Montag, 24. Juni 2024

NRW: will Steuerhinterziehung an der Kasse stoppen

Düsseldorf. (fm) NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans sagt dem Steuerbetrug an manipulierten Registrierkassen den Kampf an. «Wir werden den massenhaften Betrug an manipulierten Kassen nicht länger hinnehmen. Dem Staat entgehen dadurch Jahr für Jahr schätzungsweise bis zu zehn Milliarden Euro», sagte Walter-Borjans in Düsseldorf. «Die Zeche zahlen am Ende die Steuer-Ehrlichen: Sie müssen für die Steuerausfälle aufkommen und im Geschäftsleben leiden sie unter den Wettbewerbsverzerrungen durch ihre betrügerischen Mitbewerber. Dass in Branchen mit einem hohen Anteil an Bargeschäften eine Reihe von Softwareherstellern elektronische Kassensysteme anbieten, in denen die Möglichkeit zur Steuerhinterziehung bereits programmiert ist, ist nicht hinnehmbar», sagt der Minister. Elektronische Buchführungssystemen ermöglichen es, getätigte Einnahmen des Unternehmens «auf Knopfdruck» aus den Aufzeichnungen zu entfernen. Damit verschwinden sie aus der Endabrechnung und werden nicht versteuert. Außenprüfer der NRW-Finanzverwaltung treffen zunehmend auf Registrierkassen, PC-Kassen und ähnliches, bei denen Eingriffe kaum noch zu erkennen sind. Die OECD hat im letzten Jahr in einem Bericht ebenfalls auf die Betrugsmasche und die dadurch verursachten enormen Schäden hingewiesen. Minister Walter-Borjans kündigte an, den Betrug an der Kasse im Kreis von Bund und Ländern auf die Tagesordnung zu setzen und auf eine rasche gemeinsame Lösung zu dringen. Er fordert die gesetzliche Einführung einer Software, die Manipulationen aufdeckt. Darüber hinaus verlangt er, dass Finanzämtern statt mit Anmeldung künftig auch unangemeldet Kassen in Betrieben überprüfen können. Darüber hinaus sollen die Herstellung und der Vertrieb von Software mit Manipulationsmöglichkeiten verboten werden. «Wir werden nicht dabei zusehen, wie einige schwarze Schafe nach Feierabend ihre Abrechnungen manipulieren. Es muss Schluss sein mit der Steuerhinterziehung an der Kasse», fordert der Minister. Weiterführende Materialien zum Thema siehe …

:: OECD: Umsatzverkürzung mittels elektronischer Kassensysteme: eine Bedrohung für die Steuereinnahmen (PDF; 47 Seiten; 3.220 KB)
:: Bundesrechnungshof: Bemerkungen 2003 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes (PDF; 236 Seiten; 2.045 KB)

Nach NRW werden andere Bundesländer folgen

Isernhagen / Hannover. (11.04. / ge) Was die Steuerberater der Gehrke Econ Gruppe schon seit geraumer Zeit in ihrer täglichen Beratungspraxis festgestellt haben, ist nun auch öffentlich vom NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans geäußert worden, der dem Steuerbetrug an manipulierten Registrierkassen den Kampf angesagt hat. «Wir werden den massenhaften Betrug an manipulierten Kassen nicht länger hinnehmen. Dem Staat entgehen dadurch Jahr für Jahr schätzungsweise bis zu zehn Milliarden Euro», sagt der Minister. «Die Zeche zahlen am Ende die Steuerehrlichen: Sie müssen für die Steuerausfälle aufkommen und im Geschäftsleben leiden sie unter den Wettbewerbsverzerrungen durch ihre betrügerischen Mitbewerber». Insofern ist davon auszugehen, dass auch die anderen Bundesländer ähnlich Maßnahmen einleiten werden. «Wir werden nicht dabei zusehen, wie einige schwarze Schafe nach Feierabend ihre Abrechnungen manipulieren. Es muss Schluss sein mit der Steuerhinterziehung an der Kasse», sagt der Minister ebenfalls. Häufig ist es aber nach Einschätzung der Berater von Gehrke Econ nicht der Vorsatz zur Manipulation der Kassendaten, sondern vielfach die Unkenntnis bei Unternehmer und Mitarbeiter, die komplexen Kassensysteme einzusetzen und komplizierten Vorschriften in unserem Steuer-Dschungel anzuwenden. Auch viele Steuerberater, die sich nicht auf die Bargeldbranchen spezialisiert haben, sind häufig mit dieser Problematik überfordert. Die Verwerfung der Kassenbuchführung, hohe Hinzuschätzungen und daraus ungewollte Steuernachzahlungen sind die Folgen für den Bäckermeister. Das muss nicht sein, wissen die Steuerexperten von Gehrke Econ, wenn man den Prozess der Vereinnahmung und Verbuchung professionell organisiert. Gern stehen die Steuerberater der Gehrke Econ Gruppe den Bäckermeistern und Unternehmen bei der Lösung dieser Probleme zur Verfügung. Weitere Unternehmer-Informationen zur Kassenführung gibt es bei carsten.klingebiel@gehrke-econ.de.