Montag, 4. Juli 2022
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Pret A Manger: will die iberische Halbinsel erschließen

Lissabon / PT. (eb) Die portugiesische Grupo Ibersol, ein Multimarken-Gastronomiekonzern mit Präsenz in Portugal, Spanien und Angola, hat mit der britischen Sandwich- und Kaffeekette Pret A Manger («Pret») eine Vereinbarung über die Eröffnung von 70 neuen Betrieben in Spanien und Portugal im Laufe des nächsten Jahrzehnts getroffen. Pret ist seit 2019 ein Unternehmen der luxemburgischen JAB Holding, hinter der die Geschwister Reimann aus Deutschland stehen.

Dank der britisch-iberischen Allianz wird Grupo Ibersol die nationale Expansion der Marke sowohl in den wichtigsten Städten und großen strategischen Handelszentren als auch im Reisekanal über die verkehrsreichsten Flughäfen und Bahnhöfe in Portugal und Spanien durchführen können – heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der britischen und iberischen Akteure.

Derzeit zählt Pret gut 570 Filialen in sechs Märkten: Großbritannien, USA, Hongkong, Singapur, Dubai und Kontinentaleuropa, dort in Frankreich, der Schweiz, in Belgien und Deutschland.

«Pret A Manger ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Diese neue Vereinbarung ist zweifellos eine großartige Geschäftsmöglichkeit für die Ibersol-Gruppe, die es uns ermöglicht, unsere Position im Bereich der Systemgastronomie auf nationaler Ebene weiter zu stärken», sagt Alberto Teixeira, Co-Präsident der Ibersol-Gruppe, in Lissabon.

«Seit einiger Zeit ist es eines meiner Hauptziele, Pret bei spanischen und portugiesischen Kunden bekanntzumachen. Ich freue mich sehr über diese Vereinbarung, die es uns ermöglicht, unsere frisch zubereiteten Speisen und unseren zu 100 Prozent biologischen Kaffee auf der iberischen Halbinsel zu servieren. Das Team von Ibersol verfügt über einen großen Erfahrungsschatz in diesem Sektor, der sich mit unserem Wunsch deckt, zusammenzuarbeiten, um unser Geschäft in der gesamten Region auszubauen», sagt Pano Christou, geschäftsführender Direktor (CEO) bei Pret A Manger, in London.

Die Pläne, die Größe des Unternehmens innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verdoppeln, hatte Pret A Manger im September 2021 angekündigt – unterstützt durch eine neue «Kriegskasse» in Höhe von 100 Millionen Britische Pfund netto, finanziert sowohl von der JAB Holding als auch Pret-Gründer Sinclair Beecham. Die Pläne, die unter anderem die Expansion in neue internationale Märkte, die Vergrößerung des Filialnetzes und die Investition in neue digitale Fähigkeiten umfassen, verstehen die Akteure als «nächste Phase des Transformationsprozesses» – wahrscheinlich die konsequente Internationalisierung.

Im September 2021 beschäftigte Pret weltweit 8’000 Teammitglieder, davon allein rund 6’400 in Großbritannien. Zur gleichen Zeit zählte die Kette ungefähr 550 Standorte in fünf Märkten in Großbritannien, den USA, Frankreich, Dubai und Hongkong. Der sechste Markt (Kontinentaleuropa) ist zwar naheliegend, aber bis auf wenige Ausnahmen noch weitgehend unbeackert. Erst kürzlich erwähnte Pret eine Vereinbarung, nach der die Kette gemeinsam mit dem Franchisepartner Carebrook Partnership den Markt in Nordirland (GB) und der Republik Irland (EU) beackern will (Foto: SSP).