Freitag, 2. Dezember 2022

Panera Bread: erzielt heute 81 Prozent des Umsatzes über Außer-Haus-Kanäle

St. Louis / US. (eb) Panera Bread, mit gut 2’100 Restaurant-Einheiten die führende Bäckerei-Café-Kette in den Vereinigten Staaten und seit 2016/2017 Teil der luxemburgischen JAB Holding, hat ein neues rein digitales Kleinformat vorgestellt. Schon vor Beginn der Pandemie galt die Fast-Casual-Kette als führend in Sachen Qualität, Transparenz und Nachhaltigkeit – sowie konsequent kundenorientiert im Angebot diverser Vertriebskanäle. Besonders die vielseitigen Omnichannel-Angebote, verbunden mit der guten Reputation, führten schnell zu einem rapiden Wachstum im E-Commerce. So schätzte Panera schon im Juno letzten Jahres den E-Commerce-Umsatz auf 45 Prozent des Gesamtumsatzes. Die noch vor der Pandemie vorgestellte MyPanera-Kundenkarte zählt heute um die 44 Millionen Treue-Mitglieder. Insgesamt lässt Panera Bread keinen Vertriebskanal unbearbeitet. So dass es nur eine Frage der Zeit war, bis die Kette einen Restaurant-Typ vorstellt, der mit einem Bäckerei-Café eigentlich kaum noch was zu tun hat.

Drei Testlokale in Illinois, Kalifornien und Washington D.C.

Das neue Kleinformat «Panera To Go» bietet den digitalen Komfort von «Rapid Pick-Up» und Lieferungen, heißt es aus den USA. Ein Restaurant in Chicago sei das erste von drei «To Go»-Testlokalen, die in diesem Jahr eröffnet werden. Panera To Go ist demnach ein rein digitales Bäckerei-Café mit reduziertem Eingangsbereich, in dem Gäste und Lieferfahrer ihre Bestellungen aus den «Rapid Pick-Up»- und Lieferregalen einfach abholen können. Das neue Format hat Panera für dicht besiedelte Gebiete entwickelt, in denen es keine Möglichkeit gibt, ein klassisches Bäckerei-Café zu betreiben. Es ermöglicht, die Nachfrage auch in Gebieten zu bedienen, für die nur einfache Optionen im Außer-Haus-Verzehr infrage kommen.

Die Aufgaben der Mitarbeitenden verändern sich

Ende 2021 wurden 81 Prozent des Panera-Umsatzes über einen der Panera-Außer-Haus-Kanäle erzielt, heißt es Stand Juni 2022 – darunter Lieferung, «Rapid Pick-Up», Drive-Thru und Catering. Das neue «Panera To Go» bietet entsprechend keine Sitzgelegenheiten. Es konzentriert sich auf die leichte Zugänglichkeit für Lieferfahrer (Stichwort Zustellung) und «Rapid Pick-Up» (Stichwort Gäste). Die Aufgaben der Mitarbeitenden verändern sich: Mit weniger Aufgaben im Front-of-House-Bereich und vereinfachten Abläufen konzentrieren sie sich ausschließlich darauf, die individuellen Bedürfnisse der Gäste zu erfüllen. Panera plant, in diesem Jahr zwei weitere Panera To Go-Cafés in Kalifornien und Washington D.C. zu eröffnen, und wird in Zukunft auch die Aufnahme von Kiosk- und Catering-Bestellungen in das neue Format prüfen. Das Ziel von Panera To Go soll sein, alle Tageszeiten, inklusive Frühstück, zu bedienen.

Ziel ist die Eroberung weiterer Vertriebsgebiete und Kunden

«Wir sind bestrebt, unseren Gästen den Zugang zu unserer Speisekarte auf die bequemste Weise zu erleichtern. Panera To Go schafft einen weiteren Zugang für unsere Gäste durch schnelle Abholung oder Lieferung an Orten, an denen Panera in der Vergangenheit nicht vertreten war», sagt Eduardo Luz, Chief Brand and Concept Officer. «Wir freuen uns darauf, in weitere Handelsgebiete vorzudringen, von denen wir wissen, dass die Menschen sich nach dem sehnen, was Panera bietet – frisch zubereitete, köstliche Gerichte, die von unseren Köchen und Bäckern mit sauberen Zutaten hergestellt werden.»

Ganz nebenbei Kosten senken durch Aufenthaltszeit verkürzen

Ende 2021 verfügten 44 Prozent der Panera-Bäckerei-Cafés über einen Drive-Thru, und das Unternehmen hat als Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach Essen außerhalb des Lokals kontinuierlich neue Zugangsmöglichkeiten geschaffen. 2016 führte Panera landesweit «Rapid Pick-Up» ein, das den Gästen die Möglichkeit bietet, im Voraus zu bestellen und ihre frisch zubereitete Bestellung an einem praktischen Regal im Lokal abzuholen. Im Jahr 2020 führte das Unternehmen Panera Curbside ein, einen Geodaten-fähigen Service, der es Gästen ermöglicht, sich ihre Lieblingsgerichte direkt in ihr Auto liefern zu lassen. Das neue Next-Gen Bäckerei-Café-Modell, das landesweit eingeführt wird, verfügt über einen doppelten Drive-Thru mit einer speziellen «Rapid Pick-Up»-Spur und anderen digital unterstützten Elementen.

Vielfalt und vermeintliche Vorteile nur noch digital

Seit kurzem testet die Marke zudem Ghost Kitchens, von denen derzeit fünf landesweit in Betrieb sind und weitere in diesem Jahr eröffnet werden sollen. Das Panera To Go-Konzept unterscheidet sich von anderen Ghost Kitchens dadurch, dass das neue Format ein markengeschütztes Front-of-House-Erlebnis bietet, bei dem die Gäste ihre digitalen Bestellungen schnell und selbstständig abholen können. Die Bestellung und Bezahlung von Panera To Go ist nur auf den digitalen Kanälen über das Internet oder über die App möglich.

«Panera To Go ist eine weitere Möglichkeit, das Leben unserer Gäste durch digitale Bequemlichkeit zu erleichtern, die immer im Mittelpunkt unseres Handelns steht», sagt Chief Digital Officer George Hanson. «Wir sind schon führend darin, unseren Gästen ein außergewöhnliches digitales Erlebnis zu bieten und haben unsere digitalen Kanäle angepasst, um noch mehr Optionen im Panera To Go Format zu bieten».

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Panera Brands ist eines der größten Schnellrestaurant-Unternehmen der Welt mit fast 4.000 Standorten und 110.000 Mitarbeitenden in zehn Ländern. Panera Brands ist ein Portfolio sich ergänzender Marken, die durch gemeinsame Werte und enorme Wachstumschancen verbunden sind, und besteht aus «Panera Bread», «Caribou Coffee» und «Einstein Bros.» Bagels. Die Unternehmen im Panera-Brands-Verbund werden unabhängig voneinander geführt und zeichnen sich durch branchenführende Technologie, Loyalität, Geschmackserlebnisse und hochwertige Zutaten aus. Die genannten Restaurant-Marken wurden erst Mitte 2021 zur «Panera Brands» Gruppe umorganisiert. Wie schon zuvor die einzelnen Marken, so ist auch «Panera Brands» ein Unternehmen der luxemburgischen JAB Holding – Geschwister Reimann, Deutschland. Die Bäckerei-Café-Kette «Panera Bread» gehört seit 2016/2017 mit dazu. Die sehr dynamischen Voreigentümer hatten mit dem Verkauf nach Luxemburg die Betriebsnachfolge und Generationenfrage gelöst (Fotos: Panera Bread).

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