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NaBu: verleiht «Dinosaurier 2017» an Bauernverband

Berlin. (nabu) Den «Dinosaurier des Jahres 2017» vergibt der Naturschutzbund Deutschland (NaBu) an den Präsidenten des Deutschen Bauernverbands (DBV). Joachim Rukwied streitet die Verantwortung der Landwirtschaft für das Artensterben ab und verteidigt beharrlich ein Milliarden Euro teures Subventionssystem, das zulasten von Natur, Landwirten und Steuerzahlern geht.

«Die Öffentlichkeit ist erschüttert über die erneute Zulassung für Glyphosat, über zu viel Nitrat im Grundwasser und das drastische Insekten- und Vogelsterben. Doch Herr Rukwied hält unbeirrt an seiner Linie fest, das System der Agrarpolitik mit milliardenschweren Blankoschecks vom Steuerzahler ohne Wenn und Aber zu verteidigen», begründet NaBu-Präsident Olaf Tschimpke die Verleihung des «Dinosauriers 2017».

Rukwied setzt mit seiner Politik zudem die Zukunft vieler Bäuerinnen und Bauern aufs Spiel. Schwindet die gesellschaftliche Akzeptanz für die Landwirtschaft, versiegt über kurz oder lang auch die Förderung aus der Staatskasse. Die von Rukwied vehement verteidigten Pauschalsubventionen pro Fläche sind zudem nachweislich ungeeignet, um das Höfesterben aufzuhalten. Allein seit dem Jahr 2000 musste ein Drittel aller Bauern aufgeben. Rukwied auch Chef des Landesbauernverbands Baden-Württemberg und Präsident des europäischen Agrarverbandes COPA.