Sonntag, 19. September 2021

Nach dem Corona-Jahr: Bäko Zentrale legt robustes Ergebnis 2020 vor

Duisburg. (bae) Acht Jahre in Folge hatten sich die Umsätze sowohl für das Bäckerhandwerk wie auch für das Konditorenhandwerk bis 2019 positiv entwickelt. Für 2020, bedingt durch die Corona-Pandemie, haben beide Gewerke Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Für das Bäckerhandwerk weist der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks für das Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einen Umsatzrückgang von 5,1 Prozent auf 14,45 Milliarden Euro aus. Damit sank der durchschnittliche Umsatz je Betrieb von 1.451.000 Euro auf 1.419.000 Euro. Für das Konditorenhandwerk weist der Deutsche Konditorenbund für das Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 einen Umsatzrückgang von 14,0 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro aus. Der durchschnittliche Umsatz je Betrieb sank somit von 584.000 Euro auf 496.000 Euro.

Im Geschäftsjahr 2020 blieb der Gesamtumsatz der Bäko-Zentrale eG mit 1,37 Milliarden Euro 7,6 Prozent unter dem Rekordumsatz von 2019 mit 1,48 Milliarden Euro. Die Umsatzverluste sind auf die besonders im 2. und 4. Quartal 2020 tiefgreifenden Auswirkungen der Corona-Situation und der damit einhergehenden beiden Lockdowns zurückzuführen. Die Mitglieder der Bäko-Zentrale eG, 28 Regionalgenossenschaften inklusive der Bäko-Österreich e.Gen., erzielten in 2020 Umsätze in Höhe von 2,07 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies, ebenfalls Corona-bedingt, einem Umsatzminus von 8,2 Prozent (Umsätze 2019: 2,26 Milliarden Euro). Unter dem Strich kann die Bäko-Zentrale eG damit in einem weltweit schwierigen Umfeld ein vergleichsweise robustes Geschäftsergebnis für 2020 vorlegen – über das die folgende Zusammenfassung ausführlich Auskunft gibt.

Digitale Generalversammlung der Bäko-Zentrale eG am 23. Juni 2021

Motto: «Stärken stärken … Chancen entwickeln.»

Überblick

  • Vorlage des Geschäftsberichts der Bäko-Zentrale eG
  • Stabile Geschäftsentwicklung in einem coronabedingt herausfordernden Geschäftsjahr
  • Gesamtumsatz 2020: 1,37 Milliarden Euro (-7,6 Prozent unter dem Rekordumsatz von 2019)
  • Erneute Verbesserung der Einkaufskonzentration um 1,3 Prozent-Punkte auf 81 Prozent

Das Geschäftsjahr 2020

  • Bäko-Zentrale eG
  • Jahresumsatz blieb mit 1,37 Milliarden Euro 7,6 Prozent unter dem Rekordniveau von 2019 mit 1,48 Milliarden Euro
  • Jahresergebnis 2020 weist einen Überschuss von 0,6 Millionen Euro aus
  • Regionalgenossenschaften erhielten 2020 Vergütungen, Rabatte, Skonti in Höhe von 19,4 Millionen Euro
  • Ausschüttung einer attraktiven Dividende von 5 Prozent
  • Bäko-Organisation
  • Gesamtumsatz der Bäko-Regionalgenossenschaften mit 2,1 Milliarden Euro 8,5 Prozent unter Vorjahresniveau
  • Anzahl backender Kunden (Deutschland und Österreich) beläuft sich auf rund 13.500
  • Das backende Handwerk
  • Im Bäckerhandwerk Umsatzrückgang um 5,1 Prozent auf 14,45 Milliarden Euro bei weiterem Abschmelzungsprozess der Betriebe auf 10.181 (-310)
  • Im Konditorhandwerk Umsatzrückgang um 14,0 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro bei zugleich leichtem Anstieg der Anzahl der Betriebe auf 3.294 (+55)

Geschäftsentwicklung 2020 und die Corona Pandemie

  • Globale Beschaffungsmarktprobleme, steigende Rohstoff- und Transportpreise wie auch schwankende Wechselkurse erschwerten das Warenmanagement
  • Zahlreiche Maßnahmen der Kostenminimierung und Kapazitätsplanung wurden inklusive der Wahrnehmung von Kurzarbeit im Mai, Juni und Juli 2020 erfolgreich umgesetzt, um den Auswirkungen der Krisenlage entgegenzuwirken

Trotz weltweit schwieriger marktwirtschaftlicher Bedingungen kann die Bäko-Zentrale eG ein vergleichsweise robustes Geschäftsergebnis für 2020 ausweisen. Das Warengeschäft wird vor dem Hintergrund der Corona beeinflussten Pandemielage umsatzseitig als vergleichsweise zufriedenstellend wenn auch herausfordernd eingeordnet.

