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Nordosten: Lila Bäcker will Betriebsrat gründen

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Pasewalk. (eb) Wenn die Unser Heimatbäcker Gruppe bislang noch keinen Betriebsrat hatte, dann wird sie wohl bald einen bekommen. Das geht aus einem Bericht des «Nordkuriers» hervor. Demnach hat die Gewerkschaft NGG der Belegschaft anlässlich des Wechsels in der Geschäftsführung zu diesem Schritt geraten – sagte Jörg Dahms, NGG-Geschäftsführer der Region Mecklenburg-Vorpommern, gegenüber der Zeitung.

Was für die einen (Mitarbeitenden) eine bislang nicht gekannte Inanspruchnahme geltenden Rechts ist, scheint für die anderen (Geschäftsführung) ein ganz normaler Schritt zu sein: Der neue Geschäftsführer habe auf die Anfragen der Zeitung nicht mal reagiert, heißt es ein wenig pikiert aus dem Nordosten. Tatsächlich wird Stefan Blaschak derzeit andere Dinge zu tun haben, als sich selbst darzustellen.

Zudem soll Anfang Februar eine schriftliche Information an die Beschäftigten den Wechsel in der Geschäftsführung begleitet haben, das mit keinem Wort einen Sanierungsfall auch nur andeutet. Im Gegenteil: Als neuer Geschäftsführer sei Blaschak auf das unschätzbare Wissen über das Unternehmen, die Abläufe, Zuständigkeiten und Produkte angewiesen, um erfolgreich arbeiten zu können. Ein Blick auf die Homepage des Mehrheitseigners Deutsche Beteiligungs AG bestätigt diese Haltung und nennt ausdrücklich den Personalmangel als eines der drängenden Probleme des Unternehmens. Es gibt also keinen Grund, hysterisch zu werden. Aber natürlich steht es der Gewerkschaft NGG frei, die Gunst der Stunde zu nutzen und einen Betriebsrat anzuregen – wie es sich für ein Unternehmen dieser Größenordnung mit gut 400 Filialen und rund 2.700 Mitarbeitenden auch gehört (Foto: pixabay.com).