Samstag, 15. Juni 2024

Prognose 2014: Trotz positiver Tendenzen auch Skepsis

Hannover. (biv) Die Handwerksbäcker zwischen Ems und Elbe bekommen deutlich zu spüren, wie die Kunden ihre Konsumgewohnheiten ändern: Durchschnittlich weniger als 20 Prozent ihres Umsatzes erzielen die Backbetriebe mit dem Traditionsartikel Brot. Das Brötchengeschäft schlägt mit etwa 40 Prozent zu Buche, während mit Kuchen etwa 20 Prozent erwirtschaftet werden. Den stärksten Anstieg verzeichnet das Geschäft mit Bäckersnacks, das inzwischen mehr als 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Diese Zahlen erfuhren die Teilnehmer der Betriebswirtschaftlichen Jahrestagung 2014 des Bäckerinnungsverbands Niedersachsen/Bremen (BIV). Insgesamt kann die backende Branche mit ihrer wirtschaftlichen Situation im ersten Halbjahr 2014 nur bedingt zufrieden sein. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. So habe sich im Weser-Ems-Gebiet der Umsatz allgemein seit 2012 nicht mehr positiv verändert, die Personalkosten haben teils alarmierende Höchstwerte erreicht und der Cashflow sei bei vielen Betrieben reduziert. Im mittleren Niedersachsen und in der Region Hannover hingegen habe das erste Halbjahr 2014 positive Tendenzen gezeigt. Unsicherheit für eine Wachstumsprognose auf das gesamte Jahr ergebe sich jedoch aus den sehr spät liegenden Sommerferien, den tarifbedingten höheren Personalkosten sowie dem bekannten Fachkräfte- und Nachwuchsmangel.