Wirtschaftliche Kennzahlen im Vergleich

Den vollständigen Geschäftsbericht 2020 gibt es auf den Webseiten der Bäko-Zentrale als E-Paper. Er kann dort aber auch als klassische PDF-Datei heruntergeladen werden. Nicht zu verfehlen ist zudem die audiovisuelle Aufzeichnung (Podcast) «Ausblick». In 17:43 Minuten geben Wolfgang Schäfer (AR-Vorsitzender der Bäko-Zentrale), Frank Bachhausen (stellvertretender AR-Vorsitzender), Martin Reinhardt (Vorstandsmitglied) und Stefan Strehle (Vorstandssprecher der Bäko-Zentrale) sowie als Moderator Bernd Kütscher (Direktor der Bundesakademie Weinheim) erste Informationen über Aktivitäten und Projekte. Nachfolgend die klassischen Kennzahlen, die jeder Genosse aus den Jahresberichten kennt:

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Generalversammlung Bäko-Zentrale eG

Bei der digitalen Generalversammlung der Bäko-Zentrale eG am 23. Juni 2021 wurden ein Überblick über das Geschäftsjahr 2020 sowie ein Ausblick auf weitere strategische Vorhaben gegeben.

Wolfgang Schäfer, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bäko-Zentrale eG, eröffnete die digitale Generalversammlung. Er sprach dem Vorstand und allen Mitarbeitern und den Mitgliedern der Bäko-Zentrale eG seinen Dank aus.

«Trotz der vielfältigen Einflüsse der Corona-Pandemie im Jahr 2020 konnten wir ein robustes Geschäftsergebnis einfahren und sind vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie gekommen. Mein Dank gilt der gesamten Belegschaft der Bäko-Zentrale und somit jedem einzelnen Mitarbeiter. Alle gemeinsam haben ihr Bestes gegeben, um diese Krise bestmöglich zu meistern. Der Zusammenhalt innerhalb der Bäko-Organisation zwischen der Zentrale und den Bäko-Regionalgenossenschaften im Krisenjahr 2020 hat die Stärken und Vorteile der genossenschaftlichen Strukturen und somit ihre Grundwerte bestätigt. Als Verbundgruppe haben wir uns insgesamt gut behauptet.»

Der Vorstandssprecher der Bäko-Zentrale eG, Stefan Strehle, erläuterte die Geschäftsentwicklung 2020 und leitete dabei auch den Gesamtumsatz in Höhe von 1,37 Milliarden Euro (-7,6 Prozent unter Vorjahr) her.

Im Geschäftsjahr 2020 konnte trotz unterschiedlichsten Corona-Einflüssen ein Jahresüberschuss von 0,6 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Die Summe der Gesamtvergütungen an die Bäko-Regionalgenossenschaften belief sich für das Geschäftsjahr 2020 auf 19,4 Millionen Euro (-4,1 Prozent versus 2019). Für das Geschäftsjahr 2020 erhielten die Bäko-Regionalgenossenschaften eine attraktive Dividendenzahlung in Höhe von 5 Prozent.

«Im Geschäftsjahr 2020 konnte die Bäko-Zentrale – trotz aller negativer Corona-Einflüsse – eine solide Jahresbilanz ziehen. Wir alle haben viel gelernt und aus dieser herausfordernden Situation einiges für die Zukunft mitgenommen. Wir sind optimistisch und blicken positiv in die Zukunft. Deshalb haben wir unter anderem auch das Motto unseres Geschäftsberichts mit der Leitlinie «Stärken stärken … Chancen entwickeln.» betitelt. Dabei werden wir unsere Rohstoff- und die diesbezügliche Vermarktungskompetenz ausbauen und ebenso auf die Megatrends der Digitalisierung, Individualisierung und Nachhaltigkeit im weitesten Sinn setzen. Aufbauend auf den heutigen Stärken gilt es die Bäko-Zentrale von der klassischen Einkaufsgenossenschaft zur digitalen Service- und Dienstleistungsgenossenschaft weiterzuentwickeln», führte Stefan Strehle aus.

