhaltigkeit spielt auch in großen Teilen des Außer-Haus-Marktes eine immer wichtigere Rolle. Während in den Restaurants und im Event-Bereich in erster Linie der Genuss und das Erlebnis im Vordergrund stehen, ist bei vielen Großverbrauchern das Interesse an Nachhaltigkeit und Gesundheitsorientierung bereits zur Pflicht geworden. Sei es im Hinblick auf die nachhaltige Arbeitsweise der Betriebe selbst, sei es in Form von Regionalität der Produkte, als Einkauf von ressourcenschonenden Produkten oder sozialer Verträglichkeit. Vieles davon wird gar nicht an den Gast kommuniziert, ist aber Basisvoraussetzung.

 

Nach Überzeugung der BVE wird der Anspruch der Tischgäste in Deutschland nach einem gesunden und ausgewogenen Essensangebot in Gastronomie und Kantinen weiter zunehmen. «Auch das Interesse an Inhaltsstoffen und die Frage nach der Herkunft der Lebensmittel im Hinblick auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Umweltaspekte werden weiter an Bedeutung gewinnen», unterstreicht der Verband und weiß: «Die Lebensmittelindustrie muss diesen Herausforderungen zukünftig noch stärker Rechnung tragen». Als positives Beispiel für die Kunden- und Gästeorientierung der Industrie nennt die BVE die Themen «Seniorenkost» und «Schulverpflegung», in denen die Anbieter bereits immer besser aufeinander abgestimmte Essensbausteine anbiete, die den konkreten Forderungen dieser Zielgruppen entsprächen.

 

Bei den Küchentrends setzt die Branche auf eine «Revolution des Bewährten», zu der auch die schon länger anhaltende Renaissance des Schnitzels gehört, das in immer neuen Spielarten und Varianten angeboten wird. Rustikales ist weiterhin im Kommen, ebenso angesagt sind aber auch raffinierte Edel-Zubereitungen. Situative Genusserlebnisse haben genauso ihre Berechtigung wie die bewusste, gesundheitsorientierte Ernährung.

 

Allgemein gilt: Trendiges Snacking gedeiht neben Haute Cuisine, die deutsche Küche neben der indischen, italienischen, mediterranen, asiatischen und anderen ethnischen Küchenwelten oder sogar im Crossover-Mix. Authentisch muss es sein und eine Home-made-Optik bieten - ganz gleich in welcher Küchenrichtung.

 

Auch die Molekularküche begeistert. Gleichzeitig machen Trendforscher zunehmend «Mood Food» als neue Strömung aus, also Essen, das glücklich macht. Hierzu zählen die regionale und traditionelle Küche als Seelentröster ebenso wie bewusste, gesundheitsorientierte Nahrung oder auch bekannte Glücklichmacher wie Schokolade.

 

Das Fazit: Die Trends sind so vielfältig wie die Welt der Gastronomie. Zwar gilt nach wie vor das Motto «Das Ergebnis auf dem Teller zählt», jedoch wird Qualität zunehmend mit Aspekten über die eigentliche Küchen- oder Produktleistung hinaus aufgeladen und aufgewertet. Die Internorga 2011 wird dieses Anforderungsprofil in seiner ganzen Vielfalt widerspiegeln.

 

Info: Die Internorga 2011, 85. Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien, ist vom 18. bis 23. März 2011 täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr auf dem Hamburger Messegelände geöffnet. Eintritt: 28 Euro (Zweitageskarte 38 Euro), Fachschüler: 14 Euro.

 

 

 

 

DIESER BEITRAG GEHÖRT ZUM WEBBAECKER INFODIENST FÜR DIE 02. KALENDERWOCHE 2011

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