Personalien | Wahlen zum Aufsichtsrat

Vorstand

Im Oktober 2020 fand innerhalb des geschäftsführenden Vorstandsgremiums ein Wechsel statt. Nach über 8 1/2 Jahren ist Stefan Strehle nach Duisburg in die Bäko-Zentrale eG zurückgekehrt und erweitert das geschäftsführende Vorstandsteam um Gunter Hahn und Klaus Burger. Burger ist zum 01. November 2020 aus der Geschäftsführung Warenwirtschaft in den Vorstand aufgerückt.

Aufsichtsrat

Folgende Mitglieder des Aufsichtsrats stellten sich zur Wiederwahl: Joost Nikolai Bremer, Frank Daube, Horst Reichartseder, Bernd Rott, Jörg Warnke. Die Wiederwahlen erfolgten einstimmig.

Geschäftsbericht 2020

Duisburg/Ladenburg/Nürnberg/Rellingen – «Stärken stärken … Chancen entwickeln.»

Bäko-Zentrale eG

Geschäftsverlauf 2020: Robustes Geschäftsergebnis trotz weltweit schwieriger marktwirtschaftlicher Bedingungen.

Bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie gestaltete sich der Geschäftsverlauf wesentlich schwieriger als in den Vorjahren. Zahlreiche Maßnahmen, besonders zur Kostenreduktion inklusive Kurzarbeit im Mai, Juni und Juli 2020, wurden engmaschig geplant und umgesetzt, um der Krise entgegenzuwirken. Im Ergebnis blickt die Bäko-Zentrale eG insgesamt wie folgt auf das Jahr 2020 zurück:

Im Vergleich zu den Rekordumsätzen des Vorjahres blieb der Gesamtumsatz 2020 mit 7,6 Prozent unter Vorjahresniveau und belief sich auf 1.366,6 Millionen Euro. Die Umsatzverluste verteilten sich gleichermaßen auf das Eigengeschäft und den Zentralregulierungsumsatz.

Absatz: Der Absatz in den einzelnen Warengruppen spiegelt die veränderte Situation im Markt und somit die branchenspezifischen Rahmenbedingungen und Veränderungen im Geschäftsjahr 2020, besonders unter Corona-Bedingungen, wider. In allen Warenbereichen war die Absatzentwicklung im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 negativ. In den Warenbereichen Handelswaren sowie Papier und Verpackung lagen die Abweichungen sogar im zweistelligen negativen Bereich.

Umsatz nach Warenbereichen 2020 versus 2019 in Prozent: In allen Warenbereichen lag der Umsatz unter dem Niveau von 2019. Die größten Einbußen waren in den Bereichen Handelswaren (-20,8 Prozent) und im Frischebereich (-12,2 Prozent) zu verzeichnen. Im Warenbereich Mehl (Umsatz 130,4 Millionen Euro; -6,2 Prozent) und im größten Warenbereich Rohstoffe (Umsatz 612,2 Millionen Euro; -5,3 Prozent) blieben die Umsätze ebenfalls unter Vorjahr. Ebenfalls im Bereich Maschinen und Geräte (Umsatz 146,4 Millionen Euro; -6,8 Prozent) und im Bereich Papier und Verpackung (Umsatz 73,2 Millionen Euro; -2,6 Prozent) blieben die Umsätze unter Vorjahresniveau.

Ertragslage, Vergütungen an Regionalgenossenschaften: Die Bäko-Zentrale eG kann gerade vor dem Hintergrund der erschwerten Rahmenbedingungen der Pandemie auf ein überzeugendes und vertrauenerweckendes Management des krisengeprägten Geschäftsjahres 2020 zurückblicken. Die Ertragslage wird vom Vorstand für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 als solide und zufriedenstellend bewertet. Die Ertragslage entwickelte sich dementsprechend wie folgt: Die Umsatzerlöse laut Gewinn- und Verlustrechnung reduzierten sich aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie im Geschäftsjahr 2020 um 7,7 Prozent auf 475 Millionen Euro. Das Rohergebnis reduzierte sich von 31,3 Millionen Euro auf 26,7 Millionen Euro. Die hierin enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich, vorwiegend aufgrund von Erträgen aus Auflösung von Rückstellungen, um 0,4 Millionen Euro. Die Betriebsaufwendungen (Personal- und Sachaufwendungen) sanken um 10,6 Prozent auf 25,0 Millionen Euro, das Betriebsergebnis reduzierte sich analog zum Rohergebnis auf 1,3 Millionen Euro. Der Personalaufwand reduzierte sich bei leicht niedrigerer Mitarbeiterzahl um 1,0 Millionen Euro, was vorwiegend auf die Rückführung von Rückstellungen für Urlaub und Überstunden sowie auf eine Kostenreduzierung durch den Einsatz von Kurzarbeit zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 1,4 Millionen Euro. Neben Einsparungen aufgrund pandemiebedingter Absagen von Messen haben hierzu vor allem eingeleitete Kosteneinsparungsmaßnahmen beigetragen. Unsere Mitgliedsgenossenschaften erhielten für das Geschäftsjahr 2020 Vergütungen im Eigen- und Zentralregulierungsgeschäft in Höhe von insgesamt rund 19,4 Millionen Euro (-4,1 Prozent; Vorjahr: 20,3 Millionen Euro).

Vermögens- und Finanzlage: Die Bilanzsumme reduzierte sich zum 31. Dezember 2020 um 10,0 Prozent auf 90,3 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Forderungen sind stichtagsbedingt im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die leicht erhöhten liquiden Mittel sind korrespondierend auf gesunkene Vorräte und die verminderten Verbindlichkeiten zurückzuführen. Die Bäko-Zentrale eG verfügt über ein wirtschaftliches Eigenkapital von 51,0 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt 57,4 Prozent (Bilanzielles Eigenkapital +2,0 Millionen Euro versteuerte Wertberichtigungen). Der Anteil der Rücklagen nach Ergebnisverwendung am Eigenkapital beträgt 83,2 Prozent. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Im Geschäftsjahr 2020 wurden planmäßige Ersatzinvestitionen in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro durchgeführt.

Alle Investitionen wurden aus Eigenmitteln getätigt. Der Cashflow war zur Finanzierung sämtlicher Investitionen jederzeit ausreichend und betrug in Summe von Jahresüberschuss und Abschreibungen im Geschäftsjahr 2020 2,0 Millionen Euro. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln bestehen zur Sicherung der Liquidität zusätzliche Kreditlinien in Höhe von 23,0 Millionen Euro bei den Hausbanken, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurden. Der Vorstand der Bäko-Zentrale eG bewertet die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wie in den zurückliegenden Jahren weiterhin übereinstimmend als gut. Der angemessenen Weiterentwicklung der Kapitalausstattung und der jederzeitigen wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit im Interesse der gesamten Bäko-Organisation wird Rechnung getragen.

Personal und Organisation: Bei der Bäko-Zentrale eG waren in Jahr 2020 durchschnittlich 265 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Duisburg, Ladenburg, Nürnberg und Rellingen beschäftigt. Es wurden 16 Auszubildende in den Ausbildungsberufen «Kauffrau/Kaufmann im Groß- und Außenhandel» sowie «Fachkraft für Lagerlogistik» für ihre verschiedenen Aufgabenbereiche qualifiziert und von erfahrenen Ausbildungskräften betreut.

Ausblick auf die Zukunft

Die Bäko-Organisation existiert seit über 100 Jahren – so auch ihre Bäko-Zentrale. Die Welt hat sich in dieser Zeit dynamisch verändert, wenn auch der genossenschaftliche Förderauftrag für das backende Handwerk, damals wie auch heute, von hoher Bedeutung ist. Dennoch entwickelt sich auch die Interpretation dieses Auftrags immer wieder neu und weiter. So stellt sich die Frage nach einer modernen Interpretation des genossenschaftlichen Förderauftrags.

Mit dem Motto unseres Geschäftsberichts «Stärken stärken … Chancen entwickeln.» möchten wir genau darauf aufmerksam machen. Wir sind uns selbstverständlich unserer tiefen Wurzeln der Einkaufsgenossenschaft bewusst. Dennoch sehen wir im backenden Handwerk auch ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Strukturen, die neben den stabilen Werten wie Tradition, Vertrauen und Verbindlichkeit zugleich Vielfalt, Individualität, Agilität und Kreativität reflektieren. Genau deshalb stehen wir zu unseren Stärken, begründet in der genossenschaftlichen Einkaufskompetenz. Ergänzend ist diese weiterzuentwickeln, sodass wir uns an einer Neuausrichtung von der klassischen Einkaufsgenossenschaft zur digitalen Service- und Dienstleistungsgenossenschaft orientieren. Dabei geht es eben nicht um ein «entweder – oder», sondern um das «sowohl – als auch».

Erste Informationen zu den Aktivitäten

  • Organisation: Im Rahmen eines Konsolidierungsansatzes geht es um die Analyse der Abläufe, der Effizienzgrade der Bäko-Zentrale eG und daraus abgeleitet den Aufbau einer schlagkräftigen, effizienten Organisation.
  • Logistik: Konsolidierung der Lagerstandorte inklusive effizienter Aufstellung der Warenströme sowie der Stärkung der Einkaufs- und Logistikorganisation.
  • Innovation: Moderation und Begleitung von Innovationsprozessen zur Unterstützung erforderlicher Veränderungsprozesse bis hinein in den Backbetrieb und ebenfalls zur Entlastung der Betriebe von Bürokratie.
  • Digitalisierung: Deutliche Ausweitung und Vertiefung von digitalen Angeboten durch die Bäko, um auch in diesen Geschäfts- und Beratungsfeldern für die Betriebe zum relevanten Ansprechpartner zu werden.

Entwicklung der Bäko-Organisation

Anzahl der Bäkos: Zum 31. Dezember 2020 waren insgesamt 28 Bäko-Regionalgenossenschaften aktiv (27 in Deutschland und 1 in Österreich). Die Anzahl hat sich im Jahr 2020 nicht verändert. Die Bäko-Organisation agiert an insgesamt 59 Standorten mit fast 3.284 Mitarbeitern.

Umsatzentwicklung der Bäkos: Der Gesamtumsatz der 28 Bäko-Regionalgenossenschaften reduzierte sich im Jahr 2020 um 8,5 Prozent im Vergleich zu 2019 auf 2.066 Millionen Euro. Die Lagerumsätze reduzierten sich um 7,8 Prozent, die Streckenumsätze um 10,5 Prozent und die Dienstleistungsumsätze um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Gesamtumsatzentwicklung im Jahr 2020 nicht preisbereinigt ist und keine Vermittlungsumsätze enthalten sind. Der Preisindex für 2020 liegt zwischen 0,5 und 2,0 Prozent. Die Preisentwicklungen in den einzelnen Bäko-Regionalgenossenschaften sind regional unterschiedlich und abhängig vom jeweiligen Umsatzanteil einzelner Warenbereiche am Gesamtumsatz der jeweiligen Regionalgenossenschaft.

Das backende Handwerk

Entwicklung im Bäckerhandwerk: Für das Bäckerhandwerk weist der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks für das Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einen Umsatzrückgang von 5,1 Prozent auf 14,45 Milliarden Euro aus. Die Zahl der Betriebe ging weiter um -310 auf 10.181 zurück. Der durchschnittliche Umsatz je Betrieb sank von 1.451.000 Euro auf 1.419.000 Euro.

Entwicklung im Konditorenhandwerk: Für das Konditorhandwerk weist der Deutsche Konditorenbund für 2020 gegenüber 2019 ein Umsatzminus von 14,0 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro aus. Die Zahl der Betriebe nahm weiter um +55 auf 3.294 zu. Der durchschnittliche Umsatz je Betrieb sank von 584.000 Euro auf 496.000 Euro (Foto: pixabay.com – Tabelle: Bäko-Zentrale – Video: Bäko Bremerhaven über Youtube).